Wie hoch sind die CO2 äquivalente von Polycarboxyl

Guten Tag,

ich versuche gerade herauszubekommen, wie hoch die CO2 Äquivalente von Polycarboxylaten aus Erdöl sind. kann mir dabei jemand weiterhelfen?

Danke

Moin Maja,

wie hoch die CO2
Äquivalente von Polycarboxylaten aus Erdöl sind.

mir ist nicht ganz klar, was Du mit ‚Polycarboxylaten‘ meinst.

Polycarbonsäuren?
Wenn ja, welche?

Gandalf

Hallo Gandalf,

ich meine damit Polycarboxylate die in Waschmitteln enthalten sind, oder auch als Zementverflüssiger verwendet werden.

Maja

Hi Maja,

ich meine damit Polycarboxylate die in Waschmitteln enthalten
sind, oder auch als Zementverflüssiger verwendet werden.

also Komplexbildner wie EDTA & Co?
Was haben die mit Erdöl zu tun?
Und was verstehts Du unter CO2-Äquvivalenten?

Gib mal ein wenig Fleisch an die Knochen, sonst gibt das eine arge Rumraterei, zu der ich keine Lust habe!

Gandalf

Hallo,

diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich benötige es für eine Berechnung von Polycarboxylaten, die wie schon gesagt in Waschmitteln enthalten sind, oder als Wasserenthärter genutzt werden (Bindung von Calcium). Hier kenne ich keine genaue Bezeichnung. Allgemein wird von Polycarboxylaten gesprochen, die aus Erdöl entstanden sind.
Mit CO2 Äquivalenten ist gemeint, wie viel CO2 sie gebunden haben, und damit das Treibhausgaspotential erhöhen (global warming potential-GWP). Daraus sollte man eine Berechnung erstellen und die Co2 Äquivalente angegebn können. Für Benzin, Diesel etc. gibt es einfache Rechner dazu auf diversen Seiten. Aber über PC ist mir nichts bekannt.

Das waren jetzt zwar auch nicht wirklich mehr Informationen, ich hoffe aber trotzdem das man damit etwas anfangen kann.

Maja

Hi Maja,

> Mit CO2 Äquivalenten ist gemeint, wie viel CO2 sie
> gebunden haben, und damit das Treibhausgaspotential
> erhöhen (global warming potential-GWP). Daraus sollte
> man eine Berechnung erstellen und die Co2 Äquivalente
> angegebn können. Für Benzin, Diesel etc. gibt es
> einfache Rechner dazu auf diversen Seiten.

Hier geht einiges durcheinander. Das GWP gibt an, wie groß die Treibhauswirkung eines Gases im Vergleich zu CO2 ist. Das macht also nur für Gase Sinn, die dann in der Atmosphäre auch ihre Wirkung entfalten können. Alles was als Pulver oder Flüssigkeit oder sonstwas am Boden rumliegt hat keine Treibhauswirkung.

Benzin, Diesel, etc. haben daher auch kein GWP, da es sich nicht um Gase handelt (caveat: siehe Fußnote unten). Diese Stoffe entfalten ihre Treibhauswirkung erst dann, wenn man sie verbrennt. Man kann jetzt pro Energieeinheit, die man beim Verbrennen erzeugen kann, angeben, wieviel CO2 da jeweils raus kommt. Dieses freigesetzte CO2 hat dann jeweils per Definition ein GWP von eins. Es ist aber eben pro erzeugter Energieeinheit unterschiedlich viel CO2. So setzt eine durch Erdgasverbrennung erzeugte Kilowattstunde weniger CO2 frei als eine durch Benzinverbrennung erzeugte und das wiederum weniger als eine durch Kohleverbrennung. Das macht also alles nur Sinn in Bezug auf die bei der Verbrennung erzeugte Energiemenge und vor allem macht es nur Sinn bei Stoffen, die überhaupt dafür vorgesehen sind, zur Energieerzeugung verbrannt zu werden. Das scheint mir bei den von Dir genannten Stoffen nicht der Fall zu sein und daher geht die Frage irgendwie ins Leere :smile:

Es könnte sein, dass Du eigentlich nach dem Energieaufwand fragst, den man betreiben muss, um diese Stoffe herzustellen und wieviel CO2 dabei frei wird. Das kann man dann aber auch nicht mit Benzin oder Diesel vergleichen, da die ja nicht hergestellt sondern aus Lagerstätten gefördert werden.

Beste Grüße,
Markus

Fußnote: Das GWP von eventuell verdampfenden Benzin vergessen wir mal eben, das meinst du sicher nicht. Es ist im übrigen auch wegen der sehr kurzen Lebensdauer von Benzindämpfen in der Atmosphäre sehr klein. Die werden nämlich im Vergleich zu den typischen langlebigen Treibhausgasen wie CO2, Methan, Lachgas, FCKW etc. rasend schnell abgebaut und haben dabei einfach nicht lange Zeit ihre Treibhauswirkung zu entfalten. Deswegen ergibt sich dann ein sehr kleines GWP für Benzindämpfe.