Wie funktioniert das mit dem GOLD?

Ich mache mir seit Tagen Gedanken über eine sinnvolle Geldanlage. Nun ist mir der Kauf von Gold in die Quere gekommen und dabei auch etliche Kriesenszenarien. Dabei kommen mir einige Gedanken, die ich wegen fehlenden Wissens nicht zu Ende denken kann.

  1. Ist Gold wirklich eine gute Anlage, nicht nur in schlechten Zeiten?
  2. Wie funktioniert das, wenn ich bei der Bank Gold ordere, es zu Hause bunkere - kann ich es so einfach auch wieder verkaufen wie ich es gekauft habe? Gehe also wieder zur Bank und bekomme idealerweise noch einen Gewinn obendrauf?
  3. Wer kauft mir bei einem möglichen Crash noch Gold ab, wenn es sowieso an elementareren Dingen wie Nahrungsmitteln, warmer Bude/ Wasser, Medikamenten fehlt?

Danke für euern Beitrag!

  1. Ist Gold wirklich eine gute Anlage, nicht nur in schlechten
    Zeiten?


Jedenfalls nicht wenn du mit guter Anlage eine hohe Rendite meinst.

  1. Wie funktioniert das, wenn ich bei der Bank Gold ordere, es
    zu Hause bunkere - kann ich es so einfach auch wieder
    verkaufen wie ich es gekauft habe? Gehe also wieder zur Bank
    und bekomme idealerweise noch einen Gewinn obendrauf?
  2. Wer kauft mir bei einem möglichen Crash noch Gold ab, wenn
    es sowieso an elementareren Dingen wie Nahrungsmitteln, warmer
    Bude/ Wasser, Medikamenten fehlt?

Tja, genau das ist die Frage…
Wer sollte dir bei einem völligen Zusammenbruch der Gesellschaft das Gold abkaufen, als Währung ist es zu unpraktisch.
Selbst wenn es einen hohen Wert hätte, was sollte andere Leute daran hindern, es dir einfach wegzunehmen? Es gibt dann nämlich auch keine Polizei etc. mehr!
Meine Meinung ist, für einen völligen Crash kann man nicht vorsorgen, also zerbreche ich mir gar nicht den Kopf über diesen Fall.

Hi,

Schauen wir uns zu nächst mal Aktien an. Der Grundwert einer Aktie wird durch den Wert des Unternehmens gebildet - Wie Gebäude, Maschinen ect. Dieser Wert schwnkt immer leicht durch Alterung ode ob das Grunsstück lukrativer oder uninteressanter wird.
A Kauft die Aktie weil der der Meinung ist, das Unternehmen wird wertvoller (gute Gewinnen vergrößert sich) B glaubt das auch und Kauft von A die Aktien zu einen etwas höheren Preis ab. B verkauft an c, C an D dabei wird der Preis immer höher und Höher, so lange, bis die Aktie keiner mehr haben will weil sie Übererbe wertet ist. So kann D nur noch mit Verlust verkaufen.

Beim Gold
Der Grundwert des Goldes ist das Material, dieser Schwankt leicht da mal mehr mal weniger benötigt wird.
A Kauft sich Gold weil der der Meinung ist, das der Rohstoffpreis wertvoller wird (Industrie verbraucht mehr) B glaubt das auch und Kauft von A das Gold zu einen etwas höheren Preis ab. B verkauft an C, C an D dabei wird der Preis immer höher und Höher, so lange, bis das Gold keiner mehr haben will weil es Übererbe wertet ist. So kann D nur noch mit Verlust verkaufen.

cu Naseweis

Hallo,

Schauen wir uns zu nächst mal Aktien an. Der Grundwert einer
Aktie wird durch den Wert des Unternehmens gebildet

das ist das Substanzwerverfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes und das ist ziemlich out. Normalerweise berechnet man den Unternehmenswert anhand zukünftiger Jahresüberschüsse oder Cashflows. Hinzu kommt, daß der Börsenkurs einer Aktie nicht den vernünftigen Unternehmenswert widerspiegelt, sondern die Erwartungen der Marktteilnehmer.

Beim Gold
Der Grundwert des Goldes ist das Material, dieser Schwankt
leicht da mal mehr mal weniger benötigt wird.

Und der Materialwert hat sich in den letzten paar Jahren verdreifacht? Gold zählt formal zu den Rohstoffen, aber der Kurs/Preis entwickelt sich wie bei Aktien primär entsprechend der Erwartungen der Marktteilnehmer. Gold hat im Gegensatz zu bspw. Silber praktisch keine herausragenden bzw. einzigartigen Eigenschaften, die es in der Industrie unentbehrlich machen würden. Darüber hinaus kommen 75% der Goldnachfrage aus der Schmuckindustrie. Daß Gold nicht primär ein Rohstoff, sondern Fluchtpunkt in Krisenzeiten ist, kann man im übrigen auch an den Kursbewegungen erkennen.

Gruß
Christian

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Hallo,

das ist das Substanzwerverfahren zur Bestimmung des
Unternehmenswertes und das ist ziemlich out. Normalerweise
berechnet man den Unternehmenswert anhand zukünftiger
Jahresüberschüsse oder Cashflows. Hinzu kommt, daß der
Börsenkurs einer Aktie nicht den vernünftigen Unternehmenswert
widerspiegelt, sondern die Erwartungen der Marktteilnehmer.

Na das ganze sollte Einfach dargestellt werden und keine Wissenschaft draus gemacht werden. Wollte und habe damit ausgesagt, dass Gold auch nicht eine Bessere oder Schlechter Anlage als Aktie eine Aktie ist.

Kurs/Preis entwickelt sich wie bei Aktien primär entsprechend
der Erwartungen der Marktteilnehmer. Gold hat im Gegensatz zu
bspw. Silber praktisch keine herausragenden bzw. einzigartigen
Eigenschaften, die es in der Industrie unentbehrlich machen
würden. Darüber hinaus kommen 75% der Goldnachfrage aus der
Schmuckindustrie.

Schau an und die Schmuckindustrie ist keine Industrie? Und mit der Erwartung habe ich wohl geschrieben, dass A eine Erhöhung erwartet.

das ist das Substanzwerverfahren zur Bestimmung des
Unternehmenswertes und das ist ziemlich out. Normalerweise
berechnet man den Unternehmenswert anhand zukünftiger
Jahresüberschüsse oder Cashflows. Hinzu kommt, daß der
Börsenkurs einer Aktie nicht den vernünftigen Unternehmenswert
widerspiegelt, sondern die Erwartungen der Marktteilnehmer.

Na das ganze sollte Einfach dargestellt werden und keine
Wissenschaft draus gemacht werden. Wollte und habe damit
ausgesagt, dass Gold auch nicht eine Bessere oder Schlechter
Anlage als Aktie eine Aktie ist.

Das hast Du nicht geschrieben und es ist auch nicht richtig. Gerade weil bei Aktien die Erwartungen bzgl. der Ertragsentwicklung eine Rolle spielen, sind Aktienanlagen in Krisenzeiten oder gar bei Inflation eben keine gute Anlageform, auch wenn es hier einige immer wieder behaupten.

Kurs/Preis entwickelt sich wie bei Aktien primär entsprechend
der Erwartungen der Marktteilnehmer. Gold hat im Gegensatz zu
bspw. Silber praktisch keine herausragenden bzw. einzigartigen
Eigenschaften, die es in der Industrie unentbehrlich machen
würden. Darüber hinaus kommen 75% der Goldnachfrage aus der
Schmuckindustrie.

Schau an und die Schmuckindustrie ist keine Industrie?

Ach, Du hast mit Industrie die Schmuckindustrie gemeint? Na, dann hast Du natürlich recht. Wobei: Was ist denn der Materialwert für die Schmuckindustrie bzw. wie kommt er zustande?

C.

Hallo,

Ich mache mir seit Tagen Gedanken über eine sinnvolle
Geldanlage.

Erst seit Tagen? Nicht erst seit Monaten? :wink:

  1. Ist Gold wirklich eine gute Anlage, nicht nur in schlechten
    Zeiten?

Gold ist nicht besser oder schlechter als andere Anlageformen. Es kann ebenso wie Aktien, andere Rohstoffe, Immobilien etc. an Wert gewinnen oder verlieren. Hier siehst du einen Chart von Gold:
http://rohstoffe.wallstreet-online.de/gold/chart.htm…
Mitte/Ende 2008 ging es also auch mit dem Gold einmal ganz schön bergab. So etwas begeistert einen dann nicht, wenn man Gold im Depot hat.

  1. Wie funktioniert das, wenn ich bei der Bank Gold ordere, es
    zu Hause bunkere - kann ich es so einfach auch wieder
    verkaufen wie ich es gekauft habe? Gehe also wieder zur Bank
    und bekomme idealerweise noch einen Gewinn obendrauf?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Gold zu kaufen:

  • Als Wertpapier, z.B. Xetra-Gold, WKN A0S9GB. Das legst du dir dann einfach ins Depot und musst sich weiter nicht um die Lagerung kümmern. Es besteht sogar ein Anpruch auf physische Auslieferung. Ob man sich davon im Fall eines Zusammenbruchs des Weltwirtschaftssystems noch etwas kaufen kann, bleibt abzuwarten - aber so weit sind wir noch nicht.

  • Als Goldbarren oder Anlegermünzen. Anlegermünzen gibt es eine ganze Menge, z.B. Krügerrand, Maple Leaf, etc. Schau sie dir mal unter http://www.proaurum.de an (dort kannst du sie auch kaufen bzw. verkaufen).
    Diese Anlegermünzen kauft deine Bank (normalerweise) jederzeit zum aktuellen Tageskurs an. Du kannst sie zu Hause lagern, was ein Risiko darstellt (Kriminalität). Du kannst auch bei der Bank ein Schließfach mieten, was ebenfalls ein Risiko darstellt (was, wenn man dich da nicht mehr dranlässt?) und Geld kostet.

  • Medaillen, das sind Münzen die keinen Kurswert haben (auf denen steht also nicht z.B. „$50“). Diese Münzen kauft dir deine Bank nicht ab. Sie werden oft zu besonderen Ereignissen geprägt. Sie sind zur Geldanlage nicht geeignet.

  • Schmuck: Hat zwar einen Wert, ist aber als Geldanlage ungeeignet, denn du machst beim Verkauf einen hohen Verlust. (Du kannst nicht beim Juwelier für EUR 198,- eine Goldkette kaufen und erwarten, dass irgendjemand sie dir für den gleichen Preis wieder abkauft.)

  1. Wer kauft mir bei einem möglichen Crash noch Gold ab, wenn
    es sowieso an elementareren Dingen wie Nahrungsmitteln, warmer
    Bude/ Wasser, Medikamenten fehlt?

Es kann gut sein, dass die Preise dann erheblich steigen. Aber ganz wertlos wurde Gold während der gesamten Zeit des 2. Weltkriegs nicht. Ich beschäftige mich sehr eingehend mit diesem Thema, und kann dich daher beruhigen. Sogar in einem Konzentrationslager, wo man mit Gold tatsächlich nichts anfangen konnte, weil man eher Wasser, ein Stück Brot oder eine Zahnbürste gebraucht hätte, behielt Gold einen gewissen Restwert. Hättest du dort eine Goldmünze gehabt, hättest du sie wohl für ein Paar Schuhe oder so etwas eintauschen können - und das, obwohl der Besitz von Gold den Häftlingen streng verboten war. Unlogisch, aber ich habe an einigen wenigen Stellen in den Büchern derartige Schilderungen gefunden.

Und in Freiheit hätte dir Gold auf alle Fälle etwas genützt. Manche Bauern wurden damals reich durch den Verkauf von Lebensmitteln. Ganz verhungert wärst du mit deiner Goldmünze also nicht, nur wäre alles sehr viel teurer gewesen als vor dem Krieg.

Soviel dazu. Ich weiß nicht, um welchen Betrag es bei dir geht, aber wenn du genug hast, um zu diversifizieren, dann würde ich ein gut strukturiertes Depot empfehlen (Aktien sind Sachwerte) und evtl. den Kauf einiger Goldmünzen, dann aber physisch und irgendwo im Schrank verstecken. Die sind für den äußersten Notfall, also falls das System komplett zusammenbricht.

In dem Fall kann es auch durchaus nicht schaden, etwas Geld in die Teilnahme an einem Kurs in waffenloser Selbstverteidigung zu investieren.

Schöne Grüße

Petra

Guten Tag,

  1. Ist Gold wirklich eine gute Anlage, nicht nur in schlechten
    Zeiten?

Was ist gut und was ist schlecht? Schlecht war meist, alles auf ein Pferd zu setzen. Gut ist, wenn eine Anlage sich anders verhält als Andere (korrelation). So gesehen war eine Beimischung von Gold zu Aktien, Renten und Immobilien nicht verkehrt.
Zu beachten: Was wir immer sehen ist der Goldpreis in Dollar. Für den Euro-Anleger ist der Wechselkurs zwischen Euro / US-Dollar minstens gernauso wichtig.

Gruß vom Money-Schorsch

  1. Ist Gold wirklich eine gute Anlage, nicht nur in schlechten
    Zeiten?


Jedenfalls nicht wenn du mit guter Anlage eine hohe Rendite
meinst.

Oh ja… Das alte Thema Rendite und die übliche Meinung, daß Gold keine Rendite bringt. Dann gehörst Du auch zu denen, die die offiziellen Zahlen für Inflation und Arbeitslosigkeit glauben.
Was veröffentlich wird ist eine eingeschränkte subjektive Übersicht über die Preissteigerung, die obendrein noch durch Hedonik schöngerechnet wird.

Rendite ist in der aktuellen Lage völlig nebensächlich, weil es um eine Erhaltung des Vermögens geht. Hier ist Gold (und nicht zu vergessen Silber) im Moment die Anlage Nr. 1.

Anlageformen wie Tagesgeldkonto, Bundesschatzbriefe, Aktien usw. müssten schon ca. 10% Rendite bringen, damit sie halbwegs Inflationssicher wären. Laßt Euch nicht von der aktuellen Rally irritieren. Die Fundamentaldaten sehen anders aus, als gerade publik gemacht wird.

  1. Wie funktioniert das, wenn ich bei der Bank Gold ordere, es
    zu Hause bunkere - kann ich es so einfach auch wieder
    verkaufen wie ich es gekauft habe? Gehe also wieder zur Bank
    und bekomme idealerweise noch einen Gewinn obendrauf?
  2. Wer kauft mir bei einem möglichen Crash noch Gold ab, wenn
    es sowieso an elementareren Dingen wie Nahrungsmitteln, warmer
    Bude/ Wasser, Medikamenten fehlt?

Tja, genau das ist die Frage…
Wer sollte dir bei einem völligen Zusammenbruch der
Gesellschaft das Gold abkaufen, als Währung ist es zu
unpraktisch.
Selbst wenn es einen hohen Wert hätte, was sollte andere Leute
daran hindern, es dir einfach wegzunehmen? Es gibt dann
nämlich auch keine Polizei etc. mehr!
Meine Meinung ist, für einen völligen Crash kann man nicht
vorsorgen, also zerbreche ich mir gar nicht den Kopf über
diesen Fall.

Das ist genau das Problem. Ich weiß nicht, wer jemals auf die Idee gekommen ist, daß das Gold dafür da ist, während der Krise verscherbelt zu werden, nur um damit mal etwas Mehl zu bekommen. Gold ist nicht FÜR die Krise, sondern für die Zeit DANACH. Wenn alles am Boden liegt und sich langsam am Horizont ein Silberschein zeigt, dann kommt die Zeit für Gold.
Und was den Umgang mit Gold angeht, so gibt es da genügend Möglichkeiten, damit niemand auch nur ahnt, daß Du Gold hast. Übrigens auch ein Vorteil: Aktien werden vom Finanzamt erfasst, Immobilien stehen im Grundbuch und Gold? Das steht bei Dir sicher zu Hause, so daß es auch ein Einbrecher nicht so einfach findet. :smile:

Hallo,

Ich mache mir seit Tagen Gedanken über eine sinnvolle
Geldanlage.

Erst seit Tagen? Nicht erst seit Monaten? :wink:

Tja, waren das noch Zeiten, als man für 300 Euro / Unze günstig zuschlagen konnte. :smile:
Aber besser seit Tagen, als überhaupt nicht oder noch schlimmer als auf unsere so hochgepriesenen Finanzexperten zu hören und Aktien, Zertifikate, Schatzbriefe usw. zu kaufen.

  1. Ist Gold wirklich eine gute Anlage, nicht nur in schlechten
    Zeiten?

Gold ist nicht besser oder schlechter als andere Anlageformen.
Es kann ebenso wie Aktien, andere Rohstoffe, Immobilien etc.
an Wert gewinnen oder verlieren. Hier siehst du einen Chart
von Gold:
http://rohstoffe.wallstreet-online.de/gold/chart.htm…
Mitte/Ende 2008 ging es also auch mit dem Gold einmal ganz
schön bergab. So etwas begeistert einen dann nicht, wenn man
Gold im Depot hat.

Da muss ich entschieden widersprechen. Schau Dir mal den Aktienkurs im gleichen Zeitraum an. Insbesondere kommt noch dazu, daß Du für alle Zeiten eine Unze Gold haben wirst und du kannst Dir auch sicher sein, daß die in Zukunft auch einen Wert haben wird (Es sei denn Rumpelstilzchen spinnt Stroh zu Gold). In der heutigen Zeit hast Du noch nichtmal Aktien in Deinem Besitz, sondern nur digital in einem Computer ein Anrecht auf die Aktien.
Desweiteren war ich ehrlich gesagt sehr glücklich, als der Goldkurs letztes Jahr gen Süden ging. Man muss die Chancen nutzen und günstig nachkaufen. :smile:

  1. Wie funktioniert das, wenn ich bei der Bank Gold ordere, es
    zu Hause bunkere - kann ich es so einfach auch wieder
    verkaufen wie ich es gekauft habe? Gehe also wieder zur Bank
    und bekomme idealerweise noch einen Gewinn obendrauf?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Gold zu kaufen:

  • Als Wertpapier, z.B. Xetra-Gold, WKN A0S9GB. Das legst du
    dir dann einfach ins Depot und musst sich weiter nicht um die
    Lagerung kümmern. Es besteht sogar ein Anpruch auf physische
    Auslieferung. Ob man sich davon im Fall eines Zusammenbruchs
    des Weltwirtschaftssystems noch etwas kaufen kann, bleibt
    abzuwarten - aber so weit sind wir noch nicht.

Du vergißt die Gebühren für die Lagerung. Von daher gilt bei Edelmetallen: Nur Physisch. Alles andere ist wieder nur ein Anspruch auf irgendetwas. Wieviel dieser im Ernstfall wert ist, möchte ich gar nicht wissen. Hier bitte auch das Kleingedruckte beim Xetra Gold lesen.

  • Als Goldbarren oder Anlegermünzen. Anlegermünzen gibt es
    eine ganze Menge, z.B. Krügerrand, Maple Leaf, etc. Schau sie
    dir mal unter http://www.proaurum.de an (dort kannst du sie
    auch kaufen bzw. verkaufen).

Ok. Eine Möglichkeit. Aber ob ich unbedingt in der Apotheke kaufen würde, sei mal dahingestellt. Seriöser Laden, aber nicht der günstigste.

Diese Anlegermünzen kauft deine Bank (normalerweise) jederzeit
zum aktuellen Tageskurs an. Du kannst sie zu Hause lagern, was
ein Risiko darstellt (Kriminalität). Du kannst auch bei der
Bank ein Schließfach mieten, was ebenfalls ein Risiko
darstellt (was, wenn man dich da nicht mehr dranlässt?) und
Geld kostet.

Daher gilt es, eben nicht zu prahlen, daß man Gold besitzt, sondern unauffällig weiter leben, wie bisher auch. Ein Bankschließfach ist immer noch sicherer als ein Anrecht auf irgendeine Lieferung.

  • Medaillen, das sind Münzen die keinen Kurswert haben (auf
    denen steht also nicht z.B. „$50“). Diese Münzen kauft dir
    deine Bank nicht ab. Sie werden oft zu besonderen Ereignissen
    geprägt. Sie sind zur Geldanlage nicht geeignet.

Stimmt genau. Finger wer davon. Wenn dann nur die bekannten Bullionmünzen und Barren der bekannten Banken.

  • Schmuck: Hat zwar einen Wert, ist aber als Geldanlage
    ungeeignet, denn du machst beim Verkauf einen hohen Verlust.
    (Du kannst nicht beim Juwelier für EUR 198,- eine Goldkette
    kaufen und erwarten, dass irgendjemand sie dir für den
    gleichen Preis wieder abkauft.)

Hier gilt immer der Schmelzkurs und bei 333 Pseudogold ist halt nur 1/3 vom Gewicht Gold und der Rest sind billige Metalle, die teuer vom Gold getrennt werden müssen.

  1. Wer kauft mir bei einem möglichen Crash noch Gold ab, wenn
    es sowieso an elementareren Dingen wie Nahrungsmitteln, warmer
    Bude/ Wasser, Medikamenten fehlt?

Es kann gut sein, dass die Preise dann erheblich steigen. Aber
ganz wertlos wurde Gold während der gesamten Zeit des 2.
Weltkriegs nicht. Ich beschäftige mich sehr eingehend mit
diesem Thema, und kann dich daher beruhigen. Sogar in einem
Konzentrationslager, wo man mit Gold tatsächlich nichts
anfangen konnte, weil man eher Wasser, ein Stück Brot oder
eine Zahnbürste gebraucht hätte, behielt Gold einen gewissen
Restwert. Hättest du dort eine Goldmünze gehabt, hättest du
sie wohl für ein Paar Schuhe oder so etwas eintauschen können

  • und das, obwohl der Besitz von Gold den Häftlingen streng
    verboten war. Unlogisch, aber ich habe an einigen wenigen
    Stellen in den Büchern derartige Schilderungen gefunden.

Sehe ich auch so, aber generell sollte Gold nicht für die Zeit der Krise sein, sondern erst DANACH genutzt werden.

Und in Freiheit hätte dir Gold auf alle Fälle etwas genützt.
Manche Bauern wurden damals reich durch den Verkauf von
Lebensmitteln. Ganz verhungert wärst du mit deiner Goldmünze
also nicht, nur wäre alles sehr viel teurer gewesen als vor
dem Krieg.

Das wäre sicherlich unverhältnißmäßig teuer geworden. Wenn Du 1 Zentner Kartoffeln mit einem Krügerrand bezahlst, dann kannst Du nicht erwarten, daß der Bauer Dir wechseln kann. Dafür dürfte die Münze viel zu wertvoll sein. Kleinere Stückelungen und auch Silber wären eine Alternative. Aber ich denke, wenn es soweit kommt, dann kämen auch ganz andere Tauschmittel wieder auf.

Soviel dazu. Ich weiß nicht, um welchen Betrag es bei dir
geht, aber wenn du genug hast, um zu diversifizieren, dann
würde ich ein gut strukturiertes Depot empfehlen (Aktien sind
Sachwerte) und evtl. den Kauf einiger Goldmünzen, dann aber

Ähmmm… Sachwerte? Aktien? Habe ich da etwas verpasst? Aktien stellen zwar eine Beteiligung an einem Unternehmen dar, aber sie deshalb als Sachwert zu bezeichnen, halte ich für etwas interpretierungsfähig. :smile:

physisch und irgendwo im Schrank verstecken. Die sind für den
äußersten Notfall, also falls das System komplett
zusammenbricht.

Bis auf die Aktien stimme ich da zu. Aber die Lagerung der Münzen sollte doch an einem anderen ort geschehen. Im Schrank schaut jeder noch so bekiffte Einbrecher zuerst nach. :smile:

In dem Fall kann es auch durchaus nicht schaden, etwas Geld in
die Teilnahme an einem Kurs in waffenloser Selbstverteidigung
zu investieren.

Das ist auch eine gute Investition, wobei auch die Investition in eine physikalische Verteidigung mal überlegt werden sollte, sowie - je nach Einstellung - auch der ein oder andere Vorrat im Keller. Muß ja nicht gleich für 2 Jahre Vollverpflegung sein. :smile:

Viele Grüße
Robert

Hallo Robert,

ich sehe schon, wir sehen die Dinge ähnlich :wink:

Tja, waren das noch Zeiten, als man für 300 Euro / Unze
günstig zuschlagen konnte. :smile:

Tja. Ich habe leider nicht zugeschlagen. :expressionless: Egal, dafür habe ich Platin für $800 gekauft, das ist auch gut. :smile:

Aber besser seit Tagen, als überhaupt nicht oder noch
schlimmer als auf unsere so hochgepriesenen Finanzexperten zu
hören und Aktien, Zertifikate, Schatzbriefe usw. zu kaufen.

O ja, Zertifikate … ich warte noch einige Monate ab, aber über kurz oder lang werden die, mit Ausnahme der Rohstoffzertifikate, alle aus meinem Depot verschwinden.

Mitte/Ende 2008 ging es also auch mit dem Gold einmal ganz
schön bergab. So etwas begeistert einen dann nicht, wenn man
Gold im Depot hat.

Da muss ich entschieden widersprechen. Schau Dir mal den
Aktienkurs im gleichen Zeitraum an.

Ja ok, aber ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass auch der Preis von Gold nicht immer gleich bleibt. Manchen ist das nicht bewusst.

Insbesondere kommt noch
dazu, daß Du für alle Zeiten eine Unze Gold haben wirst und du
kannst Dir auch sicher sein, daß die in Zukunft auch einen
Wert haben wird (Es sei denn Rumpelstilzchen spinnt Stroh zu
Gold).

Wer sagt, dass Gold immer einen Wert haben wird? Ich denke, es wäre in allen Bereichen ersetzbar. Es ist ein guter Leiter, aber man kann Computer sicher auch ohne Gold zum Laufen bringen. Es löst keine Allergien aus, aber für Implantate ist auch Titan geeignet, und meine Zahnfüllungen sind aus so einem besonderen, mit UV-Licht getrockneten Kunststoff. Das hält nun seit fast 20 Jahren … es geht auch ohne Gold.

Gold ist an sich nicht wichtiger oder weniger wichtig als andere Industriemetalle. (Und als solches sehe ich es. Tut mir leid, aber etwas anderes ist Gold für mich nicht mehr. Mir wäre nicht wohl bei dem Gedanken, wo mein Gold in den Jahrhunderten davor wohl schon war und wer dafür umgebracht worden ist.)

In der heutigen Zeit hast Du noch nichtmal Aktien in
Deinem Besitz, sondern nur digital in einem Computer ein
Anrecht auf die Aktien.

*grübel* Da hast du Recht. Diesen Unterschied habe ich bisher noch gar nicht bedacht.

Du vergißt die Gebühren für die Lagerung. Von daher gilt bei
Edelmetallen: Nur Physisch. Alles andere ist wieder nur ein
Anspruch auf irgendetwas. Wieviel dieser im Ernstfall wert
ist, möchte ich gar nicht wissen. Hier bitte auch das
Kleingedruckte beim Xetra Gold lesen.

Ok, aber der Vorteil ist, dass ich es so jeden Tag verkaufen kann, auch von unterwegs, und ich brauche dafür nicht einmal fünf Minuten. Der Verkauf von physischem Gold kostet mich fast eine Stunde, weil ich zur Bank ja erst hinfahren müsste, und um das Gold von unterwegs aus zu verkaufen, muss ich es vorher mitgenommen haben.

Ok. Eine Möglichkeit. Aber ob ich unbedingt in der Apotheke
kaufen würde, sei mal dahingestellt. Seriöser Laden, aber
nicht der günstigste.

Gut, aber in dem Fall wäre mir die Seriosität das Wichtigste. Der Preis kommt erst danach. Was nützt es mir, wenn eine Goldmünze etwas günstiger ist, und sich nachher herausstellt, dass es gar keine Goldmünze war?

Hier gilt immer der Schmelzkurs und bei 333 Pseudogold ist
halt nur 1/3 vom Gewicht Gold und der Rest sind billige
Metalle, die teuer vom Gold getrennt werden müssen.

Das stimmt schon, aber wenn jemand sowieso Goldschmuck tragen möchte, ist das auch etwas, das man im Krisenfall verkaufen könnte.

Sehe ich auch so, aber generell sollte Gold nicht für die Zeit
der Krise sein, sondern erst DANACH genutzt werden.

Hmm … stimmt. :smile:

Und in Freiheit hätte dir Gold auf alle Fälle etwas genützt.
Manche Bauern wurden damals reich durch den Verkauf von
Lebensmitteln. Ganz verhungert wärst du mit deiner Goldmünze
also nicht, nur wäre alles sehr viel teurer gewesen als vor
dem Krieg.

Das wäre sicherlich unverhältnißmäßig teuer geworden. Wenn Du
1 Zentner Kartoffeln mit einem Krügerrand bezahlst, dann
kannst Du nicht erwarten, daß der Bauer Dir wechseln kann.

Deswegen würde ich auf alle Fälle kleine Goldmünzen kaufen, auch wenn man da weniger Gold für sein Geld bekommt. Lieber zehn von diesen kleinen Münzen, von denen jede EUR 80,- oder so kostet, als ein oder zwei Krügerrand.

Wenn man physisches Gold für den Fall kauft, dass das Bankensystem zusammenbricht, dann muss man es auch so kaufen, dass man damit später gut handeln kann. Und wenn man es nur deshalb kauft, weil der Preis gerade günstig ist, kann man gleich Xetra-Gold nehmen.

Aber ich
denke, wenn es soweit kommt, dann kämen auch ganz andere
Tauschmittel wieder auf.

Stimmt. Ich frage mich aber, was das sein würde. Zigaretten? Eher nicht, weil die Preise zu unterschiedlich sind (je nachdem, ob sie versteuert oder aus dem Ausland sind). Ganz abgesehen davon rauchen heute weniger Leute als früher.

Wer weiß, vielleicht würde man dann Speicherkarten und andere Hardware tauschen :wink:

Ähmmm… Sachwerte? Aktien? Habe ich da etwas verpasst? Aktien
stellen zwar eine Beteiligung an einem Unternehmen dar, aber
sie deshalb als Sachwert zu bezeichnen, halte ich für etwas
interpretierungsfähig. :smile:

Ich bezeichne Aktien deshalb als Sachwerte, weil man so sein Vermögen über eine Währungsreform hinweg retten könnte. Stell dir vor, dein Großvater oder Urgroßvater hätte 1919 einen Packen Siemens-Aktien gekauft. Bezahlt hätte wahrscheinlich in Goldmark oder so etwas. Wenn du heute diese Aktien irgendwo auf dem Dachboden finden würdest, wäre immer noch jede von ihnen um die 50 Euro wert - auch wenn es seit dem Kaufdatum eine Hyperinflation, einen Weltkrieg, zwei Währungsreformen und noch die Umstellung auf den Euro gab. Egal, Aktie ist Aktie.

Hätte dein Urgroßvater statt dessen einen Packen Geld auf dem Dachboden deponiert, dann könntest du dich jetzt ärgern und die Scheine bei eBay vertickern.

Natürlich gehen auch mal Unternehmen pleite - aber zum Glück nicht alle :wink:

In dem Fall kann es auch durchaus nicht schaden, etwas Geld in
die Teilnahme an einem Kurs in waffenloser Selbstverteidigung
zu investieren.

Das ist auch eine gute Investition, wobei auch die Investition
in eine physikalische Verteidigung mal überlegt werden sollte,
sowie - je nach Einstellung - auch der ein oder andere Vorrat
im Keller. Muß ja nicht gleich für 2 Jahre Vollverpflegung
sein. :smile:

Auch das ist sicher nicht schlecht, setzt aber voraus, dass man überhaupt einen Keller hat :wink: In einer 25-qm-Wohnung ohne Keller sieht es mit der Lagerung von Vorräten eher schlecht aus.

Allerdings ist es auch nicht zu verachten, mit „leichtem Gepäck“ zu reisen. Je mehr man besitzt, desto eher bleibt man an Ort und Stelle, auch wenn man längst das Gefühl hat, dass es an der Zeit ist, weiterzuziehen.

Schöne Grüße

Petra

Gerade bei Gold ist ja der Preis aufgrund der Werterhaltungsfunktion nur in geringerem Umfang durch industrielle Nachfrage geprägt und somit vor allem in Krisenzeiten besonders gefragt. Infolge dessen Entwickelt sich der Preis in solchen Zeiten auch besser als andere Anlagen wie bspw. Aktien. Umfangreichere Infos gibts auch nochmal hier: http://www.goldfixing.de/goldfixing/website.php?id=/…

Hallo Petra,

ich sehe schon, wir sehen die Dinge ähnlich :wink:

Das sehe ich auch so. :smile:

Tja, waren das noch Zeiten, als man für 300 Euro / Unze
günstig zuschlagen konnte. :smile:

Tja. Ich habe leider nicht zugeschlagen. :expressionless: Egal, dafür habe
ich Platin für $800 gekauft, das ist auch gut. :smile:

Stimmt.

Aber besser seit Tagen, als überhaupt nicht oder noch
schlimmer als auf unsere so hochgepriesenen Finanzexperten zu
hören und Aktien, Zertifikate, Schatzbriefe usw. zu kaufen.

O ja, Zertifikate … ich warte noch einige Monate ab, aber
über kurz oder lang werden die, mit Ausnahme der
Rohstoffzertifikate, alle aus meinem Depot verschwinden.

Von Zertifikaten lasse ich im Moment aufgrund der fehlenden Zeit die Finger. Früher hatte ich mit Turbos gezockt aber im Depot möchte ich die im Moment nicht mehr haben.

Mitte/Ende 2008 ging es also auch mit dem Gold einmal ganz
schön bergab. So etwas begeistert einen dann nicht, wenn man
Gold im Depot hat.

Da muss ich entschieden widersprechen. Schau Dir mal den
Aktienkurs im gleichen Zeitraum an.

Ja ok, aber ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass
auch der Preis von Gold nicht immer gleich bleibt. Manchen ist
das nicht bewusst.

OK. Das ist natürlich klar. Wer denkt, daß der Goldkurs (oder irgendein Kurs, der zumindest in Teilen von Angebot und Nachfrage bestimmt wird) immer nur in eine Richtung geht, ist ganz klar schief gewickelt. Die Frage ist halt, was man daraus macht. Wenn es stark abwärts geht wird es höchste Zeit die Fundamentaldaten zu analysieren und dann zu entscheiden, ob man drinbleibt, verkauft oder nachkauft.

Insbesondere kommt noch
dazu, daß Du für alle Zeiten eine Unze Gold haben wirst und du
kannst Dir auch sicher sein, daß die in Zukunft auch einen
Wert haben wird (Es sei denn Rumpelstilzchen spinnt Stroh zu
Gold).

Wer sagt, dass Gold immer einen Wert haben wird? Ich denke, es
wäre in allen Bereichen ersetzbar. Es ist ein guter Leiter,
aber man kann Computer sicher auch ohne Gold zum Laufen
bringen. Es löst keine Allergien aus, aber für Implantate ist
auch Titan geeignet, und meine Zahnfüllungen sind aus so einem
besonderen, mit UV-Licht getrockneten Kunststoff. Das hält nun
seit fast 20 Jahren … es geht auch ohne Gold.

In technischen Bereichen mag das vielleicht so sein, aber das ist nur ein sehr geringer Teil der Goldnutzung. Der Hauptteil liegt immer noch im Werterhalt und im Schmuckbereich (Wobei das auch teilweise Werterhalt ist). Seit Jahrhunderten, bzw. ~tausenden hat Gold für die Menschheit einen Wert und das wird auch die Politik der Zentralbanken nicht zerstören können. :smile:

Gold ist an sich nicht wichtiger oder weniger wichtig als
andere Industriemetalle. (Und als solches sehe ich es. Tut mir
leid, aber etwas anderes ist Gold für mich nicht mehr. Mir
wäre nicht wohl bei dem Gedanken, wo mein Gold in den
Jahrhunderten davor wohl schon war und wer dafür umgebracht
worden ist.)

Gold ist kein primäres Industriemetall (s.o.) Und es kann durchaus sein, daß ein Teil Deines Krügerrands bei irgendjemandem als Zahngold im Mund war oder Beute in einem brutalen Raubüberfall war. Der überwiegende Teil der jemals geförderten Goldmenge ist immer noch vorhanden. Bei einem Industriemetall wäre das nicht so.

Du vergißt die Gebühren für die Lagerung. Von daher gilt bei
Edelmetallen: Nur Physisch. Alles andere ist wieder nur ein
Anspruch auf irgendetwas. Wieviel dieser im Ernstfall wert
ist, möchte ich gar nicht wissen. Hier bitte auch das
Kleingedruckte beim Xetra Gold lesen.

Ok, aber der Vorteil ist, dass ich es so jeden Tag verkaufen
kann, auch von unterwegs, und ich brauche dafür nicht einmal
fünf Minuten. Der Verkauf von physischem Gold kostet mich fast
eine Stunde, weil ich zur Bank ja erst hinfahren müsste, und
um das Gold von unterwegs aus zu verkaufen, muss ich es vorher
mitgenommen haben.

Hmmm… Ich überlege gerade, wann ich innerhalb von 5 Minuten Gold verkaufen müßte. Wenn ich traden / zocken will, dann würde ich das nicht mit Gold (in welcher Form auch immer) machen, sondern mir dafür Hebelprodukte suchen, die dann natürlich auch ein höheres Risiko beinhalten. Gold sehe ich als Reserve an und wenn ich die verkaufe, dann nicht über eine Bank zu einem Spottankaufspreis. :smile:

Ok. Eine Möglichkeit. Aber ob ich unbedingt in der Apotheke
kaufen würde, sei mal dahingestellt. Seriöser Laden, aber
nicht der günstigste.

Gut, aber in dem Fall wäre mir die Seriosität das Wichtigste.
Der Preis kommt erst danach. Was nützt es mir, wenn eine
Goldmünze etwas günstiger ist, und sich nachher herausstellt,
dass es gar keine Goldmünze war?

Eben deshalb schrieb ich seriös. Wobei sich seriös und günstig inzwischen nicht mehr ausschließen. Es gibt einige gute und günstige (online) Händler.

Hier gilt immer der Schmelzkurs und bei 333 Pseudogold ist
halt nur 1/3 vom Gewicht Gold und der Rest sind billige
Metalle, die teuer vom Gold getrennt werden müssen.

Das stimmt schon, aber wenn jemand sowieso Goldschmuck tragen
möchte, ist das auch etwas, das man im Krisenfall verkaufen
könnte.

Gan klar, wobei ich persönlich Goldschmuck erst ab 750er als solchen betrachte. :smile: Alles andere ist ja mehr Beimischung als Gold und das würde in der Krise auch zu Abschlägen führen. Zumal Gold eigentlich nicht für die Zeit der Krise gedacht ist, sondern für die Zeit danach. :smile: In der Krise würden sich sehr schnell andere andere Tauschgeschäfte entwickeln.

Sehe ich auch so, aber generell sollte Gold nicht für die Zeit
der Krise sein, sondern erst DANACH genutzt werden.

Hmm … stimmt. :smile:

ups… hätte ich mir den Satz oben ja sparen können. :smile:

Und in Freiheit hätte dir Gold auf alle Fälle etwas genützt.
Manche Bauern wurden damals reich durch den Verkauf von
Lebensmitteln. Ganz verhungert wärst du mit deiner Goldmünze
also nicht, nur wäre alles sehr viel teurer gewesen als vor
dem Krieg.

Das wäre sicherlich unverhältnißmäßig teuer geworden. Wenn Du
1 Zentner Kartoffeln mit einem Krügerrand bezahlst, dann
kannst Du nicht erwarten, daß der Bauer Dir wechseln kann.

Deswegen würde ich auf alle Fälle kleine Goldmünzen
kaufen, auch wenn man da weniger Gold für sein Geld bekommt.
Lieber zehn von diesen kleinen Münzen, von denen jede EUR 80,-
oder so kostet, als ein oder zwei Krügerrand.

Die Richtung stimmt. Nur kann es durchaus auch passieren, daß selbst das noch zu teuer ist, weil der Goldpreis stark gestiegen ist. Hier solltest Du auch mal an das Gold des kleinen Mannes denken. Silber ist auch eine Investition wert. :smile:

Wenn man physisches Gold für den Fall kauft, dass das
Bankensystem zusammenbricht, dann muss man es auch so kaufen,
dass man damit später gut handeln kann. Und wenn man es nur
deshalb kauft, weil der Preis gerade günstig ist, kann man
gleich Xetra-Gold nehmen.

Aber ich
denke, wenn es soweit kommt, dann kämen auch ganz andere
Tauschmittel wieder auf.

Stimmt. Ich frage mich aber, was das sein würde. Zigaretten?
Eher nicht, weil die Preise zu unterschiedlich sind (je
nachdem, ob sie versteuert oder aus dem Ausland sind). Ganz
abgesehen davon rauchen heute weniger Leute als früher.

Na ja. Das kommt eben immer darauf an, mit wem Du tauscht. Ein Kettenraucher würde sicherlich anders tauschen als ein Nichtraucher. Jemand der gerne trinkt, um seine Sorgen zu vergessen ist eher bereit gegen Alkoholika zu tauschen. Was jedoch die Tauschwärung sein würde, wird sich wóhl erst rauskristallisieren, wenn es soweit ist.

Wer weiß, vielleicht würde man dann Speicherkarten und andere
Hardware tauschen :wink:

glaube ich eher nicht. Die Kochzeit der Karten ist einfach zu lange, ehe sie genießbar sind. :smile:

Ähmmm… Sachwerte? Aktien? Habe ich da etwas verpasst? Aktien
stellen zwar eine Beteiligung an einem Unternehmen dar, aber
sie deshalb als Sachwert zu bezeichnen, halte ich für etwas
interpretierungsfähig. :smile:

Ich bezeichne Aktien deshalb als Sachwerte, weil man so sein
Vermögen über eine Währungsreform hinweg retten könnte. Stell
dir vor, dein Großvater oder Urgroßvater hätte 1919 einen
Packen Siemens-Aktien gekauft. Bezahlt hätte wahrscheinlich in
Goldmark oder so etwas. Wenn du heute diese Aktien irgendwo
auf dem Dachboden finden würdest, wäre immer noch jede von
ihnen um die 50 Euro wert - auch wenn es seit dem Kaufdatum
eine Hyperinflation, einen Weltkrieg, zwei Währungsreformen
und noch die Umstellung auf den Euro gab. Egal, Aktie ist
Aktie.

Da mag schon sein, aber in dem Moment der Währungsreform würde der Wert genauso herabgesetzt, wie alles andere auch und du hast das Risiko, daß die Firma in der Krise Pleite geht (Wer hätte gedacht, daß die größten Autobauer Pleite sind). Bei Siemens hast Du sicherlich Recht, aber wieviele Firmen, die Ende der 20er die Stars suf dem Parkett waren, gibt es heute noch?

Hätte dein Urgroßvater statt dessen einen Packen Geld auf dem
Dachboden deponiert, dann könntest du dich jetzt ärgern und
die Scheine bei eBay vertickern.

Eindeutig richtig. Oder nimm als Beispiel die Lebensversicherung. Da sähe es auch nicht besser aus.

Natürlich gehen auch mal Unternehmen pleite - aber zum Glück
nicht alle :wink:

Ein einziges reicht schon, wenn Du alle Deine Aktien in das Unternehmen investiert hättest. :smile:

In dem Fall kann es auch durchaus nicht schaden, etwas Geld in
die Teilnahme an einem Kurs in waffenloser Selbstverteidigung
zu investieren.

Das ist auch eine gute Investition, wobei auch die Investition
in eine physikalische Verteidigung mal überlegt werden sollte,
sowie - je nach Einstellung - auch der ein oder andere Vorrat
im Keller. Muß ja nicht gleich für 2 Jahre Vollverpflegung
sein. :smile:

Auch das ist sicher nicht schlecht, setzt aber voraus, dass
man überhaupt einen Keller hat :wink: In einer 25-qm-Wohnung ohne
Keller sieht es mit der Lagerung von Vorräten eher schlecht
aus.

Richtig, aber Platz ist in der kleinsten Hütte und wenn man sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, findet man auch hier Möglichkeiten. Zwar nicht so umfangreiche, wie bei einem Keller, aber das heute bequeme Leben von der Hand in den Mund, bzw. vom Supermarkt auf den Tisch ist natürlich viel einfacher.

Allerdings ist es auch nicht zu verachten, mit „leichtem
Gepäck“ zu reisen. Je mehr man besitzt, desto eher bleibt man
an Ort und Stelle, auch wenn man längst das Gefühl hat, dass
es an der Zeit ist, weiterzuziehen.

Da ist was dran. Daher wohne ich auch zur Belustigung von einigen Bekannten noch immer zur Miete. Eine Immobilie läßt sich schwierig irgendwohin mitnehmen und was passiert, wenn sie nicht mehr bewohnt wird, sieht man in Amerika ja sehr schön.

Viele Grüße
Robert

@Petra / Thunderbirdy
Guten Morgen Ihr zwei,

hoffe ihr findet mein Posting noch. Mich würde interessieren wo ihr Euer Gold aufbewahrt (keine Sorge ich plane keinen Einbruch). Ist es in Euren Augen eine Option in Lichtenstein einzulagern?

Danke
FS

Hallo Fräulein Smilla,

hoffe ihr findet mein Posting noch. Mich würde interessieren
wo ihr Euer Gold aufbewahrt (keine Sorge ich plane keinen
Einbruch). Ist es in Euren Augen eine Option in Lichtenstein
einzulagern?

Sorry, aber eine genaue Beschreibung, wie ich mein Gold sicher lagere, werde ich hier nicht geben. Ich möchte nicht gewissen Leuten Ideen geben, wo man nachsehen kann. :smile:

Von der Idee das Gold in Liechtenstein zu lagern halte ich nicht viel. Wie bekommst Du es hin? Pro Auto dürfen 10.000 Euro an Werten mitgenommen werden und wenn es mehr wird, dann bekommst Du ganz schnell Besuch von Leuten, die Du nicht eingeladen hast.
Dann hast Du das Problem, daß Du im Notfall nicht schnell an Dein Gold kommst.
Mach Dir lieber ein paar Gedanken und schau Dir Deine Wohnung / Haus mit offenen Augen an. In jedem Haus gibt es unzählige Möglichkeiten, auch für Mieter, Edelmetalle sicher zu lagern.

Viele Grüße
Robert

Hi Robert,

Dein genaues Versteck wollte ich nicht wissen :smile: Es ging mir eher um Lagern im direkten Zugriff oder eben bei einer Institution im Schließfach.
FS

Hallo Fräulein Smilla,

hoffe ihr findet mein Posting noch. Mich würde interessieren
wo ihr Euer Gold aufbewahrt (keine Sorge ich plane keinen
Einbruch). Ist es in Euren Augen eine Option in Lichtenstein
einzulagern?

Sorry, aber eine genaue Beschreibung, wie ich mein Gold sicher
lagere, werde ich hier nicht geben. Ich möchte nicht gewissen
Leuten Ideen geben, wo man nachsehen kann. :smile:

Von der Idee das Gold in Liechtenstein zu lagern halte ich
nicht viel. Wie bekommst Du es hin? Pro Auto dürfen 10.000
Euro an Werten mitgenommen werden und wenn es mehr wird, dann
bekommst Du ganz schnell Besuch von Leuten, die Du nicht
eingeladen hast.

Ich bin deutscher und aktuell Wohnhaft in Liechtenstein. Die Aussage, dass nur 10.000€ mitgenommen werden dürfen ist falsch. Es dürfen 10.000€ mitgenommen werden, ohne dass diese explizit deklariert werden müssen! D.h. wer sein Vermögen in Liechtenstein anlegen möchte muss dies beim Zoll angeben.(Wenn man in guter altmodischer Art und Weise sein Geld noch persönlich durch die Gegend fährt. Glücklicherweise wurde die Überweisung erfunden) (ein Problem wird das nur bei illegalen Tätigkeiten, wie z.b. Schwarzgeldern, etc.)

Dann hast Du das Problem, daß Du im Notfall nicht schnell an
Dein Gold kommst.
Mach Dir lieber ein paar Gedanken und schau Dir Deine Wohnung
/ Haus mit offenen Augen an. In jedem Haus gibt es unzählige
Möglichkeiten, auch für Mieter, Edelmetalle sicher zu lagern.

Also dieser Rat, ist grob fahrlässig. Mal ganz ehrlich, wer sein Geld/Gold in grossem stil zu Hause lagert, darf sich nicht wundern, wenn er Opfer eines Überfalls wird. Banken bieten Schliessfächer an! Gold bietet den Vorteil, dass auch grössere Summen in relativ kleinen Schliessfächern gelagert werden können. Zudem kommt, dass das Schliessfach versichert werden kann bzw. durch die Bank automatisch ist. Zuhause einen Safe versichern geht zwar auch, allerdings sind dazu bestimmte Vorraussetzungen zu schaffen. Vielleicht kann uns hier jemand aus der Versicherungsbranche genauere Details Liefern.

Viele Grüße
Robert

Gruss
QL

Hallo QL,

Ich bin deutscher und aktuell Wohnhaft in Liechtenstein. Die
Aussage, dass nur 10.000€ mitgenommen werden dürfen ist
falsch. Es dürfen 10.000€ mitgenommen werden, ohne dass diese
explizit deklariert werden müssen! D.h. wer sein Vermögen in
Liechtenstein anlegen möchte muss dies beim Zoll angeben.(Wenn
man in guter altmodischer Art und Weise sein Geld noch
persönlich durch die Gegend fährt. Glücklicherweise wurde die
Überweisung erfunden) (ein Problem wird das nur bei illegalen
Tätigkeiten, wie z.b. Schwarzgeldern, etc.)

Hier ist zu unterscheiden, daß ich genau möchte. Wenn ich mein Vermögen völlig legal mit Gold sichern möchte und aus welchen Gründen auch immer nicht möchte, daß Vater Staat davon erfährt (Man erinnere sich z.B. an Konfiszierungen und Goldverbote) darf ich nur Gold im Wert von weniger als 10.000 Euro mitnehmen, da ich es ansonsten angeben müßte und es dann erfasst ist.
Eine Überweisung, mit der ich 1kg Gold nach Liechtenstein (oder wo anders hin) überweisen kann hätte ich gerne. :smile:
Was das mit Schwarzgeld zu tun hat, ist mir noch nicht klar, aber ich denke, der Hinweis sollte allgemeiner Art sein.

Also dieser Rat, ist grob fahrlässig. Mal ganz ehrlich, wer
sein Geld/Gold in grossem stil zu Hause lagert, darf sich
nicht wundern, wenn er Opfer eines Überfalls wird. Banken
bieten Schliessfächer an! Gold bietet den Vorteil, dass auch
grössere Summen in relativ kleinen Schliessfächern gelagert
werden können. Zudem kommt, dass das Schliessfach versichert
werden kann bzw. durch die Bank automatisch ist. Zuhause einen
Safe versichern geht zwar auch, allerdings sind dazu bestimmte
Vorraussetzungen zu schaffen. Vielleicht kann uns hier jemand
aus der Versicherungsbranche genauere Details Liefern.

Auch hier gilt es wieder, sich ein wenig mit der Geschichte zu beschäftigen und hier insbesondere die verschiedenen Krisen der letzten Zeit. Was machst Du, wenn Du dein ganzes Vermögen in Gold hast und es bei einer Bank im Schließfach lagert und du nicht mehr dran kommst, weil aus welchen Gründen auch immer, mal Bankfeiertage ausgerufen werden? Bei einem möglichen Goldverbot wäre dann alles auf einen Schlag weg. In USA gibt es eine Anweisung des Heimatschutzministeriums, nach der im Falle einer großen wirtschaftlichen Krise der Inhalt der Schließfächer nur nach vorhergehender Prüfung durch das Ministerium ausgehändigt werden darf. Und da wir bekanntlich die USA als Vorbild haben, ist die Richtung zu erkennen. (§47 Kreditwesengesetz)
Dann kommt noch die Frage der Versicherung dazu. Hier sieht es in D häufig so aus, daß eine Grenze bei 20.000 Euro liegt. Mit etwas Glück bekommt man einen Vertrag zur Aufstockung vermittelt, ist aber nicht überall der Fall.
Das Thema Tresor zu Hause ist ein Teilbereich der Aufbewahrung. Aber mal ehrlich: Wenn ein Räuber Dir eine Pistole an den Kopf hält, wie lange brauchst Du dann, um den Tresor zu öffnen? Ganz egal welche VDS Einstufung er hat.
Daher ist nach wie vor das Gold da am Sichersten, wo es niemand vermutet und auch nicht so ohne weiteres findet. Und noch wichtiger ist natürlich, niemandem davon zu erzählen. :smile:

Letztendlich hängt es aber auch davon ab, ob ich ein paar Unzen habe, oder ob es darum geht zig 400 Oz Barren sicher aufzubewahren.

Viele Grüße
Robert

Hallo Fräulein Smilla,

Dein genaues Versteck wollte ich nicht wissen :smile: Es ging mir
eher um Lagern im direkten Zugriff oder eben bei einer
Institution im Schließfach.

Das hängt davon ab, wieviel Du hast.
Du mußt Dir auch überlegen, was DU für die Zukunft erwartest. Wenn Du davon ausgehst, daß der Staat die Krise meistert und eine Lösung findet, dann kann das Gold im Schließfach sicher sein.
Wenn Du Dir aber auch ein anderes Szenario vorstellen kannst, dann solltest Du Dir auch Gedanken machen, ob nicht die Eichhörnchen Taktik besser ist.
Die Entscheidung mußt Du aber für Dich selber fällen. :smile:

Viele Grüße
Robert

Hallo QL,

Ich bin deutscher und aktuell Wohnhaft in Liechtenstein. Die
Aussage, dass nur 10.000€ mitgenommen werden dürfen ist
falsch. Es dürfen 10.000€ mitgenommen werden, ohne dass diese
explizit deklariert werden müssen! D.h. wer sein Vermögen in
Liechtenstein anlegen möchte muss dies beim Zoll angeben.(Wenn
man in guter altmodischer Art und Weise sein Geld noch
persönlich durch die Gegend fährt. Glücklicherweise wurde die
Überweisung erfunden) (ein Problem wird das nur bei illegalen
Tätigkeiten, wie z.b. Schwarzgeldern, etc.)

Hier ist zu unterscheiden, daß ich genau möchte. Wenn ich mein
Vermögen völlig legal mit Gold sichern möchte und aus welchen
Gründen auch immer nicht möchte, daß Vater Staat davon erfährt
(Man erinnere sich z.B. an Konfiszierungen und Goldverbote)
darf ich nur Gold im Wert von weniger als 10.000 Euro
mitnehmen, da ich es ansonsten angeben müßte und es dann
erfasst ist.

Genau das ist der Punkt. Allerdings kannst bei diesem Horror szenario auch nicht davon ausgehen, dass die Grenze bei 10T€ ist. Dann hilft wirklich nur noch sehr gut Verstecken.

Eine Überweisung, mit der ich 1kg Gold nach Liechtenstein
(oder wo anders hin) überweisen kann hätte ich gerne. :smile:

Ich habe mich auch bei der Überweisung auf Devisen bezogen. Bei Gold ist das in der Tat schwieriger :smile:

Was das mit Schwarzgeld zu tun hat, ist mir noch nicht klar,
aber ich denke, der Hinweis sollte allgemeiner Art sein.

Ich wollte damit nur einen dezenten Hinweis darauf geben, dass Liechtenstein nicht nur für den Wein des Fürsten bekannt ist.

Also dieser Rat, ist grob fahrlässig. Mal ganz ehrlich, wer
sein Geld/Gold in grossem stil zu Hause lagert, darf sich
nicht wundern, wenn er Opfer eines Überfalls wird. Banken
bieten Schliessfächer an! Gold bietet den Vorteil, dass auch
grössere Summen in relativ kleinen Schliessfächern gelagert
werden können. Zudem kommt, dass das Schliessfach versichert
werden kann bzw. durch die Bank automatisch ist. Zuhause einen
Safe versichern geht zwar auch, allerdings sind dazu bestimmte
Vorraussetzungen zu schaffen. Vielleicht kann uns hier jemand
aus der Versicherungsbranche genauere Details Liefern.

Auch hier gilt es wieder, sich ein wenig mit der Geschichte zu
beschäftigen und hier insbesondere die verschiedenen Krisen
der letzten Zeit. Was machst Du, wenn Du dein ganzes Vermögen
in Gold hast und es bei einer Bank im Schließfach lagert und
du nicht mehr dran kommst, weil aus welchen Gründen auch
immer, mal Bankfeiertage ausgerufen werden? Bei einem
möglichen Goldverbot wäre dann alles auf einen Schlag weg. In
USA gibt es eine Anweisung des Heimatschutzministeriums, nach
der im Falle einer großen wirtschaftlichen Krise der Inhalt
der Schließfächer nur nach vorhergehender Prüfung durch das
Ministerium ausgehändigt werden darf. Und da wir bekanntlich
die USA als Vorbild haben, ist die Richtung zu erkennen. (§47
Kreditwesengesetz)
Dann kommt noch die Frage der Versicherung dazu. Hier sieht es
in D häufig so aus, daß eine Grenze bei 20.000 Euro liegt. Mit
etwas Glück bekommt man einen Vertrag zur Aufstockung
vermittelt, ist aber nicht überall der Fall.
Das Thema Tresor zu Hause ist ein Teilbereich der
Aufbewahrung. Aber mal ehrlich: Wenn ein Räuber Dir eine
Pistole an den Kopf hält, wie lange brauchst Du dann, um den
Tresor zu öffnen? Ganz egal welche VDS Einstufung er hat.
Daher ist nach wie vor das Gold da am Sichersten, wo es
niemand vermutet und auch nicht so ohne weiteres findet. Und
noch wichtiger ist natürlich, niemandem davon zu erzählen. :smile:

Letztendlich hängt es aber auch davon ab, ob ich ein paar
Unzen habe, oder ob es darum geht zig 400 Oz Barren sicher
aufzubewahren.

Viele Grüße
Robert

Da hast du insgesamt nicht so ganz unrecht, es muss sich jeder selber im klaren werden, wie wahrscheinlich ein vollständiger zusammenbruch der Wirtschaft ist und wie wahrscheinlich es ist, dass jemand von dem Gold etwas mitbekommt.