ich hab da ein großes Problem, mein Vater! Er ist ca. 1,80m groß und wiegt 110 Kilo, er hat also Übergewicht!! 8-10 Tassen Kaffee, 20 Zigaretten, 10 Stunden tägliche Arbeitszeit (50 Stunden / Woche) und eine Flasche Cola verteilt auf 2 Tage gehören zu seinem Alltag!! Zudem ist er 44 Jahre Alt!
Er arbeitet wie ein Irrer, hat aber auch auf arbeit nicht soviel Bewegung da er 90% der Arbeitszeit nur an der Maschine steht!
Nun zu meinem Problemchen:
Ich war heute auf Arbeit (im Krankenhaus) und 19:30Uhr rief mich meine Stiefmama an und meinte mein Dad braucht etwas zur beruhigung! Er war zittrig, hatte schweißausbrüche und war auch ein bisschen Neben sich! Ich bin dann sofort heim und hab erstmal seinen Puls und Blutdruck gemessen, Alles OK! RR- 140/90 und Puls 80! Eig. in ordnung für ihn! Ich tippe einfach mal auf Kreislaufzusammenbruch! Ich hab nun Angst das wenn er sich nicht ändert, er bald einen Herzinfarkt oder noch schlimmeres bekommt… Er ist aber stur wie ein Esel und will auf mich nich so wirklich hören… Wie kann ich ihm klar machen das ich keine Lust habe ihn dann immer im Rollstuhl durch die gegend zufahren??
… hab
erstmal seinen Puls und Blutdruck gemessen, Alles OK! RR-
140/90 und Puls 80! Eig. in ordnung für ihn! Ich tippe einfach
mal auf Kreislaufzusammenbruch!
Warum tippst du bei den Werten, die nicht nur ‚eigentlich‘ in Ordnung sind, sondern ‚in Ordnung‘ sind auf ‚Kreislaufzusammenbruch!‘?
Ich hab nun Angst das wenn er
sich nicht ändert, er bald einen Herzinfarkt oder noch
schlimmeres bekommt…
Ja, klar, das könnte passieren.
Er ist aber stur wie ein Esel und will
auf mich nich so wirklich hören… Wie kann ich ihm klar
machen das ich keine Lust habe ihn dann immer im Rollstuhl
durch die gegend zufahren??
Wer sagt denn, dass du das musst? Und sorgst du dich um deinen Vater oder um dich?
Dein Vater ist erwachsen. Dass rauchen, Übergewicht, wenig Bewegung und zu viel neg. Stress ungesund sind weiß dein Vater selbst. Es ist aber seine Sache, wie er mit seinem Leben um gehen möchte.
Du kannst ihm sagen, dass du dich um ihn sorgst und dass es dir nicht möglich sein wird sich um ihn zu kümmern, wenn er invalide werden sollte. Das ist aber auch alles.
Ansonsten kannst du ihm noch ein gutes Beispiel geben: nicht rauchen, sporteln, dich gesund ernähren und ein gutes Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung finden.
Erfolg…lux
Väter hören nicht so gerne auf Ratschläge ihrer Kinder. Sind sie doch gewohnt, dass das Beraten den umgekehrten Weg nimmt und ihre Sache ist.
Gibt es nicht einen Freund oder entfernteren Verwandten des Vaters, der hilfreich einspringen könnte?
Im übrigen teile ich die schon geäußerte Ansicht, dass es seine Sache ist, wie er lebt und sterben will; jedenfalls solange er nicht dement ist.
Hi,
ich hasse Ratschläge von der Sorte „muss doch jeder selber wissen“.
Dein Vater will überleben und die Familie durchbringen. Er steht extrem unter Druck und versucht dem standzuhalten, darum die Sturheit. Dazu ein strammes Pflichtbewußtsein.
Ich denke, du solltest! dir Verstärkung! suchen und ihm gemeinsam eine ordentliche Standpauke halten, weil er sich ruiniert. Aber echt laut und deutlich. Die persönliche Sorge als „Ich Botschaft“ sollte vorrangig einfließen.
Erst wenn er klein beigibt, ist ein einfühlsames Gespräch (Gesprächstherapie) und Analyse seines Drucks und Lebensstils zwecks Veränderung möglich. Ohne Problembewußtsein läuft nämlich nichts und dass muss erst erzeugt werden.
Lies mal Bücher von Carl Rogers, Erving Polster und Friedemann Schulz von Thun.
so in Kürze