Ich ziehe demnächst in meine erste eigene Wohnung. Im Wohnzimmer befindet sich ein relativ alter Einbauschrank aus Massivholz. Er ist natürlich genau maßgeschneidert für diese Wand, wirkt aber in der heutigen Zeit in dem nicht allzu großen Zimmer relativ schwer.
Jetzt meine Frage - was könnte ich damit machen, damit er etwas leichter bzw. moderner wirkt?
Herausreißen ist derzeit keine Option, da dann die Wand dahinter verputzt werden müsste und man vielleicht später um so einen Schrank froh ist, der viel Platz bietet.
Bin um jeden Tipp sehr froh!
Danke,
CB
PS.: Derzeit wohnt eine Familie in der Wohnung, die mir dieses Foto zukommen ließ, nicht über die Unordnung wundern
Ja, das ist so ein Monstrum von anno dazumal. Eigentlich kann ich mir als eine nicht sehr aufwändige Lösung nur vorstellen, die Fronten weiß (oder eine andere zu Deinen Sachen passende Farbe ) zu streichen. Stauraum gibt es sicher - aber die Geschmäcker ändern sich!
wenn Du handwerklich ein bisschen was drauf hast, dann könnte ich mir Türen mit Milchglas und moderne Türgriffe vorstellen. Alles in Weiß fände ich jetzt nicht so toll, könnte wie in einer Arztpraxis aussehen. Die Hinterwand könnte ich mir in einem leichten sehr hellen lindgün gut vorstellen, dann die Türen mal weiß und mal ein etwas dunkleres grün. Die Drechselreien würde ich raus machen,
ich würde bei den oberen Fächern und dem linken mittleren Fach die Türen aushängen/abmontieren, und diese als Regal nutzen.
Dann etweder komplett hell streichen, oder teils dunkel beizen/streichen.
Arg sind diese auf Altdeutsch gemachten Streben im Mittelteil. Vielleicht wären die in Pink oder einer anderen Popfarbe erträglicher.
Aber ich kenne Deinen Geschmack nicht. Probier einfach ein bißchen rum, viel kaputtmachen kannst du ja kaum.
Es handelt sich hier nebbich nicht um „Drechslereien“, sondern um die Stützen für die oberen Schränke. Wenn Du die „raus machst“, kommt der ganze Zirkus von oben runter. Damit geht ein Drittel des Stauraums verloren und genau wie beim vorgeschlagenen Abmontieren der Türen wäre dann die Funktion des Möbels dahin. Um diese geht es @clarinab aber.
Mietwohnung? Dann wäre erstmal zu klären, ob du den Schrank überhaupt „umgestalten“ darfst.
Falls ja, würd ich als erstes sehen, daß ich die Scharniere durch gescheite Topfscharniere ersetzen könnte.
Die Schlösser an den Türen würden bei mir rausfliegen und durch schicke edelstählerne Griffe ersetzt. Innen ein Magnetverschluß hin, fertig.
Den Schubladen würd ich natürlich auch neue Griffe verpassen.
Die häßlichen Stützen könnte man mit (farbig eloxierten) Alu-U-Profilen verkleiden - nicht gerade billig, aber einfacher als sie durch irgendwelche statisch gleichwertige Alternativen zu ersetzen.
Möglicherweise läßt sich das mittlere Fach als „Hausbar“ einrichten: Zwei (Milch)glastüren davor montieren, die guten Whisky-Flaschen reinstellen, hinterleuchtet mit 1-2 an der Rückwand befestigten LED-Leisten.
Wir hatten seinerzeit in unserer damaligen Wohnung dunkle Holztüren - die haben wir matt weiß gestrichen und alles sah danach gleich viel freundlicher aus. Auch wirkt mit hellen Möbeln und Türen ein Raum viel heller.
In die oberen offenen Fächer könntest Du Bücher stellen, das würde wohl etwas beleben. Und vielleicht bei dieser unterteilten Glastür links ene einzeilne klare Glasscheibe einsetzen lassen - dahinter vielleicht Gläser oder auch Bücher! Mit diesen Stützen wirst Du Dich wohl arrangieren müssen - vielleicht kannst Du Dir mal etwas einfallen lassen, das die ein wenig verdeckt, da habe ich im Augenblick auh keine Idee.
Es ist natürlich ein Kompromiß erst einmal, aber vielleicht hast Du später Geld übrig und beseitigst es dann ohnedies. Im Augenblick würde ich an Deiner Stelle das halt mal so lösen.
Wenn Du mit den Drechseleien die Dinger zwischen oberer und unterer Ebene meinst, dann würde ich die keinesfalls raus machen.
Zumindest nicht solange bis abgeklärt ist ob die stützend zur Statik der Schrankwand beitragen. ramses90
Auf mich wirkt das Ganze ein wenig wie in Ferienwohnungen oder möblierten Zimmern, wo die Vermieter ihr altes Gerümpel abgestellt haben . Das ist eine typische Schrankwand aus der Zeit, als man noch Alltags-, Kaffee- und Sonntagsgeschirr hatte, mit dazu passendem Besteck, Tischläufern und Spitzendeckchen und deshalb sehr viel Platz im Wohnzimmer brauchte.
Ich bin mir nicht sicher, ob herausreissen und die Wand verputzen nicht weniger Aufwand darstellt, als so ein Ding zu schleifen und so sorgfältig zu streichen, damit es einigermassen nach was aussieht. Wenn du erst mal dort wohnst und ihn einräumst wirst du kaum mehr Lust haben, ihn wieder auszuräumen, rauszureissen und die Wohnung einzustauben- es ist jetzt DIE Chance.
Und was den Stauraum betrifft: Der Schrank ist extrem hässlich und altbacken - such dir lieber jetzt etwas, dass dir gefällt und später (falls du den Platz wirklich brauchst) kauf dir einen Schrank/Regal der zu deinen Lebensumständen und deinem Geschmack passt (du schreibst, dort lebt eine Familie - also wirst vielleicht auch du mal mit Partner/Kind dort wohnen?). Es gibt günstige Möbel, auch Gebrauchte - die viel schöner und leichter aussehen.
Stauraum ist zwar schön und praktisch, aber ein Wohnzimmer ist das Zimmer in dem man lebt und sich aufhält - es ist keine Abstellkammer. Bau lieber Küche, Bad und Flur zum Stauraum um.
Man sieht das erstens äußerlich - sie wären sonst nicht so fett dimensioniert, Massivholz mit diesen Maßen ist teuer. Zweitens gibt es da bei alten Leuten wie mir die Erinnerung an die zur Zeit der Herstellung des Ungetüms verwendeten Materialien: Wände, an denen man so ein Teil nicht mal eben mit ein paar ordentlichen Dübeln verankern kann, waren in der weiten Überzahl (ab etwa 1975 gab es dann auch Betonwände in einer Qualität, bei der selbst eine Hilti ins Jammern kam - also auch nix zu Dübeln); außerdem waren die Platten, aus denen die Böden solcher Möbel gemacht waren, kaum tragfähig, so dass sich eine solche Breite wie auf dem Bild nicht ohne Stützen hätte überbrücken lassen.
Hihihi, ok, dann bleiben die Teile drinne und Milchglas davor, dann sieht man die nicht. Die Türen würde ich ja auch drinne lassen halt nur steichen in weiß und dunkelgrün, die Hinterwand in einem leichten lindgrü
unter Haushaltsbedingungen kann man halt fast keine glänzende weiße Lackoberfläche herstellen - matt wirkt wesentlich weniger „unsauber gemacht“. Achte halt (wie immer) darauf, besser drei als zwei eher dünne Schichten aufzubringen und dazwischen ordentlich trocknen zu lassen und (von grob nach fein) abzuschleifen.
Welches Material darunter liegt, spielt da keine Rolle - es ist ja im jetzigen Zustand schon so, dass die Oberfläche vollkommen plan ist und nichts von der Maserung "mitgekriegt "hat.
Mir fällt dazu „shabby chic“ ein. Quasi das Ding auf gebraucht trimmen und dabei dezent heller.
Ich Stelle mir so eine Art weisse Patina vor, wie sie auf abgebeizten Möbeln oft zu sehen ist.
Oder eine weiße Lasur, wie gewischt oder gekalkt.
Bitte unbedingt ohne Herzchen-Griffe…
Wie man das macht? Keine Ahnung. Google oder pinterest wissen da sicher mehr.