Wie heißt es richtig?

Guten Tag,

ich schreibe an einer Facharbeit und habe folgende Frage bezüglich der Grammatik:
Heißt es richtig :

„Dieser aus Samos gebürtige Mathematiker,…“
oder
„Dieser in Samos gebürtige Mathematiker,…“

Meiner Meinung nach das Zweitere, aber ich bin mir nicht ganz sicher.
Danke für die Hilfe…

Moin,

es heisst „gebürtig aus“
"gebürtig /Adj./ herstammend, geboren: sie ist aus Berlin, aus Österreich g.; "
http://www.dwds.de/?kompakt=1&sh=1&qu=geb%C3%BCrtig
im Link gibt’s noch mehr Beispiele

Pit

Also im normalen Sprachgebrauch ist mir das auch klar so.
Ich schreibe auch :„Er ist gebürtig aus Deutschland.“ oder „Gebürtig ist er aus Frankreich“.
Allerdings ist die Satzkonstellation ja ein wenig anders…

„Der aus Frankreich gebürtige Mathematiker“ klingt sehr komisch,
„Der in Frankreich gebürtige Mathematiker“ klingt irgendwie angenehmer für mich, zumal es „Der in Frankreich geborene Mathematiker“ auch richtig ist und kein „aus“ braucht.

Daher meine Frage ^^

Hallo Smokers,

grammatikalisch korrekt wäre " gebürtig aus ";
wenn dir aber „in“ besser gefällt, schreib doch einfach anstatt
" in Samos gebürtige Mathematiker "
" in Samos geborene Mathematiker "

gruss
F.K.

Danke schonmal …
für mich war einfach nur die Frage welche der beiden Sätze grammatikalisch korrekt wär.

Ich werde denke ich eh den Satz nochmal umbauen, jedoch ist nun in der WG eine Grundsatzdiskussion ausgebrochen wer nun recht hatte.
Die die meine der Satz wäre nur korrekt so :„Der aus Samos gebürtige Mathematiker,…“ oder die Fraktion :" Der in Samos gebürtige Mathematiker,…"…

nun muss natürlich klarheit her.

dank dir aber schonmal ^^

Hi
…aus Frankreich gebürtig
ist aber korrekt.
Schreib doch: aus F… stammend, falls Dich der Ausdruck stört.
lg O

gebürtig: Adj. zu Geburt (weitere Form: bürtig, ebenbürtig)

http://www.amazon.de/Deutsche-Sprache-schwere/dp/341…

Re-Moin,

Also im normalen Sprachgebrauch ist mir das auch klar so.
Ich schreibe auch :„Er ist gebürtig aus Deutschland.“ oder
„Gebürtig ist er aus Frankreich“.

ei, wenn Dir das im normalen Sprachgebrauch klar ist, warum willst Du nun einen unnormalen Sprachgebrauch anwenden?

Allerdings ist die Satzkonstellation ja ein wenig anders…
„Dieser aus Samos gebürtige Mathematiker,…“
oder
„Dieser in Samos gebürtige Mathematiker,…“

Die Satzkonstellation spielt für den korrekten Gebrauch eines Worts keine Rolle.
Sprachen sind nicht logisch konstruiert, aber manchmal kann man doch eine Logik hinter der Gebrauchsanweisung für ein Wort entdecken.
Guck Dir mal die Definition des Duden an:

  1. ge|bür|tig [mhd. gebürtich, ahd. gibürtīg]: geboren in, der Geburt nach stammend aus
    http://www.duden-suche.de/suche/trefferliste.php?suc…
    Da kämst Du wohl kaum auf die Idee zu schreiben „er stammt der Geburt nach in Frankreich“, gell?

„Der aus Frankreich gebürtige Mathematiker“ klingt sehr
komisch,

Nee, für mich nicht.

„Der in Frankreich gebürtige Mathematiker“ klingt irgendwie
angenehmer für mich,

Re-Nee, für mich nicht.

zumal es „Der in Frankreich geborene
Mathematiker“ auch richtig ist und kein „aus“ braucht.

Stimmt, aber das ist ein anderer sprachlicher Schuh. Ausserdem wolltest Du wissen, wie es richtig heisst und nicht, was irgendwie angenehmer klingt.

Hier noch ein paar Belege für den korrekten und ausserdem konventionell üblichen Gebrauch des Wortes:
„Signifikante rechte Nachbarn von gebürtig:
aus (185), in (15), im (5)“
http:///cgi-portal/de/wort_www?site=208&Wort_id=8342678
Falls Du wortschatz.uni-leipzig.de nicht kennst:
man hat Pressetexte digitalisiert und anhand dieses Korpus lexikalische Studien betrieben. „Signifikante rechte Nachbarn“ gibt an, wie oft das angeführte Wort in den Texten rechts von „gebürtig“ steht.
So, da kommt nun 185 Mal „gebürtig aus“ vor, und nur 20 Mal „gebürtig in/im“.
Die Beispiele werden mit Quellenangabe zitiert; sie sind also nicht erfunden, sondern aus der deutschen Presse gebürtig.

Aber mach in Deiner Facharbeit, was Du willst. Schreib halt „Dieser in Samos gebürtige Mathematiker,…“, wenn die falsche Formulierung Deiner individuellen Wahrnehmung von sprachlichem Wohlklang entspricht. Dein Lehrer wird Dir deswegen bestimmt kein Pünktchen bei der Benotung abziehen - ich zumindest täte es nicht, wenn ich noch Pauker wäre.

So, un nu lanx aba!
Grüsse aus der Morgensonne

Pit

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