Liebe Eltern! Mein 5 Wochen altes Baby bekommt von der Babynahrung Bauchschmerzen und Blähungen.Der Stuhlgang ist ganz fest.Schade ich meinem Baby wenn ich auf andere Babynahrung umstelle? Muss ich den Arzt fragen ? Danke!
Hallo Monika,
handelt es sich um Muttermilchersatz? Für andere Nahrung wäre es ja noch viel zu früh. Wenn es beim Muttermilchersatz mehrer Anbieter gibt, kann man ja den mal wechseln. Allerdings dachte ich immer, das wäre im Grunde alles identisch. Ansonsten vielleicht doch Arzt oder Hebamme fragen, vielleicht? Gruß Karen
Hallo Monika,
ich hatte damals das gleiche Problem. Mein Sohn hat sich auch immer mit Bauchweh und starken Blähungen gequält.
Folgende Tipps habe ich von der Kinderärztin bekommen:
Anzahl der Flaschen für einen Tag vorkochen. Zusätzlich zu dem Milchpulver sollte ich Reisschleim (aus der Apotheke) beimischen. Bei Bedarf die Fläschchen nur noch erwärmen und nicht mehr schütteln, da sonst wieder Schaum entsteht.
Die Matratze im Kinderbett hochlagern, so dass der Säugling fast „hochkant“ schläft.
Und ich muss sagen, das hat es wirklich gebracht. Zusätzlich habe ich noch Bauchmassagen und „Beingymnastik“ gemacht.
Gruß Birgit
Um hier helfen zu können, müsste man wissen, welche Babynahrung sie ihrem Baby geben. Wenn sie schon Brei geben, ist es kein Wunder, denn dafür ist es viel zu früh. In den ersten 6 Monaten braucht kein Baby Brei. Auch wenn die Hersteller auf ihre Babynahrung „nach dem 4. Monat“ schreiben. Das ist reine Verkaufsstrategie und überfordert das Verdauungssystem der meisten Babys unter 6 Monaten.
Bei einem 5 Wochen alten Baby kommt eigentlich nur Milch in Frage. Am besten vertragen Babys Muttermilch. Aber wenn nicht gestillt wird, nehmen die meisten fertige Milchpulver-Mischungen aus dem Handel. Diese unterscheiden sich durchaus in der Qualität. Besonders schlechte Erfahrungen habe ich in meiner Praxis mit Babynahrung eines bestimmten Weltkonzerns gemacht, den ich hier aber nicht nennen darf. (Der Konzern klagt sehr gern.) Eventuell lohnt der Versuch andere Milchpulver-Mischungen auszuprobieren. (Die Drogerie-Eigenmarken und die von Hipp gehören zu den besseren.)Ein Marken-wechsel ist problemlos möglich. Nur nicht zu oft wechseln. Probieren sie die neue Sorte erst einmal 4-5 Tage aus und beurteilen sie dann, ob die Verträglichkeit besser ist.
Allerdings kann es gut sein, dass auch bei anderen Marken dieselben Probleme auftauchen, da dies ganz typische Nebenwirkungen aller Milchpulver-Mischungen sind. In meiner Praxis habe ich und auch mein Vorgänger 20 Jahre lang die Erfahrung gemacht, dass ungestillte Babys am besten frisch zubereitete Milch vertragen. Diese besteht für Säuglinge bis 3 Monaten für ein 150ml-Fläschchen aus:
–50ml Kuhmilch (normale pasteurisierte, frische Bio-Vollmilch aus dem Handel)
–100ml Wasser
–6g Mandelmuß (aus dem Reformhaus)
–9g Milchzucker (aus dem Reformhaus)
Die genaue Zubereitung und Frischmilch-rezepte für ältere Babys schicke ich ihnen auf Wunsch gern per Email. (Außerdem findet man auch Milch-Rezepte im Buch „Kindersprechstunde“.)
Entgegen der weit verbreiteten Panikmache gibt es keinen Grund, warum frische Kuhmilch in der richtigen Mischung mit Wasser usw. nicht gegeben werden sollte. Milchpulver wird letztlich auch aus Kuhmilch gewonnen. Nur ist es durch die Pulverisierung denaturiert - also unnatürlich gemacht - und überfordert dadurch die empfindliche Verdauung der meisten Babys. Der zugesetzte Vitamin- und Mineralien-Cocktail in den Pulver-Mischung ist außerdem meist völlig überdosiert, was den Babys ebenfalls mehr schadet als nutzt.
Ich hoffe diese Antwort hat ihnen weiter geholfen. Falls nicht, stehe ich für Rückfragen gern zur Verfügung.
Baumili
Liebe Eltern! Mein 5 Wochen altes Baby bekommt von der
Babynahrung Bauchschmerzen und Blähungen.Der Stuhlgang ist
ganz fest.Schade ich meinem Baby wenn ich auf andere
Babynahrung umstelle? Muss ich den Arzt fragen ? Danke!