Wie heißt diese Manie?

Jemand läßt sich vielerlei Ringe, Spieße u. dgl. Eisen im Gesicht einpflanzen, erwartet jedoch vom Gesprächspartner, dies als unbeachtlich zu empfinden.

Beobachtet an einem ausgewachsenen Psychiater von

Keksdose,
die Metalle nur als Spurenelemente enthält.

Jemand läßt sich vielerlei Ringe, Spieße u. dgl. Eisen im
Gesicht einpflanzen, erwartet jedoch vom Gesprächspartner,
dies als unbeachtlich zu empfinden.

Wessen Manie meinst du? Die des Gesprächspartners?

Beobachtet an einem ausgewachsenen Psychiater von

Würde sich der Sachverhalt für den Gesprächspartner anders darstellen, wenn der Psychiater kleinwüchsig wäre? Oder ausgewachsen, aber Klemptner oder Bibliothekar?

Keksdose,

Aus Metall oder Tupperware?

Jemand läßt sich vielerlei Ringe, Spieße u. dgl. Eisen im
Gesicht einpflanzen, erwartet jedoch vom Gesprächspartner,
dies als unbeachtlich zu empfinden.

Wie ich neulich schon einmal geschrieben habe: In der Psychologie kommt es nicht unbedingt darauf an, was jemand tut, sondern warum er es tut und wie er es tut und wie es ihm damit geht. Ein exzessives Verhalten muss nicht zwangsläufig patholgisch sein. In deiner Kurzbeschreibung kann ich kein zwanghaftes handeln erkennen.

Keksdose,
die Metalle nur als Spurenelemente enthält.

Schlecht. Gute Keksdosen sind komplett aus Metall. :smile:

Gruß,
Max

Wessen Manie meinst du? Die des Gesprächspartners?

Na gut, der sei in unserem Beispiel ein monomaner Haftetikettendieb.
Nun, mich interessiert eher der selbstverletzende Psychiater.

Würde sich der Sachverhalt für den Gesprächspartner anders
darstellen, wenn der Psychiater kleinwüchsig wäre? Oder
ausgewachsen, aber Klemptner oder Bibliothekar?

OK, mit „ausgewachsen“ wollte ich nicht auf die Körpergröße anspielen, sondern auf die Berufstätigkeit.
Bei einem Klempner würde sich der Sachverhalt ein wenig anders darstellen: Die aus der Selbstverletzung erwachsende berufliche Beeinträchtigung hat beim Psychiater einen stärker sozialen Bezug als beim Klempner, der ja dadurch weitere und diesmal planlose Selbstverletzungen riskiert, daß er mit Gegenständen hantiert, an denen er hängenbleiben könnte, denen ein Psychiater hingegen bequem fernbleiben kann, während andererseits von seinem Klienten als mental beeinträchtigt angesehen zu werden, für den Psychiater als Problem unmittelbarer in die eigentliche Berufstätigkeit, nämlich in den Dialog mit dem Patienten hineinragen könnte als dies beim Klempner der Fall wäre, für den der Dialog mit dem Klienten weniger zentral ist.

Tuppergruß

Keksdose

Nun, mich interessiert eher der selbstverletzende Psychiater.

Hat der sich echt 'ne komplette Besteckschublade inne Fresse getackert ?

Würde sich der Sachverhalt für den Gesprächspartner anders
darstellen, wenn der Psychiater kleinwüchsig wäre? Oder
ausgewachsen, aber Klemptner oder Bibliothekar?

Klar, sehe ich auch so. Wenn sich ein Mediziner gerne selbst verletzt, ist das ja eher so, als würde der Bibliothekar ne Bücherverbrennung starten.
allzeit Kekse in der Dose
wünscht
Olgu

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Nun, mich interessiert eher der selbstverletzende Psychiater.

Ein gepiercter Psychiater ist mit Sicherheit nichts, was Anlass gibt, eine Manie zu vermuten!

Wenn etwas auffällig sein könnte in dem Zusammenhang, ob unter psychologischen oder soziologischen Gesichtspunkten, sei mal dahin gestellt, ist es die Tatsache, dass du offenbar nicht nur der Meinung bist, dass dich das Metall im Körper deines Gegenüber etwas anzugehen hat, was über die rein subjektive Meinung, „gefällt“ oder „gefällt nicht“ hinaus geht. Du scheinst auch der Meinung zu sein, dass dabei die Berufswahl eine besondere Rolle zu spielen hat.

Bei einem Klempner würde sich der Sachverhalt ein wenig anders
darstellen: Die aus der Selbstverletzung erwachsende
berufliche Beeinträchtigung hat beim Psychiater einen stärker
sozialen Bezug als beim Klempner, der ja dadurch weitere und
diesmal planlose Selbstverletzungen riskiert, daß er mit
Gegenständen hantiert, an denen er hängenbleiben könnte, denen
ein Psychiater hingegen bequem fernbleiben kann, während
andererseits von seinem Klienten als mental beeinträchtigt
angesehen zu werden, für den Psychiater als Problem
unmittelbarer in die eigentliche Berufstätigkeit, nämlich in
den Dialog mit dem Patienten hineinragen könnte als dies beim
Klempner der Fall wäre, für den der Dialog mit dem Klienten
weniger zentral ist.

Wenn ich diese sprachliche Woge einmal zusammenfassen darf: Du bist also der Meinung, dass das Metall im Gesicht des Psychiaters dessen Berufstätigkeit einschränkt, weil er a. von seinen Klienten als mental beeinträchtigt angesehen werden könnte und das b. möglicherweise sogar zum Gesprächsgegenstand mit den Klienten werden könnte?

Auch hier wieder vorweg: Das Metall im Gesicht des Psychiaters geht den Klienten genauso wenig an, wie es dich etwas angeht. Es kann sein, dass ein Klient mit einem Psychiater, der Metall oder eine bestimmte Menge davon in und an seinem Körper trägt, nichts anfangen kann. Kann auch sein, dass ein Klient Probleme mit weiblichen Therapeuten hat oder mit rothaarigen oder bärtigen Menschen. Es obliegt der Entscheidungsfreiheit des Klienten, sich einen anderen Therapeuten zu suchen, die Augen zuzumachen oder einfach nur zu denken „gefällt mir nicht“ und therapeutisch mit demjenigen zu arbeiten. Umgekehrt ist es die Entscheidungsfreiheit des Therapeuten, mit Metall zu therapieren oder es vielleicht doch herauszunehmen, sollte sich tatsächlich das kein Klient angucken wollen.

Sollte der Klient aber angesichts des Metalls im Körper ernsthaft den Psychiater als „mental beeinträchtigt“ ansehen, würde ich es als Therapeut unter fachlichen Gesichtspunkten (welch Wortspiel) für sinnvoll erachten, wenn das mal thematisiert wird - im Interesse des Klienten, wohl gemerkt.

Tuppergruß

Keksdose

Ich kann mich Denker nur anschließen: Kekse, zumindest solche mit Biss und Knusper, gehören in eine Metalldose :wink:

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Ein gepiercter Psychiater ist mit Sicherheit nichts, was
Anlass gibt, eine Manie zu vermuten!

Das Wort „Manie“ habe ich als Laie verwendet und im Zusammenhang mit der Frage nach einem fachlich richtigen Namen für diese Symptomatik.

Wenn etwas auffällig sein könnte in dem Zusammenhang, ob unter
psychologischen oder soziologischen Gesichtspunkten, sei mal
dahin gestellt, ist es die Tatsache, dass du offenbar nicht
nur der Meinung bist, dass dich das Metall im Körper deines
Gegenüber etwas anzugehen hat, was über die rein subjektive
Meinung, „gefällt“ oder „gefällt nicht“ hinaus geht. Du
scheinst auch der Meinung zu sein, dass dabei die Berufswahl
eine besondere Rolle zu spielen hat.

Jawohl! Und mit Deiner Wortwahl zeigst Du, daß Du solcher Meinung ablehnend gegenüberstehst. Damit bestätigst Du ein gängiges Vorurteil, nämlich das der berufsbildabhängig überentwickelten Verücktheitstoleranz.
Es wird z.B. im Leben nicht passieren, daß dem Klienten eines Schnellrestaurants eine vollperforierte Visage an der Bedientheke mit dem Argument präsentiert wird, der Klient könne ja sagen, er würde lieber von jemandem mit normalem Erscheinungsbild bedient werden. In diesem Berufsfeld ist der Krankheitswert vielmehr manifest, ob das nun psychologisch, soziopsychologisch oder soziologisch ist - das wirst Du besser einordnen können als ich.

Wenn ich diese sprachliche Woge einmal zusammenfassen darf: Du

Komm. Erst mir ein absichtliches Falschverstehen ansetzen und dann meine sachliche und angemessene Reaktion als sprachliche Woge übelnehmen.

bist also der Meinung, dass das Metall im Gesicht des
Psychiaters dessen Berufstätigkeit einschränkt, weil er a. von
seinen Klienten als mental beeinträchtigt angesehen werden
könnte und das b. möglicherweise sogar zum Gesprächsgegenstand
mit den Klienten werden könnte?

Ja. Oder zum womöglich kontraproduktivem Vermeiden von Gesprächsgegenständen, da gibt es wohl etliche Möglichkeiten.

Auch hier wieder vorweg: Das Metall im Gesicht des Psychiaters
geht den Klienten genauso wenig an, wie es dich etwas angeht.

Doch geht es mich allgemeinmenschlich was an, sobald es ostentativ ist, mir also aufs Auge gedrückt wird. Da reicht es, wenn ich so jemanden in der vollbesetzten U-Bahn eine Zeitlang in der Nähe haben muss.

therapeutisch mit demjenigen zu arbeiten. Umgekehrt ist es die
Entscheidungsfreiheit des Therapeuten, mit Metall zu
therapieren oder es vielleicht doch herauszunehmen, sollte
sich tatsächlich das kein Klient angucken wollen.

Das ist insofern richtig, als sich ja der Mechaniker in seiner eigenen Werkstatt z.B. den Nasenring von irgendeinem rotierenden Maschinenteil rausreißen lassen kann, wie er lustig ist, oder - zurück zum Psychiater - dieser aufgrund seiner Studien der Meinung sein könnte, durch eigene Körpermanipulationen eine heilsame Wirkung auf seine Patienten auszuüben…
Aber sind wir doch mal ehrlich, den Bereich des Vernünftigen hätten wir damit weit hinter uns gelassen.

(welch Wortspiel) für sinnvoll erachten, wenn das mal
thematisiert wird - im Interesse des Klienten, wohl gemerkt.

Ne, in meinem McDonalds bzw. in meiner Fachwerkschaft für Textilmaschinen kriegt so wer einfach keinen qualifizierten Job.

Ich kann mich Denker nur anschließen: Kekse, zumindest solche
mit Biss und Knusper, gehören in eine Metalldose :wink:

Desikkative

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nämlich das der berufsbildabhängig
überentwickelten Verücktheitstoleranz.

Definiere den Begriff. Ich habe eine Definition, nehme aber einmal an, dass die nicht mit der deinen Deckungsgleich ist.

Es wird z.B. im Leben nicht passieren, daß dem Klienten eines
Schnellrestaurants eine vollperforierte Visage an der
Bedientheke mit dem Argument präsentiert wird, der Klient
könne ja sagen, er würde lieber von jemandem mit normalem
Erscheinungsbild bedient werden. In diesem Berufsfeld ist der
Krankheitswert vielmehr manifest, ob das nun psychologisch,
soziopsychologisch oder soziologisch ist - das wirst Du besser
einordnen können als ich.

Du hast schlicht nicht verstanden und willst nicht verstehen?

Ob mir eine „vollperforierte Visage“ gefällt oder nicht, ist mein Privatvergnügen. Als Arbeitgeber habe ich, in sehr engen juristischen Grenzen allerdings!, sogar das Recht, gewisse Konsequenzen zu ziehen. Als Kunde oder Klient habe ich auch die Möglichkeiten, Konsequenzen zu ziehen, nämlich eine Dienstleistung unter gewissen Bedingungen nicht anzunehmen.

Aber das tust du nicht. Du könntest für dich Konsequenzen ziehen, aber das reicht dir nicht. Stattdessen versuchst du, jemandem eine Krankheit anzuheften, wo keine ist, weil du mit der Situation ohne offenbar nicht klar kommst. Je nachdem, wie hoch dein Leidensdruck ist, kann das Indiz dafür sein, dass bei dir etwas nicht stimmt. So einfach ist das.

Auch hier wieder vorweg: Das Metall im Gesicht des Psychiaters
geht den Klienten genauso wenig an, wie es dich etwas angeht.

Doch geht es mich allgemeinmenschlich was an, sobald es
ostentativ ist, mir also aufs Auge gedrückt wird. Da reicht
es, wenn ich so jemanden in der vollbesetzten U-Bahn eine
Zeitlang in der Nähe haben muss.

Du erwartest (Achtung, hier ist Erwarten gemeint, nicht wünschen - unter Hinweis auf den Nebenthread) also von anderen, dass sie sich so in der Öffentlichkeit zu bewegen haben, dass es deiner Ästhetik entspricht? *Das hat wieder soziologisch und psychologisch einen Wert.

Das ist insofern richtig, als sich ja der Mechaniker in seiner
eigenen Werkstatt z.B. den Nasenring von irgendeinem
rotierenden Maschinenteil rausreißen lassen kann, wie er
lustig ist, oder - zurück zum Psychiater - dieser aufgrund
seiner Studien der Meinung sein könnte, durch eigene
Körpermanipulationen eine heilsame Wirkung auf seine Patienten
auszuüben…

Dir geht die Fantasie mit dir durch.

(welch Wortspiel) für sinnvoll erachten, wenn das mal
thematisiert wird - im Interesse des Klienten, wohl gemerkt.

Ne, in meinem McDonalds bzw. in meiner Fachwerkschaft für
Textilmaschinen kriegt so wer einfach keinen qualifizierten
Job.

Ganz so einfach ist das arbeitsrechtlich aber nicht. Das nur erwähnt bei der Gelegenheit.

Hast du mal die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass das Piercing bei einem Therapeuten vielleicht sogar eine positive Wirkung auf Klienten haben kann? Und nein, gemeint sind jetzt nicht irgendwelche „perverse“ Klienten.

Ich kann mich Denker nur anschließen: Kekse, zumindest solche
mit Biss und Knusper, gehören in eine Metalldose :wink:

Desikkative

Ich verweise auf *

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piercing
επίθ. οξύς, διαπεραστικός
ουσ. διάτρηση, τρύπημα

pierce
ρήμ. διαπερώ, διατρυπώ

English - Greek Technical Dictionary
piercing
(Lex**) να διαπερνήσει

My English - Greek
piercing
Επιθ. διαπεραστικός
http://woerterbuch.babylon.com/griechisch/

Transliterieren und irgendwo -manie dranhängen

Nun, mich interessiert eher der selbstverletzende Psychiater.

Ob das Verhalten im pathologischen Sinne selbstverletztend ist, kann man aus deiner Beschreibung nicht herauslesen.

während
andererseits von seinem Klienten als mental beeinträchtigt
angesehen zu werden

Was aber nicht zwangsläufig der Fall sein - nicht jeder Mensch hat ja diese Vorurteile. Wie Janina geschrieben hat, könnte es für einen anderen Klienten sogar ein Qualitätsmerkmal sein, weil er den Psychiater dadurch als unabhängig von gesellschaftlichen Normen (die ja im Freudschen Sinne ein Teil des Über-Ichs darstellen) wahrnimmt.

Gruß,
Max

hoch dein Leidensdruck ist, kann das Indiz dafür sein, dass
bei dir etwas nicht stimmt. So einfach ist das.

Bist Du vielleicht pathologisiersüchtig?

Ja, aber damit kommen wir doch völlig ins Tüdelidüh der Beliebigkeit.