Hallo, kann mir mal jemand ganz einfach erklären, wie ein Turbomotor funktioniert? Ist Turbo-Benzin ähnlich Turbo-Diesel?
Gefahren bin ich beide schon, den Fahrunterschied merke ich! Aber wie funktioniert das? Was passiert in dem Moment, wo der Leistungsschub einsetzt?
Der normale Motor muß sich seine Verbrennungsluft selbst ansaugen, über die Kolben.
Ein Turbomotor bekommt seine Verbrennungsluft und zwar mehr als genug, über den Turbo (Lüfter) zugeblasen.
Ein Motor, egal ob Diesel oder Benzin, braucht Luft zur Verbrennung. Bekommt er sie zugeblasen, erfolgt die Verbrennung besser und wirtschaftlicher.
Zur Entwicklung : Herr Büchi, der schweizer Erfinder dieser Sache, hat aber nicht die Leistung erhöhen wollen, sondern den Motor verkleinern. Mit der Aufladung verringert man das Leistungsgewicht und das war der Sinn seiner Entwicklung.
Die damaligen großen Autos (schwer und kompakt), brauchten viel PS und diese Hoch-PSigen Motoren paßten selbst nicht mehr in die dafür vorgesehenen Räume. Also erfand er das Büchi-Verfahren und ein 300 PS Motor, der sonst riesige Ausmaße und hohes Gewicht hatte, verkleinerte sich um vieles und man konnte ihn wieder in ein Auto einbauen.
Es gibt Turbos, die werden über das Abgas angetrieben und Turbos, die über Getriebe angetrieben werden.
Hallo Max,
das Leistungsgewicht hat aber doch nichts mit dem Gewicht des Motors zu tun, sondern resultiert vielmehr aus dem Verhältnis von Fahrzeuggewicht und Motorleistung. Desweiteren war es eher der Herr May, der den Turbomotor im Auto zur Serienreife gebracht hat.
Gruss Sebastian
Kommt ganz drauf an, was man zum Vergleich heranzieht. Wenn man vom Leistungsgewicht eines Motors redet, meint man Leistung zu Gewicht des Motors.
Das hat doch mit dem angetriebenen Fahrzeug nichts zu tun.
Wenn ich statt 1,8 kg/PS 3,6 kg/PS habe, so habe ich ein nur halbes Leistungsgewicht gegenüber dem schwererem Motor.
Das ist/war vor allem bei Flugmotoren und Marinefahrzeugmotoren wichtig. Aus wenig Gewicht, viel Leistung herausholen.
Ich habe nichts von Serienreife geschrieben, sondern von der Erfindung des Büchiverfahrens und das war Herr Büchi.
Von Herrn May habe ich noch nie etwas gehört, trotz 8 Semester Motorenbau.
Grüße Max
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Der gute Mann hat damals Ende der sechziger so einige Serienfahrzeuge erstmals umgerüstet. Mein Vater hatte 1969 seinen neuen Ford Capri 2,3 mit einem May-Turbolader ausrüsten lassen. Das war eine Rakete (zumindest zur damaligen Zeit).
Gruss Sebastian
Das ist/war vor allem bei Flugmotoren und
Marinefahrzeugmotoren wichtig. Aus wenig Gewicht, viel
Leistung herausholen.
Aber hier sind wir im Brett „Vier- und Mehrräder“, wobei man vielleicht das eine oder andere Produkt aus dem Hause Boeing noch gelten lassen könnte
Beim Automobil bezieht sich das Leistungsgewicht eher auf Fahrzeuggewicht im Verhältnis zur Motorleistung, zumindest im landläufigen Sinn. Das von Dir genannte Leistungsgewicht bezieht sich auf Motoren. Das von mir gemeinte bezieht sich auf das Fahrzeuggewicht. Es gibt beide. Allerdings meint man bei Fahrzeugen meist eher das Leistungsgewicht in Bezug auf das Fahrzeuggewicht. So wird dies bei Rennveranstaltungen ermittelt und dient unter anderem zur Klasseneinteilung.
Gruss Sebastian
Hi Micha,
ich habe Deine Frage gerade in die FAQ´s aufgenommen. Unter der
FAQ:716 findest Du zwei Links, die Deine Frage ausreichend beantworten dürften.
Gruss Sebastian
Hi Max,
das Du Herrn May nicht kennst, verwundert mich aber doch.
Und mich erst.Trotzt 8 Semestern Motorenbau?
Und die Geschichte mit dem Büchi stimmt auch nicht.Büchi hat nie
an KFz-Motoren bei seiner,zugegeben genialen Erfindung,gearbeitet
sondern an stationären,bzw.Schiffsmotoren.