Wie Geld anlegen trotz Abgeltungssteuer?

Hallo Finanzexperten,
ich habe bis jetzt Geld für meine Altersvorsorge auf einem Festgeldkonto liegen, daß heisst, es wird je nach dem, für 2-4 Jahre angelegt und ich bekomme dann 3 - 5% Zinsen. Soweit, so gut. Jetzt hat mir aber meine Bank erklärt, daß ab 2009 die Abgeltungssteuer kommt, und ich von den Zinsen 25% Steuern an den Staat abführen müsste, was mir verständlicherweise nicht sehr gefällt. Als Ausweg(?) oder als bessere Geldanlage wurden mir zwei Alternativen genannt, entweder investiere ich das Geld in einen Immobilienfond oder in einen Aktienfond. Wenn der Banker mir das erzählt sieht das alles ja super aus, aber wenn ich mir die Gewinnzahlen der letzten Jahre ansehe, schwindet die Begeisterung.
Gewinnverlauf des Immobilienfonds (letzten drei Jahre): 4,5%, 5,9%, 1,2%
Gewinnverlauf des Aktienfonds (letzten drei Jahre): 3,8%, 1,5%, -2,0%
Beide starten ganz gut, fallen aber unheimlich ab (-2,0% bei Aktien). Immobilien sehen noch einigermassen nett aus, wenn man nicht in letzter Zeit ständig von der Immobilienkrise hören würde…
Ich muss betonen, daß ich lieber eine nicht ganz so hohe Rendite habe, wenn sie dafür sicherer ist. Und das mit der Abgeltungssteuer kapiere ich gar nicht, was hat da z.B. meine Religionszugehörigkeit damit zu tun? Ich habe versucht, mich im Internet schlau zu machen, habe aber meistens nur Bahnhof verstanden, da ich auf dem Finanzsektor völlig ahnungslos bin. Also bitte alles mit ganz einfachen Worten erklären, muss ja nicht so ins Detail gehen.

Vielen Dank schon mal
Jan

Hallo Jan

wie wäre es denn mit Gold, Silber,Rohstoffen??

Hallo Finanzexperten,
ich habe bis jetzt Geld für meine Altersvorsorge auf einem
Festgeldkonto liegen, daß heisst, es wird je nach dem, für 2-4
Jahre angelegt und ich bekomme dann 3 - 5% Zinsen.

Macht ein Minus von 5% nach der Inflation… ja ja die Warenkorbexperten hör ich jetzt schon wieder heulen :wink:

Gewinnverlauf des Immobilienfonds (letzten drei Jahre): 4,5%,
5,9%, 1,2%
Gewinnverlauf des Aktienfonds (letzten drei Jahre): 3,8%,
1,5%, -2,0%
Beide starten ganz gut, fallen aber unheimlich ab (-2,0% bei
Aktien).

das muss aber ein Schrottfonds sein, die letzten Jahre waren für Aktien gute Jahre

Immobilien sehen noch einigermassen nett aus, wenn

man nicht in letzter Zeit ständig von der Immobilienkrise
hören würde…

vor einiger Zeit kam mal beim ZDF ne Doku: Der deutsche Immobilienmarkt in 30 Jahren:Fazit: Überangebot-zuwenig Käufer-rapide sinkende Preise-Wertsteigerung im Minus ausser paar 1A Lagen

Ich muss betonen, daß ich lieber eine nicht ganz so hohe
Rendite habe, wenn sie dafür sicherer ist.

Wie alt bist du eigentlich, ist auch ein wichtiges Kriterium bei der Anlagestrategie

Damit bist du in guter Gesellschaft: man nennt sowas rückwärtssparen, manchen die meisten Deutschen
im übrigen: Bei der Währungsreform von 1948 blieben von 100RM 6,50 DM über, der nächste Crash steht an, denn es ist entschieden zuviel wertloses Buch und Papiergeld unterwegs

Vielen Dank schon mal

LG
Mikesch

Wie lief es denn bisher? Hast Du von Deinen Zinseinnahmen Zinsabschlagsteuer einbehalten bekommen? Oder waren dei zinseinnahmen so gering dass Du unter dem Sparfreibetrag von 801 Euro lagst? Den Freibetrag gibt es unverändert, er heißt jetzt nur anders, also wenn Du Dauerhaft darunter liegst änder t sich für Dich nichts.

Jörg

Hallo Jan,

Gewinnverlauf des Immobilienfonds (letzten drei Jahre): 4,5%,
5,9%, 1,2%
Gewinnverlauf des Aktienfonds (letzten drei Jahre): 3,8%,
1,5%, -2,0%

Was sind denn das für grottenschlechte Fonds? Im Prinzip finde ich die Idee, Fondsanteile zu kaufen, ganz gut - wenn auch nicht unbedingt diese Fonds.

Du kannst auf vielen Webseiten die durchschnittliche Rendite von Fonds vergleichen, z.B. hier: http://www.wallstreet-online.de/
(„Fonds“ anklicken). Es gibt auch Zeitschriften zum Thema Fonds. Kauf dir ruhig mal ein oder zwei davon.

Ich muss betonen, daß ich lieber eine nicht ganz so hohe
Rendite habe, wenn sie dafür sicherer ist.

Das ist eine klare Ansage. Du kannst dein Geld natürlich weiterhin auf einem Festgeldkonto lassen. Allerdings beträgt die Inflation derzeit schon um die 3%. Wenn dein Konto also 5% Zinsen bringt, hast du eine Nettorendite von nur 2%. Sehr mager.

Und das mit der
Abgeltungssteuer kapiere ich gar nicht, was hat da z.B. meine
Religionszugehörigkeit damit zu tun?

Die Abgeltungssteuer beträgt 25% plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Deshalb hat dich dein Banker wohl nach deiner Religion gefragt.

… habe aber meistens nur Bahnhof
verstanden, da ich auf dem Finanzsektor völlig ahnungslos bin.

Das kann man aber ändern.

Schöne Grüße

Petra

Macht ein Minus von 5% nach der Inflation… ja ja die
Warenkorbexperten hör ich jetzt schon wieder heulen :wink:

Was ist mit den „Baukreditexperten“, die argumentieren, dass dir wohl die Bank bei einer Inflation weit über 5% keinen Baukredit zu 5% gäbe? Warum nimmst du nicht einen Kredit auf dein Haus zu 5% auf, legst in Gold an und kassierst die geschenkten 5%? Letztes Mal, als du von deiner gefühlten Inflation gepostet hast, hast du mir auf dieses Argument nicht geantwortet :-/.

Viele Grüße,
Sebastian

Einkommensteuer - das unbekannte Wesen
Hallo,

Abgeltungssteuer kapiere ich gar nicht, was hat da z.B. meine
Religionszugehörigkeit damit zu tun?

die Abgeltungssteuer gibt es genauso wenig wie eine Quellen- oder Spekulationssteuer. Es geht vielmehr um die Einkommensteuer, der auch bisher schon Erträge aus Kapitalvermögen (Zinsen und Dividenden) und privaten Veräußerungsgeschäften (Spekulationsgewinne) unterlagen. Für Zinserträge wird seit rd. 15 Jahren eine Pauschalbesteuerung an der Quelle vorgenommen, d.h. bei der Gutschrift der Zinsen werden pauschal 30% an den Staat abgeführt.

In der Einkommensteuererklärung werden diese Zinserträge angegeben und wenn die Zinserträge unter den Freibeträgen liegen, erfolgt eine Rückerstattung (der Einfachheit halber kann man den Freibetrag in Form des Freistellungsauftrages schon vorher zur Anwendung bringen). Liegt man über den Freibeträgen erfolgt die Besteuerung zum persönlichen Einkommensteuersatz zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Sofern der persönliche Steuersatz über 30% liegt, kann es natürlich passieren, daß man vergißt die Zinserträge anzugeben, so daß es bei 30% Besteuerung bleibt.

Das gleiche passiert jetzt mit der sog. Abgeltungssteuer. Da die Angabe von Einkünften aus privaten Veräußerungsgeschäften auch schon mal vergessen wurde, werden ab demnächst Erträge aus den meisten Wertpapiergeschäften pauschal mit 25% versteuert. Weil in diesem Fall ausdrücklich gewollt ist, daß diese Einkünfte eben nicht noch einmal in der Einkommensteuererklärung verwurstet werden, werden zu den 25% auch noch Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag abgeführt. Liegt der persönliche Steuersatz unter 25% kann man aber mit der Einkommensteuererklärung zuviel gezahlte Steuern zurückfordern.

Insgesamt gehts hier aber um die Besteuerung von Erträgen, d.h. der Staat nimmt einem nichts ab, was nicht schon ein Gewinn ist. Entscheidend ist es also, zunächst einmal zu schauen, womit man überhaupt Kursgewinne erzielen kann. Wie Du schon festgestellt hast, bringt es nur wenig, aufgrund der gewählten Produktart keine Steuern abführen zu müssen, wenn der Preis dafür geringe oder gar keine Wertsteigerung ist.

Im Endeffekt geht es also um die Nachsteuerrendite und die ist erfahrungsgemäß höher, wenn man auch eine höhere Vorsteuerrendite hat. Das ganze Rumgehampel zur Steuervermeidung kostet a) Geld (Verwaltung, Produktdesign usw) und b) gibt es da ein kleines Arbitrageproblem. Wenn die Nachsteuerrendite bei gleicher Rendite höher ist als bei einem anderen Produkt, wird sich das Kapital verstärkt dorthin bewegen, was dazu führt, daß die Rendite zurückgeht und sich so die Nachsteuerrendite der anderer Anlagen gleichen Risikos annähert. Dies wird nicht zu 100% der Fall sein, weil institutionelles Kapital nicht von der Abgeltungssteuer betroffen ist und diese Arbitrage nicht vollzieht, aber im Endeffekt wird der Steuerspareffekt ausgesprochen gering sein.

Fazit: Suche Dir Deine Geldanlage nicht nach den steuerlichen Regelungen aus sondern nach der zu erwartenden Vorsteuerrendite. Wenn Du Dir selbst nicht zutraust, in der Geldanlage besser zu sein (unter Berücksichtigung der Gebühren) als Fondmanager, dann kaufe einen Fonds. Wenn doch und wenn Du wirklich nur ganz sicher anlegen willst, kommen ohnehin nur festverzinsliche Anlagen (Anleihen oder Guthaben) in Betracht. Oder aber Du gehst mit Deinem nun verbesserten Wissen zu Deinem Kreditinstitut und läßt Dich gescheit beraten. Sofern Du da aber nicht mit fünfstelligen Beträgen andackelst, ist keine hochklassige, individuelle Beratung zu erwarten.

Gruß
Christian

einfach mal klarstellen !!!
Hallo,

abgesehen von den vielen Details und Möglichkeiten möchte ich doch eins einfach mal klarstellen.

In ihrem Fall , dh bei Zinserträgen

ich habe bis jetzt Geld für meine Altersvorsorge auf einem
Festgeldkonto liegen, daß heisst, es wird je nach dem, für 2-4
Jahre angelegt und ich bekomme dann 3 - 5% Zinsen. Soweit, so
gut. Jetzt hat mir aber meine Bank erklärt, daß ab 2009 die
Abgeltungssteuer kommt, und ich von den Zinsen 25% Steuern an
den Staat abführen müsste, was mir verständlicherweise nicht

stellen sich sich mit der Abgeltungssteuer „„nicht schlechter““", entweder ihre Besteuerung bleibt gleich oder sinkt sogar.

Ich hoffe, dass hat ihr „Berater“ ihnen auch gesagt !!!

Ich hoffe auch, dass sie doch wissen das sie schon heute Kapitalerträge versteuern, die oberhalb des Freistellungsauftrages liegen.
Oder wussten sie dass etwa nicht ??

Ich sage dies so deutlich, weil ich immer öfter das Gefühl habe, das die Banken etc es schaffen den Leuten mit der Abgeltungssteuer etwas einzureden, was nicht der Fall ist.
Man könnte es auch Panikmache nennen.

Schönen Abend noch

Gruss
Börsenfan1968

Hallo,

stellen sich sich mit der Abgeltungssteuer „„nicht
schlechter““", entweder ihre Besteuerung bleibt gleich oder
sinkt sogar.

das gilt nur, wenn man vom Zinsverlust absieht, d.h. wenn der Steuersatz niedriger liegt als 25%, gibt man ein zinsloses Darlehen an den Finanzminister. Hinzu kommt, daß Kursgewinne dann auch nicht mehr steuerfrei sind, wenn die Haltedauer der Papiere größer als ein Jahr ist. Insofern ändert sich durchaus einiges zu Lasten der Anleger. Darauf muß man als Kundenberater auch mal hinweisen dürfen, ohne daß da gleich von Panikmache gesprochen wird.

Gruß
Christian

Hallo Jörg,

Wie lief es denn bisher? Hast Du von Deinen Zinseinnahmen
Zinsabschlagsteuer einbehalten bekommen? Oder waren dei
zinseinnahmen so gering dass Du unter dem Sparfreibetrag von
801 Euro lagst?

Ja, die Zinseinnahmen lagen unter 801 Euro.

Den Freibetrag gibt es unverändert, er heißt
jetzt nur anders, also wenn Du Dauerhaft darunter liegst änder
t sich für Dich nichts.

Das hiesse, egal was ich tue, solange die Zinsen im Jahr unter 801 Euro liegen, werden auch diese ca. 25% nicht abgezogen? Ist doch prima. Danke für die Auskunft.

Jan

das gilt nur, wenn man vom Zinsverlust absieht, d.h. wenn der
Steuersatz niedriger liegt als 25%, gibt man ein zinsloses
Darlehen an den Finanzminister.

Wäre es denn nicht nach altem Recht ein zinsloses Darlehen in Höhe von sogar 30% gewesen?

Hallo Petra,

Was sind denn das für grottenschlechte Fonds? Im Prinzip finde
ich die Idee, Fondsanteile zu kaufen, ganz gut - wenn auch
nicht unbedingt diese Fonds.
Du kannst auf vielen Webseiten die durchschnittliche Rendite
von Fonds vergleichen, z.B. hier:
http://www.wallstreet-online.de/

Werde ich mir mal ansehen.

Es gibt auch Zeitschriften zum Thema
Fonds. Kauf dir ruhig mal ein oder zwei davon.

Gibt es da welche, die auch ein Laie versteht?

Das ist eine klare Ansage. Du kannst dein Geld natürlich
weiterhin auf einem Festgeldkonto lassen. Allerdings beträgt
die Inflation derzeit schon um die 3%. Wenn dein Konto also 5%
Zinsen bringt, hast du eine Nettorendite von nur 2%. Sehr
mager.

Naja, nicht viel. Aber ein Kollege von mir hat in die T-Aktie investiert und dabei unheimlich Miese gemacht. Es sieht auch nicht so aus, als ob sich das ändern würde.

Und das mit der
Abgeltungssteuer kapiere ich gar nicht, was hat da z.B. meine
Religionszugehörigkeit damit zu tun?

Die Abgeltungssteuer beträgt 25% plus Solidaritätszuschlag und
Kirchensteuer. Deshalb hat dich dein Banker wohl nach deiner
Religion gefragt.

Naja, aber Kirchensteuer und Soli wird doch schon von meinem Gehalt abgezogen, ich kann doch nicht zweimal gemolken werden.

Viele Grüße und vielen Dank
Jan

Im Prinzip ja, aber bisher wird der Freibetrag ja nur durch Zinserträge aufgebraucht. Zukünftig fallen darunter aber auch Kursgewinne.

Aber Du hast recht: wenn man nur die Einkünfte aus Kapitalvermögen berücksichtigt, ist es so, wie Du sagst.

Gruß
Christian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nicht zu viele Feinheiten
Hallo,

ich wills auch kurz machen, sonst wird der Fragesteller ganz verwirrt.

das gilt nur, wenn man vom Zinsverlust absieht, d.h. wenn der
Steuersatz niedriger liegt als 25%, gibt man ein zinsloses
Darlehen an den Finanzminister.

Nun ja, das sind die Feinheiten, die allerdings für die allermeisten nicht wichtig sind. Und im Endeffekt sollte man „zinsloses
Darlehen“ nicht überbewerten, ansonsten denkt der Unbedarte leser es handele sich um eine „grosse Summe“.

Hinzu kommt, daß Kursgewinne
dann auch nicht mehr steuerfrei sind, wenn die Haltedauer der
Papiere größer als ein Jahr ist. Insofern ändert sich durchaus
einiges zu Lasten der Anleger. Darauf muß man als
Kundenberater auch mal hinweisen dürfen, ohne daß da gleich
von Panikmache gesprochen wird.

Aber sicher doch, nur spielt das für die allermeisten Anlager in Anleihen eher ne sehr untergeordnete Rolle.
Diejenigen Anleger die das bisher bei ihrer Anlage in Renten berücksichtigt haben sind eher selten und wenn dann doch besser informiert.

Zumal du dann noch ein ergänzen musst:
Die Regelung schliesst auch Kursverluste in Anleihen mit ein. dh. auch überpari Käufe (Anleihe notiert über 100) machen dann wieder Sinn.
Was grundsätzlich vorteilhaft ist.
Grundsätztlich wird ab 2009 beim Kauf die Rendite entscheident und nicht mehr ob die Anleihe über oder unter 100 notiert.

Das es Feinheiten gibt ist unbestritten, nur Bitte die treffen die wenigesten Anleger und sind wenn bei den meisten von sehr untergeordneter Rolle.

Achja, und der Fragesteller hatte bisher „Festgeldkonto“.
All das ober gesagte trifft auf ihn nicht zu und er wwird sich nicht schlechter stellen.

Gruss
Börsenfan1968

PS:
und wer die Abgeltungssteuer sehr weit „hinauszögern“" will, der kann ja auch langlaufende Zerobonds kaufen.
Auch ne Möglichkeit

Das hiesse, egal was ich tue, solange die Zinsen im Jahr unter
801 Euro liegen, werden auch diese ca. 25% nicht abgezogen?
Ist doch prima. Danke für die Auskunft.

Guten Abend!

Ja sag mal - das stimmt dich zuversichtlich? Wenn du 5% p.a. kriegst (ich hoffe doch), dann übersteigen deine Zinsen bei einem Kapital von knapp 16.000€ bereits den Freibetrag! Wenn Du mir nun erklärst, wie Du daraus eine angemessene Altersvorsorge über 30-40 Jahre bestreitest …
Frank Wilke

Naja, nicht viel. Aber ein Kollege von mir hat in die T-Aktie
investiert und dabei unheimlich Miese gemacht.

Das klingt für mich wie die Entschuldigung meines Bruders, wenn er in Englisch mal wieder 'ne 4 nach Hause gebracht hat. Zitat: „Einer aus meiner Klasse hatte sogar 'ne 5!“
Wenn man nicht gefressen werden will, reicht es nicht, Vorletzter zu sein. Denn wenn dein Kollege im Löwenbauch verdaut wird, bist Du der nächste.

Naja, aber Kirchensteuer und Soli wird doch schon von meinem
Gehalt abgezogen, ich kann doch nicht zweimal gemolken werden.

*gröhl*
Willkommen in der Realität!

Frank Wilke

Hallo exc,

Liegt der persönliche Steuersatz unter 25% kann man aber mit
der Einkommensteuererklärung zuviel gezahlte Steuern
zurückfordern.

Steuersatz? Grenzsteuersatz! Und der Grenzsteuersatz von 25% wird schon bei einem zvE von knapp 15.000€ (ledig) bzw. 30.000€ (verheiratet) erreicht.

Frank Wilke

Hallo Jan,

Es gibt auch Zeitschriften zum Thema
Fonds. Kauf dir ruhig mal ein oder zwei davon.

Gibt es da welche, die auch ein Laie versteht?

Am Anfang wirst du natürlich noch nicht so viel verstehen. Aber das wird besser. Bei den PC-Zeitschriften ist das doch genauso. Zu Beginn weiß man gar nicht, was die mit „Arbeitsspeicher“ und „Festplattenspeicher“ meinen. Und zwei oder drei Jahre später interessiert man sich schon für Details wie den Hersteller eines Chips.

Naja, nicht viel. Aber ein Kollege von mir hat in die T-Aktie
investiert und dabei unheimlich Miese gemacht. Es sieht auch
nicht so aus, als ob sich das ändern würde.

Dass sich das nochmal ändert, kann ich mir auch nicht vorstellen. Deshalb ist es auch so wichtig, sich gleich zu Beginn einen Stoppkurs zu setzen, bei dem man die Aktie verkauft. In dem Beispiel etwa: „Wenn die T-Aktie unter EUR 75,- fällt, verkaufe ich“. Damit hat man zwar wahrscheinlich in diesem Beispiel immer noch einen Verlust gemacht - aber der weitere Fall von EUR 75,- auf EUR 10,- wäre einem erspart geblieben.

Kennst du das mit den Truthähnen?
Stell dir vor, du bist im Wald, Truthähne jagen. Du hast eine schöne Falle gebaut, und die Truthähne laufen auch tatsächlich rein. 8 Stück sind schon drin. Aber jetzt - welch ein Drama! - läuft einer der Truthähne wieder aus der Falle raus. Du beschließt, zu warten, bis er zurückkommt, aber da gehen noch zwei weitere Truthähne nach draußen. Das ist ja blöd, jetzt hast du nur noch 5 Truthähne, dabei hattest du doch schon mal 8. Da kannst du doch die Falle noch nicht verschließen, oder? Da hättest du ja 3 Truthähne verloren. Du wartest weiter.
Schließlich gehst du ohne Truthahn nach Hause.

Mit anderen Worten: Das, was du „gehabt hättest“, ist weg. Es zählt nur, was du in diesem Moment hast. Und wenn so eine Aktie wie die T-Aktie eben ins „Bodenlose“ abstürzt, ist es wohl angebracht, sie so schnell wie möglich zu verkaufen. (Deswegen stürzt sie ja so schnell ab: Weil jeder sie zur gleichen Zeit verkauft. Einige verkaufen nicht, sondern „hoffen“, dass sie sich erholt - und haben das Nachsehen.)

Naja, aber Kirchensteuer und Soli wird doch schon von meinem
Gehalt abgezogen, ich kann doch nicht zweimal gemolken werden.

Damit hast du im Prinzip recht. Du solltest dich mit diesem Einwand vielleicht einmal an den Gesetzgeber wenden :wink:

Schöne Grüße

Petra

Hallo basti :wink:

Macht ein Minus von 5% nach der Inflation… ja ja die
Warenkorbexperten hör ich jetzt schon wieder heulen :wink:

Was ist mit den „Baukreditexperten“, die argumentieren, dass
dir wohl die Bank bei einer Inflation weit über 5% keinen
Baukredit zu 5% gäbe? Warum nimmst du nicht einen Kredit auf
dein Haus zu 5% auf, legst in Gold an und kassierst die
geschenkten 5%? Letztes Mal, als du von deiner gefühlten
Inflation gepostet hast, hast du mir auf dieses Argument nicht
geantwortet :-/.

wenn du der gefälschten Statistik glaubst,ist das dein gutes Recht :wink:
mal paar Bsp. habe ich für dich gekugelt:wink:

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,9rm…

http://www.stern.de/wirtschaft/finanzen-versicherung…
http://www.wiwo.de/politik/wir-sind-mittendrin-294833/

Viele Grüße,

ebenfalls

Sebastian

Mikesch

Hallo Frank,

Wenn du 5% p.a.
kriegst (ich hoffe doch), dann übersteigen deine Zinsen bei
einem Kapital von knapp 16.000€ bereits den Freibetrag! Wenn
Du mir nun erklärst, wie Du daraus eine angemessene
Altersvorsorge über 30-40 Jahre bestreitest …

Angemessen ist die natürlich nicht, aber leider kann man nur das anlegen, was man hat. Ich würde auch lieber 100000 auf der Kante haben oder jeden Monat 1000 bis 2000 dazutun. Aber wie, wenn ich froh bin, wenn am Ende des Monats noch Geld da ist.

Viele Grüße
Jan

Hallo Börsenfan1968,

ich wills auch kurz machen, sonst wird der Fragesteller ganz
verwirrt.

Keine Sorge, ich bin’s schon, zumindest in diesem Teil der Diskussion :wink:

und wer die Abgeltungssteuer sehr weit „hinauszögern“" will,
der kann ja auch langlaufende Zerobonds kaufen.

Na, das klingt doch gut. Werde meinen Banker mal danach fragen. Hat er noch nie erwähnt, aber wird mir ja wohl erklären können, ob sich’s lohnt. Wenn ich das beim Googeln gefundene richtig verstanden habe ist das Risiko dabei, daß am Ende bei der Auszahlung der Kurs (oder Wert) gerade im Keller stecken kann, richtig?

Viele Grüße
Jan