Hallo!
(Wie) Kann man dieser Frau helfen?
Sie ist 26, hat keine Ausbildung und seit Jahren keine Arbeit, auch kein anderes Einkommen, Sozialleistungen wurden aus Scham nie beantragt. Es gibt nicht mal eine Krankenversicherung. Sie ist nicht in der Lage, ihr Leben selbst zu verbessern, ist depressiv (suizidgefährdet), soziophob und essgestört. Die einzigen Kontakte hat sie zu ihrem Freund (bei dem sie wohnt und der sie finanziell versorgt) und zu ihrer Schwester.
Letztere konnte bewirken, dass die Frau sich helfen lassen möchte, allerdings hat die Schwester keine Ahnung, wie das vonstatten gehen soll. Wohin kann die Frau sich wenden, wie kommt sie wieder zu einem Krankenversicherungsschutz und damit an eine Therapie? Welche Hürden hat sie zu nehmen, welche Belege zu erbringen usw.? Stehen ihr staatliche Hilfen zu, wenn ja, welche?
Wie viel Zeit vergeht im Idealfall, bis der Frau geholfen wird? Kann man Verfahren „bei den Ämtern“ irgendwie beschleunigen? Ich befürchte nämlich, sie könnte akut suizidgefährdet sein.
Ich bedanke mich schon jetzt für alle hilfreichen Kommentare.
Viele Grüße von Denise
Sofort zum Amt?
Wenn sie arbeitsfähig ist zur ARGE, sonst Sozialamt. Oder erstmal gleich zum letztgenannten, da wird schon geklärt wo’s hingeht.
Hier alle möglichen Hilfen aufzuführen übersteigt die Möglichkeiten. Aber sie bekommt auf jeden Fall wieder Krankenversicherungsschutz und Hilfe zum Lebensunterhalt und Kosten der Unterkunft, usw.
Hi,
helfen können hier auch die Sozialberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände.
Sucht mal im Telefonbuch nach Caritas, Diakonie, AWO, ASB usw usw…
Die Beratung ist übrigens konfessionsunabhängig.
viele Grüße
Susanne
Sozialberatung
guten abend, ich würde auch eine beratungsstelle der freien wohlfahrt kontaktieren. Diese sind kostenfrei und kompetent. Mir scheint, dass erst einmal ihr gesundheitszustand geklärt werden muss, bevor die ARGE&Co zum zuge kommt.
Wenn es minderjährige kinder im haushalt gibt, dann kann auch das jugendamt behilflich sein (sozialpädagogische familienhilfe).
Zu den Unterlagen: telefonisch kann im Vorfeld schon einiges abgeklärt werden, wo, wann und mit welche unterlagen zu erscheinen sind.
Mir scheint auch, dass diese frau das nicht allein schafft und jemanden zu seite braucht.
Zum thema: wieviel zeit vergeht: liegt eine akute gefährdung vor(Notarzt rufen!), wenn nicht kann dies sicherlich einige Wochen in Anspruch nehmen, wobei es immer auf die mithilfe der 26jährigen frau ankommt. Die Ämter werden schneller arbeiten, wenn man mit druck und hetzerei -da sind diese leute sehr empfindlich ^^- komm. Freundlich und bestimmend auftreten und dann wird das gehen.
grüßt wanderweg
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]