Wie gibt man Netzteil-Spannungen an?

Hallo!

Ich hab mir gerade im Katalog einige Artikelbeschreibungen von
Netzteilen angesehen und mir ist dabei aufgefallen, dass drei
Ausgangsbuchsen für Spannung (plus - masse - minus) vorhanden
sind. Frage: Heißt „30 V Ausgangsspannung“, dass die Spannung
von plus nach minus 30 Volt sind, und von plus nach Masse dann
die Hälfte (+15 Volt / 0 Volt / -15 Volt) oder dass jeweils von
plus nach Masse und von Masse nach minus 30 Volt einstellbar
sind (also +30 Volt / 0 Volt / -30 Volt), also von plus nach
minus 60 Volt vorhanden sind???
Verwirrung total! Danke für alle Antworten im Voraus!

Johannes

Hallo,
die 3 Buchsen haben folgende Funktion:
Zwischen +Us und -Us lieht die von Masse/Erde galvanisch
getrennte Ausgangsspannung an (z.B. 30V).

Für manche Versuchsaufbauten ist die galvanische Trennung
von Erde/Masse aber nicht gewünscht, weil da eben ein
undefiniertes Potential zwischer der Netzteilspannung und
Masse/Erde ist und Störspannungen auf die Versuchsschaltung
einwirken.
In solchen Fällen wird dann also einfach die Ausgangsspannung
mit Masse/Erde über eine Brücke verbunden, sa daß die gesamte
Schaltung dann fest auf „Erdpotential“ liegt.

Normalerweise ist diese Erdbuchse über den PE des Netzanschluß-
kabels verbunden.
Gruß Uwi

Ich hab mir gerade im Katalog einige Artikelbeschreibungen von
Netzteilen angesehen und mir ist dabei aufgefallen, dass drei
Ausgangsbuchsen für Spannung (plus - masse - minus) vorhanden
sind. Frage: Heißt „30 V Ausgangsspannung“, dass die Spannung
von plus nach minus 30 Volt sind, und von plus nach Masse dann
die Hälfte (+15 Volt / 0 Volt / -15 Volt) oder dass jeweils
von
plus nach Masse und von Masse nach minus 30 Volt einstellbar
sind (also +30 Volt / 0 Volt / -30 Volt), also von plus nach
minus 60 Volt vorhanden sind???
Verwirrung total! Danke für alle Antworten im Voraus!

Johannes

Hallo Uwi!

Erstmal danke für deine Antwort!
Heißt das im Klartext, dass ich in meinem Fall (Audio-Hifi-Selbstbau-Verstärkerendstufe 70 W / 4 Ohm) ein Doppelnetzgerät (oder zwei einzelne) brauche, um die symmetrische Versorgungsspannung (+/- 20 V) zu erhalten? Es handelt sich dabei um eine symmetrisch aufgebaute Gegentakt-Endstufe mit MOSFETs.
Also nützt mir ein Teil mit drei Ausgangsbuchsen dabei gar nix?
Ein Glück, dass ich mir noch keins angeschafft habe!

Danke,
Johannes.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
so wie es aussieht, wäre für Deine Schaltung ein Netzteil
mit symetrischer Spannung +/-20V oder auch +/-24V sinnvoll.
Für eine Audioendstufe ist meines Erachtens aber eine
stabilisierte Spannung normalerweise nicht nötig.
Trafo mit Gleichrichtern und ausreichend Sieb-Elkos sollte
reichen.
Für die Vorvertstärker ist es ja kein Problem, weil bloß
paar W gebraucht werden. Die kann man bequem mit einfachen
Festspannungsreglern machen.

Heißt das im Klartext, dass ich in meinem Fall
(Audio-Hifi-Selbstbau-Verstärkerendstufe 70 W / 4 Ohm) ein
Doppelnetzgerät (oder zwei einzelne) brauche, um die
symmetrische Versorgungsspannung (+/- 20 V) zu erhalten? Es
handelt sich dabei um eine symmetrisch aufgebaute
Gegentakt-Endstufe mit MOSFETs.
Also nützt mir ein Teil mit drei Ausgangsbuchsen dabei gar
nix?

Wenn an den 3 Buchsen eine sysmetrische Spannung anliegt,
dann wäre das schon o.k. Das kann auch mit +Us/Masse/-Us
beschriftet sein.

Wenn die 3 Buchse bloß PE ist. dann wird’s wohl nicht das
richtige sein. Da sollte aber eindeutig aus der Spezifkation
hervorgehen. Es muß was von „symetrischer Spannung +/-30V“
oder von 2 Spannungen a. 30V drinstehen.

Ansonsten solltest Du vorsichtig mit Schaltnetzteilen sein.
Es kann passieren, daß von einem solchen Schaltnetzteil
üble Störungen ausgehen, auch wenn in den techn. Daten
wunderbar niedrige Werte für die Störspannung stehen.
Gruß Uwi