Hallo Experten, für mein Hobby den Modellbau, bin ich am überlegen, mir eine neue Dekupiersäge zuzulegen. Die Preisspanne liegt zwischen 60 und fast 1000 Euro. Wodurch rechtfertigen sich die hohen Preise gegenüber den günstigen? Danke!
Ist wie bei Autos.
Lada fährt zwar auch aber in einem Mc Laren/Ferrari usw machts mehr Spass.
Die billige bewegt zwar das Sägeblatt, mehr aber auch nicht.Der ganze Antrieb ist Gleitgelagert, geht für Leistchen so 3x3mm abschneiden schon, aber ein löngerer Schnitt in richtigen Holz oder noch schlimmer in Multiplex dann ist es aus, die Sache frisst sich wegen Überhitzung.
Bei einer Markensäge, Hegner Multicut oder ähnlich kannst den ganzen Tag säbeln da bist Du eher platt wie das Maschinchen.
Auch die Blattführung, wichtig für lange gerade Schnitte ist bei teueren Maschinen wesentlich besser.
Das billige ist Spielzeug, arbeiten kann man so ab 300 € aufwärts.
Meine Preise sind schon ein paar Jahre her.
Ab 400 gehts jetzt los.
Die normale Multicut, mit stufenloser Drehzahlregelung sinds bei der Se dann schon 700.
Musst halt entscheiden ob die Drehzahlregelung braucht. Fein ist das schon bei Stellen wos genau sein muss, ganz langsam und wenn der genaue Schnitt vorbei ist einfach aufs Pedal latschen und frrrrrrt bist fertig.
Qualität hat auch bei einer Dekupiersäge ihren Preis. Leise sollte sie auch sein und natürlich die Leistung.
Dann kommt es darauf an, welche Materialien und Materialstärken werden verarbeitet.
Ich mache ja auch Modellbau, aber eine Dekupiersäge brauche ich nicht, da ich eine CNC-Fräse habe.
Hallo Frau Hoefer,
die Preisspanne resultiert, wie so oft bei Werkzeug, aus unterschiedlichen Qualitäten. Ich habe im „BAUHAUS“ eine für 90,- als Geschenk für einen Modelleisenbahner gekauft und sie genügt dessen Ansprüchen seit 3 Jahren voll. Wenn Sie nach einem Markengerät schauen (in dem Bereich z. B. „Proxxon“) und den jeweiligen Typ googeln um evtl. tests zu finden, dürfte nix verkehrt gehen.
Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
bei einer Dekupiersäge ist es wie bei jedem Werkzeug, Gerät etc: Ausstattung, Qualität und Leistung haben einfach ihren Preis. Wo z.B. bei billigen Sägen die Führung des Blattes aus Kunststoff-Gleitlagern besteht, ist bei hochwertigen Sägen evtl. ein Paket Kugellager verbaut. Vielleicht hat eine teure Säge ein Abzugssystem und einen Schwenktisch eingebaut, was die billige Säge nicht hat? Und evtl. hat die teurere Säge einen leisen, kraftvollen Synchronmotor mit Messinggetriebe, wo der Dicountheimer nur ein lärmiges Bürstenmotörchen und Plastikzahnräder hat, was bei 12mm - Sperrholz bereits ächzend in die Knie geht?
Das alles schlägt sich im Preis nieder, auch wenn beide Dekupiersägen augenscheinlich ähnlich sind und sicher auch jeweils ihren Dienst tun. Der Punkt ist einfach, was man von seinen Werkzeugen erwartet und wie oft man sie einsetzen will. Um einmal was damit zu basteln und sie dann wieder für zwei Jahre im Keller verschwinden zu lassen, braucht man sicher kein 1000-€-Teil. Wer dagegen ständig bis oft damit arbeiten will und entsprechend auf Langlebigkeit, Präzision und leichte Bedienbarkeit Wert legt, der hat mit Billigwerkzeug keine lange Freude - und kauft meiner Erfahrung nach am Ende meist doch das bessere Gerät nach. Diese Art der Geldverschwendung spare ich mir inzwischen, indem ich mir vorher genau überlege, was ich damit anfangen möchte.
Ein weiteres Kriterium ist noch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen: Wenn z.B. am Discounter-Produkt in fünf Jahren die Sägeblattaufnahme bricht, bekomme ich das Teil dann noch geliefert? Bei Markengeräten hätte ich da keine Bedenken.
Selber habe ich übrigens keine Dekupiersäge, insofern kann ich zu Produkten und Marken keine Tipps geben.