Hallo!
Naja Henning,
jeder darf sich gerne selbst mit so einem Auto zu Tode fahren,
aber auch du mit deinem übergewichtigen Lieblings-S-Benz von 2
Tonnen und einer sicherheitsmäßig nicht tolerierbaren
Höchstgeschwindigkeit gefährdest andere wesentlich mehr als
notwendig.
Das zweugt von geringem technsichen Verständnis und vor allem davon, dass Du die Sache nicht zuende gedacht hast.
Das Gefährdungspotential eines technischen Gegenstandes ist zunächst einmal von der Nutzungsart und der Nutzungsintensität abhängig.
Will heissen: auch eine S-Klasse läuft auch bei Tempo 120 noch gut, sie braucht kein Vollgas.
Eine vernünftig gefahrene S-Klasse mit ihren Top-Bremsen, dem Top-Fahrwerk und den zahlreichen aktiven und passiven Sicherheitseinrichtungen ist weniger gefährlich, als ein 1985er Opel Kadett.
Dasselbe gilt für das Thema Nutzungsintensität: eine wenig gefahrene S-Klasse ist für andere sicherer, als ein viel gefahrener Smart. Dies gilt ebenso für die Umweltverträglichkeit.
Aber auf andere zu zeigen ist natürlich einfacher…
Grüße,
J~
einfach mal die Klappe halten!
Ich hasse es, schneller als 150 zu fahren, ich fahre meist 120
bis 130 und bin für ein Tempolimit!
Ich hätte nichts dagegen, einen Geschwindigkeitsbegrenzer
einbauen zu lassen, der ab 140 abriegelt!
Ich freue mich tierisch, wenn mein 2 Tonner weniger als 7
Liter auf 100km verbraucht, weil ich vorausschauend und
defensiv fahre.
Nun noch eine aktuelle Abgasreinigung und Du bekommst einen Heiliegenschein…
In der Tat sind 7-10 L Diesel für so ein großes Auto ein Spitzenwert. Mein E lag da ja auch ungefähr. Ein aktueller Passat 2.0 TDI ist kaum sparsamer.
Ich ärgere mich irre, wenn ich die Idioten auf der linken Spur
sehe, die bei geschätzten 150 und mehr anderen im Kofferraum
hängen (ich bin meistens auf der rechten Spur zu finden).
Naja, ich fahre z.B. auch mit dem Jeep mit 220 nach Tacho auf der linken Spur. Aber rücksichtsvoll und ausgesprochen selten.
Ich bin auch kategorisch gegen ein generelles Limit. Ich plädiere für variable, dem Verkehrsaufkommen, der Tageszeit und dem Wetter angepasste Limitierungen.
Und nun zu Deiner Unwissenheit, ich würde andere gefährden:
alle (deutschen) dicken Limousinen sind nach dem Partnerschutz
ausgelegt, d.h. meine Vorderfront ist viel weicher als z.b.
die eines Golf, damit ich im Falle eines Unfalles dem
Kleineren eine gute Überlebenschance biete.
D.h. im Klartext: es kann einem Smart Fahrer nichts Besseres
passieren, als mit meinem Benz zu kollidieren. Meine
Knautschzone fängt ihn auf (s. Crashtest damals bei
AutoMotorundSport). Wenn er gegen einen Golf knallt, sieht es
schon schlechter aus, gnade, wenn er gegen einen anderen Smart
knallt.
So ist es.
Kleinwagenfahrer sind eigentlich die asozialeren Fahrer, denn sie nutzen die Crashboxen der größeren Fahrzeuge unverhältnismässig stark…
Ferner hat keiner eine moralische Wertung über mein Sicherheitsbedürfnis zu fällen. Das verbitte ich mir. Wenn ich höre, dass das Durchschnittsalter der deutschen Autos aktuell auf 8,1 Jahre gestiegen ist, frage ich mcih, ob ich nciht meinen Volvo XC 90 gegen einen Mervedes GL eintauschen sollte…
Wenn mir nun so ein SParfuchs mit seinem 1998er Omega in die Tür eines politisch korrekten VW Fox fährt, ist meine Familie verletzt oder tot, während der Opelfahrer eine neue Stoßstange, neue Lampen mit Haltern und eine neue Haube für insgesamt 2000 Euro braucht.
Hinzu kommt, dass die Deutschen insgesamt mit jedem Jahr noch schlechter, agressiver und unaufmerksamer zu fahren scheinen.
Wenn ich alltags die 2 Km über eine Einfallstraße ins Büro fahre, wird mir in meinem Oldie an 3 Tagen die Woche Angst und Bange. Komischerweise sind diese Leute, entgegen der hier oft postulierten Klischees, nicht in Daimlern oder SUVs unterwegs, sondern mit den knuffigen, politisch korrekten Kleinwagen. Da fahre ich alltags doch leiber wieder Jeep und weiß, dass ein Crash mich höchstens einen Anruf zur Terminvereinbarung in der Werkstatt kostet.
Schlimm, dass es so ist, aber man muss offenbar gegen Dummheit, Borniertheit und Ignoranz auch automobil aufrüsten.
Eine E-Klasse wäre für mich im Limousinenbereich nach wie vor das Minimum, aber wenn man einmal „Blut“ bei den SUVs geleckt hat, will man nichts anderes mehr. Bewegt man solche Autos dann vernünftig, ist das auch vor jedem Umweltschützer mit einem Ohr für Fakten vertretbar. Denn mein SUV erfüllt Euro 4 und verbraucht im Jahr sehr wenig, da ich eben wenig fahre…
Es bringt also nichts Henning, sich von Leuten, die sich mit der Materie nicht bis zum Ende auseinandersetzen können oder wollen, provozieren zu lassen.
Man muss sich nur selbst vor diesen Leuten schützen, die mit alten Kisten im Alltag andere gefährden und das dann auch noch als ökologisch und sozial korrekt verkaufen wollen, eigentlich aber nur ihren Neid und ihre Mißgunst dadurch zu kaschieren versuchen.
Grüße,
Mathias