Liebe Historiker/innen
Breite Kreise in Berlin lasen die Werke Gotthelfs seit ihrem Erscheinen vor
Mitte des 19. Jahrhunderts. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Dietrich
Bonhoeffer bereits in seiner Jugend in seinem Elternhaus Gotthelf-Romane kennen
lernte.
„… In seinem Elternhaus wuchs er mit 6 Geschwistern auf. Der Vater, ein
geachteter Psychiater, und die Mutter, eine geb. von Hase, erzogen sie zu Takt,
guten Sitten und Disziplin, und sie vermittelten ihnen einen umfassenden Sinn
für Kultur. Er spielte virtuos Klavier, am liebsten Chopin, schätzte Gottfried
Keller und Jeremias Gotthelf, lernte mit seinen Geschwistern kultiviertes
Tanzen. …“
http://www.bonhoeffer.ch/artikel/leben-und-werk-diet…
Wisst ihr, wie Dietrich Bonhoeffer 1944 im Wehrmachtsgefängnis Berlin-Tegel an
Romane von Jeremias Gotthelf kam?
Am 5. Juni 1944 schrieb Bonheffer in einem Brief:
„… Gotthelf, Stifter, Immermann, Fontane, Keller habe ich in diesen Monaten
mit reiner Bewunderung gelesen. …“
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?r…
Wie kamen die Gefangenen dort überhaupt an Bücher? Stand eine
Gefängnisbibliothek zur (freien?) Verfügung? Durften die Angehörigen Bücher
bringen oder senden?
MIt Gruss & Dank
Rolf