Wir waren jahrelang Kunde bei einem freien Makler. Leider ist der jetzt schon seit Jahren im Ruhestand und mit seiner Nachfolge gab es Probleme.
Jetzt hatten wir vor zwei Jahren einen konkreten Versicherungsfall (Brandschaden) und hatten uns deswegen wieder an den alten Makler gewandt. Der konnte uns allerdings nicht mehr helfen, weil er schon zu lange aus dem Geschäft draußen ist.
In der Folge hat er uns dann an den Makler der Zürich verwiesen, der ihm persönlich bekannt ist. Der hat zunächst einmal alle unsere Verträge, auch von anderen Versicherungen, auf sich übertragen. Dazu hat er sich anscheinend eine Lizenz erworben. Jetzt kann er uns zumindest auch zu unseren alten Verträgen beraten. Das war uns sehr wichtig, einen Ansprechpartner zu haben. Langfristig ist es jedoch sein Interesse, uns als Kunden für die Zürich zu werben, da er nicht als unabhängiger Makler agiert. Seine Angebote bislang waren sehr attraktiv und er hat auch offen zugegeben, wenn er mit den alten Verträgen nicht konkurrieren konnte.
In Bezug auf die ständig steigenden Beiträge bei der privaten Krankenversicherung DKV konnte uns dieser Makler übrigens ein wesentlich besseres Angebot unterbreiten, als der offizielle Ansprechpartner der DKV.
Zu „häufig“ kann ich nichts sagen. Relevant war bei uns, dass der Betrag des Versicherungsschutzes für Zubehör (Klimaanlage und PV-Anlage auf dem Dach) ausreichend ist und wir andererseits einige Tarifmodule aufgrund der Lage und Ausstattung des Hauses nicht brauchen (Leitungs-, Hoch- und Sickerwasserschäden) bzw. nicht in dem Maße brauchen, wie es gerne angeboten wird.
Für mich macht das auch weniger Unterschied. Mach ich eine Beratung aus, heißt das ja nicht, ich muss dann dort gleich etwas unterschrieben. Von daher ist es ja auch nicht verboten sich mehrere Angebote einzuholen. Von wem die dann stammen, ist mir dann recht egal. Aber dann sehe ich wo die Vorteile für mich liegen. Ich trau da Meschen schon zu, sich halbwegs zu informieren bevor sie eine Versicherung abschließen. Und dazu gehört auch zu vergleichen und nicht gleich bei der erstbesten Option ohne das Angebot zu hinterfragen, etwas unterschreiben.
Ja die wird es geben. Nur wenn ich sonst nicht direkt dafür bezahle, wird das in Österreich keinen wahrnehmen. Man kennt es ja nicht und plötzlich soll man dafür etwas bezahlen. Ohne echten Mehrwert. Das wird so schnell keiner machen.
Verboten ist es nicht, von daher kann das jeder so anbieten. Viel Spaß sich damit durchzusetzen wenn es auch “kostenlose” Angebote gibt. Provision ist ja das eine, was ganz anderes ist dann selbst dafür zu bezahlen. Das mag unterm Strich aufs selbe rauslaufen, aber da fragen sich bestimmt viele wieso sie das tun sollten wenns auch anders ginge.
Ich würde das nicht Recherche nennen, hab nur kurz ChatGPT gefragt:)
Ich kannte es eben nicht und hab das auch so noch nicht gehört, dass man dafür etwas bezahlen muss/soll. Ergibt für mich wenig Sinn wenn man dieselbe Leistung auch kostenlos haben kann.
Ich würd da auch nicht immer davon ausgehen, das seinem jemand über den Tisch ziehen will. Natürlich würde ich die Angebote prüfen bzw. vergleichen, soweit das eben für einen möglich ist. Aber wenn ich das bekomme was ich brauche/will, dann ist mir ja egal ob das irgendwo 10€ günstiger geht im Jahr. Wie das in einem Schadensfall abläuft, sieht man eh immer erst viel später.
Interessant, dass es da offenbar doch ähnliche Angebote in Österreich gibt. Den VKI kannte ich zwar, aber ehrlich gesagt wäre ich nie auf die Idee gekommen, dort wegen einer Versicherung nachzufragen. Aber danke dir!
Danke für die Antwort. Das klingt für mich nach einem vernünftigen Ansatz. Wahrscheinlich bringt es wirklich nichts, nur auf den günstigsten Preis oder nur auf die bestmöglichen Leistungen zu schauen. Mit dem wahrscheinlichen Volumen von Schadenfällen musste ich aber kurz überlegen. Meinst du damit, dass man sich überlegen sollte, welche Schäden realistisch überhaupt eintreten könnten und wie teuer diese im Ernstfall wären?
Danke für die ausführliche Erklärung. Das mit dem festen Ansprechpartner kann ich ehrlich gesagt gut nachvollziehen. Gerade wenn man sich selbst nicht so gut auskennt, ist es wahrscheinlich beruhigend, jemanden zu haben, der die eigenen Verträge kennt und im Schadensfall weiß, worum es geht. Wie konnte euch der Makler im Ruhestand denn dann überhaupt weiterverweisen? Hattet ihr da eine private Nummer?
Und dass der neue Makler offen gesagt hat, wenn eure alten Verträge nicht schlechter waren, find ich ur gut! Genau das würde mir persönlich wahrscheinlich am meisten Vertrauen geben.
Hat euch das alles für den Brandschade dann überhaupt genutzt? Also habt ihr da dann Geld bekommen?
Ah ja, verstehe. Ich glaube, ich wär bisher automatisch davon ausgegangen, dass möglichst viele Zusatzmodule auch automatisch besser sind. Dabei klingts eh eigentlich logisch, dass nicht jedes Haus dieselben Risiken hat und man deshalb auch nicht jede Erweiterung braucht. Danke dir!
Haha verstehe Naja, ich verstehe den Gedanken, dass ein Makler einer Versicherung sein Produkt verkaufen will. Aber dann würde ich irgendwie doch lieber mehrere Angebote einholen und die vergleichen, als eine “neutrale” Person zu bezahlen.
Den Gedanken mit dem Preis kann ich ur nachvollziehen. Gerade bei Versicherungen bringt einem ein etwas günstigerer Beitrag wahrscheinlich wenig, wenn im Ernstfall wichtige Leistungen fehlen.
Worauf würdest du persönlich am meisten achten, wenn du verschiedene Angebote vergleichst?
Hier ist nun mal (nicht nur) Dein Denkfehler. Der provisionsabhängige bzw. anbietergebundene „Berater“ verfolgt u. U. ganz andere Interessen als eine wirklich finanziell unabhängige Bertung.
Es ist nicht sein Produkt, es ist das Produkt einer Versicherung. Je nach Produkt bekommt er unterschiedliche Provisionen. Aber nur weil der Makler bei Versicherung A mehr Provision bekommt als bei Versicherung B, heißt das nicht automatisch, er will dir A nur andrehen. Dann nimmt man eben das Angebot und schaut es sich genau an und vergleicht es mit anderen. Genauso wie man es auch bei anderen Produkten machen würde. Wichtig ist nur, man sollte Produkte vergleichen, die gleich sind. Wenn ein Produkt weniger beinhaltet, kostet es auch weniger. Aber das bringt ja wenig wenn dann gewisse Sachen ausgeschlossen sind, die du unbedingt benötigst.
Das jedes Angebot alle Punkte enthält, die mir wichtig sind und ich benötige.
Soll dann also heißen, jeder der nicht selbstständig bezahlt, bekommt am Ende etwas falsches.
Egal wer dir eine Versicherung vorlegt, die muss man nicht gleich unterschreiben und kann die ja weiter Prüfen. Wenn die Versicherung dann alles abdeckt, was ich benötige und die Preislich auch mit anderen Angeboten mithalten kann, dann macht es keinen Unterschied von wem die Versicherung kommt und wer sie mir vorlegt.
Kann man Versicherungen bekommen, die man nicht braucht bzw. die nicht alles enthalten, was man braucht - Natürlich. Vielleicht hat auch Versicherung A kein Produkt, was ich benötige oder zu 100% passt. Dann Legt mir deren Makler eben etwas vor was nur zu 90% passt. Finde ich dann etwas, was zu 100% passt, nehme ich eben das. Ich habe nie gesagt, man sollte alles blind unterschrieben und jedes Wort in so einer Beratung als ausschließlich wahr betrachten. Aber genaud eshlab lohnt sich ja ein Vergleich.
Ergänzung da ich meinen Beitrag nicht mehr bearbeiten kann:
Holst du dir einen Berater z.B. von der Helvetia Versicherung, wird der dir deren Produkte präsentieren. Passt eines, nimmst du das und vergleichst es mit anderen Versicherungen. Ist das ein Makler der nicht zu einer Versicherung gehört, präsentiert er die verschiedene Produkte von verschiedenen Versicherungen. Dann würde ich den umgekehrten Weg gehen. Du nimmst dir das Angebot und gehst zu einem Makler genau dieser Versicherung. Wenn ein Makler mit mehreren Versicherungen arbeitet, ist das gute für den ersten Vergleich. Aber ob er auch über alle Versicherungen bescheid weiß, wie ein Makler der jeweiligen Versicherung ist eine andere Frage. Außerdem könnten einem die Makler der Versicherung auch noch spezielle Rabatte geben. Da gibts also immer vor und Nachteile, die man aber halbwegs wegbekommt wenn man mehrere Angebote einholt und sie vergleicht. Man sollte sich zu nichts drängen lassen und erst etwas unterschrieben wenn man auch alle Fragen ausgeräumt hat.
Danke für den ganzen Input! Meine Verwandten haben sich inzwischen tatsächlich mehrere Angebote angeschaut und miteinander verglichen. Je mehr wir uns damit beschäftigt haben, desto mehr hatten wir auch den Eindruck, dass es am Ende weniger darum geht, wer das Angebot vorlegt, sondern dass man sich die Leistungen wirklich im Detail anschaut und nichts vorschnell unterschreibt. Tatsächlich war hier auch die Helvetia dabei (weil du sie schon als Beispiel genannt hast). Mir war vorher ehrlich gesagt gar nicht bewusst, wie unterschiedlich die Bedingungen und Leistungen teilweise sein können. Allein deshalb hat sich die Diskussion hier für mich schon gelohnt. Aber wir haben inzwischen auch gemerkt, dass der eigentliche Vergleich gar nicht das größte Problem ist, sondern überhaupt zu erkennen, wo sich die Angebote unterscheiden. Da sind manche Formulierungen schon ziemlich speziell.