Wie genau verhalten sich die kleinsten Bausteine?

Hallo, hab mir mal Gedanken um Atome gemacht. Sie bestehen aus
Elektronen, Protonen, Neutronen, und ein paar noch kleineren Bau-
teilen. Und angeblich besteht doch alles aus Atomen oder?
Jetzt frag ich mich, was die Atome dazu gebracht hat, mit vielen anderen die Form eines Baumes (beispielsweise) anzunehmen. Da alles aus Atomen besteht, schätze ich mal, dass sie alle gleich beschaffen sind. Jedoch bringen verschiedene Anordnungen von ihnen verschiedene Formen heraus.
„Wissen“ die einzelnen Atome also, was sie alles in welcher Formation mit anderen zustande bringen können?
Warum bilden sich immer dieselben Formen und nicht ganz verschiedene? Warum formen sich manche Atome zu festeren Besatndteilen zusammen (z.B. Steine) und andere wiederum zu solchen, die man sogar mit der bloßen Hand leicht zerbrechen kann (z.b. Zweige)?

Ich hoffe, es lassen sich ein paar Antworten auf meine Fragen finden.
Vielen Dank im Vorraus für eure Mühe!

MfG
thief of time

Was hattest du…
… für ne Zensur in Chemie?

Hallo erstmal.

Atome sehen erstmal nicht ale gleich aus und sind zudem nicht die kleinsten Bausteine der Materie.
Du wirst mit Sicherheit ne Menge antworten auf deine Fragen in deinem Chemiebuch finden.
Warum allerdings ein Baum gerade als Baum wächst, wird dir wohl allumfassend auch in den nächsten 5 Jahren kein Forscher beantworten können, obwohl auch dort die forschung schon recht weit ist.

Frank

Hallo thief of time,

Hallo, hab mir mal Gedanken um Atome gemacht. Sie bestehen aus
Elektronen, Protonen, Neutronen, und ein paar noch kleineren
Bau-
teilen. Und angeblich besteht doch alles aus Atomen oder?

Das meiste besteht aus Molekülen, zu denen sich die Atome
zusammengesetzt haben - und wie und zu welchen Molekülen sie sich
zusammensetzen, hängt von der Struktur der einzelnen Atome ab.
Denn Atome sind keineswegs alle gleich. Am wesentlichsten für die
Chemie ist dabei die Anordnung der Elektronen. Z.B., um es einmal
laienhaft auszudrücken, gibt es Atome, „denen gerade noch ein
Elektron fehlt“, und andere, „die gerade eins zu viel haben“. Und
was liegt für diese beiden näher, als dieses überschüssige
Elektron auszutauschen? Dabei entsteht aber eine
Ladungsverschiebung, die zu einer elektrostatischen Kraft führt,
die diese beiden Atome aneinander bindet - und schon haben wir
ein Molekül. Dies ist nur eine mögliche Bindungsart.

Und auf die Frage, wie Moleküle strukturiert sind und miteinander
wechselwirken, komme ich erst gar nicht - das füllt eine ganze
Wissenschaft.

Jetzt frag ich mich, was die Atome dazu gebracht hat, mit
vielen anderen die Form eines Baumes (beispielsweise)
anzunehmen. Da alles aus Atomen besteht, schätze ich mal, dass
sie alle gleich beschaffen sind. Jedoch bringen verschiedene
Anordnungen von ihnen verschiedene Formen heraus.

Aus dem oben Gesagten kannst du dir nun sicher vorstellen, dass
die Kombinationsmöglichkeiten endlos sind und damit auch die
Möglichkeiten für Eigenschaften und Verhalten der Produkte.

„Wissen“ die einzelnen Atome also, was sie alles in welcher
Formation mit anderen zustande bringen können?
Warum bilden sich immer dieselben Formen und nicht ganz
verschiedene? Warum formen sich manche Atome zu festeren
Besatndteilen zusammen (z.B. Steine) und andere wiederum zu
solchen, die man sogar mit der bloßen Hand leicht zerbrechen
kann (z.b. Zweige)?

Bei Lebewesen wie einem Baum sind die Informationen für den
Bauplan in der DNA (das ist der Träger der Gene, der
Erbinformation) niedergelegt - wie das genau funktioniert, füllt
wiederum eine ganze Wissenschaft. Bei einem Stein sind die
Moleküle halt so beschaffen, dass sie sich fest aneinander binden.

Ich hoffe, es lassen sich ein paar Antworten auf meine Fragen
finden.
Vielen Dank im Vorraus für eure Mühe!

MfG
thief of time

Eine kleine Andeutung der Zusammenhänge, die dir vielleicht
hilft, dir eine Vorstellung zu machen.

Klio.

… für ne Zensur in Chemie?

*g* in Chemie bin ich gar net schlecht, nur knapp schlechter als 2.

Vorweg einmal an Frank: „Ich weiß, dass ich nichts weiß…“ Das sollte eigentlich genügen.

Also: Vielen Dank für eure Antworten. Das worauf ihr geantwortet habt ist mir schon klar. Aber es scheint so dass ich meinen Ausganspunkt zu schlecht dargelegt hatte.
Ich meinte nicht die Atome „an sich“ wie man sie in jedem Chemiebuch finden kann. Das mit der Elekronenanordnung ist mir auch mehr als klar.
Ich dachte mir nur, dass die Atome gar nicht die kleinsten „Bauteile“ sind, da sie sich ja noch zerlegen lassen.

Atome sehen erstmal nicht ale gleich aus und sind zudem nicht
die kleinsten Bausteine der Materie.

Das hatte ich angedeutet mit Elektronen…
Obwohl sie praktisch „unteilbar“ sein sollten dem Namen wegen *g*
aber „sogar“ die alten Griechen können sich ja irren.

Aber die Atome bestehen ja noch aus anderen, kleineren Teilen. Und diese wiederum wahrscheinlch aus noch kleineren Teilen, und so weiter. Falls wir im Moment irgendeinen Bestandteil derselben für den kleinsten halten, will ich nur an Demokrit erinnern…
Ich meinte also nicht die Atome selber(wie sie im Chemiebuch stehen), sondern wirklich ihre allerkleinsten Bestandteile. Auch wenn das jetzt eher theoretisch ist.
Ich wollte mich eigentlich auf die wahrhaftig unteilbaren Bausteine beziehen.

Hallo,

Demokrit ist vor ein paar tausend Jahren davon ausgegangen, daß ein Stoff sich in unendlich kleine Teile zerteilen läßt. Dies ist aber überholt. Im Moment geht man (ganz grob) davon aus, daß die kleinsten Bauteile der Materie drei verschiedene Leptonenformen( Elektron und Antielektron[Positron], Neutrinos und Photonen) und sechs verschiedenen Quarks, von denen stets drei ein Triplet und damit ein Teilchen bilden, sind.

Frank

Demokrit ist vor ein paar tausend Jahren davon ausgegangen,
daß ein Stoff sich in unendlich kleine Teile zerteilen läßt.
Dies ist aber überholt.

Ist es das wirklich?

Im Moment geht man (ganz grob) davon
aus, daß die kleinsten Bauteile der Materie drei verschiedene
Leptonenformen( Elektron und Antielektron[Positron], Neutrinos
und Photonen) und sechs verschiedenen Quarks, von denen stets
drei ein Triplet und damit ein Teilchen bilden, sind.

Dies gibt doch aber nur den aktuellen Stand unseres Wissens bzw. unserer Vorstellung von der Materie wieder. Immerhin wäre es doch möglich, dass Quarks und Leptonen - oder was auch immer für Teilchen - ihrerseits aus noch kleineren Teilchen zusammengesetzt sind.
Demokrit’s Auffassung schien ja bereits durch das Dalton’sche Atommodell (Atome als feste Kugeln) überholt - doch mit fortschreitender Erkenntnis ist auch dieses Modell, wie auch einige nachfolgende Modelle, überholt worden.

CU

Stefan