daß Strom trotzdem fließt, obwohl die elektronische Zeitschaltuhr aus ist?
Hallo zusammen,
großes Problem.
Wir haben ein Wasserbett, und um nachts nicht ‚auf Strom‘ zu liegen, habe ich die Heizmatten an eine Zeitschaltuhr angeschlossen.
Manchmal, aber wirklich nur manchmal, und zwar wenn ich meine Frau leicht berühre, spüre an den Fingern einen leichten Stromfluß.
Und das, obwohl die Schaltuhr definitiv aus ist.
Ziehe ich dann gleichzeitig die Uhr und den Stecker aus der Dose, ist dieses ‚Stromgefühl‘ weg.
Stecker wieder rein, ist es wieder da.
Habe schon die Zeitschaltuhren getauscht. Ohne Erfolg.
Wie kann das sein?
Liegt es zum Beispiel an einer leicht feuchten Haut, speziell wenn es sehr warm ist?
Hört sich vielleicht lustig an, ist aber kein Scherz.
Vielleicht weiß ja jemand was.
Thanks a lot
Tom
Hi,
daß Strom trotzdem fließt, obwohl die elektronische
Zeitschaltuhr aus ist?
Im Prinzip geht das, weil diese Zeitschaltuhren keine allpolige Trennung bewirken. Kann also sein, dass Du den Neutralleiter trennst und die Phase weiterhin aktiv ist. Stecker in Dose um 180° drehen sollte hier helfen.
Unabhängig davon würde ich allerdings die Elektrik des Wasserbettes dringend durchmessen lassen! Normalerweise sollte da nämlich absolut nix zu spüren sein auch wenn Strom drauf ist. Also: Besser heute als morgen einen Fachmann kommen lassen!!!
Gruß
Stefan
Hallo !
Da hilft nur „Stecker raus“ !!
Jede große Anlage, die über PC gesteuert wird, ist oft wieder bereit, wenn man sie stromlos macht. Das heißt nicht, den Hauptschalter „aus“, nein, den Stecker raus und bis drei zählen.
Stromlos ist nur der Zustand, wenn die Leitung gekappt ist.
Gruß Max
Hallo Stefan,
daß Strom trotzdem fließt, obwohl die elektronische
Zeitschaltuhr aus ist?
Im Prinzip geht das, weil diese Zeitschaltuhren keine
allpolige Trennung bewirken. Kann also sein, dass Du den
Neutralleiter trennst und die Phase weiterhin aktiv ist.
Stecker in Dose um 180° drehen sollte hier helfen.
Richtig !!
Unabhängig davon würde ich allerdings die Elektrik des
Wasserbettes dringend durchmessen lassen! Normalerweise sollte
da nämlich absolut nix zu spüren sein auch wenn Strom drauf
ist. Also: Besser heute als morgen einen Fachmann kommen
lassen!!!
NEIN, das ist in diesem Falle normal. Das Problem ist die Kapazitive-Kopplung und nicht ein Isolations-Schaden.
MfG Peter(TOO)
Danke an alle-werdees ausprobieren
Äh Hallo Peter,
NEIN, das ist in diesem Falle normal. Das Problem ist die
Kapazitive-Kopplung und nicht ein Isolations-Schaden.
Kapazitive Kopplung bei einer Wasserbettheizung? Erklärst Du das mal bitte ausführlicher?
Gruß
Maja
Hallo Maja,
NEIN, das ist in diesem Falle normal. Das Problem ist die
Kapazitive-Kopplung und nicht ein Isolations-Schaden.
Kapazitive Kopplung bei einer Wasserbettheizung? Erklärst Du
das mal bitte ausführlicher?
Scheinbar bist du vom Fach, dann kann ich es ja technisch erklären:
Besonders die Finger- und der Handrücken reagiert sehr empfindlich auf kleine Wechselströme. Bereits Ströme weit unter 1µA können empfunden werden. Leckströme bis 10µA sind technisch zulässig.
Nun etwas rechnerei:
Gegeben: 230V/50Hz Netzspannung und ein Strom von 1µA.
Gesucht: C
R = U / I
C = 1/(2*Pi*f*R)
C = 1/(2*Pi*f*(U/I)) = 1/(2*3.14…*50*(230/0.000001)) = 13.8 pF
So ein Wasserbet besteht aus einer Heizfolie mit ca 0.2m2 Darüber wird normalerweise eine dünne Folie (0.7mm), als Auslaufschutz gelegt. Darauf kommt dann die Wasser-Matratze. Die Wasserfüllung, meist noch mit Salztabletten gegen die Vermehrung der Mikroorganismen angereichert, kann du als Leiter betrachten. Die Wandstärke der Matratzee kannst du mit etwa 1-1.5mm annehmen. Obendrauf liegt dann besagter Mensch.
Jetzt kannst du mal Nachrechnen ob bei diesem Aufbau eine Kapazität von 15pF nicht erreicht wird.
MfG Peter(TOO)
Hi Peter,
vielen Dank für die Erklärung…ich erinnere mich grad dunkelst an meine Ausbildung (Da war doch was?) *g*
Du hast mir übrigens noch einen anderen Aha Effekt beschert…nämlich das Spüren der Ströme mit den Fingern bzw Handrücken… Auf diese Art und Weise habe ich schon 2 Stehlampen aus dem Verkehr ziehen müssen…ich hab das Kribbeln auf der Rückseite der Finger gespürt, doch mit den Handflächen spürte man noch gar nichts… und beim Nachmessen waren da schon knapp 80V gegen Erde drauf…*brrrr*
Gruß
Maja
Hallo Maja,
vielen Dank für die Erklärung…ich erinnere mich grad
dunkelst an meine Ausbildung (Da war doch was?) *g*
Du hast mir übrigens noch einen anderen Aha Effekt
beschert…nämlich das Spüren der Ströme mit den Fingern bzw
Handrücken… Auf diese Art und Weise habe ich schon 2
Stehlampen aus dem Verkehr ziehen müssen…ich hab das Kribbeln
auf der Rückseite der Finger gespürt, doch mit den Handflächen
spürte man noch gar nichts… und beim Nachmessen waren da
schon knapp 80V gegen Erde drauf…*brrrr*
Ist natürlich ein typischer Messfehler, mit einem Voltmeter mit hochomigem Eingang!
Ich habe gerade mal die Spannung zwischen mir (mit Gummisohlen auf Kunstoffboden) gemesen: 2.5V, damit kann ich’s mit jeder Durazell aufnehmen !!!
))
MfG Peter(TOO)
Hi Peter,
Meßfehler hin oder her, wer viel mißt, mißt viel Mist 
Selbst mit Meßfehler, ich hab das ja ne zeitlang gemessen, wurde es immer mehr und irgendwann war Schluß mit lustig, oder meinst Du ich will die Lampe in die Hand nehmen und „kleben“ bleiben…nie nicht 
An 220V kommen und eine gebrutzelt kriegen ist nicht schlimm, aber etwas in der Hand halten…naja
Ich kann mich da noch an eine Erfahrung die ich gemacht habe in der Ausbildung erinnern…Spule mit Eisenkern und ein und ausschalten *ohauerha* 
Aber lang lang ists her *lach*
Wenn ich mich „erinnern“ muß, greife ich auch immer wieder hierauf zurück:
http://www.muckimuck.de/berichte.htm
Grüße
Maja