Ist es möglich, dass jemand sein Haus direkt an seinen Enkel vererbt ohne seinen Sohn zu berücksichtigen?
Der Hintergedanke beruht lediglich darauf, dass der Sohn das Haus verkaufen würde. Der Erbauer des Hauses möchte jedoch das sein Enkel später auch noch darin wohnen kann. Es soll also nicht verkauft noch vermietet werden dürfen.
Hallo!
Das ist möglich, aber der Sohn hat dann Anspruch auf den Pflichtteil, da er ja gesetzlicher Erbe ist und somit „enterbt“ würde.
Sein Anspruch (die Hälfte vom Hauswert plus sonst. Vermögen) besteht in Geldleistung, die müsste der Enkel erbringen.
Kann er das ohne Haus zu beleihen oder zu verkaufen ?
Man kann aber dem Sohn als Erbe Auflagen machen, etwa Haus darf eine bestimmte Zeit nicht verkauft werden oder man räumt ihm nur ein Nutzungsrecht(Nießbrauch) am Haus ein.
Er darf also dort wohnen oder es vermieten, um Einnahmen zu haben.
Es wären auch weitergehende Auflagen denkbar.
Dazu ist anwaltlicher Rat notwendig.
Einfach wäre es, wenn man Haus an Enkel vermacht, der Sohn aber sonstiges Geldvermögen erbt. Wenn das annähernd gleiche Werte wären, dann ist es am allereinfachsten, den Wunsch des Erblassers zu erfüllen.
MfG
duck313
Moin,
evtl. hilft das Stichwort „Schenkung“ weiter.
Diese muss aber mind. 10 Jahre bestehen, bevor sie Bestand hat. Ein solches Vorgehen könnte natürlich im Verhältnis zu den Verwandten zu Problemen führen.
In jedem Fall ist dringend anwaltlicher Rat angeraten, am besten bei einem Notar, der dann u.U. die Schenkung beurkunden könnte.
Gruß Volker
Hi Gegenfrage: wie ist das zu verstehen, man weiss doch nie, wielange der Beschenkte noch lebt, weder Schenker noch Beschenkter.
Schenkungen sind also immer dadurch Risikobehaftet?
Ist es auch ein Problem wenn der Schenker stirbt?
Da würde sich ja am Bestand nichts ändern?
Worum geht es bei der Sache?
OL
Hi Gegenfrage: wie ist das zu verstehen, man weiss doch nie,
wielange der Beschenkte noch lebt, weder Schenker noch
Beschenkter.
Das ist das Risiko.
Schenkungen sind also immer dadurch Risikobehaftet?
Ja. Ein Pflichtteilsberechtigter hat 10 Jahre lang einen Pflichtteilsergänzungsanspruch (in Geld) an der verschenkten Sache. Allerdings gibt es hier ein Abschmelzungsmodel, pro Jahr 10%. D. h. nach 9 Jahren kann der Pflichtteilsberechtigte nur noch 10% verlangen.
Dieses Model gilt allerdings nicht für Ehegatten, da beginnt diese 10Jahresfrist erst nach Auflösung der Ehe (Tod, Scheidung)
Auch der Sozialhilfeträger hat 10 Jahre Zugriff auf die Schenkung, sollte der Schenker in Not geraten und finanzielle Hilfe beantragen.
Ist es auch ein Problem wenn der Schenker stirbt?
s.o.
Da würde sich ja am Bestand nichts ändern?
s.o.
Worum geht es bei der Sache?
Darum.
Gruß
Tina
Hallo,
ich würde mit der Beratung nicht einen Notar beauftragen, der dann auch gleich die Umschreibung vornehmen kann - daran verdient ein Notar ganz gut, hat daher ev. ein Eigeninteresse in der Beratung.
Lieber eine Beratung vom banalen Anwalt und die Formalitäten per Notar.
Gruß, Paran
Hallo,
ich würde mit der Beratung nicht einen Notar beauftragen, der
dann auch gleich die Umschreibung vornehmen kann - daran
verdient ein Notar ganz gut, hat daher ev. ein Eigeninteresse
in der Beratung.Lieber eine Beratung vom banalen Anwalt und die Formalitäten
per Notar.
Ah, ja. Ein Anwalt weiß also besser Bescheid als der Notar, der täglich damit zu tun hat und arbeitet natürlich kostenlos.
Interessante Einstellung.
Gruß
Testare_
Hallo,
ich würde mit der Beratung nicht einen Notar beauftragen, der
dann auch gleich die Umschreibung vornehmen kann - daran
verdient ein Notar ganz gut, hat daher ev. ein Eigeninteresse
in der Beratung.Lieber eine Beratung vom banalen Anwalt und die Formalitäten
per Notar.Ah, ja. Ein Anwalt weiß also besser Bescheid als der Notar,
Hi,
aus eigener Erfahrung: Unter Umständen ja. Gerade Notar arbeiten viel mit Standardverträgen und bei Besonderheiten kann ein Anwalt durchaus die bessere Wahl sein.
der täglich damit zu tun hat und arbeitet natürlich kostenlos.
Nein, aber unter Umständen kann man sich durch die zusätzliche Beauftragung eines Anwaltes später viel Geld sparen.
Interessante Einstellung.
Weil sich nicht Deiner Einstellung entspricht?
Gruß
Tina