Wie funktionieren afrikanische Betrugs-Emails?

Hallo Experten,

ich hoffe. ich bin hier im richtigen Forum, ich versuch’s mal: Heute habe ich nach langer Zeit mal wieder eine windige afrikanische Email erhalten. Wie immer will irgendein Ministerium in Afrika angeblich massenweise Geld außer Landes schaffen und dafür mein Konto nutzen. Als Dank werden mir 15 % der Summe (= ca. 2 Mio. USD) geboten.

Wer Lust hat, kann sich den genauen Wortlaut der Spam-Email hier ansehen:
http://www.jlt-translations.com/jobs/africa.txt

Natürlich weiß jeder, dass das Betrug ist. Mich würde aber mal interessieren, wie GENAU man mich über’s Ohr hauen würde, wenn ich auf dieses „tolle“ Angebot einginge. Würden sie Geld für irgendwelche Gebühren von mir verlangen und sich damit aus dem Staub machen?

Vielen Dank im voraus,
Jörg

Moin

Mich würde aber mal
interessieren, wie GENAU man mich über’s Ohr hauen würde, wenn
ich auf dieses „tolle“ Angebot einginge. Würden sie Geld für
irgendwelche Gebühren von mir verlangen

Genau. Man soll die „Gebühren“ für die Überweisung vorstrecken und auf ein Konto XY einzahlen, natürlich vor der Überweisung des Geldes. Das Konto verschwindet dann ein paar Tage später mitsamt Geld auf nimmerwiedersehen.

Oder man muss ein Konto bei der Bank XY anlegen um von da die Überweisung machen zu können. Das Anlegen kostet natürlich Gebühren…

Ich antworte regelmässig auf die Mails. Allerdings schicke ich eine Kopie an die Behören des angeblichen Ursprunglandes, an den Provider und an die hiesige Polizei. Hab bis jetzt nur positive Anworten bekommen.

cu

Hallo Pumpkin,

des Geldes. Das Konto verschwindet dann ein paar Tage später
mitsamt Geld auf nimmerwiedersehen.

Hihihihi… Vielen Dank für die Infos.

Ich antworte regelmässig auf die Mails. Allerdings schicke ich
eine Kopie an die Behören des angeblichen Ursprunglandes, an
den Provider und an die hiesige Polizei. Hab bis jetzt nur
positive Anworten bekommen.

Das ist ja sicher mit viel Arbeit verbunden. Was meinst Du mit „positiven Antworten“? Wurde schon jemals einer festgenommen.
Gruß,
Jörg

Moin

Ich antworte regelmässig auf die Mails. Allerdings schicke ich
eine Kopie an die Behören des angeblichen Ursprunglandes, an
den Provider und an die hiesige Polizei. Hab bis jetzt nur
positive Anworten bekommen.

Das ist ja sicher mit viel Arbeit verbunden.

Nee, eigentlich nicht. Der Inhalt ist immer der gleiche, das English muss nicht perfekt sein (deren ist es ja auch nicht) und so eine mail aus alten Blöcken zusammen zuklicken dauert keine 1min. Muss ja kein Roman werden.

Was meinst Du mit
„positiven Antworten“? Wurde schon jemals einer festgenommen.

Nee, die Behörden, Polizei,… kümmert das ganze gar nicht. Da kommt manchmal ein „wir kümmern uns drum“, oder „wir kucken mal“ aber wirklich was passiert ist da noch nie. Ist mehr eine rechtliche Absicherung für mich, so eine Art Kopie für alle Fälle.

Aber die Versender versuchen ein hohes e-mail-aufkommen. Und gerade bei kleinen ISPs/Freemailern führt das regelmässig zu Ärger mit den Mail-servern und hohen Transferkosten. Die sind regelrecht dankbar wenn man auf so einen hinweist. Und i.d.R. ist die Adresse dann nach 1-2 Tagen nicht mehr reichbar. D.h. mehr als 2 Mails schreib ich eh nie…

cu