Wie finde ich den richtigen Psychologen?

Hallo liebe Experten,

wegen einer Art Midlife-Krisis mit Depression, Sinnkrise, Stress und allem Drum und Dran möchte ich einen Therapeuten aufsuchen, ich habe aber keine Ahnung, wie ich einen geeigneten finde.

Mir ist klar, dass es je nach psychischem Problem, persönlicher Sympathie und Therapieform gehen soll/müsste. Ich habe aber keine Ahnung von den Therapeuten vor Ort, weiß nicht welche Therapieform ich bevorzuge, und weiß nicht einmal, wo ich anfangen soll zu suchen.

Die Krankenkasse hat mir gesagt, wie bei einem normalen Arzt sucht man sich einfach einen heraus (man darf aber etwas wechseln bis man einen findet der passt). Tja, nur soll ich einfach die Gelben Seiten aufschlagen und würfeln??

(Erschwerend kommt hinzu, dass ich micht momentan schon mit der Suche überfordert fühle. Die Vorstellung, von Therapeut zu Therapeut zu rennen in der Hoffnung, mir aufgrund von Kriterien von denen ich nichts verstehe (und natürlich persönlicher Sympathie) einen aussuchen zu müssen, ist eine schreckliche für mich. Sicher nicht ganz ohne Zusammenhang zu dem Zustand, wegen dem ich überhaupt einen Therapeuten suchen möchte… aber ja, es führt kein Weg drum herum, ich weiß…)

Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, welcher Therapeut der richtige ist? Wo fange ich an zu suchen? Gibt es vielleicht eine bundesweite Liste, wo man Therapeuten nach PLZ und Schwerpunkten finden kann oder so etwas?

Vielen Dank und viele Grüße
Sylphe

Hallo Sylphe,
vielleicht kann dir diese Link einige Anhaltspunkte geben.
http://www.hochbegabte-erwachsene.de/index.php?optio…

Ansonsten ‚tröstet‘ dich vielleicht, dass die Suche nach einem geeigneten Therapeuten dir schon etwas bringen kann. Du wirst aktiv, kümmerst dich um dich selbst, fragst dich was du willst und was nicht. Das ist evt. genau das was du nicht so gut kannst?

Ein ‚Problem‘ wird wahrscheinlich die lange Wartezeit sein, wenn du die Therapie zumindest am Anfang nicht erstmal selbst bezahlen kannst oder willst.
Das Internet oder die Gelben Seiten sind ein Anfang. Such dir was raus in deiner Nähe, ruf an, hör auf dein Gefühl und mach evt. einen ersten Termin. Geh hin schau an und entscheide dann. In der ersten Stunde kannst du alles fragen. Mach dir vielleicht eine Liste.
Erfolg…lux

Hallo Lux,

danke für den Link - es werden tatsächlich einige interessante Aspekte aufgezeigt. Und danke auch für die freundlichen Worte! Du hast Recht, wie so oft ist auch hier der Weg sicher ein Teil des Ziels.

Darüber, dass möglicherweise die lange Wartezeit ein Problem sein könnte, hatte ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Nun - werde ich ja dann bald sehen…

Dann mache ich mich wohl mal auf die Suche per Gelben Seiten und Co. :smile:

Viele Grüße
Sylphe

vielleicht so…
hi,

meine tips dazu:

  1. entscheide, ob es ein mann oder eine frau sein soll

  2. schau in die homepage der kassenärztlichen vereinigung in deinem plz-bereich und wähle unter arztsuche die psychologischen psychotherapeut/innen aus, ebenso in frage kommen die fachärzte für psychiatrie und psychosomatische medizin. da sind alle zugelassenen aufgelistet. ebenso existiert bei der kassenärztlichen vereinigung in der regel eine hotline für therapeutensuche (vermittlungsstelle). auch deine krankenkasse kannst du fragen.

  3. lass dich auf wartelisten setzen bei 3-5 praxen und bitte um einen kennenlern-termin. dazu gibt es keine alternative im ambulanten bereich. das gilt ja auch für „normale“ ärzte: bis man den richtigen orthopäden für sich gefunden hat, muss man auch 2 bis 3 ärzte testen.

  4. wenn deine kraft nicht ausreicht, die therapeutensuche zu bewältigen, ist eine medikamentöse stütze und die stationäre aufnahme denkbar. das wird -bei indikation- dein hausarzt per überweisung anbieten.

eigentlich ganz gut geregelt, oder? und das alles kostenfrei bis auf 10€ quartalszuzahlung. ist nicht so schlecht.

Hi Alpha,

danke für die Tipps! Mit der Suchfunktion der kassenärztlichen Vereinigung komme ich leider nicht zurecht, aber ich werde es mal mit der Hotline versuchen.

Ja, stimmt, bei normalen Ärzten ist es auch manchmal mühsam. Nur ist es bei Psychologen noch schwerer, finde ich, aus mehreren Gründen. Aber gut, es gibt keine Alternative, also Augen zu und durch. *g*

Nein, das ist ganz und gar nicht schlecht. :smile: Ich bin wirklich froh, dass die Krankenkassen in Deutschland (noch?) so viel Hilfe bieten.

Vielen Dank und viele Grüße
Sylphe