Wie funktionieren Registrierkassen ?

Hallo Leute,

ich hoffe, dies ist das richtige Forum, obwohl meine Frage in mehrere Foren passen würde.
Eben beim Einkaufen kam mir die Frage, wie denn eigentlich diese Registrierkassen funktionieren, die die Ware anhand des Strichcodes erkennen.
Wenn die Kassiererin den Handscanner benutzt, dauert es u.U. ewig, bis der Code gelesen ist. Schiebt sie die Ware aber über die Glasfläche, so scheint es völlig egal zu sein, wie schnell und in welchem Winkel dies passiert - der Code wird immer gelesen. Ebenfalls wird die Ware nur einmal eingelesen, obwohl z.B. 2 Produkte mit ihren Codes nebeneinander liegen.

Vielen Dank für Eure Antworten.

Gruß, Jürgen

Hallo,
Du willst wohl eigentlich nicht wissen, wie eine Registrier-
kasse funktioniert, sondern wie das mit den Barcodes geht.
Die Registrierkasse ist ja heute erst mal nur sowas wie
ein Taschenrechner mit Geldfach unten dran.

In Verbindung mit einem Barcodescanner und einer Datenverbindung
zu einem Datenbankrechner kann nun jedes Produkt, das gescannt
wird sofort in der Datenbank gesucht werden.

In der Datenbank sind dann alle wichtigen Informationen zu diesem
Produkt drin, sofern das jemand eingegeben hat.
Also z.B. die Bezeichnung, der Preis, der Rabatt und auch
Hstellerangaben oder zeit der Einlagerung usw.
Außerdem kann so auch automatisch der Lagerbestand abgerechnet
werden. Wenn also mal bei der Anlieferung eine Palette mit
1000 Teilen eingegeben wurde, dann wird das System vieleicht
nach 900 verkauften Teilen automatisch eine Meldung an die
Einkaufsabt. abgeben, damit nachbestellt werden kann.

Die barcodescanner funktionieren eigentlich alle gleich.
ein kollimierter (fokusierter) Laserstahl wird über den
Barcode geführt. Anhand der Hell-Dunkelübergänge der dünne
und dicken striche können die codierten Zahlerfolgen erkannt
werden.
Ein Handscanner hat nur einen Laserstahl.
Die in der Kasse fest eingebauten Scanner arbeiten mit 2 oder
mehr Laserstahlen, die z.B. über Kreuz abtasten um eine bessere
Erkennung aus erschiedenen Richtungen zu erreichen.
Die Geschwindigkeit muß aber nicht unbedingt schneller sein.
Das hängt eher davon ab, wie schnell die gefundenen Codes
im Rechner ausgewertet werden und dann vor allem wie schnell
sie in der Datenbank gefunden werden.
Da es bei Registrierkassen schnell gehen muß, wird die Technik
etwas aufwendiger und schneller gemacht. Handscanner sind eher
für den gelegentlichen Gebrauch gemacht und kosten wenig.
Deshalb auch etwas langsamere Auswertung und Datenübertragung.
Gruß Uwi

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Hallo Jürgen,

wenn ich Dich recht verstehe, dann geht es Dir um die Funktionsweise so genannter Schacht- oder Tunnelscanner und warum diese schneller einen Code erkennen als Handscanner. Die Erklärung steckt in einer trickreichen Mechanik. Während beim Handscanner mur ein Strahl oder eine Zeile den Code abtastet und dabei darauf angewiesen ist, dass die Leserichtung ziemlich genau senkrecht zum Code steht, arbeiten die Schachtscanner mit einer Prismen- oder Spiegeltrommel und weiteren Spiegeln. Die Trommel rotiert extrem schnell und dadurch wird pro Umlauf eine Abtastung in zig verschiedenen Winkeln quer über das Fenster erreicht. Gute Scanner haben zudem nicht nur unten eine Leseeinheit, sondern zusätzlich entweder eine getrennte zweite Einheit (bzw. durch weitere Strahlumlenkung) auch noch eine Abtastmöglichkeit von einer Seite. Es werden also beim Schieben der Ware über den Scanner zwei Seiten, wie bei einem großen dreidimensionalen L abgetastet. D.h. wenn der Code nicht gerade auf der Oberseite liegt kann man maximal durch eine Drehbewegung den Code vor das Lesefenster bringen. Da durch die mehrfache Abtastung der Winkel des Codes zum Scanner ziemlich egal ist, kommt es entsprechend schnell zu einer Erkennung, wobei hierbei natürlich bei teureren Geräten auch qualitativ bessere Optiken und eine schnellere Elektronik zum Einsatz kommen.

Gruß vom Wiz

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Vielen Dank für die Antworten
Danke für die Antworten - war mir ein Sternchen wert.

Gruß, Jürgen