Wie erkennt man, ob ein Hund nach Hilfe ruft?

Liebe Hundekenner!

Man hört ja immer von Hunden, die ihre erkrankten oder verletzten Besitzer retten, indem sie durch Bellen oder Schwanzwedeln auf sich aufmerksam machen. Woran erkennt man denn, dass sie um Hilfe rufen? Woher wissen Angebellte, ob sie weglaufen oder mitkommen sollen? Oder hab ich einfach zu oft Lassie geguckt?

Der Hund gegenüber hat eine Stunde lang in die Nacht gebellt und gewinselt. Das ist wahrscheinlich nichts Ungewöhnliches (wenn ein Hund z. B. zu lange allein in der Wohnung gelassen wird), aber zwischenzeitlich habe ich mich fast aufgefordert gefühlt, die Türe einzutreten.

Gibt es also ein Interpretationsschlüssel für hündische Hilferufe?

Vielen Dank!
Trambo

Hallo,

bitte teile uns danach genau mit, ob sich das Bellen beim Eintreten der Tür verändert.
Schöne Grüße
Schrella

Schwierig bis unmöglich Hundeverhalten zu interpretieren, wenn man ihn nicht sehen kann, was sein Schwanz macht, seine Ohren, sein Maul.
Es ist für Menschen mit rudimentären Hundekenntnissen ziemlich einfach, denke ich, zu erkennen was er von Dir möchte, wenn er vor Dir steht.

Nur anhand des Bellens oder Winselns eine Notsituation zu erkennen, kann man nur, wenn man den Hund sehr gut kennt.

MG

Hallo,

du kannst einen fremden Hund nicht interpretieren, das gelingt nur, wenn jemand den betreffenden Hund gut kennt.

Der beste

besteht sicher in Aufmerksamkeit, mit wem du es in deiner unmittelbaren Umgebung zu tun hast.
Kennst du deine Nachbarn überhaupt nicht?
Dass das in anonymen Wohnumfeldern der Fall sein kann, ist mir auch schon zu Ohren gekommen :unamused:
Wohnen da junge oder alte Leute, alleinstehend oder nicht, bellt der Hund öfter mal in dieser Weise,
wie lange wohnst du da; wenn der Hund aufgehört hat zu bellen, müsste ja irgendwann jemand nach Hause gekommen sein u.s.w…
Mal Hallo rufen oder klingeln hätte es ja vor dem Tür eintreten auch getan, im Falle dass dir die Situation außergewöhnlich oder irgendwie bedrohlich vorkam.
Wenn das gestern war, heute auf jeden Fall nochmal die Augen aufmachen evtl. klingeln oder darauf achten ob jemand nach Hause gekommen ist, oder der Hund wieder bellt.

Gruß
Heidi

Du meintest das sicher ironisch… :smile:

Naja, die Theorie ist ja (UP) dass das Bellen unterschiedlich ist, wenn er in Not ist oder wenn er verteidigt. Diesen Unterschied müsste man in dieser Situation ja erkennen können.

Das mit der Tür-eintreten kam nicht von mir. - Oder wo hast du die Ironie gefunden?

Gruß

Schrella

Hallo @tumiart und @MacGuffin !

Vielen Dank für die Antworten!

Kurze Klärungen:

  • Die Situation war eindeutig so, dass der Hund das einzig handlungsfähige Individuum in der Wohnung war. Ich hätte also entweder um 2 Uhr morgens in einem fremden Mietshaus Unbeteiligte aus dem Bett klingeln oder die Polizei anrufen müssen. Beides wäre wohl zu viel des Guten gewesen, außer man könnte dem Verhalten des Hundes ablesen, dass tatsächlich eine Notsituation besteht. Daher die Frage.
  • Der Hund hat wieder Gesellschaft. Alles gut.

Gruß
Trambo

Huhu,

einen fremden Hund die ganze Zeit Bellen zu hören ist nicht genug, um entscheiden zu können, in welchem Zustand er sich zur Zeit befindet. Geh doch einfach mal Klingeln bei denen und gehe sicher, wenn es dich kümmert.

Gruß
Sonnenfeger

Einen allgemeinen Interpretationsschlüssel gibt es nicht, aber ein ganz gutes Bild zur (Körper-) Sprache bekommt man durch das Buch „Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde“ von Turid Rugaas.

Den eigenen Hund lernt man im Alltag ja gut zu verstehen. Mein Hund bellt zum Beispiel in verschiedenen Situationen unterschiedlich. Wenn er einen Knochen will anders, wie wenn er meldet, dass ein Fremder an der Haustüre ist.