Wie finanziert heute jemand seinen Start?

Hallo!

Man stelle sich folgendes vor: Ein Mensch mit Mitte 30 will sich selbständig machen. Sachkunde, kaufmännisches Wissen und eine Geschäftsidee sind vorhanden. Es ist aber kein eigenes Vermögen vorhanden, keine Immobilie, kein nennenswertes Sparguthaben, keine Lebensversicherung und auch keine Oma mit Häuschen. Die Selbständigkeit soll die Existenz für den Gründer, seine Familie und längerfristig auch für einige Angestellte sein. Unser Gründer ist kein Fall für eine Beteiligungsgesellschaft, weil er mit „going public“, Neuem Markt und ähnlichen Dingen nichts am Hut hat. Er will keine Firma mit 30 Mio. Umsatz oder mehr, ihm reichen auch 3 Mio. p.a.

Was macht so ein Mensch, der ein paar huunderttausend Mark für notwendige Anfangsinvestitionen braucht? Die Großbanken sind offenkundig die falschen Kreditgeber. Oft genug haben sie ihr Desinteresse an Kunden dieser Größenordnung erklärt. Aber eigentlich ist das gesamte Kreditgewerbe äußerst restriktiv bei der Kreditvergabe geworden, wie man hört.

Welche Wege stehen diesem Gründer offen?

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Basis ist schon mal ein guter Business-Plan mit dem man dann mal die Banken abklappert. Ich weiss nicht, wie das heute ist, aber 1997 als ich mit einem Freund zusammen angefangen habe, war das auf jeden Fall möglich (Branche: Raumausstatter-Handwerk !). Wir haben zwar nicht soviel Geld benötigt (

Hallo Wolfgang!

Mit Landesdarlehen, alles andere ist Selbstmord.
Erste Abzahlung nach bis zu 4 Jahren.

Gruß Werner

hallo wolfgang,

besorge dir einfach mal von deiner hausbank oder auch von der IHK info-material zum thema existenzgründung. da findest du jede menge weiterführende informationen.

oder im inet:
http://www.gruenderstadt.de/index.html
http://www.gruenderwerkstatt.de/
http://www.infoquelle.de/Wirtschaft/Business_Plan/Gr…

gruß
ann

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Deutsche Ausgleichsbank
In solchen Fällen ist die Deutsche Ausgleichsbank eine gute Adresse: Finanzierungsprogramm nennt sich DTA-Startgeld und ist zugeschnitten auf Gründer mit geringem Investitions- und Finanzierungsbedarf. Siehe auch http://www.dta.de

Was macht so ein Mensch, der ein paar huunderttausend Mark für
notwendige Anfangsinvestitionen braucht?

… und dann gibt es noch die Business-Angels.

mfg

Alexander

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

eben: venture capital

… und dann gibt es noch die Business-Angels.

hi wolfgang!
risikokapital ist das stichwort, von dem die erwähnten business-angels nur einen aspekt darstellen. gibt’s auf mehreren ebenen- auch die banken sind inzwischen teilweise auf dem gebiet tätig.
voraussetzung: professioneller business-plan mit schick-innovativem inhalt und rendite-prognosen nicht unter 30%.
bedingung: miteigentümerschaft (und gern gesehen: börsengang zur refinanzierung)
fazit: es geht, aber der weg ist etwas länger…

greetings
bernd

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Hallo Wolfgang,

Hallo!

Man stelle sich folgendes vor: Ein Mensch mit Mitte 30 will
sich selbständig machen. Sachkunde, kaufmännisches Wissen und
eine Geschäftsidee sind vorhanden. Es ist aber kein eigenes
Vermögen vorhanden, keine Immobilie, kein nennenswertes
Sparguthaben, keine Lebensversicherung und auch keine Oma mit
Häuschen.

Das ist schon mal schlecht, ohne Sicherheiten gibts
in der Regel von der Hausbank keine Darlehen (auch keine
ERP oder DTA-Darhlehen). Gibts denn nicht die Möglichkeit
einen Bürgen zu finden ?

Die Selbständigkeit soll die Existenz für den
Gründer, seine Familie und längerfristig auch für einige
Angestellte sein. Unser Gründer ist kein Fall für eine
Beteiligungsgesellschaft, weil er mit „going public“, Neuem
Markt und ähnlichen Dingen nichts am Hut hat. Er will keine
Firma mit 30 Mio. Umsatz oder mehr, ihm reichen auch 3 Mio.
p.a.

Was macht so ein Mensch, der ein paar huunderttausend Mark für
notwendige Anfangsinvestitionen braucht? Die Großbanken sind
offenkundig die falschen Kreditgeber.

Ganz ehrlich, wäre ich Bank, würde ich auch keine
Mark geben ohne Sicherheiten. Und ein paar hunderttausend
sind schon ne ganz Menge !!

Oft genug haben sie ihr
Desinteresse an Kunden dieser Größenordnung erklärt. Aber
eigentlich ist das gesamte Kreditgewerbe äußerst restriktiv
bei der Kreditvergabe geworden, wie man hört.

Naja, im Gründerwahn gehen auch zu viel Leute Pleite.
Kann man den Banken also nicht verdenken, oder ? Die achten
halt nur darauf, ob sie im Falle einer Pleite trotzdem
noch verdienen (durch die Sicherheiten).

Welche Wege stehen diesem Gründer offen?

Mein Vorschlag: Sparen, sparen, sparen. Wenn dann mindestens
30% Eigenkapital da ist kannst man loslegen, ansonsten ist
eine solche Selbständigkeit in der Regel Selbstmord.

Pleitefaktor Nummer eins in Deutschland ist nun
mal die zu geringe Eigenkapitalquote !

Gruß
Wolfgang

Trotzdem viel Erfolg
Gruss

Oliver

Gibts denn nicht die Möglichkeit
einen Bürgen zu finden ?

Es geht nicht um mich. Ich bin seit fast 20 Jahren selbständig. Es ist eher eine grundsätzliche Frage mit dem Hintergrund, daß ich jemandem mit einem Rat helfen möchte. Dabei halte ich die Bürgschaft eines Dritten grundsätzlich für die schlechteste, eigentlich sogar für eine inakzeptable Möglichkeit.

Ganz ehrlich, wäre ich Bank, würde ich auch keine
Mark geben ohne Sicherheiten. Und ein paar hunderttausend
sind schon ne ganz Menge !!

Das ist richtig für ein Versicherungsbüro, eine Pommes-Bude o.ä.
Für z. B. ein Technologie- und Fertigungsunternehmen auf den Gebieten Optik, Elektronik, Sensorik oder Mechatronik ist das rein nichts.

Aber immerhin, ein paar Anregungen habe ich hier mitnehmen können.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Gibts denn nicht die Möglichkeit
einen Bürgen zu finden ?

Es geht nicht um mich.

Hab ich kapiert, ich wußte schon das du bereits
selbständig bist.

Ich bin seit fast 20 Jahren
selbständig. Es ist eher eine grundsätzliche Frage mit dem
Hintergrund, daß ich jemandem mit einem Rat helfen möchte.
Dabei halte ich die Bürgschaft eines Dritten grundsätzlich für
die schlechteste, eigentlich sogar für eine inakzeptable
Möglichkeit.

Da hast du vollkommen recht. Allein die Abhängigkeit in der sich
der Kreditnehmer zum Bürgen begibt, kann einen sogar in
familiären Kreisen ziehmlich unter Druck setzen. Das geht soweit,
das man evt. nicht mehr sein eigener Herr bleibt und nur noch
mit Zähneknirschen auf den Rat des Bürgen hören muß. Mir selbst
so passiert. Ich wollte eine reine Servicewerkstatt eröffnen und
nur auf Druck des Bürgen fing ich zusätzlich mit dem Handel
an. Und der reißt einem das Ergebnis erheblich in den Sumpf.

Ganz ehrlich, wäre ich Bank, würde ich auch keine
Mark geben ohne Sicherheiten. Und ein paar hunderttausend
sind schon ne ganz Menge !!

Für die Firma sind ein paar hunderttausend Mark nicht viel,
stimmt ! Nur wenn die Firma baden geht, hat man privat
ein paar hunderttausend Mark Schulden. Und das ist dann
kaum wieder abzuzahlen und definitiv zu viel ! Und komm
mir jetzt nicht mit GmbH oder so. Da läßt sich ohne Sicherheiten
erst recht keine Bank drauf ein, im Gegenteil: Es werden noch
mehr Sicherheiten verlangt.

Das ist richtig für ein Versicherungsbüro, eine Pommes-Bude
o.ä.
Für z. B. ein Technologie- und Fertigungsunternehmen auf den
Gebieten Optik, Elektronik, Sensorik oder Mechatronik ist das
rein nichts.

Aber immerhin, ein paar Anregungen habe ich hier mitnehmen
können.

Das freut mich :smile:

Gruß
Wolfgang

Gruss
Oliver

leute, ihr geht immer vom falschen ende aus. ich mache mich nicht selbständig, um geld verdienen zu wollen, das geht meist in die hose. andersherum ist es korrekt. ich habe geld, und möchte es lukrativer und risokobewußt investieren - dann kann ich das u.U. durch gründung einer gesellschaft, so dieser ein geeigneter zweck vorliegt ( neue technologie, bestehendes, erprobtes konzept…)
denkt doch bitte maldarüber nach.

Eine erste, durchaus interessante Hilfe kann das coaching programm der IHK sein; wende Dich an deine zuständige IHK und frage dort nach den Möglichkeiten; wenn Du in Bayern bist, maile mir, dann kann ich helfen ( bin u. a. IHK - Coach ).
Das coaching programm stellt Gründern stark bezuschußte Mittel zur Inanspruchnahme professioneller Unterstützung in der Gründungsphase ( bis 2 Jahre danach ) zur Verfügung. Hier gibt es zumindest dann die Möglichkeit für Kleines herauszufinden, ob die Idee, das Produkt eine Markchance hat und wenn ja, wie es funktionieren könnte.

Gruß Klaus