Halllo,
Meine Frage ist, wie kann ich meinen Kopf frei bekommen, wenn ich mich einfach nicht mehr konzentrieren kann? Meine schulischen Leistungen gehen den Bach runter und mein Fahrlerer meint ich soll meinen Kopf frei machen, aber wie? Meine Mutter hat zum 2. Mal Krebs das weiß er auch.
Aber ich beschäftige mich zur Zeit gar nicht so intensiv mit der Krankheit meiner Mutter ich weiß einfach nicht, warum ich mich nicht so Konzenrieren kann wie ich will! Das geht jetzt schon seit ca. 2 Wochen so. Kann mir irgendjemand helfen?
Meine Frage ist, wie kann ich meinen Kopf frei bekommen, wenn
ich mich einfach nicht mehr konzentrieren kann?
hast du schon mal versucht, alles aufzuschreiben, was dich beschäftigt?
Ich nehme mir (alle paar Tage, wenn es akute Dinge gibt durchaus auch jeden Tag) eine halbe Stunde Zeit und schreibe einfach drauf los. Einfach das, was mir gerade in den Sinn kommt. Dabei ist es egal, ob der Text Sinn ergibt, hunderte Rechtschreibfehler oder etliche Gedankensprünge drin sind, es geht nur darum, den Balast loszuwerden und die Gedanken zu ordnen.
Anfangs war ich eher skeptisch aber bei mir funktioniert das.
Du kannst auch mal nach Morgenseiten googlen, das ist etwas sehr ähnliches.
Gespräche mit Freunden / Familie über den Kummer, den man hat ersetzt das natürlich nicht.
mir hilft in vergleichbaren Situationen schnell körperliche Betätigung, Anstrengung: das kann ein strammer Spaziergang bei Wind und Wetter, Jogging oder auch Holzhacken, Rasenmähen usw. sein - Hauptsache was ganz anderes tun (und dadurch ein Erfolgserlebnis haben).
Was mir geholfen hat, war täglich 20 - 30 Minuten im Park oder Wald laufen gehen. Wichtig dabei ist täglich! Keine Ausreden
Der Vorteil dabei: Die Zeit welche fürs Laufen aufgewendet wird, bekommst du doppelt zurück. Grund dafür ist eine Leistungssteigerung von Körper und Geist, eine höhere Ausgelichenheit und besseren (erholsameren) Schlaf.
Schreibe mir nach 3 Wochen und erzähl wie es dir geht.
es gibt gute möglichkeiten, die konzentration zu verbessern wie z.b. joggen oder spazierengehen oder andere bewegungsarten, die erwiesenermassen den hirnstoffwechsel verbessern. aber: wenn deine mutter lebensbedrohlich erkrankt ist, musst du davon ausgehen, dass in dir eine tiefe sorge arbeitet und zwar auch da, wo man sich konzentriert: im kopf. wenn das gehirn mit starken gefühlen beschäftigt ist, kann es keine oder nur eingeschränkte gedächtnisleistungen vollbringen, wie in der schule gefordert. ein solches gefühl ist auch angst, jemanden zu verlieren, oder dass etwas schlimmes passiert. auch wenn du in den täglichen gedanken nicht so viel davon merkst, arbeitet dein unterbewusstsein mit dieser sorge herum und du merkst das an der leistungsschwäche.
sei sorgsam mit dir und erleichtere deine sorgen: sprich mit freunden und vertrauenspersonen ausgiebig und öfters über alles, was dir zum thama sorgen einfällt. der aufschreibe-tip von einem user hier ist auch sehr gut. sport als ergänzung ist kurzfristig wirksam, alles in allem müsstest du aber quasi „im kopf platz für lernstoff schaffen“, indem du die geschichte mit deiner mutter besprichst, es ist also eine art „abladen“ hilfreich, am allerbesten mit leuten ,die auch sehr kranke eltern haben und sich um sie sorgen machen. aber die sind manchmal schwer zu finden.
Hi, ich kann dir eigentlich nur raten, lies Dir gut Christians Artikel durch- ich stimme dem voll und ganz zu. Auch wenn du erlebt hast, dass Deine Mutter es schon einmal geschafft hatte den Krebs aufzuhalten, denke ich auch, dass trotzdem in dir die Angst sitzt, dass sie es diesmal nicht schafft. Und dieses Gefühl und der Kampf dagegen beansprucht deine Kraft und deine Gedanken/ Konzentration. Ich habe Söhne, die ebenfalls Angst um mich haben- bei jeder Operation oder wenn sie täglich erleben, wie es mir und ihrem Bruder ergeht.Meine Jungs samt dem Vater sind nicht die gesprächigsten- leider- sie versuchen auch alles mit sich selbst auszumachen- doch gerade in solchen Momenten muss man sich mitteilen, einer Freundin, Verwandten, einem Tagebuch, dem Bäumen im Park...-und dann finde etwas, was dich aus der Hilflosigkeit holen könnte- z.B. nach dem Motto: es ist wie es ist , es macht mich zwar im Moment traurig, aber ich kann .... tun damit meine Mutti lächelt- z.B.:nach der Schule… heute Abend, wenn ich Zeit habe…bastel ich ihr…, schreib´ich ihr ein Gedicht, übernehme ich eine Hausarbeit, lade ich sie zum Kaffee ein… jetzt aber werde ich lernen- für sie und für mich… dann weiß sie, dass sie sich auf mich verlassen kann ( im Sinne von Zukunft meistern)- und das gibt auch ihr Kraft…o.ä. und wenn Dir zum Weinen oder Schreien ist, dann tu´s - am Besten beim Joggen im Wald.Es ist o.K.Auch wenn es noch etwas dauert ehe du wieder „voll funktionierst“
Alles Gute Heike/Roxelane
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