küchenböden…and what is the best?
wie du sehr richtig bemerkt hast, bestanden früher die böden aus holz oder stein ( je nachdem, was für den „einfachen mann“ einfacher zu beschaffen war). dabei wurden die böden früher beim „einfachen“ volk weder geölt noch gewachst,sondern gelaugt (was sie im gegensatz zu den meisten ölen auch weniger schmackhaft für die üblichen holzschädlinge machte und natürlich auch viel billiger war…) und mit seifenlauge auch geplegt und gereinigt. so bekammen sie im laufe der zeit einen sehr hellen gräulichen ton.
doch du wolltest ja weiß und nicht „gräulich“! da du auf holz bestehst geh ich mal von aus, dass du nicht weißen lack meinst, der vom holz nichts mehr erkennen lässt!
du willst also schon die maserung des holzes erkennen wollen?!
dafür käme bereits empfohlene lasur in frage die jedoch ohne weitere versiegelung auf einem fußboden schnell dahin wäre. bootslack ist mit sicherheit einer der strapazierfähigsten lacke überhaupt, aber leider auch einer der „giftigsten“ (also nichts für menschen, die mit chemekalien so ihre problemchien haben…). eine geschmacksfrage wäre bootslack für mich auch noch, da ich mit bootslack behandeltes holz bislang persönlich als sehr unnatürlich empfand. desweiteren würde ich von einem alten maleroderlackierer klären lassen, inwieweit z.b. eine öllasur so geeignet für eine weitere lackierung ist!
zu der grundsatzfrage, ob holz überhaupt für küchenböden geeignet ist, bin ich deiner meinung - warum nicht?!! natürlich sind fliesen resistenter und pflegeleichter (aber für socken-oder barfußläufer auch sehr kalt!..), aber ich habe auch schon holzböden in küchen erlebt (nur geölt!), die sehr alt waren und sehr gut aus sahen…immer wohl auch eine frage der richtigen pflege!
das argument, wenn dir ein topf mit kochendem wasser auf dem boden fällt (mal davon abgesehen, dass in diesem fall dein küchenboden wahrscheinlich die geringste sorge sein dürfte…), lässt mich frageen, wie oft im leben eines menschen fällt ein topf mit kochendem wasser vom herd auf den boden??? und wenn dir sogar ein ganzer eimer wasser&wein umkippt, wie viele menschen sehen zu, während über stunden durch ritzen und spalten alles gemächlich in den boden versickert???
die frage ist für dich erstmal, wenn du dich für holz entscheiden solltest, welcher art ist dein „mieser“ alter boden?!
aus alten dielen scheint er ja nicht zu bestehen, sonst hättest du ja hier eine restauration in frage gegeben. er könnte allerdings bei einer pfuschsanierung durch spanplatten aufgedoppelt sein!
dann solltest du altes rausreißen und eine vielleicht noch brauchbare unterkonstrucktion frei legen (oder gar noch brauchbare dielen!..), die es dir ermöglicht, neue dielen ohne höhengewinn zu legen.
sollte er aus estrich bestehen, brauchst du eine unterkonstrucktion wenn du auf klassische holzdielen bestehst, d.h. dein küchenboden wird mindestens um 6cm erhöht! holzdielen lassen sich nähmlich nicht „schwimmend“ verlegen! sie müssen am unterboden befestigt werden weil sie viel zu sehr „arbeiten“ (insofern ist das gleichnis vom „kochtopf“ und den dielen auf estrich sowieso haltlos!..).
natürlich könntest du jede einzelne diele dübeln, aber das halt ich für schwachsinnig…
warum ziehst du nicht fertigparkett in frage? gib`s doch auch schon in alle gewünschten farben und holzsorten! und sogar als landhausdiele!
bei estrichböden einfachst zu verlegen! trittschall- oder bei bedarf wärmedämmung, fertigparkett drauf und gut so! wenich erhöhung und kannste soja selba machen!..und allet schon versiejelt und wennde nich in pumps kochst, dir nicht täglich bratpfanneundkochtopf aus den händen gleiten, du aus deiner küche auch kein schwimmbad machen willst, dann haben die kinder deiner kinder noch freude an deinem weißen holzküchenboden…jaja…
findest du nicht ein fertigparkett in der gewünschten farbe, können wir nochmal über die vor-und nachteile von lacken, ölen und wachsen philosophieren…
mit besten grüßen
nadir