Hallo,
wie funktioniert denn ein Kontaktspray? Öl, dass Strom leitet, wie
geht das?
Kontaktspray kann ja auch Rost lösen, was passiert denn da auf
molekularer Ebene?
Ist das so ähnlich wie Cola?
Mal nebenbei, wie löst eigentlich Cola Rost?
Lösen die Säuren etwa das Eisenhydroxid auf?
Also wäre eine Erklärung, dass das Kontaktspray Säuren enthält, die das Eisenhydroxid auflösen.
Hi Tim,
Kontaktspray darf nicht leiten. Stell Dir mal vor, der Strom würde überall lang laufen, wo dass Kontaktspray auftrifft! Der Kontakteffekt beruht auf der Reinigungswirkung, in dem Fall Entfernung von nichtleitenden Verschmutzungen von den Kontakten. Der Schmutz, z.B. Oxide, wird abgelöst, nicht aufgelöst. Wie sollte beim Auflösen das Kontaktspray wissen, wann es mit dem Auflösen aufhören soll?
Bei Cola ist es ein Auflösen durch die enthaltene Phosphorsäure.
Mfg
tantal
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Ok, soweit so gut.
Aus was besteht denn das Kontaktspray, damit es gut die Metalloberfläche von Oxiden reinigt bzw. dass der Rost sich so gut an das Kontaktspray bindet? Denn Rost ist ganz schön fest.
Bei der Cola ist es also doch ein Auflösen durch Säure. Stimmt es da, dass das Eisenhydroxid durch die Cola aufgelöst wird?
Wenn ja denn müsste doch auch Sprudelwasser, durch die Kohlensäure, den Rost ablöse können.
Ok, soweit so gut.
Aus was besteht denn das Kontaktspray, damit es gut die
Metalloberfläche von Oxiden reinigt bzw. dass der Rost sich so
gut an das Kontaktspray bindet?
gute Frage, weiß ich auch nicht.
Bei der Cola ist es also doch ein Auflösen durch Säure. Stimmt
es da, dass das Eisenhydroxid durch die Cola aufgelöst wird?
Nein, Rost ist ein Gemich verschiedener Eisenoxide, nicht Hydroxide.
Wenn ja denn müsste doch auch Sprudelwasser, durch die
Kohlensäure, den Rost ablöse können.
Wie macht es denn dann die Phosporsäure, dass sie die Eisenoxide auflöst. Zu was reagiert es dann?
P.S. Ich hab auf den Kontaktspraydosen gelesen, dass da immer Kerosin drin ist. Wie kann den jetzt Keronsin die Oxide ablösen. An was im Kerosin bindet sich dann das Oxid anstatt weiter am Metall hängen zu bleiben. Warum nimmt man dafür ausgerechnet Kerosin?
Mr. Mad liegt leider falsch, die Phosphorsäure wandelt die Eisenoxide in Eisenphosphate um, die sehr gut wasserlöslich sind und einfach locker auf dem Metall aufliegen, sprich, sie fallen runter.
Beim Kerosin muß ich raten. Ich vermute, daß es gute Kriecheigenschaften hat und dadurch quasi den Rost unterwandert. Chemisch wird da eher nix passieren.
Aber Salzsäure und Eisenoxid ergeben doch Eisenchlorid und Wasser oder nicht (hab jetzt HCl genommen, da es die einfachste Säure ist die ich kenne und ähnliche Eigenschaften hat wie Phosphorsäure) Und Eisenchlorid ist doch ein Salz!
Hm…wahrscheinlich irre ich mich
Ich mach das hier jetzt nicht um mich rechtzufertigen sondern um mein Wissen nochmal auf zu frischen
ein Kontaktspray besteht im Wesentlichen aus Lösemitteln auf Kohlenwasserstoffbasis (paraffinische) und Spuren an Tensiden. Die Tenside haben benetzende und wasserverdrängende Eigenschaften. In manchen Sprays ist noch etwas Siliconöl als nicht oxidierende Schmierkomponente enthalten.
Säuren egal welcher Art, haben im Kontaktspray nichts zu suchen, sie würden zukünftige Korrosionen nur fördern.
Die Kohlenwasserstoffe, auf manchen Labeln als Kerosin bezeichnet, unterwandern mit Hilfe der Tenside die Verschmutzungen und lösen sie ab. Der Dreck muss nicht „gebunden“ werden, er wird weggespült. Ölige und fettige Verschmutzungen, die auch isolierend wirken, werden durch die Kohlenwasserstoffe aufgelöst und abgespült.
Zu den weiteren Fragen: Oxide werden durch Phosphorsäure in z.B. Eisenphosphate umgesetzt. Das „Entrosten“ über Phosphorsäure funktioniert nicht deshalb, weil Eisenphosphat wasserlöslich wäre (ist es nämlich nicht), sondern weil die Phosphate eine andere Kristallstruktur (Kristallvolumen) haben und Rostschichten daher (bildlich gesprochen) abplatzen.
Die Kohlensäure aus der Sprudelwasserflasche ist im Grunde keine Säure, sondern unter Druck in Wasser gelöstes Gas.
Mr. Mad liegt leider falsch, die Phosphorsäure wandelt die
Eisenoxide in Eisenphosphate um,
ist Eisenphosphat kein Salz?
die sehr gut wasserlöslich
sind und einfach locker auf dem Metall aufliegen, sprich, sie
fallen runter.
Auch hier hab ich Zweifel.
Ich erinnere mich düster (keine Ironie, meine Anorganikvorlesung ist langlang her), daß Eisenphosphate schwer löslich sind, und der passivierende Effekt entsteht, weil eine dichte Schicht Eisenphosphat gebildet wird.