Hallo,
in der Uni haben wir etwas von Wellenwiderstand gehört. Aber nur in dem Zusammenhang, als daß bei Anpassung zwischen zwei Geräten (Verstärker - Verstärker, Verstärker - Antenne, oder Kabel-Abschlußwiderstand) eine Anpassung des Wellenwiderstandes vorliegen muß.
Das klingt logisch, wenn man maximale Leistung übertragen möchte. Aber auch bei Verstärkern in Meßgeräten, die nur eine Spannung verstärken, und gar nicht leistungsgesteuert sind, macht man oft eine Widerstandsanpassung.
Es heißt, wenn man das nicht mache, komme es in dem Kabel, das die beiden Geräte verbindet, zu Reflexionen. Und wenn eine Welle im Meßkabel hin und her reflektiert wird, verdirbt die Messung.
Meine Frage ist nun: Wie kann man physikalisch erklären, daß es (scheinbar) bei Leistungsanpassung, also bei Anpassung des Wellenwiderstandes, zu keiner Reflexion im Kabel kommt. Während aber im nicht-angepaßten Fall es zu Reflexionen kommen wird. Wie ist das möglich?
Diese Frage habe ich im Laufe des letzten Jahres mehrere Male verschiedenen Professoren gestellt. Die „beste“ Antwort war noch im Zusammenhang mit dem Abschlußwiderstands eines Kabels: „Ja, wenn die Welle an das Ende vom Kabel kommt, denkt sie ‚och dann gehe ich wieder zurück‘. Aber wenn am Ende vom Kabel ein anderes Kabel dran ist, das den gleichen Wellenwiderstand hat, dann wird die Welle ausgetrickst, weil sie denkt, das Kabel gehe da noch unendlich! weiter!“
Diese Antwort reicht mir leider nicht. Ich möchte gerne wissen, wie das wirklich funktioniert. Vielleicht könnt ihr mir auf der Suche nach der Antwort den Weg etwas ebnen.
Viele Grüße,
Bernhard