Wie finanziert man ein größeres Vorhaben?

Guten Abend!

Einige Immobilieneigentümer möchten ihre Grundstücke und Gebäude (nicht das Dach über dem Kopf, sondern Immobilien, die für eine private Nutzung zu groß und ungeeignet sind) in eine zu gründende Gesellschaft einbringen, um auf den Immobilien ein Geschäftskonzept zu realisieren. Zur Deckung des Kapitalbedarfs wird an unternehmerische Beteiligungen gedacht. Dafür stehen mehrere Ideen im Raum, u. a. die, zur Kapitalbeschaffung einen Fond zu gründen. Aber: Ist das überhaupt eine Methode der Kapitalbeschaffung? Wie stellt man das an? Wie bringt man die Fondanteile an den Mann, die Frau, den Anleger?

Gruß
Wolfgang

Guten Abend!

Einige Immobilieneigentümer möchten ihre Grundstücke und
Gebäude (nicht das Dach über dem Kopf, sondern Immobilien, die
für eine private Nutzung zu groß und ungeeignet sind) in eine
zu gründende Gesellschaft einbringen, um auf den Immobilien
ein Geschäftskonzept zu realisieren.

Als Sacheinlage oder werden diese Immobilien an die zu gründende Gesellschaft verkauft?

Zur Deckung des

Kapitalbedarfs wird an unternehmerische Beteiligungen gedacht.

Das ist schonmal ne gute Idee!

Dafür stehen mehrere Ideen im Raum, u. a. die, zur
Kapitalbeschaffung einen Fond zu gründen.

„Man“ kann nicht einfach einen Fonds gründen. Was ginge wäre entweder eine KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) oder eine GmbH mit Gesellschaftsanteilen, die gekauft werden können.

Aber: Ist das

überhaupt eine Methode der Kapitalbeschaffung? Wie stellt man
das an? Wie bringt man die Fondanteile an den Mann, die Frau,
den Anleger?

Ihr habt da sicher einen „Immobilienfonds“ im Kopf gehabt. Da müßtet ihr erstmal ein schlüssiges detailliertes Konzept erarbeiten und dann eine Bank dazu bewegen für dieses Konzept einen Fonds aufzulegen.

Was soll man raten? ohne zu wissen:

Wie groß ist denn das Volumen des Vorhabens?
Wieviel ist der derzeitige Wert der Immobilien?
Was ist das Nutzungskonzept?
Wie hoch sind die zu erwartenden Verlustzuweisungen?
Wer wird/soll das Objekt hjinterher betreiben/bewirtschaften?
Wieviele Wigentümer sind unter einen Hut zu bringen?

u.U. kenne ich einen Fin-Fachmann der sonst große einheiten im sozialen WoBau erstellt und dafür auch Kapital eruiert. auch kenne ich persönlich einige Fin-Experten, die per anno mehrer Großimmobilien handeln und auch Kapital hätten.

Nur ohne o.g. Info´s, braucht man die nciht zu kontaktieren, weil da jeden Tag einer nach Geld fragt, da muß schon ein ordentliches Stück Papier auf den Tisch!

gruss

Gruß
Wolfgang

Guten Morgen!

„Man“ kann nicht einfach :einen Fonds gründen. Was :ginge wäre entweder eine KGaA :frowning:Kommanditgesellschaft auf :Aktien) oder eine GmbH mit :Gesellschaftsanteilen, die :gekauft werden können.

Demnach wäre auch eine AG als Rechtsform geeignet, weil sich deren Anteile formal unkomplizierter handeln lassen als bei einer GmbH?

Ihr habt da sicher einen :„Immobilienfonds“ im Kopf :gehabt.

Halt! Notbremse! So gehts in die verkehrte Richtung! Ich will nur verstehen, ob eine geplante Aktivität am Ort tragfähig ist, möchte Schaumschläger von ernst zu nehmenden Leuten unterscheiden. Ob man das Vorhaben als „Immobilienfond“ bezeichnen kann, weiß ich nicht. Wenn jemand eine beliebige Aktivität plant, etwa Einkaufszentrum, Reiterhof oder Champignonfarm (wirklich nur Beispiele, die absolut nichts mit dem aktuellen Fall zu schaffen haben), braucht er ein Gemäuer, ein Dach über dem Kopf. Die Aktivität steht im Vordergrund, die Immobilien sind nur der Ort, an dem die Aktivität stattfindet. Spricht man dann auch von Immobilienfond?

…und dann eine Bank dazu :bewegen für dieses Konzept
einen Fonds aufzulegen.

Aha, solche grundlegenden Infos erhoffte ich. Man braucht dafür also eine Bank.

Wie groß ist denn das Volumen des Vorhabens?
Wieviel ist der derzeitige Wert der Immobilien?
Was ist das Nutzungskonzept?
Wie hoch sind die zu erwartenden Verlustzuweisungen?
Wer wird/soll das Objekt hjinterher betreiben/bewirtschaften?
Wieviele Eigentümer sind unter einen Hut zu bringen?

Das sind Details, die mich zunächst herzlich wenig interessieren. Aber Du nanntest das Stichwort „Verlustzuweisung“. Damit kann ich wenig anfangen. Es geht nicht um Verluste, sondern um die Finanzierung eines Vorhabens, das eine Rendite erwirtschaften soll. Ich bin kein Finanzmensch. Ich möchte nur wissen, ob man mit einem eigens dafür gegründeten Fond ein Vorhaben finanzieren kann und wie solche Gründung rein praktisch vonstatten geht. Gründet man also eine Kapitalgesellschaft und versucht, deren Anteile (Aktien) zu verkaufen? Ist dann die AG der Fond? Du merkst bestimmt, daß es mir an einfachsten Grundlagen fehlt. Ich möchte nur diese Wissenslücke schließen.

u.U. kenne ich einen :Fin-Fachmann der sonst große :Einheiten im sozialen WoBau :erstellt…

Das ist ja sehr schön.Ich suche aber keine Finanzmenschen. Ich suche nur die Infos, u. a. was genau man sich unter einem Fond vorzustellen hat, wie man einen solchen Fond gründet und Anteile am Markt verkauft. Für ein paar elementare Dinge möchte ich mich nicht durch einen Meter Literatur wühlen, sondern erhoffe mir hier die Infos, um Aussagen und Planungen wenigstens im Ansatz zu verstehen.

Gruß
Wolfgang

Guten Morgen!

„Man“ kann nicht einfach :einen Fonds gründen. Was :ginge wäre entweder eine KGaA :frowning:Kommanditgesellschaft auf :Aktien) oder eine GmbH mit :Gesellschaftsanteilen, die :gekauft werden können.

Demnach wäre auch eine AG als Rechtsform geeignet, weil sich
deren Anteile formal unkomplizierter handeln lassen als bei
einer GmbH?

richtig.

Kurzbeispiel: Das Gesamt investment wird mit 1 000 000 euro veranschlagt. Es besteht aus der Immobilie heraus ein Vermögen von 500 000 Euro. Ausgabe beispielsweise von 1500 aktien zum Nennwert von 1000 euro. die eigentümer der Immo´s bekommen Aktien im Wert der Immobilienanteile und können zusätzlich Bargeld einschießen und Aktien als Gegenwert erhalten.

Die „übrigen“ aktien könnten dann an Interessenten in Höhe des engagements verkauft werden.

Die Aktivität steht im Vordergrund,

die Immobilien sind nur der Ort, an dem die Aktivität
stattfindet. Spricht man dann auch von Immobilienfond?

Verstehe ich jetzt so: Es soll eine Art von Betiebsgesellschaft finaziert werden und evtl. eine Umbaumaßnahme um die Nutzung nmöglich zu machen?

Das sind Details, die mich zunächst herzlich wenig
interessieren. Aber Du nanntest das Stichwort
„Verlustzuweisung“. Damit kann ich wenig anfangen.

Betrachte es Betriebswirtschaftlich:

eine Firma hat Kapital und baut eine Immobilie. Bauzeit drei jahre. In diesen drei Jahren sind nur ausgaben da, keine einnahmen, da ja erst nach Bauende vermietete werden kann.

Nominell werden also drei jahre lang Verluste gemacht. diese Verluste werden auf die anteilseigner übertragen, die diese dann steuerlichn geltend machen können. Das ist ein Vorteil und positives Argument für ebvtl. Kapitalgeber.

Es geht

nicht um Verluste, sondern um die Finanzierung eines
Vorhabens, das eine Rendite erwirtschaften soll.

wenn dann die rendite kommt, können die Gewinne mit den vorgetragenen Verlusten verrechnet werden (Steuerersparnis)

Ich bin kein

Finanzmensch. Ich möchte nur wissen, ob man mit einem eigens
dafür gegründeten Fond ein Vorhaben finanzieren kann und wie
solche Gründung rein praktisch vonstatten geht.

die Gestaltugn von objektfinanzierungen ist Individual-management. d.h. meine Fragenkategorie ist da schon sehr maßgebend. Aber ich hoffe dir hier ein paar Grundinfo´s gegeben zu haben. sonst frag nochmal nach.

gruss

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… waren Deine Ausführungen insbesondere zur Verlustzuweisung eine große Hilfe!

Gruß
Wolfgang

Zur rechtsform der gesellschaft
Hallo local, Hallo Wolfgang,

nur kurz zu der vorgeschlagenen Rechtsform der „Gemeinschaft“, die die Immobilie finanzieren möchte.

Aktien lassen sich zwar leicht handeln, dafür sind die Bilanzierungs- und Kontrollanforderungen für AGs sehr hoch.
GmbH - Anteile sind dagegen nur schwer zu veräußern, jedesmal musst du zum Notar und ins Handelsregister eintragen lassen.

Die in Deutschland für solche Fonds meist gewählte Rechtsform heisst GmbH & Co. KG:
eine GmbH macht in einer KG den persönlich (unbeschränkt mit allem was er hat) haftenden Gesellschafter, ihr Geschäftsführer ist gleichzeitig derjenige, der die Geschicke der KG leitet.

Die KG-Anteile werden unters Volk gebracht. Die Haftung der Kommanditisten lässt sich auf ihre Einlage beschränken, so dass das Risiko für die mitunternehmer überschaubar ist. Gleichzeitig lassen sich die Anteile mit relativ geringem Aufwand weiterveräußern.

Ist natürlich eine Personengesellschaft. Wenn es so ein großes Vorhaben ist, sollte ein Steuerberater nochmal drüberschauen, ob sich aus einer spezifischen Wunschrechtsform, irgendwelche Nachteile für die Beteiligten ergeben.

Gruß
Burkh

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Hallo nochmal Wolfgang,

Wenn ich es recht verstehe, sucht ihr eher im privaten Kreis nach Geldgebern.

Ein Bank dazu zu bewegen, einen Publikumsfonds aufzulegen ist SEHR schwer!
Durch die geänderte gesetzgebung bei der Produkthaftung tun sich die Banken ziemlich schwer und auch ihr als Initiatoren solltet euch heftig Gedanken darüber machen.
Etwas kleiner wird die Schwelle, wenn ihr kein Publikumsmodell auflegen wollt und die meisten Sachen selber machen.
Allerdings werdet ihr wohl eine Bank für Kredite brauchen, oder soll aller kapitalbedarf durch Beteiligungen abgedeckt werden?
In jedem Fall kommt ihr bei konkreter Planung um eine qualifizierte beratung durch einen in solchen Angelegenheiten erfahrenen Steuerberater nicht herum. Aber so weit ist es noch nicht, glaube ich.

Wenn du Details über die Sache hier nicht ins Forum stellen willst, aber noch Infobedarf hast: email an mich? Gern!

gruß
Burkh

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Burkhard!

Besten Dank für die verständlichen Ausführungen!
Ob und wie sich die Sache weiter entwickelt, muß sich zeigen. Eventuell komme ich noch einmal auf Dich zurück.

Gruß
Wolfgang

Fonds als solche
Hallo,

„Man“ kann nicht einfach einen Fonds gründen. Was ginge wäre
entweder eine KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) oder
eine GmbH mit Gesellschaftsanteilen, die gekauft werden
können.

das gilt für den Fall, daß es sich bei dem Fonds um einen Fonds gem. KAGG handelt. Ein Fonds ist grundsätzlich eine definierte Menge Bares, die zu einem mehr oder minder begrenzten Zweck eingesetzt wird/werden soll. VC-Gesellschaften legen solche Fonds auf, Immobilieninvestmentgesellschaften usw. Für die gelten die Regelungen bzgl. der Rechtsform nicht. Teilweise sind diese Fonds nicht einmal eigene Rechtspersönlichkeiten.

Gruß,
Christian