Wie ist Dein Name?

… will ich natürlich nicht wissen; wenn ich wissen will, wie mein Gegenüber heißt, dann frage ich halt „Wie heißt Du?“. In die gleiche Kiste gehört wohl auch das „Töten“, das als Ersatz für „Morden“ inzwischen sogar den Spiegel erreicht hat. Wer weiß, woher diese brunzdummen Redewendungen kommen?

Danke für jeden Hinweis
Ralf

… will ich natürlich nicht wissen; wenn ich wissen will, wie
mein Gegenüber heißt, dann frage ich halt „Wie heißt Du?“. In
die gleiche Kiste gehört wohl auch das „Töten“, das als Ersatz
für „Morden“ inzwischen sogar den Spiegel erreicht hat. Wer
weiß, woher diese brunzdummen Redewendungen kommen?

Hi Ralf
natürlich aus dem Englischen: What is your name. Genau wie realisieren und workaround usw., manche halten das wohl für „trendy“, sind wahrscheinlich „Werbefuzzies“, die Zigarette mit C schreiben *g*
Gruss
Rainer

In
die gleiche Kiste gehört wohl auch das „Töten“, das als Ersatz
für „Morden“ inzwischen sogar den Spiegel erreicht hat. Wer
weiß, woher diese brunzdummen Redewendungen kommen?

Hi Ralf
natürlich aus dem Englischen: What is your name.

To kill ist aber nicht das gleiche wie to murder. Auch das
Englische macht da einen Unterschied.

Ich sehe es so: Morden schließt natürlich töten mit ein; aber
morden ist eher eine juristisch belegte Definition: Vorsätzlich
und schuldhaft und aus niederen Tatmotiven töten. Ich denke mir,
im Falle des Spiegels ist es so, dass er die vorsichtigere
Beschreibung „töten“ verwendet, so lange ein Täter nicht
rechtskräftig verurteilt ist. Wird er vorher als Mörder
bezeichnet, kann er sich juristisch dagegen wehren. Und das
kostet den Spiegel dann eine Menge Geld …
Gruß
R.B.

auch ein Anglizismus

Auch das
Englische macht da einen Unterschied.

to make a difference. Ähnlich wie „Sinn machen“.

Angemerkt von
Andreas

Auch das
Englische macht da einen Unterschied.

to make a difference. Ähnlich wie „Sinn machen“.

In diesem Fall geht die - ansonsten richtige - Anmerkung etwas
daneben.
„Es macht keinen Unterschied, ob ich das englisch oder deutsch
sage“: Hier sit ein solcher Anglizismus nur halb übersetzt
übernommen.
Aber: „Das Englische macht da einen Unterschied“: Wie würdest du
das jetzt besser sagen? Das ist aktiv, was das Englische da macht

  • ich mache hier schon einen Unterschied; ob es einer ist, bleibt
    eine andere Frage.
    Gruß
    R.B.

Hallo Rudolf,

  • ich mache hier schon einen Unterschied; ob es einer ist,
    bleibt

… und wozu dient uns das schöne deutsche Verb unterscheiden?

Also, ich unterscheide da schon zwischen deutscher und denglischer Ausdrucksweise!
Grüße
Eckard

Hallo Rudolf,

  • ich mache hier schon einen Unterschied; ob es einer ist,
    bleibt

… und wozu dient uns das schöne deutsche Verb unterscheiden?

Also, ich unterscheide da schon zwischen deutscher und
denglischer Ausdrucksweise!

Kann man dem Duden unterstellen, dass er sich deutsch ausdrückt?
Also:
(aus Duden Nr. 8, Die sinn- und sachverwandten Wörter, Wörterbuch
der treffenden Ausdrücke)
" unterscheiden auseinanderhalten, auseinanderkennen, einen
Unterschied machen, sondern, trennen …"
Selbst der Duden erlaubt mir, statt eines Verbs auch einen
Ausdruck mit Substantiv zu benutzen. Also erlaube es mir doch
auch …

Gruß
R.B.

Dämliche Redewendungen
Das ist das, was ich als das sogenannte Synchrondeutsch bezeichne. Dadurch, daß es bei uns so lange hauptsächlich synchronisierte Filme und Serien aus dem engl. Sprachraum gegeben hat, sind eine Menge Ausdrücke, die sich mal ein Texter hat einfallen lassen, weil die deutschen Worte so am besten auf die engl. Lippenbewegungen passen, in die Umgangssprache eingegangen. Wenn Du mal „kill“ und „(er)morden“ mit den Lippen formst, dann wirst Du merken, daß man es sehen würde, wenn ein Schauspieler die Lippen bewegung von „kill“ machen würde, Du aber gleichzeitig „ermordet“ hören würdest. Ich gebe Dir allerdings völlig recht, die Ausdrücke sind häufig in der Tat brunzdumm.
Mit freundlichen Grüßen,
Susanne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Selbst der Duden erlaubt mir, statt eines Verbs auch einen
Ausdruck mit Substantiv zu benutzen. Also erlaube es mir doch
auch …

Wer wäre ich, dir das verbieten zu können, lieber Rudolf :smile:

Aber diese Konstruktionen (die Empfindung haben statt empfinden, Bedarf haben statt brauchen, einen Besuch machen statt besuchen usw.) finde ich im Deutschen recht hölzern.
Aber natürlich, wenn denn der Duden „die Erlaubnis gibt“ :smile:
Schönes Wochenende!
Eckard.

Das ist das, was ich als das sogenannte Synchrondeutsch
bezeichne. Dadurch, daß es bei uns so lange hauptsächlich
synchronisierte Filme und Serien aus dem engl. Sprachraum
gegeben hat, sind eine Menge Ausdrücke, die sich mal ein
Texter hat einfallen lassen, weil die deutschen Worte so am
besten auf die engl. Lippenbewegungen passen, in die
Umgangssprache eingegangen. Wenn Du mal „kill“ und
„(er)morden“ mit den Lippen formst, dann wirst Du merken, daß
man es sehen würde, wenn ein Schauspieler die Lippen bewegung
von „kill“ machen würde, Du aber gleichzeitig „ermordet“ hören
würdest. Ich gebe Dir allerdings völlig recht, die Ausdrücke
sind häufig in der Tat brunzdumm.

In der Tat: da kommen dann so typisch deutsche Formulierungen raus wie „ist es nicht das, was du sagst?“ anstelle eines „, oder?“. Manchmal graut mir vor diesen Übersetzungen.

Rainer

Susanne

Das leuchtet ein - danke (o.T.)
.