@Foren, aber auch ganz grundsätzlich…
Hallo Maid,
die Foren sind ein Beispiel dafür, wie so ein Austausch organisiert sein kann. Daneben gibt es aber auch anderes, und vor Zeiten des Internets natürlich auch schon längst: literarische Zirkel bzw. ein literarisch gebildeter Bekannten- und Freundeskreis, wo man unter Kollegen über Texte spricht, sich gegenseitig liest und kritisiert, Zeitschriften, denen man Texte übermittelt und hin und wieder auch mit kritischen Anmerkungen (so es denn grundsätzlich was taugt) zurückbekommt, etc.
Etwas, was man für Constanze vielleicht auch noch ergänzen könnte: Um sich ein Bild von den verschiedenen Möglichkeiten des Schreibens, des sich Ausdrückens und so weiter zu machen, ist es vielleicht auch ratsam, zu möglichst vielen Lesungen, Autorengesprächen zu gehen, bzw. entsprechende Radiosendungen anzuhören. Und: Das eigene kritische Lesen schulen, bei jedem Buch, bei jeder Lesung, nicht nur befinden, „das gefällt“ oder „das gefällt nicht“, sondern sich genau überlegen, warum etwas gefällt oder nicht gefällt, woran das liegt und was genau daran gut ist, was besser sein sollte.
Aber im Endeffekt ist es natürlich: Schreiben, schreiben, schreiben. Und nicht einmal immer in Zielrichtung Roman, auch alles andere, einzelne Sätze von mir aus, Formulierungen, kurze Absätze, die eine Situation umreißen, eine Stimmung wiedergeben… einfach alles. Ich kenne auch Leute, die selbst ihre private Korrespondenz immer auch dazu verwenden, ihre sprachliche Sorgfalt, ihren Stil, ihre Formulierungskraft und ihre Präzision zu üben. (Manchem mag so etwas übertrieben vorkommen, ich finde es schön.)
Liebe Grüße in die Runde,
Elisabeth