auf ein Neues (evtl. in Teilen OT)
Hallo Mike,
Hallo Peter
(( den ganzen Teil warum 1.Petrus früher als 75 entstanden
sein muss
das ist schon mal ein Problem. Du hattest in der Beziehung ein paar gute Argumente gebracht. Dann wäre eine adäquate Deutung z. B. „dass 1 Petr wohl eher vor 75 entstanden sei“. Aus diesem „wahrscheinlich“, das Du vertreten könntest, wird bei Dir ein „muss“. Und so geht es fröhlich weiter. Aber machen wir mal.
Hier geht es nur um das Argument
„inhaltlicher Ähnlichkeiten zu Paulus“ ))
Diese Ähnlichkeiten dürften evtl. irgendwo einen historischen Ursprung haben? Und der könnte zufälligerweise irgendwo in der Nähe von Jerusalem und (je nach Tradition) Galiläa gelegen haben? Und könnte zufällig Jesus Christus heissen? Deine Argumente sind schön, aber nur, solange sie in Deine Deutung passen?
Das mag ein Schnellschuss sein (Paulus distanzierte sich in
der Apg ja auch mal), ist aber im Ergebnis wohl richtig.
Das Problem ist ja nicht, dass ich argumentiere, die
Ähnlichkeiten mit Paulus würden eine spätere Entstehung von
1.Petrus belegen.
Aber Du gehst etwas salopp darüber hinweg. Du könntest ja immerhin schreiben, dass zwar eine spätere Entstehung von 1 Petr dadurch nicht besonders viel wahrscheinlicher werde, aber dass das Argument evtl. darauf hingedeutet hätte.
Das Problem ist, dass das ja die
neutestamentliche Forschung derzeit tut (de facto schreibt sie
nur immer wieder den gleichen Gedankengang voneinander ab).
Und sie hat nicht zwingend Recht damit. Gut, das wäre geklärt
Annahme, dass, wenn ein Brief von Petrus geschrieben sei, er
auch persönliche Erfahrungen zeigen solle und vielleicht mehr
Details über das, dessen er Augenzeuge geworden war.
Ist nicht unbedingt erforderlich, der Brief kann meinetwegen auch vor 64 und von Petrus persönlich diktiert sein (wenn auch wohl nicht handschriftlich von ihm verfasst). Das würde im Übrigen die katholische Tradition stützen.
Wunderhübsch, abgesehen davon, dass es zu seiner Zeit noch
kein offizielles Bischofsamt von Rom gab.
Vielleicht können wir uns mal darauf einigen, dass unser beider Streit vor allem über diesen Ausdruck geht, also den Begriff des „offiziellen (ich übersetze: als öffentlich wahrgenommene Pflichten festgelegte) Bischofs-(ich übersetze: einer Person als Aufseher mit besonderem Gewicht in der Gemeinde übertragenen) Amtes (ich übersetze: besprochener Aufgaben) von Rom (ich übersetze: der damaligen Hauptstadt des Reiches, aber nicht in derer Öffentlichkeit, sondern in einer eigenen, gemeindlichen, verborgenen Öffenlichkeit, möglicherweise zwar nicht von Anfang an verborgen vor allen Römern)“.
Das ist ja jetzt ein schöner Mix. Ich versuche mal das
aufzulösen.
Ich versuche mitzumachen.
a.) die Sache mit „Lügen und nicht Lügen“. Wenn es zu solchen
Begriffen kommt, dann reagiere ich ähnlich wie Du ->
scharf. Sorry.
Kein Problem.
b.) es ist ein uralter Zwist und solange man einfach alles
weiter als gegeben annimmt, hat der auch die Gelegenheit noch
ein paar Generationen beschäftigt zu halten.
Und Du gibst zu, dass Du Partei ergriffen hast? Wäre schön, wenn Du das zugeben könntest.
b.1.) Wenn man von
einer Sprache in eine andere übersetzt, dann wird zum Standard
das, was in der Vorstellung des Übersetzers dem Original am
Nächsten kommt.
A la bonheur.
Die Situation des Jahres 64 sah so aus, dass die christliche
Gemeinde in Rom noch klein war und der Organisationsgrad nicht
hoch.
Wir wissen das zwar nicht, aber es ist noch recht wahrscheinlich.
Petrus, so deute ich u.a. auch den Ton von 1.Petrus
da müssen wir schon aufpassen. Der Ton des wüstesten Sünders im Gewand eines Kurienkardinals wäre salbungsvoll. Nicht dass ich Petrus für einen solchen Sünder halte, aber dass er Autorität hatte, wird wohl gesagt werden dürfen, ohne dass Du den Petersdom abträgst.
weniger als autorisierter
Chef (wie man den auch immer nannte)
da haben wir zwischen uns beiden glaube ich ein terminologisches Problem gefunden. Eine Autorität ist nicht immer eine graduell mit Bodyguards festgelegte. Es kann auch eine sachlich-fachliche (man traut dem Typ mehr Wissen zu, weil er Jesus persönlich kannte und bei Ihm war) oder persönlich-natürliche (eindrückliche Gestalt), vielleicht auch mal eine ordnungshalber anerkannte (irgend einen sollte man als mit der kirchlichen Lehre identisch Sprechenden erachten) gemeint sein.
b.2.) Geschichtlich wurde das Thema Primat von Rom ja erst mit
Clemens I wirklich ein Thema, und das war später.
Wenn wir damit rechnen, dass eine Bewegung von Galiläa und Jerusalem ausging, die Ableger in Antiochien, Alexandrien, Byzanz, Ephesus unter den sieben Gemeinden, Rom und an einigen kleineren Orten hinterlassen hatte, dann wird auch nicht von Anfang an Rom als Autorität bestimmt worden sein. Das hat im übrigen die Kirche auch so nicht behauptet.
b.3.)
Das sei gerne nachgeholt. Jede schismatische Gemeinschaft
Definitionsversuch: Häretisch ist jemand, wenn er in wesentlichen Inhalten öffentlich die Lehre als falsch bezeichnet, unbelehrbar bzw. unbeirrbar anzweifelt und darauf beharrt. Schismatisch ist jemand, der sich von der Gemeinschaft als Ganzer abwendet und eine neue Gemeinschaft gründet, wenn auch vielleicht in Teilen mit der gleichen Botschaft. Apostatisch schliesslich ist jemand, der vom Glauben als Ganzem abfällt. Es ergibt sich also eine Steigerung häretisch - schismatisch - apostatisch für allerlei Arten von Lernunwilligen.
Also zunächst sollten wir uns mal den Begriff „schismatisch“
genauer ansehen. Um 54, also die Zeit, um die wir hier reden,
gab es auch Dutzende christlicher Sekten, jedenfalls
verstanden sich die Leute so.
Das kann ich nicht glauben. Die Leute verstanden sich als eine Gemeinschaft, und zwar verschworen, überzeugt und eben erst entstanden, sie erwarteten gemeinsam die baldige Wiederkunft des Herrn, Paulus hatte ja alle Mühe, den Leuten zu erklären, dass noch Gläubige sterben konnten, bevor die Erfüllung sich vollendet; auch dass gewisse Dinge nicht zulässig waren, wurde von Autoritäten wie höchstwahrscheinlich Petrus und ganz sicher Paulus bestimmt; schlussendlich ist zwar damit zu rechnen, dass diesen Autoritäten die Gedanken auch nicht von der Stirn abgelesen wurden und also etliche Leute unterschiedliche Auffassungen für die richtige Lehre hielten, aber es ist auch wohl der eine oder andere mal aus der Gemeinde ausgeschlossen worden (vgl. wiederum Paulusbriefe).
Es war noch nicht ausgesungen,
welche christliche Richtung die Führungsmacht werden sollte.
Ich kann mir schlecht vorstellen, dass es einen Kampf um die Führungsmacht gab. Richtungen mag es gegeben haben, aber wohl so viele, dass keine sich durchgesetzt hätte, wären da nicht eben Autoritäten gewesen, deren Wort nahezu als Gesetz galt und die miteinander seltsamerweise in verblüffendem Ausmass übereingestimmt hatten, sodass es schlussendlich ausreichte, sich an eine von ihnen (Petrus oder einen anderen Zeitgenossen und Gefährten Jesu) zu halten.
Tatsächlich sollte das ja noch Jahrhunderte dauern.
Aber diese Konflikte traten auch erst später überhaupt auf.
In dem
Zeitrahmen, den wir hier diskutieren, ist der Begriff also
schlicht falsch.
Deine Argumente waren ja auch damals nicht vertreten. Ich habe von „Schismatikern“ geschrieben im Wissen darum, dass die Schismatiker aller Jahrhunderte sich eben dieses Argumentes von der angeblichen Nichtexistenz römischer oder bischöflicher Autorität bedient haben, es ist dabei geradezu anzunehmen, dass die Gemeinde in Rom zu Lebzeiten Petri solcher Begründung nicht bedurften und sich in diesem Sinne keiner Schismatiker zu erwehren hatten, weil eben der Hl. Petrus persönlich unter ihnen Zeugnis geben und allfällige Meinungsverschiedenheiten ausräumen konnte.
Wie Du an anderer Stelle richtig anmerkst ist ja
Markus auch erst so um 70 fertig geworden. Einige Jahre früher
bereits den Anspruch zu erheben
Man brauchte keinen Anspruch zu erheben, man scharte Leute um sich.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man dabei durch internen Streit auffiel, viel eher wird das Christentum durch Missionierungsversuche aufgefallen sein, den Römern erschien aber etwa eine Auseinandersetzung Juden-Christen wohl als interner Sektenstreit.
Auch wenn ich jetzt wieder Häretiker genannt werden sollte
von mir bist Du nicht so genannt worden. Du hast aber deren Behauptungen benutzt und sie nicht begründet.
Mir geht es hier um den geschichtlichen
Fakt.
Prima.
Die Sache mit dem Primat von Rom zumindest, zog
sich noch bis ins Mittelalter hin
war aber auch nicht von Anfang an ein Streit, sondern wohl erst ab dem 4. Jahrhundert. Vorher hatten die Gemeinden keine spürbare Konkurrenz, weil sie einfach zu weit auseinanderlagen. Im 4. Jahrhundert, unter Konstantin und seinen Nachfolgern, wurde Rom aber von der Hauptstadt des Reiches auch zur Hauptstadt des christlichen Reiches. Die Folge war die besondere Autorität nicht nur in weltlichen, sondern auch innerkirchlichen Dingen. Diese Autorität hatte sich meiner Überzeugung nach längst angebahnt gehabt, wurde aber erst dann zum Streitpunkt. Zwar gab es vorher auch Auseinandersetzungen zwischen kirchlicher Autorität und kleinen Gemeinschaften, diese wurden aber meist zwischen Konzilien und einzelnen Ortsvertretern ausgetragen und hatten den Primat Roms kaum zum Gegenstand. Dass es treibende Kräfte gab, die einen solchen Primat schon früher zementieren wollten, wie eben etwa der Heilige Irenäus, ist hier nur insofern von Bedeutung, als dass der spätere Primat damit seine Legitimation erhöhen konnte.
So sonnenklar
kann eine Sache nicht sein, wenn man ein paar Jahrhunderte
darum streiten muss.
Aber sie kann es mal gewesen sein, übrigens meine ich hier nicht den Primat Roms, sondern des Bischofs an sich, der in Antiochien, Konstantinopel, evtl. Alexandrien usw. ähnlich gewesen sein dürfte.
Genau wie der Papst müssen auch die Häretiker (wer auch immer
das sein mag) damit leben, dass sie mir herzlich egal sind.
Ich dachte, Du seist an Fakten interessiert, und dann sind Dir die Akteure egal…
dann würde ich erstmal nach dem Leck suchen.
Tu das!
Was ich schreie ist „Geschichte ist ein Prozess!“
Einverstanden.
Nichts entsteht einfach fertig von Heute auf Morgen.
Nicht einverstanden. Es muss offenbar Dinge gegeben haben, die sich plötzlich und mit Kraft durchsetzen wollten, Ideen oder sagen wir eine bestimmte Idee. Immerhin missionierte da ein gewisser Paulus mit Vehemenz, Erfolg und Nachhall, vier oder mehr Evangelien wurden verfasst, Gemeinden entstanden, Petrusbriefe wurden verfasst, eine Didachè, ein Clemensbrief und viele weitere Schriften kamen hinzu - ab dem Jahr 100 auch in Konkurrenz mit Gegenschriften.
Dinge
entwickeln sich.
Stimmt, das hat so keiner angezweifelt.
Das hat nichts mit päpstlicher Autorität zu
tun, es hat mit Geschichte zu tun.
Wie auch andere Dinge ist die Autorität geschichtlich entstanden.
Als Jesus lebte
hatte Er übernatürliche und vermutlich auch natürliche/persönliche Autorität, das war schon für Ihn ein Machtkampf.
gab es noch keine christliche
Gemeinde in Rom.
Aber die Stadt anzünden konnte sie Deiner Meinung nach sehr bald.
Was ist wahrscheinlicher? Dass Petrus am Mittwoch
nach Rom kam und am Donnerstag hatte er 5000 Gefolgsleute
man könnte immerhin Parallelen in der Apostelgeschichte des Lukas finden, wenngleich diese historisch auch ein wenig bezweifelt werden
Oder ist die Geschichte der Christen in Rom eine Geschichte
des Aufbaues, der Überzeugungsarbeit, auch der
organisatorischen Arbeit
Nehmen wir mal Letzteres an. Das heisst nun aber nicht, dass Ersteres einfach unmöglich wäre.
Für mich als Geschichtler ist
natürlich die zweite Version glaubwürdiger.
Für mich auch, aber das hatte auch keiner bestritten.
Also beantwortest Du Deine Frage selbst und das noch sehr
gekonnt. Nun brauchst Du nur noch den richtigen Schluss daraus
zu ziehen.
Du hattest die Schwierigkeit, zu begründen, warum Petrus den Christen Anmahnungen gab in Bezug auf ihr Verhalten, wenn sie sich vor Gericht zu rechtfertigen hätten. Du erblicktest darin einen Hinweis auf üble Taten, die zur Anklage führen. Du hattest dann damit geantwortet, dass es in Rom eben viele Sekten und Streitigkeiten über Glaubensfragen gab, die mit üblen Taten nichts zu tun haben brauchten.
Eigentlich beantworte ich die Frage nicht selbst, dass hat der
Verfasser des Petrusbriefes getan.
Von Sekten schrieb er nicht, es war auch nicht nötig, Du hast nachvollzogen, was er meint. Er meint, dass der Glaube, wenn er konsequent vertreten wird und damit exklusiv monotheistisch agiert, in der Hauptstadt geradezu vor Gericht führen muss, wie man ja an den Gerichtsverhandlungen sehr vieler Sekten erkennen konnte.
Nur muß man das Ganze auch
mal unter dem Kontext der damaligen Zeit sehen. Und
unterdiesem Kontext war die Verneinung der kaiserlichen
Göttlichkeit ein Standard vieler aufkommender Sekten. Das ist
einfach Fakt, also darf ich auch durchaus einen Schluß draus
ziehen.
Z. B. den, dass sowas nicht ungestraft vor sich gehen konnte. Asebieprozesse gab es schon bei den Griechen, also waren Anklagen durchaus zu erwarten, und je näher der Hauptstadt, desto eher.
Rechenschaftsbegriff, der ja nun
überhaupt kaum noch aus den Evangelien begründet werden kann
doch, das kann er
Wir nehmen erst mal Paulus, der dürfte zeitlich als besonders relevant gelten. Dann die Herrenworte, die wohl ebenfalls zum Teil bereits in einer Sammlung oder mehreren Sammlungen niedergeschrieben waren. Schliesslich den Rest des NT.
mach mal!
Paulus bezeichnete sich selber als „Verfolgter“, etwa in 2 Kor 4.9 („wir leiden Verfolgungen“).
Dann Mk 13,9 „Man wird euch um meinetwillen vor die Gerichte bringen, in den Synagogen misshandeln und vor Statthalter und Könige stellen, damit ihr vor ihnen Zeugnis ablegt“. Keine Rechenschaft?!
Und dann wäre noch die Apg zu nennen (dauernde Verfolgungen).
Vor allem, wenn die Evangelien erst kurz (oder zum
Teil sehr viel später entstanden).
Das ist glaub’ich erledigt.
b.) Immerhin war er in einem bestimmten
Garten zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Nacht der,
der offensichtlich ein Schwert mit sich führte
als eine Schar Bewaffneter sich im Dunklen näherte, und wenn man dann ein Schwert zieht, ist man natürlich ein Feind der Ordnung, mhm?!
diese Obrigkeit als von Gott eingesetzt?
das heisst, sie war umso mehr verantwortlich
Und ihr
gehorchen, selbst wenn es um Rechenschaft für etwas ging, was
man nicht getan hatte
keinesfalls!!
Irgendwie bringe ich das jetzt völlig nicht mit der
Situation zu Zeiten Neros und kurz danach in Zusammenhang.
Nun, man brauchte ja vor Gericht keine grossen Reden zu schwingen. Man wurde vorgeführt, der Richter sagte, was er wollte, und dann hatte man Gelegenheit, mit einem Wort zu widerrufen. Sobald man einen Satz sagen wollte, wurde einem das Wort abgeschnitten. Das hiess aber nicht, dass man nicht Überzeugungsarbeit leisten wollte und gemäss dem Glauben auch sollte.
Aber er rechnet bereits damit, dass man die
Christen zur Rechenschaft ziehen würde.
Das ergibt sich aus 2.11
Der lautet bei bibel-online: „Liebe Brüder, ich ermahne euch als die Fremdlinge und Pilgrime: enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten“. Wenn Du einen andern Vers gesucht hast, bitte ich Dich, ihn mir zu nennen.
Petrus hat sicher nicht damit gerechnet, dass die Christen
wegen Übeltaten vor heidnischen Gerichten stünden, sondern
wegen Überzeugung
Ich verweise auf meine obigen Bibelzitate.
Das ist Deine Annahme.
Deine wohl auch.
und wie gesagt, die Verfolgung kam später. Bis dahin waren sie
einfach noch nicht wichtig genug um verfolgt zu werden.
Dann halt noch ein wenig Terminologie und Definition des Wortes „Verfolgung“. Ein Christ ist auch dann verfolgt, wenn er nicht von der römischen Obrigkeit, wohl aber von einigen jüdischen Priestern, Rabbinern und deren Anhang verfolgt wird.
Es gab auch sonst bis dahin keine Christenverfolgungen.
Ja und der Herr, Der hat Sich selbst ans Kreuz genagelt oder was?!
Die
Juden wurden verfolgt und die Römer kannten meistens nicht
einmal den Unterschied. Siehe Flavius Josephus.
Wenn kein Unterschied, dann konnte man die Christen als „Juden“ verfolgen, auch von der römischen Obrigkeit aus; insofern als ein Unterschied bestand, kann es sehr wohl sein, dass Christen und (sonstige) Juden sich streckenweise bekämpften („Unruhe“ in den Augen der römischen Obrigkeit oder gegenseitiges Anschwärzen) oder wenigstens feindlich gegenüberstanden, Paulus hat das im Römerbrief als Judenchrist zutiefst bedauert, also wird’s wohl so gewesen sein zu der Zeit.
Lassen wir mal kurz Paulus außen vor
was haben wir dann noch für Anzeichen, dass Christen, Juden und Römer alle ach so friedlich zusammenlebten bis die bösen Christen Rom anzündeten, jetzt bist glaub’ich Du mit Quellenzitaten am Zug
Ich
behauptete ganz rigoros, dass eine Christenverfolgung da, wo
es noch keine Christen gab, nicht stattfinden konnte und dass
die christliche Gemeinde in Rom im Jahre 64 noch nicht sehr
weit von diesem „gab es keine“ entfernt war.
Also sagen wir ein einsamer Petrus auf Reisen, der eine solche Freude am Herrenwort gefunden hatte: „Ich bin gekommen, auf der Erde Feuer zu entfachen“, dass er’s ausprobiert. Jeder g l a u b e, was er wolle.
Es gab vor 65 in Rom keine
Christenverfolgung.
Hab’ich so auch nicht behauptet.
Die Christenverfolgung VOR dieser Zeit war
nicht etwa „nicht relevant“, es GAB SIE NICHT!
Falsch. In Rom gab es sie wohl nicht, andernortes aber schon.
Markus, der
sein Evangelium um 70 beendete, berichtete von Verfolgungen in
seiner Zeit, nicht davor.
Und die Passionen berichten bekanntlich nicht von Verfolgung oder was?! Alle liefen sie davon, aber verfolgt - nein, das kann unmöglich sein, dass die verfolgt waren. Schliesslich hatte Petrus das Schwert ja nur aus Spass gezogen, zum Zeigen, dass er der Obrigkeit keinen Gehorsam leisten wollte, im übrigen hatte er weder Angst, Grund zur Angst noch Anlass dazu.
Nein, ich habe nie behauptet, dass Petrus Anweisungen für
Brandstifter gab.
Nicht zum Brandstiften, aber zum sich vor Gericht Verteidigen.
bereits eine gewisse Besorgnis zeigte.
welche Besorgnis
Was, in Anbetracht der Tatsache, dass es ja bisher weder eine
Christenverfolgung noch wirkliche Spannungen gegeben hatte,
verdächtig erscheint. Dabei bleibt es.
Dabei bleibt es eben nicht. Wenn Du das wenigstens mal mit Audrücken aus 1 Petr belegst, kann man wenigstens darauf hören, sonst nicht.
-> unseriös bedeutet Deiner Meinung nach mit Argumenten
nein, ohne Argumente
Also schön, ich habe auf
Quellen und Zusammenhänge verwiesen und werde mich dafür nicht
entschuldigen.
Du hast aber einige Quellen und Zusammenhänge nicht bringen können und Deine Meinung also nicht gestützt.
Sollte Logik Deiner Meinung nach „unseriös“
sein, dann kann ich Dir da leider auch nicht weiterhelfen.
Logik ist nicht unseriös, aber Tautologien können da schon verdächtiger werden. Man muss dabei beachten, dass Logos nichts als der Begriff ist, also zunächst auch eine Tautologie. Aber die blosse Wiederholung von Behauptungen ist nicht deren Beweis.
Ich bin nicht Dein Gott und will es nicht sein.
Dafür muss ich jetzt wahrscheinlich auch noch dankbar sein?
Selbstverständlich.
Einfach nur das Wort
„Märchen“ an eine These zu hängen
an eine Hypothese, die durch nichts belegt werden kann, ja nicht einmal andeutungsweise
(die durch alles vorhandene
Material untermauert wird)
vergiss es
ist eher plump.
Wie das Märchen tönt, so wird es eben bezeichnet. Wenn es ein plumpes Märchen ist, dann muss man es auch plumpes Märchen nennen
Na schön, dass es Dir besser geht, aber auf dem Boden bist Du
nicht geblieben.
Was soll jetzt das wieder heissen?
Gruß
Peter B.
Mike