Keine Zauberei, aber konsequentes Tun ist nötig
Hallo Carina,
mein Chef (ein Zahnarzt) pflegt immer mal zu sagen: Zähne sind wie Reifen - sie nutzen sich durch den Einsatz ab. Das muss man sicher grundsätzlich akzeptieren.
Aber - um bei dem Beispiel zu bleiben - wenn man rücksichtslos durch Glasscherben oder über Bordsteinkanten fährt, sind Reifen natürlich schneller hinüber als wenn man sorgsam mit ihnen umgeht.
Und so ist es schließlich auch mit den Zähnen. Man kann eine Menge tun, dass sie lange Zeit gut aussehen und ihren Zweck erfüllen; heute wahrscheinlich mehr als jemals in der Weltgeschichte.
Worauf sollte man achten?
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Die Zähne nicht missbrauchen - zum Flaschenöffnen, zum Festhalten oder Abbeißen von harten Gegenständen.
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Die Zähne nicht anätzen - durch exzessives Trinken von sauren Flüssigkeiten, wie Cola, Sportgetränken etc. Aber auch nicht durch klebrige, zucker- bzw. stärkehaltige Speisen, die dann - ohne Zahnreinigung - lange auf den Zähnen bleiben und durch Bakterien in Säure umgewandelt werden.
Was kann man für seine Zähne tun?
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Regelmäßige, gute Mundhygiene. Dazu gehört zunächst das normale Zähneputzen, das grundsätzlich mit Handzahnbürste ebenso gut geht wie mit einer elektrischen Bürste. Allerdings haben die elektrischen den Vorteil, dass man weniger falsch machen kann. Denn Zähneputzen will auch gelernt sein! Zusätzlich muss man die Zahnzwischenräume sauberhalten, mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Regelmäßige Fluoridierungen - mit Spüllösungen oder Gelen - ist auch kein Fehler. Und Mundhygiene sollte man durchaus mal mit seinem Zahnarzt besprechen und sich die geeigneten Hilfsmittel und Techniken erklären zu lassen, die für die eignenen Beißer optimal sind. Die Leute in den Praxen machen das gerne!
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Prof. Zahnreinigung: Das sollte man sich ein- bis mehrere Male im Jahr gönnen, auch wen es privat zu bezahlen ist. Professionell können nämlich Ecken und Winkel im Mund gereinigt werden, die man auch mit guten Mundhygiene-Techniken kaum erreicht. Und das Gefühl danach ist einfach herrlich.
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Regelmäßige Zahnarztbesuche: Wenn es doch mal kleine Schäden an den Zähnen gibt, sind diese im Anfangsstadium wesentlich „minimalinvasiver“ zu beheben, als wenn sie erst einmal größere Ausmaße angenommen haben. Und leider melden sich Karies & Parodontitis oft erst mit Schmerzen, wenn sie schon ziemlich weit forgeschritten ist. Also 2 x im Jahr nachsehen lassen, sollte schon sein.
Die horrormäßigen „Zahnarzt-Erfahrungsberichte“ stammen übrigens meist von Leuten, die eine Praxis viele Jahre nicht von innen gesehen haben. Die Folge: Oft ist dann ein mittlerer Steinbruch zu bewältigen; das geht nicht ohne Probleme ab.
Wenn Du noch jung bist und deine Furchen in den Zähnen noch kariesfrei sind, sollte man auch an eine Versiegelung denken. Dabei werden die tiefen Furchen mit einem Kunststoff ausgefüllt, so dass sich darin keine Karies festsetzen kann. Leider auch bei Erwachsenen eine Privatleistung, die sich aber lohnt.
Man muss heute übrigens bei einem kleinen „Loch im Zahn“ nicht mehr jede Menge Zahnsubstanz rausbohren, nur um die Füllung zum Halten zu bringen. Dank „Adhäsivtechnik“ können die modernen Füllungswerkstoffe, die „Komposite“, mit der Zahnsubstanz verklebt werden.
- Wenn die Zähne im Laufe der Zeit etwas dunkler werden sollten, so kann das einerseits an inneren Veränderungen des Zahnes liegen, andererseits auch am Einwandern von Farbstoffen von außen in den Schmelz hinein. Sind die Zähne ansonsten gesund, ist es heute kein Risiko, diese von Zahnarzt mit geeigneten Mitteln wieder aufhellen zu lassen.
Also, „Zaubertricks“ gibts leider nicht, aber konsequentes Tun ist gefragt: Es gibt doch eine Menge Dinge, die man beachten und tun kann bzw. lassen sollte. Die moderne Zahnmedizin und ihre Prophylaxe-Möglichkeiten sind heute so fortgeschritten, dass man durchaus mit schönen, funktionellen Zähnen alt werden kann. Suche Dir eine Praxis, die Dich in ein Prophy-Programm einbindet, dann hast du die beste Gewähr für Deine Zahnerhaltung.
Alles Gute für Dich!
Lieben Gruß
Dantis
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