Wie kann man sich vor Zecken schützen?

Der Sommer fängt an und man geht doch immer wieder im Wald spazieren. Wie kann man sich vor Zecken schützen? Es ist schwer die ganzen Körper zu bedecken. Man kann doch keine Handschuhe im Sommer anziehen.

Hallo,

ganz zuerst: Der Wald per se birgt nicht das größte Zeckenrisiko. Diese befinden sich primär in hohem Gras. Sich in eine Wiese legen oder durch eine durchlaufen sorgt für eine deutlich höhere Gefahr, von Zecken befallen zu werden, als ein Waldspaziergang. Zecken fallen nicht von den Bäumen, sondern krabbeln von unten herauf an Halmen hoch. Im Wald selbst bietet Gestrüpp das höchste Potential an Zecken.

Zecken arbeiten sich im Normalfall von unten nach oben, weil man sie mit den Beinen irgendwo abstreift. Wenn man z.B. die Hosenbeine in die Socken steckt, kann die Zecke nicht an die Haut gelangen. Hilfreich ist auch helle Kleidung, weil man auf ihr Zecken am besten erkennen kann.

Zusätzlich kann man noch mit einem gegen Zecken wirksamen Repellent (wie einige Autan-Produkte) arbeiten. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, Schuhe und Hosenbeine (bis Kniehöhe) von außen damit einzusprühen.

Nach dem Ausflug ausziehen und absuchen: Zecken bevorzugen Kniekehlen, Achselhöhlen oder den Schambereich und krabbeln in der Regel stundenlang herum, bevor sie stechen.

Wenn es einen erwischt hat, dann schnellstmöglich die Zecke entfernen. Tierbesitzer haben meist eine gewisse Routine und können die Zecke einfach mit den Fingern rausziehen, ansonsten sind Zeckenzangen (gibts in der Apotheke) ganz hilfreich. Im Gegensatz zu Pinzetten quetschen sie die Zecke nicht. Die Zange einfach ansetzen und anziehen. Im schlimmsten Fall reißt der Körper vom Kopf, was aber nicht so tragisch ist, da der Kopf keinen Schaden mehr anrichten kann.

Man kann ihn entweder vom Doc entfernen lassen oder warten, bis er vom Körper abgestoßen wird.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo,

im Großen und Ganzen ein guter Artikel, dafür gibt’s auch einen Stern, allerdings

Im schlimmsten Fall reißt
der Körper vom Kopf, was aber nicht so tragisch ist, da der
Kopf keinen Schaden mehr anrichten kann.

sehe ich das ein wenig anders: Wenn der Zecke der Kopf abgerissen wird, bedeutet das in aller Regel, dass man die Zange falsch angesetzt hat und infolgedessen injiziert die Zecke ihrem Opfer final eine große Menge Toxine.
Die Fingervariante würde ich so auch nur beim Haustier anwenden, da sie den Zeckenkörper ebenfalls einquetscht und es auch hier zur Ausschüttung der Giftstoffe kommen kann.

Es ist hilfreich, großzügig Desinfektionsmittel auf das Wundgebiet zu geben, nachdem die Zecke entfernt wurde.
Als weitere Prophylaxe bietet es sich an, sofort nach dem Ausflug im Freien zu duschen (Haare nicht vergessen^^).

Grüße
Liete

Hallo,

Wenn der Zecke der Kopf abgerissen wird, bedeutet das in aller Regel, dass man die Zange falsch angesetzt hat und infolgedessen injiziert die Zecke ihrem Opfer final eine große Menge Toxine.

Stimmt. Aber das ist dann auch schon nicht mehr zu ändern. Das Problem bestand in den Augenblicken vor dem Abreißen des Kopfes. Ist es erstmal passiert, ist es gegessen und kein Grund mehr zur Panik.

Die Fingervariante würde ich so auch nur beim Haustier anwenden, da sie den Zeckenkörper ebenfalls einquetscht

Nicht, wenn man es kann. Ich hab nach jahrzehntelangem Training auch Minizecken blitzartig draußen. Das Geheimnis heißt „Fingernägel“. Die stehen einer Zange in nichts nach. Bei Ungeübten gebe ich dir allerdings recht.

Es ist hilfreich, großzügig Desinfektionsmittel auf das Wundgebiet zu geben, nachdem die Zecke entfernt wurde.

Was aber weder gegen eine Borrelieninfektion noch gegen eine Infektion mit FSME hilft.

Als weitere Prophylaxe bietet es sich an, sofort nach dem Ausflug im Freien zu duschen (Haare nicht vergessen^^).

Kinder werden gerne am Kopf und Hals gestochen. Durch Waschen kriegt man Zecken gewöhnlich nicht aus den Haaren. Kämmen mit einem Läusekamm hingegen hilft. Bei langen, dicken Haaren ist das aber eine üble Prozedur.

Schöne Grüße,
Jule

Wenn es einen erwischt hat, dann schnellstmöglich die Zecke
entfernen. Tierbesitzer haben meist eine gewisse Routine und
können die Zecke einfach mit den Fingern rausziehen, ansonsten
sind Zeckenzangen (gibts in der Apotheke) ganz hilfreich. Im
Gegensatz zu Pinzetten quetschen sie die Zecke nicht.

Hi,

die Zeckenzangen, die ich bisher in Tiergeschäften und Apotheken gesehen habe, sind viel zu unhandlich und unpräzise, da reißt man schnell mal die halbe Zecke ab, anstatt sie vernünftig zu packen. Oder man erwischt garnix.

Eine vernünftige Pinzette aus Metall, mit einer schmalen Spitze, eignet sich hervorragend, Zecken zu entfernen, allerdings muss man die Zecke direkt an der Haut greifen, sonst erwischt man nur das Hinterteil udn die Zecke geht wieder in zwei Teile…

Besser für Laien sind Zeckenkarten, die man auch direkt an der Haut ansetzt und die Zecke so heraußreißt. Die beste Zeckenentfernung ist schnell und zieht die gesamte Zecke heraus.

Desinfizieren würde ich generell jeden Stich, wenn ich ihn bemerke, unabhängig ob es ne Zecke war oder etwas anderes. Jeder, der mal einen entzündeten, verhärteten Stich hatte, wird mir beipflichten.

Grüße

Karana

Der Sommer fängt an und man geht doch immer wieder im Wald
spazieren. Wie kann man sich vor Zecken schützen? Es ist
schwer die ganzen Körper zu bedecken. Man kann doch keine
Handschuhe im Sommer anziehen.

Ein Schutz ist eine fragwürdige Sache, man zieht Hadschuhe an, verlässt sich drauf und dann krabbelt so ein Ding an der Wade herum. Also, in gefährdeten Gebieten möglichst alle nackten Hautstellen bedecken, zu Hause dann den Körper absuchen und wenn man sich dan doch eine Zeck eingefangen hat, diese mit Tesafilm auf eine Karte kleben, in den Briefumschlag unan ein entsprechendes Untersuchngslabor schicken mit der Bitte um Prüfung auf Borrelien - und wenn positv, dann gleich zum Arzt.

Wolfgang D.

Hallo Wolfgang Digame,
super, danke für den tollen Tipp. Kann leider noch keine Sternchen vergeben, sonst gäbe es gleich einen.
LG akilegna

Hi,

kurze Ergänzung: Die Insektenabweisenden Produkte („Repellents“) sind darauf ausgelegt, dass sie aufgrund der Körpertemperatur einen Wirkstoffdunstfilm erzeugen. D.h. wenn aufsprühen, dann muss es leider schon die Haut sein (Meine Kollegin hat das Zeug für einen namhaften Hersteller entwickelt und hat mich aufgeklärt…).

Wenn ich mit dem Pferd in die Botanik gehe, sprühe ich mir die Waden ein, um eine „Blockade“ zu legen. Hat bis jetzt gut geholfen. Andererseits: Einmal das Zeug vergessen, Jeans + Socken über Jeans + „Big Chaps“ aus dickem Leder darüber(die Westernreiter wissen, was ich meine) und ich hatte trotzdem eine im Bein…

LG
Jana