...wie kann man spontan kündigen...?

Ist eine spontane Kündigung realisierbar?

Liebe Wer-Weiss-Was-Mitglieder,
nach einer Diskussion mit meiner Tochter (sie ist Personalerin), geht es um die Frage „Kann ein Arbeitgeber von heute auf morgen einen Mitarbeiter freisetzen, wenn er/sie nicht mehr ins Team passt?“, also diese/r Mitarbeiter/in für die Firma wertvoller ist, wenn er/sie das Betriebsgelände nicht mehr betritt…, weil niemand mehr mit ihm/ihr klarkommt, weil die Arbeit „hakt“, das Arbeits-Klima „vergiftet“ wird…? Ist dies ein „wichtiger Grund“, um (praktisch) fristlos zu kündigen…?
Meine Tochter meint „nein“, weil es heutzutage „gar nicht so einfach“ wäre…, nur: meiner Meinung nach müsste die Antwort „ja“ sein, weil (eine gesunde)„Zukunfts-Projektion“ von Firma und Team gefährdet sind, oder?.. Was meinen Sie…? (Wohlgemerkt: es ist hier alles FIKTIV, es gibt keine annähernd reale Situation…)…, es geht nur um einen eventuell möglichen Fall des sich (gegenseitig) im Laufe der Zeit „Nicht-Mehr-Riechen-Könnens“…und einer dann erfolgten Freistellung eines Mitarbeiters, von heute auf morgen, koste es was es wolle. UMGEKEHRT gäbe es hier natürlich auch hier die Möglichkeit, dass ein Mitarbeiter in einer Firma kaum mehr „atmen“ kann…und von heute auf morgen „seinen Hut“ nehmen wollen würde… -> Ist es nicht so, dass WIR ALLE diese Freiheit/Möglichkeit haben sollten, uns „von jetzt auf gleich“ trennen zu können/dürfen!??"…, denn -> welches emotionelles „Inferno“ würde uns erwarten, wenn wir gegen unseren Willen gezwungen würden „weiterzumachen“…?!
Mit besten, freundlichen Grüßen,
Euch/Ihnen im voraus dankend
Jo B.R. Xu

Hallo

Ist eine spontane Kündigung realisierbar?

Käme auf die Umstände an:
-Zahl der MA im Unternehmen
-Dauer des AV
-weitere Bestimmungen (TV,…)
Vgl. auch mit FAQ:1990

mfg M.L.

Ist eine spontane Kündigung realisierbar?

Liebe Wer-Weiss-Was-Mitglieder,
nach einer Diskussion mit meiner Tochter (sie ist
Personalerin), geht es um die Frage „Kann ein Arbeitgeber von
heute auf morgen einen Mitarbeiter freisetzen, wenn er/sie
nicht mehr ins Team passt?“, also diese/r Mitarbeiter/in für
die Firma wertvoller ist, wenn er/sie das Betriebsgelände
nicht mehr betritt…, weil niemand mehr mit ihm/ihr
klarkommt, weil die Arbeit „hakt“, das Arbeits-Klima „vergiftet“ wird…?

Sofort freistellen (unter Fortzahlung der Bezüge) geht grundsätzlich.

Ist dies ein „wichtiger Grund“, um
(praktisch) fristlos zu kündigen…?

wenn es nicht durch rechtlich relevante Tatsachen belegt werden kann - NEIN

Meine Tochter meint „nein“, weil es heutzutage „gar nicht so
einfach“ wäre…,

Deine Tochter ist eine kluge Frau !

nur: meiner Meinung nach müsste die Antwort
„ja“ sein,

Deine Meinung würde wieder zurück zur „Gutsherrenart“ führen, weil natürlich jeder böswillige AG so was locker konstruieren könnte.

weil (eine gesunde)„Zukunfts-Projektion“ von Firma
und Team gefährdet sind, oder?.. Was meinen Sie…?
(Wohlgemerkt: es ist hier alles FIKTIV, es gibt keine
annähernd reale Situation…)…, es geht nur um einen
eventuell möglichen Fall des sich (gegenseitig) im Laufe der
Zeit „Nicht-Mehr-Riechen-Könnens“…und einer dann erfolgten
Freistellung eines Mitarbeiters, von heute auf morgen, koste
es was es wolle.

Das ist schon sehr dramatisiert, daß ein einziger MA die Existenz einer Firma gefährdet. Ab einer gewissen Betriebsgröße ist das vollkommen irreal. Im Übrigen muß sich ein AG dann schon fragen, was er zu dieser angeblichen Eskalation durch Handeln, Dulden und/oder Unterlassen beigetragen hat. IdR hat so eine Eskalation auch mit Führungsversagen zu tun.

UMGEKEHRT gäbe es hier natürlich auch hier
die Möglichkeit, dass ein Mitarbeiter in einer Firma kaum mehr
„atmen“ kann…und von heute auf morgen „seinen Hut“ nehmen
wollen würde… -> Ist es nicht so, dass WIR ALLE diese
Freiheit/Möglichkeit haben sollten, uns „von jetzt auf gleich“
trennen zu können/dürfen!??"…,

Das „dürfen“ wir ja auch - aber nicht einseitig durch rechtswidrige Kündigung, sondern im Einvernehmen durch Auflösungsvertrag.

denn -> welches emotionelles
„Inferno“ würde uns erwarten, wenn wir gegen unseren Willen
gezwungen würden „weiterzumachen“…?!
Mit besten, freundlichen Grüßen,
Euch/Ihnen im voraus dankend
Jo B.R. Xu

Ist eine spontane Kündigung realisierbar?
„Kann ein Arbeitgeber von
heute auf morgen einen Mitarbeiter freisetzen, wenn er/sie
nicht mehr ins Team passt?“, (…) weil niemand mehr mit ihm/ihr
klarkommt, weil die Arbeit „hakt“, das Arbeits-Klima
„vergiftet“ wird…?

Hier wäre wohl eine Abmahnung angezeigt, zumal sich die Betroffene subjektiv keiner Schuld bewusst sein muss, dass sie ursächlich für das Betriebsklima ist.

Ist dies ein „wichtiger Grund“, um
(praktisch) fristlos zu kündigen…?

(Verbale) Gewalt würde ich als solchen sehen

und einer dann erfolgten
Freistellung eines Mitarbeiters, von heute auf morgen,

Sogar von einer Minute zur anderen kann der Chef sagen: „so können wir nicht arbeiten. Gehen Sie nach Hause, denken Sie über Ihr Verhalten nach und besprechen mit mir, wie sie hier weiter mitarbeiten wollen“ - unter Weiterzahlung des Gehalts natürlich.

Ist es nicht so, dass WIR ALLE diese
Freiheit/Möglichkeit haben sollten, uns „von jetzt auf gleich“
trennen zu können/dürfen!??"…,

Arbeits- und Scheidungsrichter sehen das bestimmt anders. Verträge sind doch dazu da, Regeln festzuschreiben um Spontanität durch Handlungsanweisungen zu ersetzen.

denn -> welches emotionelles

„Inferno“ würde uns erwarten, wenn wir gegen unseren Willen
gezwungen würden „weiterzumachen“…?!

Fristgerecht zu kündigen.

Mit besten, freundlichen Grüßen,
Euch/Ihnen im voraus dankend
Jo B.R. Xu

SO gerne.
HTH
G imager

Ist eine spontane Kündigung realisierbar?
„Kann ein Arbeitgeber von
heute auf morgen einen Mitarbeiter freisetzen, wenn er/sie
nicht mehr ins Team passt?“, (…) weil niemand mehr mit ihm/ihr
klarkommt, weil die Arbeit „hakt“, das Arbeits-Klima
„vergiftet“ wird…?

Hier wäre wohl eine Abmahnung angezeigt, zumal sich die
Betroffene subjektiv keiner Schuld bewusst sein muss, dass sie
ursächlich für das Betriebsklima ist.

Das ist aber hochspekulativ und setzt Detailkenntnisse der Vorgänge vorraus, die aus dem Posting überhaupt nicht erkennbar sind.

Ist dies ein „wichtiger Grund“, um
(praktisch) fristlos zu kündigen…?

(Verbale) Gewalt würde ich als solchen sehen

Wo siehst Du sowas in der Fragestellung ?

Entweder hast Du eine gute Glaskugel oder Du spekulierst ziemlich 'rum.

Jo B.R. Xu

SO gerne.
HTH
G imager

&Tschüß
Wolfgang

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Guten Tag, Hallöchen, liebe/r Re^3!..,
…wie gesagt: es geht hier im Prinzip um eine „Personalerin“ (meine Tochter), welche die Dinge streng professionell sieht…und das ist auch gut und richtig so…
…und es geht um eine spezielle Sicht der Dinge…, um die Sicht eines über Jahrzehnte (international) selbständigen Mannes, der immer versucht hat, schnell und schmerzlos (für alle Beteiligten) anstehende Probleme aus der Welt zu schaffen… (Nein, lieber Wolfgang, eine Glaskugel ist NICHT vorhanden, in welche man schauen kann, aber: wenn ZUM BEISPIEL plötzlich auftretende Gewalt in Erscheinung tritt, verbal oder physisch), dann kann man sich doch durchaus „eingeladen“ fühlen, ein Arbeitsverhältnis „von jetzt auf gleich“ zu beenden, oder…?..
Man sollte einen „eleganten Schlussstrich“ ziehen dürfen…, ohne „Leidenszeit“, weder für das Team…noch für den Chef…und schon gar nicht für den Mitarbeiter, der BESTIMMT irgendwann 'mal gut war. Aber leider lehrt das Leben hier und da, dass ein Mensch nur solange gut ist wie er sich gut „präsentiert“… (Selbstverständlich ist das System „hire&fire“ ein zu verachtendes „Mittel“…und man sollte auch niemals einem Menschen sein Recht vorenthalten, nur: wenn „alle“, also das Team UND der Eigentümer/Abteilungsleiter oder wer auch immer, mit den Augen rollt, schon wenn der/die Mitarbeiter/in seinen/ihren Arbeitstag beginnt, dann ist es nicht mehr gut…, weder für sie/ihn, noch für das Team…und auch nicht für die Firma…
Selbstverständlich gehört zum „jetzt-auf-gleich-Freisetzen“ auch das Befolgen aller möglichen Rechte, d.h. aller rechtlich zu leistenden finanziellen Verpflichtungen (+ Bonus). Dies ist meines erachtens ein zu beführwortender Stil, um den „innerbetrieblichen Frieden“ zu gewährleisten. Dies IST praktikabel…und war es eigentlich immer schon: Arbeitsprozesse zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sogar gänzlich ausgeschlossen werden…und das z.B. auch in Südamerika, wo man es mit Menschen zu tun hat, die schlicht und einfach jemanden „umnieten“, der sie nicht entsprechend (gut) behandelt…und abfindet.
Wie Du siehst -> der Verfasser dieser Zeilen lebt noch…und zwar als Rentner im Alpenvorland…, aber: es ging ja hier um ein Gespräch mit meiner Tochter, die „mitten im Arbeits-Leben“ steht, als „Personalerin“…und SIE sagte, in Deutschland ginge das so nicht… („Warum soll das so nicht gehen?!“, DAS war die Fragestellung, die hier, bei uns, heftigst diskutiert wurde…: und die Mehrzahl der 120 Experten, die auf diese Frage geantwortet hat, bestätigte, DASS ES GEHT… -> Es ist zwar mit Kosten verbunden, aber es geht…)

-))

Liebe Grüsse! …und „Danke!“ nochmal für Dein (und Euer aller) feedback!
J.B.R. Xu
…und: „sorry!“ wegen der „gestelzten Sätze“, aber das kam so, weil das Schreiben in der 1. Person singular „verboten“ ist… :smile:)