Wie funktioniert eine Sauerstoffmaschine

Ich frage mich, wie so eine Sauerstoffmaschine funktioniert, wie viel Sauerstoff sie pro Zeiteinheit aus der Luft holt, wieviel Energie das braucht und welche Verbrauchsmaterialien nötig sind.

Das klingt so toll, wir liefern 120 Beatmungsgeräte und ne Sauerstoffmaschine. Aber 120 Geräte sind jetzt nicht soo viel. Und schafft diese Sauerstoffmaschine es, diese und die bereits vorhandenen Beatmungsgeräte zu beschicken? Und sind die Anschlüsse genormt, sodass indische O2-Flaschen mit deutscher Technik zusammenpassen? Und gibt es genug Strom, um das alles zu betreiben?

Ernst gemeinte Fragen. Ich will verstehen, ob das wirklich etwas hilft oder ob man das eher als Aktionismus im Wahlkampf abtun sollte.

Das meiste läßt sich nun wirklich leicht herausfinden.

Aus Wikipedia erfährst du, dass es für Ventile von Gasflaschen eine ISO-Norm gibt -> internationaler Standard.

Die Tagesschaumeldung verlinkt auf eine frühere Meldung mit mehr Details, unter anderem "Die Sauerstoffanlage der Bundeswehr, deren Einsatz jetzt vorbereitet wird…"

Von da aus sind es zwei Klicks zu

Ist das wahr? Ich lese das anders.

Aha. Du meinst so ein Standard wie A4/Letter oder ODF/OOXML? Nur weil es Standards gibt heißt das noch gar nichts für jedes Land.

Aha. In welchem dieser Links genau sind meine ganzen Fragen beantwortet? Die Links beschreiben vor allem „da kommt Luft rein und Sauerstoff raus“. Meine Fragen sind da aber schon spezieller.

Etwas mehr Hintergrund mit Bild


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Und dass „es“ fuer Indien nicht reicht, duerfte selbstverstaendlich sein, ist nur „etwas Hilfe“
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Das Verfahren nach Linde und Georges Claude braucht nur Umgebungsluft und Strom. Und da eine stabile Stromversorgung in Indien vielfach ein Problem ist, würde es mich nicht wundern, wenn man auch gleich noch einen Generator mit eingepackt hat, um eigenen Strom zu erzeugen.

Die Kapazität der Anlage wurde ja bereits genannt. Und da wir Beatmungsgeräte + Erzeuger liefern, passen zumindest da auch alle Anschlüsse, … sicherlich zusammen.

Und natürlich ist das eine Geste, die die massiven Problem im Land jetzt nicht wirklich lösen kann. Aber wir haben auch in anderen Ländern, die uns deutlich näher stehen, eher überschaubare Hilfe geleistet. Trotzdem macht es für den Geber natürlich die Summe aller Leistungen, die er erbringt, und die Tatsache, dass er sie zusätzlich zu ohnehin bestehenden Hilfsprogrammen leistet.

Speziell zum Thema Indien muss man mE auch bedenken, dass es Indien in ganz erheblichem Maße Geld und Reichtum gibt, mit dem sich eine eher kleine Gruppe ein unvorstellbar luxuriöses Leben gönnt, und eine weitgehende Gleichgültigkeit gegenüber der Armut und den Zuständen im eigenen Land herrscht. Da darf man mE dann auch mal hinterfragen, inwieweit man in einem solchen Land nicht eher da ansetzen muss, statt Hilfslieferungen zu schicken. Sicherlich gut und wichtig für die konkret Betroffenen, aber nichts, was an den Grundproblemen im Land etwas ändert.

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Dann frage die die die Sauerstoffstation betreiben, also die Bundeswehr. Die kann all das beantworten, wie viel Druckflaschen man pro Tag füllen kann.
Stromproblem gibt es nicht da Anlage autark ist.
Druckflaschenanschlüsse ? Es gibt so was wie Fülladapter sollte das Flaschengewinde/Armatur nicht passen.

das ist alles auf dem Vorwege geklärt worden, weil die Hilfslieferung auf Anforderung/Bitte von Indien erfolgte.

Und noch eins zu den Beatmungsgeräten, das sind keine Sauerstoffmasken sondern stationäre Geräte für die Intensivstationen.
und 120 Stück ist eine beträchtige Anzahl. So viel gibt es in keiner deutschen Klinik, weil es keine 120 Intensiv- oder Beatmungsplätze in einer Klinik gibt.

Übrigens, das ist nur eine einzige Hilfslieferung. Es liefern auch andere Güter nach Indien. Viel hilft auch viel.

mfG
duck313

Der Sauerstoff wird in einem Gastrenner von den restlichen Bestandteilen der Luft getrennt. Der Anteil sind 21%.
Je nach Größe der Anlage und Wirkungsgrad kannst Du dann eben eine gewisse menge herausholen.
Gastrennung – Wikipedia
Linde-Verfahren – Wikipedia

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