Dies ist keine Frage, sondern ein Tipp: Die Braunfäule ungeschützter Freiland-Tomaten entsteht durch zu große Feuchtigkeit im Blattwerk. Die Lösung, die mir ein Gartenbauamts-Leiter verriet: Alle Blätter bis zum ersten Blattpaar stark einkürzen und die unteren ganz entfernen. Das gibt Luft und die Kraft der Wurzeln kommt vermehrt den Früchten zugute.
Hallo AS. .,
evtl. sollte man noch hinzufügen, dass man bei einem Befall die Blätter udgl. sofort vernichten muss um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Nicht auf den Kompost weil die Pilzsporen…
Man kann bei solch nassen Wetter wie gerade, eine Tomatenpflanze auch ein wenig in durchsichtige Folie einpacken damit die Pflanze nicht ganz so nass wird.
Wer Kartoffeln anbaut und dazu Tomaten hat sollte beide möglichst weit trennen. Beim gießen möglichst ein Stück weg von der Pflanze bleiben, so dass die Wurzeln das Sickerwasser bekommen und die Pflanze oben trocken bleibt…
VG Joe
Hallo.
Die Methode hat für meine Erfahrung als jahrezehntelanger Hobbytomatenselbstzüchter etwas mit Wunschdenken zu tun.
Wenn die Tomatenpflanze nass wird, dann wird das ganze Blatt nass und nicht nur die Blattspitzen. Der Braunfäulepilz befällt das ganze Blatt einschliesslich der Stiele. Das entfernen der Blattspitzen bringt meiner Meinung nach zur Bekämpfung des Braunfäulepilzen nichts.
Die Blätter der Pflanze sind ihre Lunge. Was soll das Abschneiden / Einkürzen der Blätter bringen? Entweder regt das die Pflanze zu gesteigerten Neutrieb an oder sie wird aus Mangel an Blattmasse mikerig. Unbestritten ist, die Luftzirkulation um die Pflanze wird verbessert.
Das sind so meine Bedenken zu dieser Methode, will sie aber grundsätzlich nicht in Frage stellen. Bei wem es hilft - bitteschön, der soll machen. Es gibt manche unerklärbaren Dinge, die funktionieren.
Schönes Wochenende
die Braunfäule wird auch als Kartoffelvirus bezeichnet. Dagegen hilft leider nur die Chemie.
Früher wurde das Kartoffelkraut auf den Feldern verbrannt und damit das Virus auch. Heute sammeln es die Bauern ein um es im Silo zu Futter zu verarbeiten.
biologische Mittel: Magermilch spritzen, Knoblauchsud spritzen…
Besser noch: Tomatenfolien verwenden. Dann wird das Kraut nicht nass.
Und grundsätzlich nur die Erde gießen, nie das Kraut.
Hi Joe,
evtl. sollte man noch hinzufügen, dass man bei einem Befall
die Blätter udgl. sofort vernichten muss um eine weitere
Ausbreitung zu vermeiden.
Das ist Unsinn, weil bei sichtbarem Befall an einzelnen Blättern bereits die ganze Pflanze mit Ausnahme der jüngsten Triebe von dem mit bloßem Auge unsichtbaren Pilzrasen bedeckt ist.
Nicht auf den Kompost weil die Pilzsporen…
Phytophthora ist kein bodenbürtiger Pilz, die Infektion erfolgt über die Luft; ob von dem Pilz befallene oder abgestorbene Pflanzen auf dem Kompost sind oder nicht, spielt für den Infektionsdruck fast keine Rolle. Es gibt schon Pilzerkrankungen, bei denen man das beachten sollte, aber Phytophthora Infestans gehört nicht dazu.
Übrigens: Die Auswahl geeigneter Sorten und zwei bis drei Anwendungen Kupferoktanoat reichen aus, um keinerlei Schmerzen mit Phytophthora Infestans bis in den Oktober hinein zu haben.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
Servus,
die Braunfäule wird auch als Kartoffelvirus bezeichnet.
Nein, es handelt sich um einen Pilz. Der heißt Phytophthora Infestans.
Früher wurde das Kartoffelkraut auf den Feldern verbrannt und
damit das Virus auch.
Das ist Unsinn.
Heute sammeln es die Bauern ein um es im Silo zu Futter zu verarbeiten.
Das ist Unsinn hoch drei!
biologische Mittel: Magermilch spritzen, Knoblauchsud
spritzen…
Das stimmt nicht.
Im „Bio“-Anbau werden Kupferoktanoat und Netzschwefel als Fungizide verwendet. Es gibt lediglich einzelne Erzeugerverbände (z.B. Demeter), die sie nicht zulassen.
Gegen Phythophtora Infestans hat Kupferoktanoat eine sehr gute Wirkung. Es ist zugelassen für bis zu acht Anwendungen, aber normalerweise reichen zwei bis drei.
Besser noch: Tomatenfolien verwenden. Dann wird das Kraut
nicht nass.
Aha. Und aus welchem Erdöl werden dann mal in Zukunft meine Herzmedikamente gemacht, wenn man es jetzt für „Bio“-Fisimatenten verbrät?
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
Schnipp schnapp, alles ab - Stiiiillgestann!
Servus,
Dies ist keine Frage, sondern ein Tipp: Die Braunfäule
ungeschützter Freiland-Tomaten entsteht durch zu große
Feuchtigkeit im Blattwerk.
Nein.
Sie entsteht durch Infektion mit einem Pilz. Dessen Wachstum wird durch Feuchtigkeit und Temperaturen über 20° C gefördert.
Die Lösung, die mir ein
Gartenbauamts-Leiter verriet: Alle Blätter bis zum ersten
Blattpaar stark einkürzen und die unteren ganz entfernen.
Man kann auch die ganze Pflanze aushacken. Dann ist ordentlich aufgeräumt und der Hausmeister freut sich. Cotoneaster ist halt doch ordentlicher als das ganze Gemüsezeugs.
Im Ernst jetzt: Man kann den Befall mit Phytophthora ein klein wenig hemmen, wenn man für schnelles Abtrocknen der Pflanze nach Regen und Taufall sorgt. In diesem Zusammenhang kann es nützlich sein, die untersten Blätter abzunehmen, wenn die Pflanze etwas höher ist. Finger weg von den übrigen Blättern.
die Kraft der Wurzeln kommt vermehrt den Früchten zugute.
Ein Gartenbauamtsleiter, der so einen Stuß verzapft, muss durch sein Parteibuch auf seinen Posten gekommen sein, oder vielleicht auch weil der OB auf seine Tochter steht - aber jedenfalls nicht durch Fachkenntnis.
Jeder, der im Gartenbau tätig ist, egal ob als Gehilfe oder als Meister oder als Ingenieur, weiß in Grundzügen, was Photosynthese ist. Es gibt keine „Kraft der Wurzeln“, und die Blätter sind nicht zur Verzierung da. Alles, was die Pflanze zur Ausbildung von Früchten braucht, wird in den Blättern gemacht. Wenn man ihr die Blätter wegnimmt, kann sie keine Früchte bringen.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
@ Blumepeder
Das mit dem Karetoffelvirus stammt von einem Gartenbaubetrieb, also nicht von mir.
Und das Magermich- und Knoblauchspritzen wurde mir von einer Tomatenzüchterin geraten.
Die Tomatenhauben sind hervorragend gegen Nässe.
Dass dabei Erdöl verwendet wird ist richtig.
Doch Deine Reaktion ist ungefähr die gleiche als würde ich sagen: keine Medikamente mehr kaufen! Die sind fast alle aus Erdöl!
Die Kupferoktanoatbehandlung ist aber tatsächlich die einzige funktionierende Methode.
Leider!
Servus,
Das mit dem Karetoffelvirus stammt von einem Gartenbaubetrieb,
also nicht von mir.
wird dadurch aber nicht richtig. Phytopthora Infestans ist, ich wiederhole mich, kein Virus, sondern ein Pilz. Dass von Kartoffelkulturen ein gewisser Infektionsdruck auf Tomaten ausgeht, ist richtig. Falsch ist, dass ohne Kartoffelkulturen die Infektion von Tomaten ausgeschlossen wäre, weil Phytophthora als windbürtiger Pilz ohne weiteres über zwei-drei Kilometer infektiös ist.
Die Tomatenhauben sind hervorragend gegen Nässe.
Ja. Genauso wie Frühkartoffeln aus Argentinien ganz klasse sind: Neben jedem Pfund Kartoffeln steht ein halber Liter Kerosin im Regal. Was soll denn daran „Bio“ sein, wenn man für ein bissel Liebhaberei im Gemüsegarten derartig zügellos mit Erdöl aast? Es ist weder schön noch nützlich, wenn die ökologischen Fußstapfen eines Kleingartens bis Dnjepropetrowsk oder Almaty gehen - das kann man gut auch bleiben lassen.
Noch wichtiger als Kupfer ist die Auswahl geeigneter Sorten, Bewässerung ohne Gießen (Tropf- oder Perlschlauch) und lichter, luftiger Stand der Pflanzen.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder