Hallo VWL-Experten,
ihr kennt doch diese Angebots-Nachfrage-Diagramme, in deren Schnittpunkt das jewelige Marktgleichgewicht gesehen wird.
Auf der y-Achse wird üblicherweise der Preis aufgeführt. Was ist dabei der Preis bei Intertemporaltäuschen, also zeitlich versetzten Leistungen und Gegenleistungen?
a) Nur die Differenz (Aufpreis)?
b) Die Gesamthöhe der Gegenleistung?
Falls die Antwort ist, dass der Intertemporaltausch dann aufgegliedert werden muss, so dass zusätzlich Kreditverhältnisse entstehen, und somit der Aufpreis als „der“ Preis eines Teil-Tausches entsteht:
Wie ist es dann zu bewerten, wenn es Zeitpräferenzen gibt, die bei freiem Markt dazu führen müssten, dass die gesamte Gegenleistung in der Zukunft sogar geringer ausfällt als die Ursprungsleistung heute? Dann gäbe es ja keinen „Aufpreis“ sondern einen „Minderpreis“ (keine Ahnung wie man das nennen sollte), jedenfalls einen negativen Preis für diesen Teil-Tausch. Also auch tatsächlich einen Schnittpunkt der Angebots- und Nachfragekurve unterhalb der Nulllinie!
Verschiebt man die Graphen aber um die Ursprungsleistung nach oben, hätte man wieder einen postiven Gesamtpreis und die Welt wäre in Ordnung.
Ist eine Betrachtung des „Aufpreise“ als Preis i.S. dieses Diagrammes also überhaupt zulässig?
Alles Gute wüscht
… Michael

- nur falls Dogmatiker mitlesen.