Liebe Sprachgenies,
Wie heißt es richtig: Danke für „die“ Einladung oder: Danke für Ihre Einladung?
Meinem Gefühl nach klingt es komisch zu sagen „Ihre Einladung“.
Was sagt Ihr dazu?
Zweite Frage:
Gehe ich richtig in der Annahme, dass man „nachdem“ nicht zeitlich verwendet?
Also ich kann nicht sagen: Nachdem ich nach Hause gekommen bin, räume ich meine Tasche aus…wenn ich das Hintereinander meine.
Wenn ich es so sage, dann drückt es doch aus: es ist mir unterwegs nichts passiert, also konnte ich nach Hause kommen und kann meine Tasche ausräumen.
Oder wie ist das?
Bin ein wenig verwirrt, aber ich hoffe, Ihr helft mir.
Danke und Grüße
Irene
Liebe Sprachgenies,
Wie heißt es richtig: Danke für „die“ Einladung oder: Danke
für Ihre Einladung?
Meinem Gefühl nach klingt es komisch zu sagen „Ihre
Einladung“.
Was sagt Ihr dazu?
Beides ist richtig (vorausgesetzt, du wendest dich an die Person, von der die Einladung kommt). In meinen Ohren klingt es auch nicht komisch, „Ihre (oder deine) Einladung“ zu sagen.
Zweite Frage:
Gehe ich richtig in der Annahme, dass man „nachdem“ nicht
zeitlich verwendet?
Also ich kann nicht sagen: Nachdem ich nach Hause gekommen
bin, räume ich meine Tasche aus…wenn ich das Hintereinander
meine.
Wenn ich es so sage, dann drückt es doch aus: es ist mir
unterwegs nichts passiert, also konnte ich nach Hause kommen
und kann meine Tasche ausräumen.
Nachdem wird doch immer zeitlich verwendet. Dein obiger Satz ist vollkommen richtig und drückt genau das aus, was deiner Meinung nach nicht ausgedrückt wird: Ich komme nach Hause. Danach räume ich die Tasche aus.
Lies mal dieses:
http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Kon…
(Bei der Gelegenheit Dank an Sandra für den Link!)
Liebe Grüße
Livia
Hallo Irene, erste Frage: Ich finde „Danke für Ihre Einladung“ überhaupt nicht ungewöhnlich, würde beides gleichwertig gebrauchen.
Zum 2. Problem: „nachdem“ ist von Haus aus eine zeitliche Konjunktion, drückt dann das „Hintereinander“ aus, entweder mit Plusquamperfekt: Nachdem ich nach Hause gekommen war, räumte ich meine Tasche aus (ich erzähle in der Vergangenheit) oder mit dem Perfekt: Nachdem ich nach Hause gekommen bin, räume ich (immer erst) meine Tasche aus (ich erzähle in der Gegenwart). Ein anderer Gebrauch von nachdem (im Sinne von „Weil ich gut angekommen bin…“), also als Grund, war lt. Duden „früher üblich und findet sich heute noch vor allem im Süden des deutschen Sprachgebietes“. Es kommt also darauf an, wo Du wohnst… Meine Weiheiten stammen übrigens aus Duden Bd. 4, Die Grammatik, S. 799. Viele Grüße Susanne.
Wie heißt es richtig: Danke für „die“ Einladung oder: Danke
für Ihre Einladung?
Meinem Gefühl nach klingt es komisch zu sagen „Ihre
Einladung“.
Was sagt Ihr dazu?
Zweite Frage:
Gehe ich richtig in der Annahme, dass man „nachdem“ nicht
zeitlich verwendet?
Also ich kann nicht sagen: Nachdem ich nach Hause gekommen
bin, räume ich meine Tasche aus…wenn ich das Hintereinander
meine.
Wenn ich es so sage, dann drückt es doch aus: es ist mir
unterwegs nichts passiert, also konnte ich nach Hause kommen
und kann meine Tasche ausräumen.
Oder wie ist das?
Bin ein wenig verwirrt, aber ich hoffe, Ihr helft mir.
Danke und Grüße
Irene
schon ganz blöd
Hallo Ihr beiden,
vielen Dank für die späte Nachhilfestunde.
Ich wusste es ja, wenn man ständig Blödsinn hört, dann weiß man nicht mehr, was man glauben soll. Wie ich mich nur so verfransen konnte.
Aber der Hinweis mit Süden und früher gebräuchlich kommt gut hin. Ich lebe in Österreich und spreche deutsch schon gaaanz laaange 
Der link zu der Grammatik ist übrigens super.
Schönen Abend noch
Irene
Liebe Irene,
hier als überflüssige Ergänzung zu den eigentlich ausreichenden Antworten noch ein wenig ganz subjektives Sprachgefühl von mir: ich würde nur für „die“ Einladung danken, wenn mir die Veranstaltung oder der Veranstalter (oder der Einladungsversender: die Sekretärin des Einladenden z. B. [es sei denn sie ist hübsch
]) ziemlich egal sind. „Ihre“ oder „Deine“ Einladung dagegen schätze ich und danke dementsprechend mit einem verbindenden, persönlichen „Danke für Ihre/Deine Einladung.“
Weiters: Nach langem Grübeln und Probieren weiß ich jetzt, was Dein „nachdem“-Problem ist: Das Wort „nachdem“ hat für Dich und Deine Sprechumgebung offenbar die Bedeutung von „wenn/falls/weil/da“. (Susanne hatte es schon aus dem Duden herausgelesen, ich hab’s einfach übersehen.) Versuche einfach mal, Sätze wie „Nachdem ich X getan hatte, tat ich Y“ zu übersetzen mit: „Als ich mit X fertig war, tat ich Y“. Das hilft Dir möglicherweise, ein anderes Gefühl von diesem vertrackten „nachdem“ zu bekommen.
Gruß,
Andreas
einer, der mich versteht 
mal, Sätze wie „Nachdem ich X getan hatte, tat ich Y“ zu
übersetzen mit: „Als ich mit X fertig war, tat ich Y“. Das
hilft Dir möglicherweise, ein anderes Gefühl von diesem
vertrackten „nachdem“ zu bekommen.
Danke für diesen handfesten Tipp!
Gruß
Irene