Wie Geld anlegen trotz Abgeltungssteuer?

Dieses Risiko besteht ja wohl immer!

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Hallo,

Abgeltungssteuer wird von vielen als Marketinginstrument genutzt, nicht zu selten auch dazu gebraucht, eigene Produkte als Ausweg aus der Abgeltungssteuer zu verkaufen.

Man kann sich wunderbar über die Fakten der Abgeltungssteuer informieren, nur welches für einen selbst die richtige Anlagestrategie ist, sollte man am besten mit einem unabhängigen(!) Berater besprechen.
Die Banken fallen spätestens an dieser Stelle aus, denn entweder haben sie eher unattraktive Bankprodukte oder Fonds aus den zu ihnen gehörenden Kapitalanlagegesellschaften. Für die Altersvorsorge ist für mich die Abgeltungssteuer eher unwichtig, wenn man das richtige Produkt für die private Altersvorsorge wählt. Was die reine Geldanlage betrifft, gibt es auch dort Möglichkeiten, das eigene Depot vor der Abgeltungssteuer zu schützen. Viele der von Banken bereits „beratenen“ Kunden staunen über die einfachen Lösungen, die ich Ihnen aufzeigen kann. Es ist alles keine Zauberei, wenn man sein Handwerk beherrscht und sich nicht von den vermeintlichen Experten aus der Ruhe bringen lässt.

Beste Grüße, Jens Ullrich

und wer die Abgeltungssteuer sehr weit „hinauszögern“" will,
der kann ja auch langlaufende Zerobonds kaufen.

Na, das klingt doch gut. Werde meinen Banker mal danach
fragen. Hat er noch nie erwähnt, aber wird mir ja wohl
erklären können, ob sich’s lohnt. Wenn ich das beim Googeln
gefundene richtig verstanden habe ist das Risiko dabei, daß am
Ende bei der Auszahlung der Kurs (oder Wert) gerade im Keller
stecken kann, richtig?

Dieses Risiko besteht ja wohl immer!

Eigentlich gerade nicht. Die Rückzahlung eines Zerobonds erfolgt zu 100% des Nennwerts, es sei denn, der Schuldner ist insolvent. Etwas anderes ist es, wenn man die Anleihe vor Laufzeitende verkauft.

Viele Grüße,
Sebastian

wenn du der gefälschten Statistik glaubst,ist das dein gutes
Recht :wink:
mal paar Bsp. habe ich für dich gekugelt:wink:

[…]

Ok, 2 Dinge:

  1. Deine Links beziehen sich (ich habe zugegeben die Artikel nicht gelesen, kenne aber ähnliche) offenbar auf eine „gefühlte Inflation“. Dass diese mit der tatsächlichen Inflation in etwa so viel zu tun hat die „gefühlte Temperatur“ (heuristische Kennzahl) mit dem, was das Thermometer misst (physikalisch gemessener Wert), liegt nahe, oder?
    Wenn ich 10 Jahre lang „gefühlte Inflation“ 10% und tatsächliche Inflation 2% habe, hat mein Geld am Ende noch ca 82% (10 mal 2% weg) seines Ursprungswertes und nicht ca 35% (10 mal 10% weg). Weil das „Gefühl“ volkswirtschaftlich irrelevant ist.

  2. Wer fälscht denn die Statistik und warum? Steckt etwa eine große kapitalistische Weltverschwörung dahinter?

Viele Grüße,
Sebastian

Was die reine Geldanlage betrifft, gibt
es auch dort Möglichkeiten, das eigene Depot vor der
Abgeltungssteuer zu schützen. Viele der von Banken bereits
„beratenen“ Kunden staunen über die einfachen Lösungen, die
ich Ihnen aufzeigen kann.
Beste Grüße, Jens Ullrich

Hallo,
toll, wir sind jetzt kurz vor der Antwort.
Ich hoere.
Gruss Helmut

Hallo Helmut,

also, es gibt hinsichtlich der reinen Geldanlage die Möglichkeit, bestehende Depots in einen Policenmantel zu „betten“. Das hat den Vorteil, dass in diesem Policenmantel verkauft und gekauft werden kann, ohne dass Abgeltungssteuer anfällt. Eine weitere Möglichkeit sind Dachfonds, wenn sie aktives Management beinhalten und man sie über den Zeitraum halten kann, die man sein Geld vor der Abgeltungssteuer retten will. In solche Produkte sollte man allerdings noch in 2008 investieren! Danach wird auch hier die Abgeltungssteuer fällig, allerdings eben nicht bei Verkäufen/Käufen durch den Manager innerhalb des Fonds.

Was die Altersvorsorge angeht, ist es nicht sehr ratsam auf niedrig verzinste Anlageprodukte zu setzen, wo zudem Steuern fällig werden, die man mit einer Fondspolice mit entsprechend guter Fondsauswahl vermeiden könnte. Altersvorsorge ist langfristiges Investment, warum also mit 3-5% zufrieden sein, wenn es gute Fonds schaffen, durchschnittlich 8% Rendite zu erwirtschaften. Gerade der Zinseszinseffekt schafft hier enorme Vorteile!

Noch einen schönen Sonntag wünscht

Jens

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Und da in Deutschland immer noch das Zuflussprinzip gilt, wäre zu prüfen, ob es wirklich immer ideal ist einen riesigen Batzen auf einmal versteuern zu müssen…

Hallo Jan,
so wie Du die Bankberatung beschreibst liegt die Vermutung nahe, der Bankberater will schnellen Umsatz mit wenig Aufwand. Also bankorientiert, nicht an Dir.
Abgeltungsteuer. Du zahlst 25% Abgeltungssteuer + Solizuschlag + Kirchensteuer, sofern Du in einer Kirche steuerpflichtig bist. Insgesamt sind das dann 28-29% Steuer auf die Zinsen.
Was nun für Dich die beste Lösung gegen diese Abgeltungssteuer ist, läßt sich nicht so schnell sagen mit 1, 2 oder 3 Produktempfehlungen, ohne Kenntnis Deiner Situation, also Familie, Steuer, Einkommen, weiteres Vermögen, schon getätigte Entscheidungen…
Absolut notwendig ist, jetzt alle Anlagen zu überdenken, wegen der Abgeltungssteuer, denn es sind ja nicht nur 29% Steuer, im Umkehrschluß braucht der Sparer dann 40% mehr Rendite, um den gleichen Spareffekt zu erzielen!
Auch wenn Du Dich als eher konservativ einschätzt, eine fundierte Lösung für Dich findest Du in keinem Forum, auch nicht in 10 Minuten am Bankschalter. Hierfür gibt es aber noch ordentliche Finanzberater.
Riester, Bausparer, Rentenversicherungen, Versicherungsmäntel, geschlossene Beteiligungen, Fonds, Sichteinlagen, Immobilie, …, alles hat seine Berechtigung, aber eben nicht für jeden und jederzeit sinnvoll.
Tut mir leid, aber es geht wirklich nicht, Dir hier und hierfür einen schnellen, abschließenden Rat zu geben.
Gruß
Boris

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Zerobonds - Nullkuponanleihen
Hallo Jan,

ich wills auch kurz machen, sonst wird der Fragesteller ganz
verwirrt.

Keine Sorge, ich bin’s schon, zumindest in diesem Teil der
Diskussion :wink:

ok, dachte ich mir leider schon.

der kann ja auch langlaufende Zerobonds kaufen.

Na, das klingt doch gut. Werde meinen Banker mal danach
fragen. Hat er noch nie erwähnt, aber wird mir ja wohl
erklären können, ob sich’s lohnt. Wenn ich das beim Googeln
gefundene richtig verstanden habe ist das Risiko dabei, daß am
Ende bei der Auszahlung der Kurs (oder Wert) gerade im Keller
stecken kann, richtig?

Nein, sie werden am Laufzeitende zu 100% zurückgezahlt.
Ausnahme wäre nur wenn der Emittent Pleite ginge.

Folgende Erklärung finde ich ganz gut und verständlich :smile:)

Zerobonds sind Wertpapiere, die Null Prozent Zinsen zahlen. Sie werden daher auch Nullkuponanleihen genannt. Praktisch erfolgt aber doch eine Zinszahlung. Die Zinsen sind in der Differenz zwischen Ausgabebetrag und Rückzahlungsbetrag „versteckt“.

Steuerliche Behandlung - Steuerersparnis:
Privatanleger versteuern Zinseinnahmen grundsätzlich erst im Jahr des Zuflusses. Die Besteuerung bei Nullkupon-Anleihen erfolgt folglich erst im Jahr des vorzeitigen Verkaufs oder mit der Rückzahlung. Bei Einlösung am Ende der Laufzeit ist die Differenz zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu versteuern.

Gruss
Börsenfan1968

Hallo Jan,

also die sicherste und rentabelste Anlageform sind Dachfonds, sprich diese Fonds investieren wiederum nur in die international besten Aktienfonds, wobei man bereits mit geringen monatlichen Sparbeiträgen eine „vernünftige Altersabsicherung“ hat!

Dachfonds sind nicht von der Abgeltungssteuer betroffen!

Viele Verbraucher denken leider immer noch sehr konservativ und vertrauen ihrem Versicherungs- bzw. Bankberater, jedoch bekommen die Verbraucher da nur die „Hauseigenen Produkte“ der jeweiligen Versicherung bzw. Bank, weil der Berater dafür die meiste Provision bekommt!

Gruß Maik

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