Hallo!
Ich bin seit November beim Psychiater in Behandlung, bzw. war es. Außerdem war ich bei einer Beratungsstelle, wo mir geraten wurde meine Kindheit aufzuarbeiten.
Im Grunde genommen fand ich meine Familie und Kindheit nie sonderlich toll, war aber der Meinung ich hätte damit abgeschlossen. Bis ich eben beim Psychiater und der Beratungsstelle auch über meine Kindheit gesprochen habe und herauskam, dass ich wohl doch nicht so einfach damit abgeschlossen habe und mir zu einer Therapie geraten wurde.
Daher möchte ich mir ganz gerne Meinungen einholen, ob ich eine Therapie brauchen und welche ich brauche.
Ich war vorhin bei einem Verhaltenstherapeuten, welcher mir aber dazu geraten hat lieber einen Psychoanalytiker oder Tiefenpsychologen aufzusuchen.
Soweit ich weiss, hat mein Psychiater den Schwerpunkt im Bereich Tiefenpsychologie, Psychoanalyiker dürfte er jedoch nicht sein, da ihm die Couch fehlt.
Irgendwie denke ich aber, dass eine Psychoanalyse bei mir am besten wäre, da ich denke, dass bei mir noch unentdeckte Dinge aus der Kindheit schlummern. Andererseits finde ich meinen Psychiater aber ganz o.k. Bei der Beratungsstelle wurde mir aber zu einem Psychologen geraten.
Was denkt ihr denn, was wäre für mich das beste, eine Psychoanalyse oder Tiefenpsychologie?
Jedenfalls habe ich mir spontan für morgen mal einen Termin beim Tiefenpsychologen geholt und er meinte, er könnte mir auch sofort einen Therapieplatz anbieten. Hat sich auch sehr nett angehört und bietet in Ausnahmefällen auch eine Psychoanalyse an. Muss ich mich da bald entscheiden? Ich möchte nämlich vor Beginn einer Therapie noch meinen Psychiater um eine Meinung fragen, bzw. eventuell bei ihm dann die Therapie anfangen. Da habe ich Ende August einen Termin.
Welche Therapie ist denn für welchen Typ geeignet?
Grüsse Ali
Hi Ali,
weisst Du, seit Deinen ersten Post das ich von Dir las(das mit den Essattacken und Erbrechen),hatte ich das Gefühl,das all Deine "Erkrankungen"irgendwie mit deiner Kindheit zusammenhängen…
Nenn es Übersinnlich …NÖÖ ;o)
Und ich finde es gut,das Du da noch mal in dich gehts,um doch das "Abgeschlossene"neu aufzuarbeiten.
Jedenfalls habe ich mir spontan für morgen mal einen Termin
beim Tiefenpsychologen geholt und er meinte, er könnte mir
auch sofort einen Therapieplatz anbieten.
Das hört sich doch gut an.;o)
Ich hab keinen blassen Schimmer von Psychologen und was es da sonst noch so gibt…
Aber ich finde „Tiefe“ hört sich so nach etwas an ,was in der Kindheit liegt,halt weitzurück liegende Dinge,wieder aufwühlen und verarbeiten.Ja tut weh,aber hilft.
Hat sich auch sehr
nett angehört
Punkt,dann geh halt mal hin.;o)
und bietet in Ausnahmefällen auch eine
Psychoanalyse an. Muss ich mich da bald entscheiden? Ich
möchte nämlich vor Beginn einer Therapie noch meinen
Psychiater um eine Meinung fragen, bzw. eventuell bei ihm dann
die Therapie anfangen. Da habe ich Ende August einen Termin.
Welche Therapie ist denn für welchen Typ geeignet?
Du das kann ich Dir leider nicht sagen…aber das wichtigste ist,das Du die Hilfe annimmst …du versuchst alles zu verarbeiten und auch darüber zu reden,was früher war und warum,weshalb,auch über deine Gefühle zu reden…vertrauen zu fassen in Jemanden und den Ballast der schon viel zu lange in deiner Seele schlummert heraus zu schmeißen…
Alles Gute!
LG Biene
Hi Ali
Ich war vorhin bei einem Verhaltenstherapeuten, welcher mir
aber dazu geraten hat lieber einen Psychoanalytiker oder
Tiefenpsychologen aufzusuchen.
Intedressant. Gleichzeitig ziemlich ungewöhnlich. Andererseits empfehle ich einem Teil meiner Neuzugänge auch eher einen Verhaltenstherapeuten als bei mir eine tiefenbpsych./analytisch fundierte Behandlung zu beginnen.
Soweit ich weiss, hat mein Psychiater den Schwerpunkt im
Bereich Tiefenpsychologie, Psychoanalyiker dürfte er jedoch
nicht sein, da ihm die Couch fehlt.
Irgendwie denke ich aber, dass eine Psychoanalyse bei mir am
besten wäre, da ich denke, dass bei mir noch unentdeckte Dinge
aus der Kindheit schlummern. Andererseits finde ich meinen
Psychiater aber ganz o.k. Bei der Beratungsstelle wurde mir
aber zu einem Psychologen geraten.
Vergiss diese Beratungsstelle. Wenn die eher zu Psychologen als zu Ärzten raten, sind die schwer einseitig. Die hätten mein Vertrauen schonmal garnicht.
Wenn du deinen Psychiater „ganz okay“ findest und er auch noch einen tiefenps.Schwerpunkt hat, dann scheint mir der Mann für dich zur Zeit der beste Behandler zu sein. Ich denke, du solltest da bleiben.
Lass dich von deiner chronischen Ambivalenz nicht fertig machen, das ist offenbar eines deiner Symptome - also nimm es einfach als Symptom und schaue dareüber hinweg so gut es geht.
Was denkt ihr denn, was wäre für mich das beste, eine
Psychoanalyse oder Tiefenpsychologie?
Der Unterschied ist nicht so riesig. Möglicherweise ist der tiefenpsych. Ansatz für dich besser, weil er dialogischer ist. Der klassische Psychoanalytiker sagt kaum etwas zu dir und beantwortet deine Fragen kaum. Da hörst du ab und an ein gepflegtes „Hm“ oder auch mal ein fragendes „Meinen Sie wirklich?“ und dann ist gut. Aber ob das wirklich gut ist für dich, wage ich zu bezweifeln.
Jedenfalls habe ich mir spontan für morgen mal einen Termin
beim Tiefenpsychologen geholt und er meinte, er könnte mir
auch sofort einen Therapieplatz anbieten.
Was soll denn das jetzt wieder? Ich denke, dein Psychiater hat ebenfalls eine tiefenps. Ausbildung? Und er ist noch Psychiater dazu! Ein nicht zu unterschätzender Vorteil! Den bekommst du von einem Psychologen nicht!
Hat sich auch sehr
nett angehört und bietet in Ausnahmefällen auch eine
Psychoanalyse an. Muss ich mich da bald entscheiden? Ich
möchte nämlich vor Beginn einer Therapie noch meinen
Psychiater um eine Meinung fragen, bzw. eventuell bei ihm dann
die Therapie anfangen.
Das scheint mir wuiegsagt das Bessere für dich.
Da habe ich Ende August einen Termin.
Bißchen spät, aber dennoch.
Welche Therapie ist denn für welchen Typ geeignet?
Für Leute mit frühen Störungen (schizoider Typ, narzisstisch gestörter Typ, borderliner) ist die tiefenps. Bahandlung, weil dialogischer, oft geeigneter als die klassische Psychoanalyse.
Gruß,
Branden
Hallo,
Was denkt ihr denn, was wäre für mich das beste, eine
Psychoanalyse oder Tiefenpsychologie?
vorweg: Welche Therapieform wohl die geeignetste für Dich ist, kann man nur in einem persönlichen Gespräch klären, weil man nur in einem solchen Gespräch die notwendigen Informationen für eine Therapieentscheidung erhalten kann.
Dann zur Frage Psychoanalyse vs. Tiefenpsychologie:
Psychoanalyse ist eine bestimmte Form der tiefenpsychologischen Therapie. Im Unterschied zu anderen tiefenpsychologischen Behandlungen dauert sie länger (3-5 Termine pro Woche über 1 bis 3 Jahre) und beruht auf der Anwendung klassischer Techniken zur Aufdeckung verdrängter Konflikte.
Mehr dazu findest Du auf meiner Seite:
http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychotherapie/…
Irgendwie denke ich aber, dass eine Psychoanalyse bei mir am
besten wäre, da ich denke, dass bei mir noch unentdeckte Dinge
aus der Kindheit schlummern.
Kindheitsproblematiken können auch in anderen, kürzeren tiefenpsychologischen Therapieformen behandelt werden. Dazu braucht es nicht unbedingt eine klassische Psychoanalyse.
Bei der Beratungsstelle wurde mir aber zu einem Psychologen geraten.
Im allgemeinen würde ich auch eher zu einem Psychologen raten. Psychologen haben meistens fundiertere psychologische Kenntnisse, sie haben schließlich Psychologie studiert. Psychiater sind Ärzte und haben daher (meistens) kein psychologisches Studium abgeschlossen. Sie haben in der Regel auch keine so umfangreiche psychotherapeutische Ausbildung wie psychologische Psychotherapeuten.
Andererseits finde ich meinen Psychiater aber ganz o.k.
Soweit ich weiss, hat mein Psychiater den Schwerpunkt im
Bereich Tiefenpsychologie, Psychoanalyiker dürfte er jedoch
nicht sein, da ihm die Couch fehlt.
Wie gesagt: Eine klassische Psychoanalyse ist vielleicht nicht notwendig, andere tiefenpsychologische Therapieformen könnten es auch tun. Klären kann man das aber nur im persönlichen Gespräch.
Jedenfalls habe ich mir spontan für morgen mal einen Termin
beim Tiefenpsychologen geholt und er meinte, er könnte mir
auch sofort einen Therapieplatz anbieten. Hat sich auch sehr
nett angehört und bietet in Ausnahmefällen auch eine
Psychoanalyse an. Muss ich mich da bald entscheiden?
Nein, das mußt Du nicht. Die ersten Termine sind zur Probe, erst danach muß ein Antrag auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse gestellt werden.
Beste Grüße
Hallo!
Naja ich weiss ja nicht ob ein Psychiater wirklich so gut ist, schließlich sind das keine Psychologen und verschreiben meist unnütz Medikamente. Ich denke schon, dass meiner eine Tiefenpsychologische Ausbildung hat, aber bislang war er nicht daran interessiert mir eine Therapie anzubieten, zudem habe ich erst Ende August einen Termin bei ihm und da er schwer krank ist, ist das immer so eine Sache mit ihm, mal ist er da, dann wieder nicht.
Grüsse Ali
Hallo ali
Naja ich weiss ja nicht ob ein Psychiater wirklich so gut ist,
schließlich sind das keine Psychologen und verschreiben meist
unnütz Medikamente.
Ich kenne keinen Psychiater, der „unnütz“ Medikamente veschreibt. Und ich kenne einige.
Ich denke schon, dass meiner eine
Tiefenpsychologische Ausbildung hat, aber bislang war er nicht
daran interessiert mir eine Therapie anzubieten
Er wird schon seinen Grund haben… Wenn er eine tiefenps. fund. Ausbildung hat, wü+rde er mit Therapiestunden viel mehr an dir verdienen als mit psychiatr. Kurzterminen. Mit dem Rezeptieren von Medikamenten verdient er garnichts, sondern muss sogar aufpassen, dass die Kassen ihm nicht Geld wegnehmen (Budgetierung). Es wird also andere Gründe haben, wenn er dich nicht primär in tiefenps. Behandl. nimmt. Ich vermute, dass deine Problematik/Diagnose/Persöönlichkeitsstruktur damit zu tun hat.
zudem habe
ich erst Ende August einen Termin bei ihm und da er schwer
krank ist, ist das immer so eine Sache mit ihm, mal ist er da,
dann wieder nicht.
Das wäre allerdings schon ein Argument. Wenn er sehr krank ist, kann er möglicherweise nicht mehr optimal behandeln.
Gruß,
Branden
hallo ali,
es gibt dinge die in der kindheit passiert sind, die nicht wieder gut zu machen sind. wenn du alleine weißt was passiert ist- gibt es einen ansatzpunkt, wo der therapeut anfangen kann. es ist wichtig das du es auch willst. menschen übernehmen dinge von generation zu generation sie kommen aus der mühle nicht raus, traditionelle überlieferung in allen ländern. was wichtig ist, das du bereit bist, diesen menschen zu verzeihen,ansonsten trägst du diese last immer mit dir umher.
„in liebe loslassen, was nicht glücklich macht“, nur du allein kannst deine emotionen lenken. und so gibt es noch viele sätze. wenn du ein gutes gefühl hast geh morgen hin, wichtig ist- die zeit und das hinhören- deines behandlers. schau ihn immer an, wenn du mit ihn sprichst. gruß konstanze