Wie jemanden etwas lehren?

Hallo

ich frage mich im Moment wie ich jemanden etwas beibringen kann. Und zwar nicht zB. wie man ein Ei kocht, sondern zB. das man generell mit Wasser kochen kann.

Z.B. Möchte ich jemandem beibringen davon auszugehen das alle anderen Menschen immer alles in Mundgerechte Stückchen haben wollen. Bzw das er mit der Dummheit und Faulheit der anderen rechnen soll.

So ein Beispiel.

Da stellt man einen kleinen Transpostwagen mit Essen hin. Ich stelle daneben auf den Boden ein leichtes Körbchen mit weiterem Essen.

Ein anderer lehnt dieses Körbchen an den Transpostwagen und zu allem Überschuss packt er auch noch die schwersten Essensteile da rein.

Kommt also der Zivi und will den Wagen weg fahren knallt der Korb zu boden (weil er ja angelehnt war) und das Essen ist hin. Oder der Zivi trägt besonders schwer an dem Korb weil das schwere Essen darin ist, hätte man dies auf den Wagen und das leichte Essen in den Korb gepackt hätte der andere es leichter.

Dadurch steigt die Qualität des Mitarbeiters. Der Zivi ist nicht schlecht gelaunt usw… somit steigt die Arbeits und Leistungsqualität.

Wie kann man jemanden lehren so zu denken. Ich erkläre zwar immer im speziellen was ich will. ZB lehne das Essen nicht an usw. Aber das Prinzip bleibt den Personen verborgen.

Erklärt man zb das mit dem Essen und dem Wagen, wird das erstmal so gemacht aber dann wird halt dem Zivi das Leben schwer gemacht mit dem Korb…

Ich rede hier nicht vom „Leben“, ich will ein Feingefühl vermitteln in diesem einen Bereich (Arbeitsplatz)… hier ist also die Tätigkeit recht beschränkt trotzdem will ich ein Feingefühl rein bringen. Ein Auge für die Sache.

Die zu belehrenden sind von 19 bis 45 Jahre alt, trotzdem ist es schwer.

Wie mach ich das?

Danke

daniel

das mit dem Zivi ist nur ein Beispiel

Vergiss es
Hi Daniel
Dummköpfen etwas beibringen zu wollen, raubt einem zuviel Energie.
Gruß,
Branden

Hey, also da schließ’ ich mich Branden an: es wird sinn- und zwecklos sein, es zu versuchen :o(

Letztens sollten wir in der Schule (Ausbildung zum Ergotehrapeuten)verschiedene Muskeln in Form von Wolle an ein Skelett kleben.

2 Skelette und 4 Gruppen, 1 Rolle Tesa für jeweils 2 Gruppen.
Wäre ja schlau gewesen, die Rolle einfach in der Mitte des Tisches stehen zu lassen, damit jeder ran kann, wenn er was braucht.

Aber ein Mädel aus der anderen Gruppe, hat es ständig in der Hand gehalten und rumgetragen und auch meine Erklärungsversuche diesbezüglich nicht verstanden/verstehen wollen.

Damit muss man sich wohl oder übel einfach abfinden…

Liebe Grüße

Hallo Daniel,

Wie mach ich das?

gar nicht!

Ich habe während meines Studium mehrere Semester lang diverse Praktika betreut. Anfangs hatte ich die Idee, Vorschriften zu schreiben, die jeder verstehen und nachvollziehen kann. Ein älterer Laboringenieur lächelte ob meiner Bemühungen und meinte in väterlichen Ton, daß er das auch mal mache wollte, aber die Idioten zu findig seien.
Er hatte so recht!!!

Was ich in diesen Praktika erlebt habe, glaubt mir nur, wer auch Praktika betreut hat. Andere halten meine Schilderungen für völlig überzogen :wink:

Gandalf

Hi Daniel
Dummköpfen etwas beibringen zu wollen, raubt einem zuviel
Energie.
Gruß,
Branden

Hallo Branden,
schade, dass man keine Doppel* vergeben kann.
Schönen Tag noch wünscht BM

Hi,

Was ich in diesen Praktika erlebt habe, glaubt mir nur, wer
auch Praktika betreut hat. Andere halten meine Schilderungen
für völlig überzogen :wink:

Stimmt!

Man sollte ja nicht glauben dass jemand ein naturwissenschaftliches Studium erfolgreich abschliessen kann ohne in der Lage zu sein z.B. zu merken dass Zentrifugen austariert sein müssen, aber das ist leider absolute Realität und nicht mal ne Ausnahme *seufz*
Wäre fast mal die Frage wert wie man diese Erlebnisse auf Dauer verarbeitet bekommt. :o(

Gruß
M (Grad kommt mein lieblings PHD, es geht wieder lohos…)

Hallo Daniel,

weitere frustrierende Beispiele findet sich nicht zuletzt selbst bei denen, die zuvor geantwortet haben. Allesamt auch keine Leuchten.

Die Verantwortung liegt beim Manegement. In der leitenden Rolle fällt es einem eben zu, sich Verfahren auszudenken, damit so´n gedankenloses Handeln nicht mehr passiert. Nicht von ungefähr kommt das Sprichwort: Der Fisch stinkt vom Kopf her zuerst.

Zu versuchen bei den Beteiligten etwas persönlich zu verändern, die Hoffnung ist vergebens.

Gruß
guvo

hi

Da stellt man einen kleinen Transpostwagen mit Essen hin. Ich
stelle daneben auf den Boden ein leichtes Körbchen mit
weiterem Essen.

Ein anderer lehnt dieses Körbchen an den Transpostwagen und zu
allem Überschuss packt er auch noch die schwersten Essensteile
da rein.

Kommt also der Zivi und will den Wagen weg fahren knallt der
Korb zu boden (weil er ja angelehnt war) und das Essen ist
hin. Oder der Zivi trägt besonders schwer an dem Korb weil das
schwere Essen darin ist, hätte man dies auf den Wagen und das
leichte Essen in den Korb gepackt hätte der andere es
leichter.

Dadurch steigt die Qualität des Mitarbeiters. Der Zivi ist
nicht schlecht gelaunt usw… somit steigt die Arbeits und
Leistungsqualität.

Wie kann man jemanden lehren so zu denken. Ich erkläre zwar
immer im speziellen was ich will. ZB lehne das Essen nicht an
usw. Aber das Prinzip bleibt den Personen verborgen.

Erklärt man zb das mit dem Essen und dem Wagen, wird das
erstmal so gemacht aber dann wird halt dem Zivi das Leben
schwer gemacht mit dem Korb…

Ich rede hier nicht vom „Leben“, ich will ein Feingefühl
vermitteln in diesem einen Bereich (Arbeitsplatz)… hier ist
also die Tätigkeit recht beschränkt trotzdem will ich ein
Feingefühl rein bringen. Ein Auge für die Sache.

wenn du immer so kompliziert erklärst wie hier, wundert mich das nicht, das geistig etwas einfacher gestrickte dem nicht folgen können ;o)

Die Kunst des Erklärens liegt darin schwierige Dinge einfach zu machen (ohne Ausschmückungen und unnötige Infos) und nicht einfache Dinge kompliziert zu machen.

Gruß H.

Hallo Daniel,

bei manchen wird Dein Wunsch nach mitdenken und vorausschauend denken vergebens sein. Für diese gilt:

  • setze nichts als ‚bekannt‘ voraus.
    Was für Dich logisch ist, darüber haben sich andere noch keine Gedanken gemacht.
  • klare Ansprache, keine langwierigen Erläuterungen (das Schwere AUF den Wagen, das Leichte IN das Körbchen, Körbchen NICHT an den Wagen lehnen)
  • wiederhole, so oft nötig
    auch einfache Arbeitsabläufe wollen eingeübt sein
  • bleibe freundlich und geduldig
  • und gib die Hoffnung nicht auf. Manche kapieren es irgendwann doch noch.

Viele Grüße
Maralena

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