Wie funktioniert unser Gedächtnis?

Hallo,

ich wollte mal ganz frech fragen, wie genau das menschliche Gedächtnis „funktioniert“? Wie wird Information im Gehirn „abgelagert“? Wie lernt man am besten bzw. mit maximaler Effizienz (Effiktivität?)?

Ich habe gehört, dass man am besten lernt, wenn man das was man lernen soll aufschreibt. Die anderen meinen, dass sich etwas mündlich vorplaudern besser effizienter sind. Was ist aber nun die Wahrheit?

Danke allen im voraus!

Mit freundlichen Grüßen aus Saarbrücken, Vitaly

Auch hallo.

Auf molekularer Ebene (Stichwort: Neuronen, neuronales Netz) verändern Reize anderer Neuronen die Bahnen zwischen denselben dahingehend, dass dort eine chemische Veränderung eintritt (Anmerkung: keine gute Formulierung, hab’ das Buch über Nachrichtentechnik gerade nicht parat). Und je öfter und stärker der Reiz eintritt, desto eher wird eine Bahn verändert. Das lässt sich mit einem Trampelpfad in einer Wiese vergleichen: ein Mensch allein löst noch keine grosse Veränderung aus. Wenn dagegen immer mehr diesen Weg nutzen entstehen deutlichere Spuren. Und irgendwann ist der Weg unübersehbar. Allerdings kann auch wieder Gras über die Sache wachsen, wenn der Weg nicht mehr genutzt wird. Tja, so in etwa die Erklärung aus dem Buch :wink:
Was das Lernvermögen als solches angeht: alle Menschen sind unterschiedlich (sowie die Neuronen untereinander) und dementsprechend sind auch die Lernstrategien unterschiedlich ausgeprägt. Einer braucht eher verbale Erklärungen, ein anderer die Schrift, ein anderer die Sache anhand von Bildern erklärt, usw… Am effektivsten ist natürlich die Vermittlung des Stoffs über die gesamte Bandbreite. Und spätestens wenn man die Sache selbst reproduzieren kann sitzt dieselbe :smile:
Weitere Schlagworte sind: induktivdeduktiv, intuitivlogisch

HTH
mfg M.L.

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Hallo,

hier kannst du dich umfassend informieren:
http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/default…

Gruß
Armin

Drei wesentliche Voraussetzungen:

  1. Interesse
  2. Konzentration
  3. Intelligenz

Mit diesen drei Faktoren kommst Du sehr weit.

Verstandenes wird auch vom Gehirn physisch übersetzt, indem sich entsprechende Gehirnzellen bilden. Bewußtsein hat natürlich vor dem Physischen Organ Priorität.

gruß
rolf

Hallo!

Ich habe gehört, dass man am besten lernt, wenn man das was
man lernen soll aufschreibt. Die anderen meinen, dass sich
etwas mündlich vorplaudern besser effizienter sind. Was ist
aber nun die Wahrheit?

Die Wahrheit ist, dass es verschiedene Lerntypen gibt; im Allgemeinen unterscheidet man drei davon: den auditiven, den visuellen und den motorischen Lerntyp.

Kurzbeschreibungen:
Auditiver Lerntyp:
Der auditive Lerntyp merkt sich am meisten, wenn er sich Dinge leise oder laut vorsagt, Vokabel beispielsweise auf Tonband spricht und anhört (heutzutage geht das auch mit dem Computer sehr gut) und Leuten das gerade Gelernte erzählt. Auditive Lerntypen erkennt man auch daran, dass sie sich bei Vorträgen und in der Schule kaum Notizen machen, sich aber trotzdem viel von dem Gesagten merken. Auch stellen sie oft viele Fragen und suchen das Gespräch mit dem Vortragenden/Lehrer.

Visueller Lerntyp:
Der visuelle Lerntyp gestaltet seine Unterlagen oft mit vielen verschiedenen Farben und braucht vor allem Bilder, um sich Dinge leichter merken zu können. Außerdem hilft es ihm, Dinge immer wieder zu sehen; visuelle Lerntypen haben zum Beispiel oft Lernhilfen/Vokabel/Formeln an der Klowand oder am Badezimmerspiegel kleben. Visuelle Lerntypen kommen bei Vorträgen meist leichter mit, wenn eine PowerPoint-Präsentation oder Ähnliches verwendet wird.

Motorischer Lerntyp:
Der motorische Lerntyp braucht beim Lernen Bewegung, wie zum Beispiel das Auf- und Abgehen im Zimmer oder auch nur einen kleinen Knetball in einer Hand. Ihm hilft es besonders, das zu Lernende noch einmal aufzuschreiben. Vor Prüfungen lernt der kinetische Lerntyp auch viel durch eine nachgespielte Prüfung mit Eltern oder Freunden in der Rolle des Prüfers. Motorische Lerntypen haben in der Schule oft Probleme, da ihnen das Stillsitzen beim Lernen nicht liegt; sie gelten oft als unkonzentriert oder hyperaktiv. Auch der motorische Lerntyp strukturiert seine Unterlagen, im Gegensatz zum visuellen Lerntyp verwendet er aber keine oder sehr wenige Farben, sondern eher Symbole.

Die meisten Menschen sind Mischtypen, allerdings sind meist ein oder zwei Teile besonders ausgeprägt.

Ich hab’ mal einen Selbsttest dazu gemacht, den ich - wenn Interesse besteht - gerne mal abtippen kann.

lG Alpha

Hallo Vitaly

Entschuldige, aber du gehst da etwas zu naiv heran. Die Frage nach
der Funktionsweise des Gedaechtnisses hat zahllose Theorien
produziert und die endgueltige und ganz bestimmt richtige Antwort ist
noch nicht gefunden. Anstatt dir hier mein oberflaechliches Wissen zu
diesem Thema bekanntzugeben, empfehle ich, dass du mal ein bisschen
im Internet stoeberst und vielleicht bei wikipedia beginnst.
Wie man am besten lernt, ist auch nicht mal eben so als Rezept
anzugeben. Da gibt es grosse individuelle Unterschiede. Und es haengt
auch sehr vom Stoff ab. Lernen ist im allgemeinen jeder Prozess der
dich den Anforderungen deiner Umwelt besser anpasst. Da diese
vielfaeltig sind und die meisten Lernprozesse ohne Vorsatz geschehen,
nehme ich mal an, du meinst das Lernen von Daten, z.B. Vokabeln oder
Pruefungsvorbereitung.
Hier musst du einfach experimentieren (wie viel verkraftest du?, wann
ist die beste Tageszeit? u.s.w). Du machst sicher nichts falsch, wenn
du dich moeglichst lange mit dem Lernstoff auseinandersetzt, d.h.
nicht eine Woche 8 Stunden am Tag bueffeln, sondern 3 Monate lang ein
bis zwei Stunden am Tag mit viel Wiederholungen. Positiv auf den
Lernerfolg wirken: Hohe Motivation, viel Zeit, wenig Stress, genug
Schlaf (erst im Schlaf geschieht die Einlagerung der Daten ins
Langzeitgedaechtnis), viel Wiederholung und Uebung.
Bei manchem Lernstoff ist ein Zugang ueber mehrere Sinneskanaele
moeglich, z.B. bei Fremdsprachen: Hoeren, Lesen, Film schauen, mit
Leuten treffen, die die Sprache mit dir sprechen… Sich auf solch
vielfache Weise den neuen Reizen auszusetzen, ist auf alle Faelle
besser als Einseitigkeit, nicht nur wegen der hoeheren Motivation,
die daraus resultiert.

Viel Spass beim Lernen, Tychi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Vitaly,

wie schon geschrieben wurde, gibt es zahlreiche Theorien über das Gedächtnis und auch über das Lernen. Schon ein paar davon hier zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Forums sprengen. Allerdings kann man häufig gemachte Einteilungen des Gedächtnisses an dieser Stelle anführen. So kann man bzgl. der Dauer des Gedächtnisses mehrere Speicher unterscheiden:

  1. sensorischer Speicher : Die Wahrnehmungsinhalte werden komplett für eine ganz kurze Zeit (1 Sekunde) abgespeichert.

  2. Kurzzeitgedächtnis : Informationen bleiben für längere Zeit erhalten. Allerdings ist der „Speicherplatz“ auf 7 ± 2 Einheiten begrenzt.

  3. Langzeitgedächtnis : Die Inhalte werden langfristig gespeichert. Umstritten ist, ob sie für immer gespeichert werden und Vergessen durch Verlust des Zuganges zu ihnen stattfindet, oder ob Inhalte tatsächlich im Laufe der Zeit verloren gehen können.

Neben dieser zeitlichen Einteilung gibt es eine Einteilung nach den gespeicherten Inhalten:

Das deklarative Gedächtnis umfaßt das verbalisierbare Wissen, das eine Person besitzt. Es kann weiter unterteilt werden in ein semantisches Gedächtnis , in dem das Wissen erfaßt ist, das nicht auf persönlichen Erfahrungen beruht, und das episodische Gedächtnis , in dem die Lebensereignisse und –erfahrungen gespeichert sind.

Neben dem deklarativen Gedächtnis wird ein prozedurales Gedächtnis angenommen. In ihm werden z.B. motorische Fertigkeiten wie Autofahren, Schwimmen oder Assoziationen zwischen bestimmten Ereignissen und Körperreaktionen gespeichert. Diese Erinnerungen sind nicht verbal abrufbar, sondern wirken sich unwillkürlich auf unser Verhalten aus.

Je nach Art des Gedächtnis können unterschiede Lernarten unterschieden werden, die zu einer Einspeicherung von Inhalten beitragen. Durch Habituation, Sensitivierung, klassische und operante Konditionierung und Priming gelangen Inhalte in das prozedurale Gedächtnis. In das deklarative Gedächtnis kann man Informationen über verschiedene Strategien (z.B. Wiederholung - Auswendiglernen)einbringen. Welche Lernstrategie z.B. für Prüfungen besser ist, hängt auch vom Prüfling selbst, dem Material, das gelernt werden soll, und der Situation, in der gelernt wird, ab. Eine „Wahrheit“ für alle Bedingungen gibt es nicht.

Das Gedächtnis und grundlegende Lernarten sind Gegenstand der Gedächtnis- und Lernpsychologie. Literatur dazu sind z.B.

Schermer, F. J. (2002). Lernen und Gedächtnis. Stuttgart: Kohlhammer. ISBN: 3170175343 Buch anschauen

Edelmann, W. (2000). Lernpsychologie. Weinheim: BeltzPVU. ISBN: 3621274650 Buch anschauen

Wie man unter welchen Bedingungen was am besten lernt, ist Gegenstand der Pädagogischen Psychologie.

Krapp, A. & Weidenmann, B. (2001). Pädagogische Psychologie. Weinheim: BeltzPVU. ISBN: 3621274731 Buch anschauen

Grüße,

Oliver Walter

‚Zink unterstützt Lernen und Aufmerksamkeit‘
Hallo nochmal.

Eben im Newsletter von http://www.wissenschaft-aktuell.de entdeckt

Grand Forks (USA)/San Diego (USA) - Zink steigert Lernen und Aufmerksamkeit bei Schulkindern. Das legen die Ergebnisse einer Studie nahe, über die amerikanische Forscher auf der Tagung „Experimental Biology 2005 – XXXV Congress of Physiological Sciences“ in San Diego berichteten. Demnach zeigen Siebtklässler, die an fünf Tagen in der Woche 20 Milligramm Zink zu sich nehmen, deutliche Verbesserungen bei geistigen Leistungen: Sie sind schneller und akkurater bei Gedächtnisaufgaben und bleiben länger aufmerksam als Klassenkameraden, die keine Nahrungsergänzung mit dem Spurenelement erhalten.

„Junge Heranwachsende könnten von einer erhöhten Zinkaufnahme profitieren“, erklärten James Penland vom Grand Forks Human Nutrition Research Center in Grand Forks und seine Kollegen. „Außerdem unterstreichen unsere Ergebnisse, dass die funktionelle Rolle von Zink in der Ernährung von Jugendlichen näher untersucht werden sollte.“ Die Forscher gaben mehr als 200 Schulkindern der siebten Klasse über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Wochen an jedem Schultag Fruchtsaft zu trinken, der entweder 0, 10 oder 20 Milligramm Zink enthielt. Weder die Kinder selbst, noch Eltern oder Lehrer wussten dabei, welche Schüler welchen Saft bekamen. Vor und nach Ende der Studie führten die Wissenschaftler eine Reihe von Tests durch, in denen sie mentale und motorische Leistungen der Kinder überprüften – etwa Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Problemlösung oder die Hand-Augen-Koordination.

Im Vergleich zu Altersgenossen, die gar kein Zink zu sich genommen hatten, konnten die Schüler, die 20 Milligramm des Spurenelements bekommen hatten, ihre Leistungen weit deutlicher verbessern: Bei Aufgaben zum visuellen Gedächtnis etwa verkürzten sie ihre Reaktionszeit um 12 Prozent – ihre Mitschüler wurden dagegen nur um sechs Prozent schneller. In Worttests schnitten sie um neun Prozent besser ab, während die Klassenkameraden lediglich drei Prozent zulegten. Auch die Aufmerksamkeit verbesserte sich nach der Zinkgabe um sechs Prozent – verglichen mit nur einem Prozent bei den Schülern, die kein Zink im Saft gehabt hatten. Eine Nahrungsergänzung mit lediglich 10 Milligramm Zink zeigte dagegen keine Wirkung, fanden die Forscher. Und motorische oder soziale Fähigkeiten blieben von dem Spurenelement unbeeinflusst.

Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist – etwa in rotem Fleisch, Fisch oder Getreide. Zink ist notwendig für das Wachstum und scheint unter anderem eine Rolle bei der Immunabwehr zu spielen. Der tägliche Bedarf wird für Jugendliche und Erwachsene bislang mit 7 bis 10 Milligramm angegeben. (wsa050404cop1)

Autor: Cornelia Pfaff
Quelle: Federation of American Societies for Experimental Biology

mfg M.L.

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http://www.heisec.de
http://www.heise.de/security/artikel/57906

Zitat
Hi,

ich wollte mal ganz frech fragen, wie genau das menschliche
Gedächtnis „funktioniert“? Wie wird Information im Gehirn
„abgelagert“?

darüber ist noch so wenig wirklich bekannt. Grad gestern hab ich aber ein sehr gutes Zitat gelesen:

„Wenn das Gehirn so einfach wäre, dass wir es verstehen könnten, wären wir zu dumm, um es zu begreifen“ (Jostein Gaarder, norweg. Schriftsteller)

Da ist sicher was dran …

LG,
Cess

Die meisten Menschen sind Mischtypen, allerdings sind meist
ein oder zwei Teile besonders ausgeprägt.

Ich hab’ mal einen Selbsttest dazu gemacht, den ich - wenn
Interesse besteht - gerne mal abtippen kann.

hallo alpha!!

ja, bitte, für mich hört sich nämlich in bezug auf mich alles irgendwie bekannt an.

lG Alpha

gruß
yvi

hallo alpha!!

ja, bitte, für mich hört sich nämlich in bezug auf mich alles
irgendwie bekannt an.

Okay, kommt bis spätestens Montag, versprochen. (Muss das Ding nur erst mal wieder finden. :wink:

lG Alpha

Hallo Vitaly,

die Antwort von Oliver Walter beschreibt das in der Psychologie gebräuchliche Modell zum Themenkomplex des Gedächtnis.

Dabei werden die Inhalte innerhalb des Komplex des Kurzzeitgedächtnisses (KZG) elektrisch aufrecht erhalten.

Inhalte im Langzeitspeicher werden hingegen auf molekularer Ebene, durch die Bildung synaptischer und dendritischer Verbindungen (wie weiter unten zutreffend von Markus Lahr beschrieben) dauerhaft abgespeichert (Lang-Zeit-Potenzierung). Die Dimension dieses Speichers ist dabei unvorstellbar groß (wovon die Computerindustrie nur zu träumen wagt), bei einem ziemlich an den Rand gedrängtem Organ (i.d. Hauptsache die beiden Hippocampi).

Deine Frage zielt nun konkret darauf ab, wie besonders effektiv Informationen aus dem Kurzzeitspeicher in den Langzeitspeicher transportiert werden.

Dazu fallen mir die folgenden Fakten ein:

Einfluss auf die Speicherung im LZG haben

  • Darbietungsrate des Items

  • Anzahl der Darbietung

  • Bedeutsamkeit des Items (interessant vs. uninteressant)

(nach Glanzer & Cunitz, 1966)

  • Wiederholung (Memorieren, rehearsal)

  • Abruf (retrival)

  • Codierung (coding)

  • Selektion

(nach Attkinson & Schiffrin, 1968)

Die Definition nach Attkinson & Schiffrin macht deutlich, dass es genauso wichtig ist, die langzeitpotenzierten Informationen auch wieder abrufen zu können! Es ist ein Weg über das KZG in das LZG und anschliessend (bei Abruf) wieder zurück. Also auch der Abruf will gelernt sein - z.B. abfragen.

Es gibt eine Reihe an Befunden, dass emotional valente Inhalte wesentlich besser erinnert werden können (z.B. Cahill, Babinsky, Markowitsch und McGaugh, 1995).

Ich habe einmal gehört, dass diese „Kartenkünstler“, welche sich aus einem gemischten Kartenspiel die Reihenfolge merken, genau so verfahren: die Kartensymbole mit emotionalem Inhalt zu verknüpfen.

Darüber hinaus kann eben auch die Situation (angenehm vs. unangenehm) Einfluss auf die Lernleistung haben. Ruhige, angenehme Musik ist demzufolge ebenfalls eine Lernhilfe (eben eine verknüpfung mit emotional valenten Inhalten).

Theoretisch sollte es hilfreich sein, eine ähnliche Umgebung zum Lernen zu wählen, wie später auch zum Abruf vorhanden ist. Ich leite z.B. eine Lerngruppe an der Uni, da lasse ich die Aufgaben immer unter Klausurbedingungen rechnen).

Strukturen innerhalb des Lerninhaltes zu schaffen ist ebenfalls sinnvoll (Aufzählung von vergleichbaren Begriffen).

Ich habe übrigens eine völlig neue Methode des Lernens für mich entwickelt: Artikel schreiben bei „wer-weiss-was“! Dadurch dass ich Inhalte zu Artikeln verknüpfe, wiederhole ich das Gelernte und schaffe eine Struktur oder auch Bedeutung.

Ein kleines Geheimnis: Die Inhalte meiner Artikel korrelieren nicht selten mit dem Inhalt der momentan vordiplom-Relevanten Lerninhalte…

Lieben Gruß
Patrick

Hallo Vitaly,

ich wollte mal ganz frech fragen, wie genau das menschliche
Gedächtnis „funktioniert“? Wie wird Information im Gehirn
„abgelagert“?

Darüber weiß ich zu wenig.

Wie lernt man am besten bzw. mit maximaler
Effizienz (Effiktivität?)?

Darüber habe ich wenigstens praktische Erfahrung. Während des Studiums habe ich nach effizienten Lernmethoden gesucht.

Dabei bin ich von der Gestaltpsychologie ausgegangen. Die „Gestalt“ ist sozusagen die natürliche Einheit der Information, wie sie das Gehirn verarbeitet. „Gestalt“, das kann ein Gegenstand sein (visuelle Wahrnehmung), eine Melodie (akustische Wahrnehmung), oder… z. B. auch eine Struktur logisch zusammenhängender Fakten (innere Wahrnehmung beim Denken).

Ich kam zum Schluß, daß die Arbeit beim Lernen darin besteht, aus den Fakten des Lernstoffs (die man sich, jeweils für sich alleine, nur schlecht merken kann), „Gestalten“ zu formen, die man sich fast von selbst merkt. Dazu muß man die Zusammenhänge zwischen den Fakten herausfinden (z. B. durch Skizzen auf Papier, oder welche Methode einem sonst liegen mag). Dies ist anstrengend, denn es muß bewußt geschehen und kann keine Routine werden! Eine gute Allgemeinbildung ist dabei viel wert, da man dann schon etliche Verknüpfungen hat, die man verwenden kann.

Aber danach geschieht das meiste beim Lernen unbewußt, insbesondere während des Schlafes. Einmal machte ich das Experiment, jeden Tag einige Minuten lang einen Stab auf einem Finger zu balancieren. Nach zwei Wochen konnte ich das schon ganz gut. Natürlich ist das etwas ganz anderes als z. B. für eine Prüfung zu lernen. Aber es ist trotzdem unzweifelhaft eine Art Lernen und hat mir eine Ahnung gegeben, wieviel wohl bei jeglichem Lernen unbewußt geschieht.

Ich habe gehört, dass man am besten lernt, wenn man das was
man lernen soll aufschreibt. Die anderen meinen, dass sich
etwas mündlich vorplaudern besser effizienter sind. Was ist
aber nun die Wahrheit?

Mußt Du ausprobieren.

Liebe Grüße,

I.

Hallo,

Ich habe gehört, dass man am besten lernt, wenn man das was
man lernen soll aufschreibt. Die anderen meinen, dass sich
etwas mündlich vorplaudern besser effizienter sind. Was ist
aber nun die Wahrheit?

es wurde ja schon etwas über die Lerntypen geschrieben.
Ergänzend dazu:
Wenn Du nicht ein ausgeprägter visueller oder Audiotyp bist,
solltest Du alle Möglichkeiten nutzen um Infos aufzunehmen,
also hören, sehen, mitschreiben und auch mitdenken.
Gruß Uwi

Hallo,

Beispiel Brot toasten:

  • du hörst in den Nachrichten, dass man Brot anscheinend toasten kann
    (hast keine Ahnung, was toasten ist)
  • ein Bekannter erzählt dir, dass er Brot toasten kann
    (kann dir das aber nicht so recht erklären)
  • ein Dozent referiert über „Brot toasten“
    (er erklärt es bis ins Detail, benutzt Power-Point-Präsentationen - es langweilt dich jedoch)
  • du schaust jemandem zu, wie er Brot toastet
  • du darfst unter Aufsicht einen Toaster benutzen
  • du hast dir einen Toaster gekauft und machst erste Versuche
    (der Toast verklemmt sich im Gerät und fängt an zu brennen)

Was würde dir am ehesten im Gedächtnis bleiben?

Gruß
karin

Lerntypentest
Hallo alle!

Sorry, mir is was sehr wichtiges dazwischen gekommen. Eine Frage von Leben und Tod sozusagen… Der Lerntypentest verzögert sich noch um ein oder zwei Tage. Der erste Teil ist jedenfalls schon fertig. :smile:

lG Alpha