Wie geh ich mit der Angst meines Partners um?

Mein Partner hat eine genaralisierte Angstörung ist in Psychologischer Behandlung und nimmt auch Bedarfsmedikation, allesdings redet er nie darüber! Oftmals bekomme ich den Auslöser gar nicht mit und kann in dem Moment sein Verhalten nicht nachvollziehn, weil er nichts sagt!

Was kann ich tun damit es nicht zu einem Auslöser kommt und wie kann ich ihm das Gefühl geben das er bei mir Sicher ist und sich öffnet???

Liebe Unbekannte
Da bieten sich vorab einige Überlegungen an:
Welche Gründe halten Sie resp. den Therapeuten davon ab, Sie in die Therapie mit einzubeziehen und dabei gerade diese Fragen zu klären?
Welche Symptome sind allenfalls für Sie selbst belastend und welche Möglichkeiten haben Sie, damit umzugehen?
Was wäre Ihrer Ansicht nach für Ihren Freund gewonnen, wenn er „sich öffnet“, oder dient Ihr Wunsch danach dem eigenen Verstehen?
Was machen Sie bis jetzt wann eine Angsstörung akut wird?
Menschen in der Angst ist schon viel geholfen, wenn jemand ohne zu Fragen und ohne gute Ratschläge - denn Ratschläge sind immer auch Schläge - zur Seite steht und die Angst sozusagen mitaushält. Wenn es keine Berührungsangst ist, hilft auch körperlicher Kontakt dem Verängstigten Sicherheit zu bieten.
Dies als erste Gedanken und Anstösse zum Überlegen.
Falls Sie möchte komme ich auf Ihre Antworten zu den gestellten Fragen gerne zurück.

hallo unbekannte22,
es ist eine recht schwierige situation.ich denke es ist wichtig deinem partner das gefühl zu geben, dass du immer für ihn da bist und wenn er reden möchte ein guter zuhörer bist. allerdingssollte dein partner den ersten schritt gehen und erkennen das er reden muss.völlig ohne druck.
wenn ich früher mit meiner freundin in öffentlichen einrichtungen unterwegs gewesen bin und sich eine panikattacke bildete, nahm sie mir die spannung und sagte das ich langsam und in ruhe raus gehen soll.
wie lange macht er schon die therapie und wie lange hat er die angststörung?
lg aus leipzig
rené

Hallo unbekannte
Sie sollten mal mit dem Psychologen bzw.dem Arzt sprehen.Vielleicht sind die Medikamente auch ein Einflussfaktor,dass Ihr Mann nicht so reagiert,wie Sie es gerne hätten.Eine andere Schiene kann sein,dass er einfach Zeit braucht ,um die Erfahrungen in den therapeutischen Gesprächen umzusetzen.Geduld und Verständniss sind hier wichtig.Ich weiss ,es ist für Sie nicht einfach und es macht eventuell Sinn sich selbst Hilfe (also Stärkung) zu holen, hier meine ich eine therapeutische.

Gruß DS

Hallo,

bitte beschreibe etwas ausführlicher, wie die Ängste sich bei ihm äussern, und was sie bei Dir auslösen.

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Moin, moin,

in einer solchen Situation ist es wichtig, sich kompetente Hilfe zu besorgen. Der erste, natürlichste Ansprechpartner wäre ein Arzt ihres Vertrauens, mit welchem besprochen werden kann, wie am besten vorgegangen wird.

Ein Laie ist in der Regel überfordert, wenn an ein enger Partner psychische Auffällikeiten zu beobachten sind. Selbt bei soliden Kenntnissen der menschlichen Seele, zu grosse Nähe macht immer befangen.

Noch ein kleiner Tipp. Niemand vermag Vertrauen von aussen zu bewirken. Wir können nur fördern, dass unsere Mitmenschen ihr Vertrauen zu sich selbst wieder gewinnen. Dann entwickelt sich auch Bereitschaft, anderen zu vertrauen.

Lieber Gruß,
Diomedea

Hallo,

bitte beschreibe etwas ausführlicher, wie die Ängste sich bei
ihm äussern, und was sie bei Dir auslösen

hallo,
er ist von dem ein auf den anderen mom völlig abwesend und verschwindetet er einfach er ist jetzt den 2 tag weg reagiert wweder auf anrufe noch auf sms… ich dachte halt erst das es an mir liegen würde und fragte ihn auch und dann sagte er nein er meinte es läge an seinem kopf und dann verschwand er und seit her hab ich nix mehr von ihm gehört!!!

Hallo,
ich verstehe Dich sehr gut.
Das ist ja auch sehr verwirrend und gar verletzend für Dich wenn Der Partner sich so verhält.

Kannst Du mir bitte Deine Wünsche mitteilen, damit wir eine Ebene finden, wie Dir geholfen werden kann?
Was möchtest Du für Dich erreichen?

  • Dass er bei Dir bleibt und die Angst aushält?
  • Dass er Alles ( auch seine Ängste) mit Dir teilt?
  • Dass er keine Angst mehr hat?
  • Dass er für sich etwas tut- vielleicht eine Angsttherapie?

Helf mir ein Wenig auf die Sprünge…

lg

hey,

Klar will ich ihn nicht verlieren,
das er sich zurück zieht, versteh ich ja auch!
Aber ich brauche auch Klarheit wo wir stehen und
das er gar nicht auf mich reagiet
ist halt sehr schwer für mich!
Ich kann mir vorstellen das mit jedem Tag den er sich weiter zurück zieht, es nur schwerer wird wieder auf einen zuzukommen!? Ist es evtl. eine gute Idee ihn aufzusuchen und auf ihn zuzugehen aber selbst wenn wüsste ich nicht wie, will ja auch nicht das er sich in die Ecke gedrängt fühlt…

hi unbekannte,

Die Zeit in der er nicht da ist, gibt Dir die Möglichkeit tief in Dir rein zu horchen, was er wirklich für Dich bedeutet.

Wenn Du ihn richtig vom Herzen liebst, dann kannst Du ihn in Liebe los lassen.
Einen Menschen kann man nur an sich binden, in dem man ihn das zugesteht, was er für seine persönliche Entwicklung gerade braucht.
Wenn er tatsächlich der richtige für Dich ist und Ihr für einander bestimmt seid, dann kann Nichts in der Welt Euch trennen:
Du kannst ihn demnach gar nicht verlieren, im Gegenteil, er wird es Dir hoch anrechnen, dass Du ihn - in dieser so entscheidenden Zeit- nicht bedrängt hast:
Männer brauchen ihre Freiräume und Rückzugmöglichkeiten, vielleicht ist es seine Art, sich zurück zu ziehen, um sich wiederzusammeln und Alles klarer zu sehen?
Er ist ein erwachsener Mann und darf sein Leben so gestalten, wie er es für notwendig hält- selbst wenn Du die Art, wie er es im Moment tut, nicht verstehst.
Es gibt sehr empfehlenswerte Bücher über Männer und Frauen und wie unterschiedlich sie sind und denken, z.B: „Männer sind anders, Frauen auch“, „Männer sind vom Mars, Frauen vom Venus“, uäm.

Du kannst diese Zeit als ein Geschenk für Dich annehmen, um Dir etwas Gutes zu gönnen.
Literatur, Gespräche, therapeutische Hilfe, helfen Dir klar zu machen, ob Du nicht auch unter einer Art Verlustangst leidest, und wie Du sie ablegen kannst.

Durch Vertrauen ans Leben und Akzeptanz, dass Euer Weg an einer Gabelung angekommen ist und eventuell eine Weile parallel zu einander verläuft, kannst Du Dir helfen, bis jeder seine Aufgaben für sich erledigt und durch eine neue Gabelung Ihr wieder zusammen geführt werdet.
Die kurze Trennung kann nur gut sein, um dann mit neuen Ansichten und Erkenntnissen Eure Partnerschaft sich mehr verfestigt und Ihr glücklicher werdet.

Wenn Du mehr Anregungen möchtest, oder Dich in die Thematik vertiefen willst, dann können wir gerne weiter in Verbindung bleiben.
lg

Dies ist ein Fall für einen Psychotherapeuten - der ich nicht bin. Daher kann ich keinen Rat geben. Es tut mir leid.

Das Problem ist, dass die Ursachen bei jedem Menschen andere sind. Bitte rufe den Therapeuten an u. bitte um ein vertrauliches Gespraech. Er darf dir nicht sagen, was dein Partner hat. Er kann dir aber Hinweise zum Umgang mit ihm geben, da er ja einen Einblick hat. Wenn du mit dem Therapeuten nicht klar kommst, dann kann es gut sein, das dein Partner vielleicht auch bei diesem Therapeuten nicht gut aufgehoben ist.

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Hallo,

ich empfehle dir, eine „Familientherapie“ zu machen.
Oder,wenn das nicht geht, mit dem Therapeuten deines Mannes zu reden, ob er dir dazu ein paar Tipps geben kann.

Oft werden dann einzelne Stunden mit Beiden (also mit deinem Mann und DIR zusammen) gemacht.

Das hilft sicher weiter.

Ich drücke die Daumen und wünsche viel Erfolg.

LG
T.L.