Wie ist das nach der Elternzeit ?

Also, ich bin seit 1993 in einer Firma (mehr als 15 Mitarbeiter) beschäftigt und seit 2007 in Elternzeit. Nun habe ich einen Antrag auf Teilzeit gestellt, der allerdings abgelehnt wurde. Da wir auf keinen gemeinsamen Nenner kommen konnten, habe ich einer Auflösung des Arbeitsverhältnis zugestimmt und auf eine Abfindung bestanden. Nun, bekomme ich aber weit weniger Abfindung wie mir für 17 Jahre zusteht. Als Begründung wird mir gesagt, dass dieses alles wäre, was sie mir anbieten könnten, ansonsten würden sie über eine Weiterbeschäftigung nachdenken.
Nun würde ich gerne wissen, ist dieses rechtens? Wenn ich die Abfindung nicht nehme und den Vollzeitjob antreten muß, bin ich ja gezwungen selbst zu kündigen und dann steht mir ja keine Abfindung zu!
Was kann ich also noch machen?

Es ist rechtens. Auf eine Abfindung besteht kein Anspruch. Ist reine Verhandlungssache. Die einzige Möglichkeit wäre, auf eine Teilzeitbeschäftigung gemäß Teilzeit- und Befristungsgesetz zu klagen. Wenn der Betrieb dafür jedoch keine Möglichkeit hat - was bei so einem Kleinbetrieb denkbar ist - geht die Klage ins Leere.

Also bleibt wohl nur Zustimmung zum Aufhebungsvertrag mit geringerer Kündigung.

Ernst-Erwin

Hi,

also eigentlich hast du 3 Möglichkeiten: 1. Pokern und hoffen dass die Abfindung erhöht wird, damit aber riskieren, dass du selber kündigen musst und nichts bekommst. 2. Die angebotene Abfindung nehmen. 3. Die Teilzeit einklagen. Die Chancen sind aber schwer einzuschätzen.

Siehe auch http://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/themen/arbeit…

Gruß,
Chillie

Hallo,

stimm da bloß nicht zu! Du hast den Anspruch auf eine Abfindung die sich mit den 17 Jahren deckt, die du da warst! Du hast denen deine Arbeitskraft angeboten, zwar nur Teilzeit, aber das wurde abgelehnt (was der Betrieb auch darf, wenn er gute Gründe (Wirtschaftlichkeit,usw.) anführen kann. Leider ist durch diese Ablehnung (wenn der Betrieb die Gründe einer Teilzeitablehnung beweisen kann, ist aber meist schwer der „wirtschaftlichen Lage“ zu widersprechen) im Recht und du musst dann ganztags arbeiten oder kündigen. Allerdings steht dir eine gewisse Summe zu (ist meines Erachtens auch irgendwo gesetztlich geregelt) und du musst einfach versuchen an diesen Betrag heranzukommen.

Ich kann dir nur raten, nimm dir einen Anwalt für Arbeitsrecht, denn du als Laie stehst nachher als die Blöde da. Der Anwalt hat seine Grundlagen und kennt sich in der Materie besser. Ich habe auch erst überlegt, aber dann doch einen Anwalt genommen und der konnte mir echt weiterhelfen. Allerdings musste ich jetzt doch kündigen, weil wir mittlerweile zu weit weg wohnen und ich nicht mehr zu meinem Arbeitsplatz kommen kann.
Ich drücke dir die Daumen, dass du bekommst, was dir zusteht!

Lieben Gruß,
Nicole