wie kann man also das Gehirn überlisten,wenn es darum geht,eigentlich Aufgaben,die für die linke Gehirnhälfte gedacht sind,als Aufgabe für die rechte werden zu lassen?
z.B. wenn ich ein Bild abmalen will und dies nun verkehrtherum vor mich hinstelle und mich nicht auf das Gesamtbild konzentriere,sondern mich einfach in den Linien verliere,dann werde ich das Bild wohl besser hinbekommen,als andersherum.
Wie kann ich also meinem Hirn einfach den Perspektivenwechsel erleichtern und ihm Raum geben,um nicht nur strikt der geraden Linie zu folgen,sondern flexibler zu werden?
Kennt ihr da irgendwelche Tricks,also allgemein,nicht nur beim Zeichnen?
Kennt ihr da irgendwelche Tricks,also allgemein,nicht nur beim
Zeichnen?
Hallo Mathias
Der Geist empfängt ein dreidimensionales Bild von den Sinnesorganen. Das kann er mühelos durch die Hand auf Papier wiedergeben. Es umzudrehen, heißt die Dreidimensionalität aufzulösen. Dann wird es wohl eher schwieriger als leichter.
rolf
[MOD: der Satz mit beleidigendem Inhalt wurde von mir gestrichen; ihr könnt unterschiedlicher Meinung sein - aber dies ist sachlich auszutragen]
wie kann man also das Gehirn überlisten,wenn es darum
geht,eigentlich Aufgaben,die für die linke Gehirnhälfte
gedacht sind,als Aufgabe für die rechte werden zu lassen?
zum Beispiel, indem die Nervenverbindungen zwischen den beiden Hemisphären durchtrennt und dann die Aufgabe der jeweils anderen Hemisphäre (z.B. über den Sehnerv) präsentiert wird. Sperry und andere haben das u.a. bei Epilepsie-Patienten gemacht (sogenannte split-brain-Patienten).
Eine andere Möglichkeit wäre, eine Hemisphäre für eine bestimmte Zeit funktionsunfähig zu machen. Ich kann mich im Moment nicht erinnern, ob das jemals gemacht wurde, ich weiß aber, daß es zumindest für bestimmte Hirngebiete durchgeführt wurde.
Matthew beshrieb einen Kniff, den man bei Zeichnenlernen anwenden kann.
Der Geist empfängt ein dreidimensionales Bild von den
Sinnesorganen. Das kann er mühelos durch die Hand auf Papier
wiedergeben.
Jein. Das Gehirn hat zwar ein Bild davon und du zeichnest nach diesem Bild im Kopf - trotz der Vorlage. Aber leider murkst das Gehirn in dieses eigenes „Kopfbild“ rein: zum einen fehlen (fürs exakte Zeichnen) die genaueren Details und außerdem wird oft die Perspektive bzw. Größen- und andere -verhältnisse verzerrt.
Schön kann man das bei Kindern sehen, wenn sie Menschen malen - das Gesicht wird im Schädel falsch positioniert und oft fehlt völlig die Stirn und so weiter. Denn das Gehirn mißt den GEsichtsaugen mehr Bedeutung zu als der Stirn - diese ist „weniger wichtig“ bei der Wahrnehmung des GEsichtes und wird dementsprechend falsch gezeichnet.
Mit diesem Trick, die Malvorlage umzudrehen, fällt es leichter, sich auf die tatsächlichen Formen und Verhältnisse zu konzentrieren, weil das Gesamtbild nicht korrekt von Gehirn erfaßt werden kann und das Hirn somit weniger „reinpfuschen“ kann
Du malst dann also eher das eigentliche Bild als deine Bildvorlage aus dem Kopf
Ich hab diesen Trick übrigens früher auch oft verwendet - es ist wirklich leichter, auf diese Weise ein Bild nachzuzeichnen
Erst wenn man viel Erfahrung hat und gut Zeichnen kann, braucht man diesen Trick nicht mehr, weil man das Gehirn mittlerweile darauf trainiert hat, entsprechende Details so zu erkennen, wie sie wirklich sind.
Ich kenne nur einen allgemeinen Trick:
Tue Dinge anders, als du sie sonst tust
Gerade bei Routine-Tätigkeiten - je ungewöhnlicher oder verrückter du das anders machst, desto mehr muß das Gehirn arbeiten und neue Verknüpfungen bauen
Dafür gibt es viele BEispiele, aber wie es immer so ist, fällt mir grad ncihts ein… hmmm… ich hab selbst z.b. öfters mal die linke Hand benutzt für eigentlich rechtshändige Aufgaben (bin Rechtshänder) - aber das taugt nciht wirklich als Beispiel.
Naja, vielleicht findest du selber was oder ein anderer Poster oder mir fällt die nächsten Tage noch was ein
Eine andere Möglichkeit wäre, eine Hemisphäre für eine
bestimmte Zeit funktionsunfähig zu machen. Ich kann mich im
Moment nicht erinnern, ob das jemals gemacht wurde, ich weiß
aber, daß es zumindest für bestimmte Hirngebiete durchgeführt
wurde.
Ja sicher wurde dies vor allem bei Primaten im Labor gemacht; dabei wurden über Unterkühlung und durch chemikalische Eingriffe Funktionen bestimmter Hirngebiete ausgeschaltet.
Eine komplette Ausschaltung einer Hemisphäre wird eher selten durchgeführt, kommt aber bei menschlichen Patienten vor allem dann vor, wenn durch Hirnschäden eine Hemisphäre so weit betroffen ist, dass eine funktionelle Wirksamkeit nicht mehr gegeben ist und befürchtet wird, dass die verbliebene gesunde Hemisphäre z.B. durch epileptische Symptome mittelfristig in Mitleidenschaft gezogen wird.
Ja sicher wurde dies vor allem bei Primaten im Labor gemacht;
ich dachte eher an bestimmte Primaten - Menschen.
Eine komplette Ausschaltung einer Hemisphäre wird eher selten
durchgeführt, kommt aber bei menschlichen Patienten vor allem
dann vor, wenn durch Hirnschäden eine Hemisphäre so weit
betroffen ist, dass eine funktionelle Wirksamkeit nicht mehr
gegeben ist und befürchtet wird, dass die verbliebene gesunde
Hemisphäre z.B. durch epileptische Symptome mittelfristig in
Mitleidenschaft gezogen wird.
Ja, das dachte ich mir.
Vielen Dank für diese Bestätigung aus berufenem Munde.
ich kenne das vom tanzen. wenn die tanzlehrerin einem frontal gegenübersteht und vortanzt, dann muss die schülerin ebenfalls „seitenverkehrt“ tanzen, um es richtig zu machen.
mir hilft es, wenn ich mich nicht auf einzelne körperteile des lehrers (zb die arme) konzentriere, sondern nur die gesamtbewegung wahrnehme. aber wie überall gilt auch hier: übung macht den meister.
liebe grüsse
coco
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Auch wenn du zweifelst: Es hilft wirklich Ich zeichne leidenschaftlich gerne und drehe die Bilder oder Gegenstände auch auf den Kopf, wenn es mit den Proportionen nicht klappen will
BYe
Tara
Der Geist empfängt ein dreidimensionales Bild von den
Sinnesorganen. Das kann er mühelos durch die Hand auf Papier
wiedergeben. Es umzudrehen, heißt die Dreidimensionalität
aufzulösen. Dann wird es wohl eher schwieriger als leichter.
Kennt ihr da irgendwelche Tricks,also allgemein,nicht nur beim
Zeichnen?
Hallo Mathias
Der Geist empfängt ein dreidimensionales Bild von den
Sinnesorganen. Das kann er mühelos durch die Hand auf Papier
wiedergeben. Es umzudrehen, heißt die Dreidimensionalität
aufzulösen. Dann wird es wohl eher schwieriger als leichter.
[…]
[…]Also meine Dimensionen sind doch im richtigen Rahmen,heisst natürlich nicht,das mir das nicht Spass macht,die Welt auf den Kopf zu stellen.
Also jetzt probier´s halt einfach auch mal.Ich muss zugeben,ich hab´s bis jetzt noch nicht probiert.