Wie funktioniert ein Schweißbrenner überhaupt?
Über Schläuche wird dem Brenner Azetylen als Brenngas und Sauerstoff zugeführt.
Der Druck der Gase wird an einem Druckminderer- und Regler an den Gasflaschen eingestellt. Für Sauerstof ca 3-5 bar für Azettylen ca. 0,3 - 0,5 bar.
Was verändert sich wenn man schweißt, oder schneidet?
Schweissen und Schneiden sind zwei ganz verschiedene Vorgänge.
Beim Schweissen wird das Material aufgeschmolzen und mit dem Schweissdraht aufgefüllt.
Beim Brennschneiden wird das Material nur ganz zum Anfang angeschmolzen und dann im Wortsinn verbrannt (=oxidiert) und weggeblasen.
Muss der Zusatzdraht beim schweißen mit dem Material das man
schweißt übereinstimmen?
Natürlich. Mit Kupferdraht kann man keinen Stahl schweissen oder umgekehrt.
Die chemische Zusamensetzung des Schweissdrahtes darf in Grenzen vom zu schweissenden Material abweichen. Welche Abweichungen zulässig sind, ist eine Wissenschaft für sich und stark vom Verwendungszeck des Schweisstücks abhängig.
Muss man für bestimmtes Metall bestimmte techniken oder stufen
verändern?
Ja.
So muss man z.B. die Auswahl der Brennerspitze oder der Schneiddüse gemäss der Dicke des zu schweissenden oder zu trennenden Materials vornehmen.
Wie erkenne ich welches metall es ist, (angenommen man hat
irgendwie altmetall)?
Du(!) erkennst das gar nicht.
Es gibt verschiedene Verfahren um die Metallzusammensetzung zu ermitteln.
Die Metallurgie ist wieder ein Fachgebiet für sich.
Kann man mit einem Schweißbrenner auch metall nur erhitzen um
es dann mit einem hammer zu bearbeiten?
Ja, durchaus.
Voraussetzung ist: Es muss grundsätzlich schmiedefähig sein.
Gusseisen ist es z.B. nicht.
Gibt es besondere Sachen die man wissen muss um einen
schweißbrenner zu benutzen(z.B nicht an die Flamme greifen,
leuchtet mir irgendwie ein:smile:)?
Ja.
Die Verwendung von Ölen und Fetten in Verbindung mit Sauerstoff führt zur Selbstentzündung und es ist somit strikt verboten dies mit dem Schweissgerät incl. Schweissflaschen- und Schläuchen in Verbindung zu bringen.
Der Druck des gasförmigen Azetylens darf nur auf maximal 1,0 bar geregelt werden. Sonst wird es (mit Sicherheitsreserve) bei Luftkontakt autoexplosiv.
Also alles was ihr so über die Kunst der schweißbrennerei
wisst, würde mich freuen wenn ihr mir auskunft geben könntet.
Das interessiert mich einfach zu brennend:smile:
Das Thema ist zu komplex um das hier rein theoretisch abhandeln zu können.
Vieles erschliesst sich erst mit der praktischen Anwendung.
Mein Tipp: Mach einen Schweiss- Grundkurs bei der HWK oder ein Praktikum in einem Betrieb, wo (noch) autogen geschweisst wird.
Im Heizungsbau ist das (leider) kaum noch der Fall.
Vor 20 Jahren war das noch gängige Praxis.