Wie hell darf eine LED sein?

Hi,

ich habe vor mir aus LED´s einen „Himmel“ übers Bett zu bauen

(siehe auch weiter unten im Forum)

jetzt stellt sich mir die Frage, wie hell dürfen die LED´s eigentlich sein, damit keine Gefahr besteht?

Hab mich schon etwas umgeschaut, aber die Angaben die ich bei Lasern gefunden hab waren alle in mW (Lichtleistung?) und die bei den LED´s im Cd.

Kann ich das irgendwie vergleichen? (Die Umrechnung von Cd in Lumen hab ich auch raus)

Ich möchte weiße , blaue (470nm) und gelbe (590nm) LED´s verwenden.

Ich hab zwar nicht vor die LED´s mir voller Leistung zu betreiben (PWM Ansteuerung) aber ein gelegentliches Aufblitzen soll möglich sein, ohne gleich geblendet zu sein :wink:.

Hi,
mit einzelnen LED (ausser Laser) kannst du keine für das Auge gefährliche Leuchtdichte erzeugen. Es stellt sich aber die Frage, warum nicht so schwache LED wie möglich einzusetzen, dass man die „Sterne“ gut sieht. Bei völlig dunklem Hintergrund reichen die billigsten weissen LED aus. Ein Leuchtdichteunterschied von ca. 1:50 wirk bereits blendend, abe 1:100…1:200 wird es dann schon unangenehm.
Es kommt also bei der Blendung nicht primär auf die Helligkeit der LED, sondern auf das Verhältnis der Leuchtdichten von LED und Hintergrund an.
Zur allgemeinen Raumbeleuchtung sind solche Sternenhimmel aus offen sichtbaren LED allein ungeeignet, da man eine angemessene Beleuchtungsstärke am Boden nur mit extrem blendenden LED erreichen kann. Ich würde also eher einen Sternenhimmel aus Billig-LED mit einer Indirektbeleuchtung mit Halogen kombinierne.

A.

Hallo,

jetzt stellt sich mir die Frage, wie hell dürfen die LED´s
eigentlich sein, damit keine Gefahr besteht?

prinzipiell ist die Betrachtung von Lichtquellen in Bezug
auf die Augengefährlichkeit nicht an Laser gebunden.

Bei normalen LED ist es aber weniger kritisch.
Solange Du nicht die LED sehr dicht vor’s Auge hälst,
oder sehr viele LED mit zusätzlicher Optik auf einen
Punkt fokussierts, wird die Lichtleistung pro
Flächeneinheit nicht kritisch sein.

Eine 5mm-LED kann tatsächlich mehrere mW Lichtleistung
abgeben, aber eben nicht so fokussiert wie beim Laser.

Zu Hintergünden schaue auch hier
-> http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß Uwi

Ich möchte weiße , blaue (470nm) und gelbe (590nm) LED´s
verwenden.

Ich hab zwar nicht vor die LED´s mir voller Leistung zu
betreiben (PWM Ansteuerung) aber ein gelegentliches Aufblitzen
soll möglich sein, ohne gleich geblendet zu sein :wink:.

Das Problem an sich ist ja schon geklärt, aber trotzdem:

Mach dir mehr Gedanken um die Temperatur der LED’s. Hochleistungs-LEDs kommen locker über 100°C und das vertragen nicht alle Anstriche. Wenn du also keine runden abgebrannten Flecken in der Decke haben möchtest dann sorg für Kühlung.

(Ausserdem: schraub die Spannung runter oder den Vorwiderstand hoch bis sie nicht mehr zu hell sind.)

cu

Hi Zondan,

ich habe vor mir aus LED´s einen „Himmel“ übers Bett zu bauen

(siehe auch weiter unten im Forum)

jetzt stellt sich mir die Frage, wie hell dürfen die LED´s
eigentlich sein, damit keine Gefahr besteht?

Ich würde sagen, wenn Du die LEDs nur so hell leuchten läßt, daß man in ihnen noch Sterne erkennen kann, dann brauchst Du Dir auch keine Sorgen um Deine Augen zu machen, denn in den echten Sternenhimmel kannst Du ja nachts auch problemlos gucken.

Wenn ich mir einen LED-Himmel übers Bett bauen würde, würde ich alles daransetzen, die Sache so realistisch wie möglich zu machen. Ich würde eine Menge weißer SMD-LEDs nehmen (keine gelben und blauen, weil das bereits zu bunt wäre), und die eher schwach bis mäßig stark leuchten lassen. Ich würde sie mit unterschiedlichen Helligkeiten betreiben, natürlich unter Vermeidung von regelmäßigen Mustern, und dann würde ich sie „funkeln“ lassen, d. h. kein aufdringliches Herumgeblinke, sondern ein ganz ganz GANZ dezentes „Blinzeln“, hervorgerufen durch SEHR geringe Änderungen in der Helligkeit. Ich denke, wenn der Himmel einen wirklich umwerfenden Eindruck machen soll, dann muß man versuchen, möglichst nahe an das Original heranzukommen, und dazu wird der Konstrukteur die LEDs _weniger_ schnell blinken lassen müssen, als sie könnten, und _weniger_ hell leuchten lassen, als sie könnten, und _weniger_ stark flackern lassen, als sie könnten. Sonst wird man in der Simulation eben immer eher die Simulation als das Original erkennen. Das würde mir nicht gefallen (was aber sicher Geschmacksache ist).

Mit freundlichem Gruß
Martin

Hi,
mit einzelnen LED (ausser Laser) kannst du keine für das Auge
gefährliche Leuchtdichte erzeugen.

Schonmal in eine LED mit mit über 10.000 mCd und nur kleinem Abstrahlwinkel geguckt?

Hallo,

Schau Dir mal, zum Beispiel, http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c/~flN0YX…
bei Conrad-Elektronik an.

mfg
W.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Olaf,

Schonmal in eine LED mit mit über 10.000 mCd und nur kleinem
Abstrahlwinkel geguckt?

schonmal nachts in einen Autoscheinwerfer geguckt?
… es reicht der normale Augenreflex wie beim schauen in die Sonne auch.

Gruß
achim

Auch mal an Glasfaser gedacht?
Hallo Zondan,

auch wenn ich jedes µController-Prohjekt immer sehr begrüße, aber hast Du schonmal daran gedacht, Glasfaser für die „Sterne“ zu verwenden? Also auf mehrer Fasern auf der einen seite Reinleuchten, die anderen Enden statt LEDs rausleuchten lasen. Ist evt. einfacher in der Verlegung. Das Blinken und Funkeln kann dann auf verschiedene Arten erzeugt werden:

  • Verschieden Lichtquellen einzeln Leistungs geregelt
  • bemalte Scheibe, die zwischen Lichtquelle und Glasfasern dreht
  • LC-Display ohne Reflektorfolie, das Zwischen Glasfasern und Scheibe liegt und angesteuert wird
  • Flackerlicht als Lichtquelle (also diese Glühbirnen in Kerzenatmosphäre)

Gruß
achim

Hi,
10 ooo mCd = 10 cd

es kommt bei der Gefährdung auf die Leuchtdichte (in cd/m²) , dh. auf die Beleuchtungsstärke, die auf dem Auge entsteht. Im Gegensatz zum Laser (parallele Lichtstrahlen) strahlt eine LED (ohne optik) kegel- bzw halbkugelförmig ab (dh. bei gleicher Leuchtdichte nimmt die leuchtdichte mit zunehmender Entfernung im Quadrat der Entfernung ab)

Sagen wir, eine stark fokussierte LED mit 1 mm² Abstrahlfläche (entspr. 10 000 000 cd/m2) und wird an der Decke aus 1 m Entfernung betrachtet, da wäre die bestrahlte Fläche dann z.b. schon 1m² groß und die Beleuchtungsstärke entspricht nur 10 cd/m². Das ist die Leuchtdichte, die in einem schlecht beleuchteten Kellergang o.Ä. vorherrscht. Bei halbkugelförmiger freier Abstrahlung noch viel weniger.

Ausserdem ist eigentlich die Energiedichte am Auge entscheidend, und auch die Frequenz. Z.B. ist UV sehr energiereich und führt eher zu schäden als z.B. gelbes Licht. IR wird wiederum sehr gut absorbiert und kann zu Hitzeschäden im gewebe führen.

A.

1 „Gefällt mir“

Faseroptik?
Hi, ggf. lässt sich der Himmel auch mit Faseroptik gut lösen (eine Halogenlampe wird per Hohlpiegel, Linsen und Wärmeschutzfilter auf das Ende eines Bündels Kunststoff-Lichtleiterfasern gebündelt (oder auch mehrere starke LED nehmen).
Die anderen Enden der Leiter musst Du entweder leicht aufschmelzen, damit eine linsenförmige Endfläche entsteht oder matt machen (z.b. mit 600er Schleifpapier)

Sieht zumindest einem Sternhimmel ähnlicher als LED und man kann viel mehr Sterne machen.

A.

Wieder was gelernt. o.T.

hi,
bei Conrad-Elektronik klappt das leider nicht mit den Links, müßtest mir den Produktnamen schicken

Aber danke schonmal

Vielen Dank für die viele Tips
Also mit der Helligkeit lag ich wohl falsch, es soll ja keine Raumbeleuchtung geben!

SMD LEDs hab ich nur 2 in weiß und unter 1€ gefunden (bei mehr als 100 Stück muss man auch etwas auf den Preis achten! :wink: ) (Conrad 153592-ZA)
Die Frage ist nur, wie befestige ich die? Für jede LED ne mini Platine?
Oder doch besser 3mm LEDs mit Fassung? (Reichelt SLH 36WS mit EBF A-3)
Das ganze soll in eine Holzplatte, die Dicke ist bis jetzt noch variable.

Wie viele würdet ihr den so pro m² rechnen? Bei 100 würde auf jedes 10x10 cm Quadrat eine LED kommen, ist das zu weinig? Will das ganze ca. 2,5m² groß machen.

Die Lösung mit Glasfaser wäre zwar auch zu überlegen, aber dann muss man wieder hellere „Lampen“ verwenden und die werden wieder heiß, brauchen Abluft und Platz, wollte die Platte eigentlich mit 1-2 cm Abstand zu Decke aufhängen (Der Trafo kommt auf einen Schrank neben dem Bett!) Außerdem würde der Lichtwellenleiter pro LED teurer kommen als die LED.

Wegen der Wiederholung der Leuchtmuster:
Also bis jetzt sind 16 Verschiedene Muster geplant, die alle unterschiedliche Laufzeiten haben (zwischen 4 und … Sekunden) und unabhängig voneinander sind. Glaube kaum, das man da eine Wiederholung bemerkt, solange man sich nicht auf eine LED konzentriert.
Kann es auch noch auf 32 Kanäle ausweiten!

Dann noch die Frage der Ansteuerung, ich hab einen µC Ausgang und will 10 bis 20 LED´s (3,8V und 20m) ansteuern. Die Maximalspannung die ich zur Verfügung habe sind 40V mit 5A (29V Gleichgerichtet, ich weiss, 145VA werd ich nicht brauchen, aber für was anderes kann ich den Trafo eh nicht gebrauchen und die „hohe“ Ausgangsspannung kann mir ja hier nur recht sein)

Also 10 in Reihe und 2 parallel? Aber mit welchem Treiber? 16-32 Darlingtons von Hand aufbauen ist nicht des was ich mir vorstelle, der Rest der Schaltung ist schon genug Arbeit.

SMD LEDs hab ich nur 2 in weiß und unter 1€ gefunden (bei mehr
als 100 Stück muss man auch etwas auf den Preis achten! :wink: )
(Conrad 153592-ZA)

  1. Conrad ist teuer :wink:
  2. Wie wär’s mit blauen SMD-LEDs? Bekommt man bei Reichelt.de schon für 50 Cent. Weiße LEDs sind dort auch teuer und haben trotzdem einen Blauschimmer.
    Ansonsten, wie wäre es mit 3mm LEDs?
    Sind auch sehr klein und weiße LEDs in verschiedenen Helligkeiten gibt’s auch ab 50 Cent.

Hi,
ggf. kannst du auch fertige Lichtschläuche / Lichtnetze aus LED ausschlachten, die haben ja z.t. schon die Ansteuerung incl. regelbarer Blinkerei dran. Musst bloss einen erwischen, der aus einem Schlauch besteht und nicht gegossen ist.

oder kaufst den: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=43…
A.

Hi,

oder kaufst den:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=43…

Danke, aber ich will das ganze schon gern selber basteln,auch wenn ich vielleicht 2 Jahre dazu brauch und das ganze ca. 200€ kostet.

Hallo Zondan,

Also 10 in Reihe und 2 parallel? Aber mit welchem Treiber?
16-32 Darlingtons von Hand aufbauen ist nicht des was ich mir
vorstelle, der Rest der Schaltung ist schon genug Arbeit.

ich würde das mit sog. „Power-MOSFETs“ machen. Das sind moderne Devices, die für solche Zwecke wie dem Deinen (möglichst einfache/billige/platzsparende Ansteuerung von Lasten z. B. mit µCs) entwickelt wurden. Fast alle Typen haben ein gut handhabbares TO220-Gehäuse. Du wirst nicht darum herumkommen, Dir eine „Leistungsplatine“ zu bauen, auf der sich im wesentlichen einen Haufen Transistoren befinden (einer für jede LED-Gruppe). Sie ist das Bindeglied zwischen dem LED-Panel und der „Steuerplatine“ mit dem µC.

Bei geringen Schaltfrequenzen können Power-MOSFETs direkt von einem µC angesteuert werden, d. h. völlig ohne weitere Bauteile, also auch ohne den bei bipolaren Transistoren obligatorischen Basis-Vorwiderstand (!). Bei PWM liegen allerdings gerade keine geringen Schaltfrequenzen vor. Also solltest Du nicht vergessen, jedem MOSFET einen Gate-Vorwiderstand zu spendieren.

Ein Standard-Typ ist der „IRFZ24N“. Guck Dir mal das Datenblatt an.

Mit freundlichem Gruß
Martin

hi,
bei Conrad-Elektronik klappt das leider nicht mit den Links,
müßtest mir den Produktnamen schicken

Aber danke schonmal

Hi,

Hab erst heute wieder mal reingesehen.

-LED SPOT STERNENHIMMEL, 6ER
-Artikel-Nr.: 570359 - 13
-Preis nur 39,95 EUR
-50 000 h Lebensdauer Je 1W Power LED

Dieses 6er Set den dekorativen LEDs mit halbrunden Linse bietet Ihnen unendlich viele Einsatzmöglichkeiten. Sie können einen Sternenhimmel im Schlaf- oder Wohnzimmer installieren, Spiegel und Bilder einrahmen, Möbel sowie Vitrinen beleuchten, eine Nachtbeleuchtung im Bad oder im Korridor installieren und sogar Treppenstufen beleuchten. Sie sehen, mit diesem LED Dekor-Set sind Ihrer Fantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Technische Daten: Betriebsspannung 230 V/50 Hz · Einbau-Ø 9 mm · Einbautiefe 30 mm · Abm. Vorschaltgerät 118 x 34 x 22 mm · IP 30.
Lieferumfang: 6 LED á 1 W · 1 m Kabel mit AMP-Stecker · 1 Vorschaltgerät DLK mit 1,5 m Zuleitung und Eurostecker · 1 AMP-Steckverteiler 6fach.

mfg
W.