Hallo Petra,
ich sehe schon, wir sehen die Dinge ähnlich 
Das sehe ich auch so. 
Tja, waren das noch Zeiten, als man für 300 Euro / Unze
günstig zuschlagen konnte. 
Tja. Ich habe leider nicht zugeschlagen.
Egal, dafür habe
ich Platin für $800 gekauft, das ist auch gut. 
Stimmt.
Aber besser seit Tagen, als überhaupt nicht oder noch
schlimmer als auf unsere so hochgepriesenen Finanzexperten zu
hören und Aktien, Zertifikate, Schatzbriefe usw. zu kaufen.
O ja, Zertifikate … ich warte noch einige Monate ab, aber
über kurz oder lang werden die, mit Ausnahme der
Rohstoffzertifikate, alle aus meinem Depot verschwinden.
Von Zertifikaten lasse ich im Moment aufgrund der fehlenden Zeit die Finger. Früher hatte ich mit Turbos gezockt aber im Depot möchte ich die im Moment nicht mehr haben.
Mitte/Ende 2008 ging es also auch mit dem Gold einmal ganz
schön bergab. So etwas begeistert einen dann nicht, wenn man
Gold im Depot hat.
Da muss ich entschieden widersprechen. Schau Dir mal den
Aktienkurs im gleichen Zeitraum an.
Ja ok, aber ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass
auch der Preis von Gold nicht immer gleich bleibt. Manchen ist
das nicht bewusst.
OK. Das ist natürlich klar. Wer denkt, daß der Goldkurs (oder irgendein Kurs, der zumindest in Teilen von Angebot und Nachfrage bestimmt wird) immer nur in eine Richtung geht, ist ganz klar schief gewickelt. Die Frage ist halt, was man daraus macht. Wenn es stark abwärts geht wird es höchste Zeit die Fundamentaldaten zu analysieren und dann zu entscheiden, ob man drinbleibt, verkauft oder nachkauft.
Insbesondere kommt noch
dazu, daß Du für alle Zeiten eine Unze Gold haben wirst und du
kannst Dir auch sicher sein, daß die in Zukunft auch einen
Wert haben wird (Es sei denn Rumpelstilzchen spinnt Stroh zu
Gold).
Wer sagt, dass Gold immer einen Wert haben wird? Ich denke, es
wäre in allen Bereichen ersetzbar. Es ist ein guter Leiter,
aber man kann Computer sicher auch ohne Gold zum Laufen
bringen. Es löst keine Allergien aus, aber für Implantate ist
auch Titan geeignet, und meine Zahnfüllungen sind aus so einem
besonderen, mit UV-Licht getrockneten Kunststoff. Das hält nun
seit fast 20 Jahren … es geht auch ohne Gold.
In technischen Bereichen mag das vielleicht so sein, aber das ist nur ein sehr geringer Teil der Goldnutzung. Der Hauptteil liegt immer noch im Werterhalt und im Schmuckbereich (Wobei das auch teilweise Werterhalt ist). Seit Jahrhunderten, bzw. ~tausenden hat Gold für die Menschheit einen Wert und das wird auch die Politik der Zentralbanken nicht zerstören können. 
Gold ist an sich nicht wichtiger oder weniger wichtig als
andere Industriemetalle. (Und als solches sehe ich es. Tut mir
leid, aber etwas anderes ist Gold für mich nicht mehr. Mir
wäre nicht wohl bei dem Gedanken, wo mein Gold in den
Jahrhunderten davor wohl schon war und wer dafür umgebracht
worden ist.)
Gold ist kein primäres Industriemetall (s.o.) Und es kann durchaus sein, daß ein Teil Deines Krügerrands bei irgendjemandem als Zahngold im Mund war oder Beute in einem brutalen Raubüberfall war. Der überwiegende Teil der jemals geförderten Goldmenge ist immer noch vorhanden. Bei einem Industriemetall wäre das nicht so.
Du vergißt die Gebühren für die Lagerung. Von daher gilt bei
Edelmetallen: Nur Physisch. Alles andere ist wieder nur ein
Anspruch auf irgendetwas. Wieviel dieser im Ernstfall wert
ist, möchte ich gar nicht wissen. Hier bitte auch das
Kleingedruckte beim Xetra Gold lesen.
Ok, aber der Vorteil ist, dass ich es so jeden Tag verkaufen
kann, auch von unterwegs, und ich brauche dafür nicht einmal
fünf Minuten. Der Verkauf von physischem Gold kostet mich fast
eine Stunde, weil ich zur Bank ja erst hinfahren müsste, und
um das Gold von unterwegs aus zu verkaufen, muss ich es vorher
mitgenommen haben.
Hmmm… Ich überlege gerade, wann ich innerhalb von 5 Minuten Gold verkaufen müßte. Wenn ich traden / zocken will, dann würde ich das nicht mit Gold (in welcher Form auch immer) machen, sondern mir dafür Hebelprodukte suchen, die dann natürlich auch ein höheres Risiko beinhalten. Gold sehe ich als Reserve an und wenn ich die verkaufe, dann nicht über eine Bank zu einem Spottankaufspreis. 
Ok. Eine Möglichkeit. Aber ob ich unbedingt in der Apotheke
kaufen würde, sei mal dahingestellt. Seriöser Laden, aber
nicht der günstigste.
Gut, aber in dem Fall wäre mir die Seriosität das Wichtigste.
Der Preis kommt erst danach. Was nützt es mir, wenn eine
Goldmünze etwas günstiger ist, und sich nachher herausstellt,
dass es gar keine Goldmünze war?
Eben deshalb schrieb ich seriös. Wobei sich seriös und günstig inzwischen nicht mehr ausschließen. Es gibt einige gute und günstige (online) Händler.
Hier gilt immer der Schmelzkurs und bei 333 Pseudogold ist
halt nur 1/3 vom Gewicht Gold und der Rest sind billige
Metalle, die teuer vom Gold getrennt werden müssen.
Das stimmt schon, aber wenn jemand sowieso Goldschmuck tragen
möchte, ist das auch etwas, das man im Krisenfall verkaufen
könnte.
Gan klar, wobei ich persönlich Goldschmuck erst ab 750er als solchen betrachte.
Alles andere ist ja mehr Beimischung als Gold und das würde in der Krise auch zu Abschlägen führen. Zumal Gold eigentlich nicht für die Zeit der Krise gedacht ist, sondern für die Zeit danach.
In der Krise würden sich sehr schnell andere andere Tauschgeschäfte entwickeln.
Sehe ich auch so, aber generell sollte Gold nicht für die Zeit
der Krise sein, sondern erst DANACH genutzt werden.
Hmm … stimmt. 
ups… hätte ich mir den Satz oben ja sparen können. 
Und in Freiheit hätte dir Gold auf alle Fälle etwas genützt.
Manche Bauern wurden damals reich durch den Verkauf von
Lebensmitteln. Ganz verhungert wärst du mit deiner Goldmünze
also nicht, nur wäre alles sehr viel teurer gewesen als vor
dem Krieg.
Das wäre sicherlich unverhältnißmäßig teuer geworden. Wenn Du
1 Zentner Kartoffeln mit einem Krügerrand bezahlst, dann
kannst Du nicht erwarten, daß der Bauer Dir wechseln kann.
Deswegen würde ich auf alle Fälle kleine Goldmünzen
kaufen, auch wenn man da weniger Gold für sein Geld bekommt.
Lieber zehn von diesen kleinen Münzen, von denen jede EUR 80,-
oder so kostet, als ein oder zwei Krügerrand.
Die Richtung stimmt. Nur kann es durchaus auch passieren, daß selbst das noch zu teuer ist, weil der Goldpreis stark gestiegen ist. Hier solltest Du auch mal an das Gold des kleinen Mannes denken. Silber ist auch eine Investition wert. 
Wenn man physisches Gold für den Fall kauft, dass das
Bankensystem zusammenbricht, dann muss man es auch so kaufen,
dass man damit später gut handeln kann. Und wenn man es nur
deshalb kauft, weil der Preis gerade günstig ist, kann man
gleich Xetra-Gold nehmen.
Aber ich
denke, wenn es soweit kommt, dann kämen auch ganz andere
Tauschmittel wieder auf.
Stimmt. Ich frage mich aber, was das sein würde. Zigaretten?
Eher nicht, weil die Preise zu unterschiedlich sind (je
nachdem, ob sie versteuert oder aus dem Ausland sind). Ganz
abgesehen davon rauchen heute weniger Leute als früher.
Na ja. Das kommt eben immer darauf an, mit wem Du tauscht. Ein Kettenraucher würde sicherlich anders tauschen als ein Nichtraucher. Jemand der gerne trinkt, um seine Sorgen zu vergessen ist eher bereit gegen Alkoholika zu tauschen. Was jedoch die Tauschwärung sein würde, wird sich wóhl erst rauskristallisieren, wenn es soweit ist.
Wer weiß, vielleicht würde man dann Speicherkarten und andere
Hardware tauschen 
glaube ich eher nicht. Die Kochzeit der Karten ist einfach zu lange, ehe sie genießbar sind. 
Ähmmm… Sachwerte? Aktien? Habe ich da etwas verpasst? Aktien
stellen zwar eine Beteiligung an einem Unternehmen dar, aber
sie deshalb als Sachwert zu bezeichnen, halte ich für etwas
interpretierungsfähig. 
Ich bezeichne Aktien deshalb als Sachwerte, weil man so sein
Vermögen über eine Währungsreform hinweg retten könnte. Stell
dir vor, dein Großvater oder Urgroßvater hätte 1919 einen
Packen Siemens-Aktien gekauft. Bezahlt hätte wahrscheinlich in
Goldmark oder so etwas. Wenn du heute diese Aktien irgendwo
auf dem Dachboden finden würdest, wäre immer noch jede von
ihnen um die 50 Euro wert - auch wenn es seit dem Kaufdatum
eine Hyperinflation, einen Weltkrieg, zwei Währungsreformen
und noch die Umstellung auf den Euro gab. Egal, Aktie ist
Aktie.
Da mag schon sein, aber in dem Moment der Währungsreform würde der Wert genauso herabgesetzt, wie alles andere auch und du hast das Risiko, daß die Firma in der Krise Pleite geht (Wer hätte gedacht, daß die größten Autobauer Pleite sind). Bei Siemens hast Du sicherlich Recht, aber wieviele Firmen, die Ende der 20er die Stars suf dem Parkett waren, gibt es heute noch?
Hätte dein Urgroßvater statt dessen einen Packen Geld auf dem
Dachboden deponiert, dann könntest du dich jetzt ärgern und
die Scheine bei eBay vertickern.
Eindeutig richtig. Oder nimm als Beispiel die Lebensversicherung. Da sähe es auch nicht besser aus.
Natürlich gehen auch mal Unternehmen pleite - aber zum Glück
nicht alle 
Ein einziges reicht schon, wenn Du alle Deine Aktien in das Unternehmen investiert hättest. 
In dem Fall kann es auch durchaus nicht schaden, etwas Geld in
die Teilnahme an einem Kurs in waffenloser Selbstverteidigung
zu investieren.
Das ist auch eine gute Investition, wobei auch die Investition
in eine physikalische Verteidigung mal überlegt werden sollte,
sowie - je nach Einstellung - auch der ein oder andere Vorrat
im Keller. Muß ja nicht gleich für 2 Jahre Vollverpflegung
sein. 
Auch das ist sicher nicht schlecht, setzt aber voraus, dass
man überhaupt einen Keller hat
In einer 25-qm-Wohnung ohne
Keller sieht es mit der Lagerung von Vorräten eher schlecht
aus.
Richtig, aber Platz ist in der kleinsten Hütte und wenn man sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, findet man auch hier Möglichkeiten. Zwar nicht so umfangreiche, wie bei einem Keller, aber das heute bequeme Leben von der Hand in den Mund, bzw. vom Supermarkt auf den Tisch ist natürlich viel einfacher.
Allerdings ist es auch nicht zu verachten, mit „leichtem
Gepäck“ zu reisen. Je mehr man besitzt, desto eher bleibt man
an Ort und Stelle, auch wenn man längst das Gefühl hat, dass
es an der Zeit ist, weiterzuziehen.
Da ist was dran. Daher wohne ich auch zur Belustigung von einigen Bekannten noch immer zur Miete. Eine Immobilie läßt sich schwierig irgendwohin mitnehmen und was passiert, wenn sie nicht mehr bewohnt wird, sieht man in Amerika ja sehr schön.
Viele Grüße
Robert