Wie kauft man Fonds ohne Ausgabeaufschlag?

Hallo allerseits,

ich plane in den nächsten Wochen den Kauf weiterer Aktienfonds, welche ich mir zum Großteil bereits selektiert habe.

Aus diesem Grund will ich mir bei meiner Anlage den Ausgabeaufschlag (meistens 5%) sparen, dies ist wie ich gelesen habe auf verschiedene Weise möglich, sei es nun über den Kauf direkt an der Börse oder über Internet-Fondsdiscounter.

Da auf eine Seite wie Fondssupermarkt.de auch in einer Ausgabe des Magazins „Börse Online“ hingewiesen wird gehe ich davon aus das diese seriös ist, dennoch wollte ich speziell fragen ob es besser ist wenn ich mir einen Fonds hierüber kaufe oder direkt an der Börse wo der Spread zu zahlen ist.

Ich gehe davon aus das ich die üblichen Berichte über die Wertentwicklung der Fonds direkt von den Fondsgesellschaften bekomme, man korrigiere mich bitte falls ich da falsch liege.

Ich habe bereits einige Literatur zu dem Thema gelesen, aber da ich über keinerlei Praxiskenntnisse verfüge und dementsprechend einige Meinungen hierzu hören wollte wäre ich sehr dankbar wenn mir jemand konkrete Tipps geben kann bzw. seine Erfahrungen hierzu teilt.

Auch interessant wären z.b. ab wann ich bei einem Fonds einen Freistellungsauftrag benötige bzw. an wen ich mich bzgl. der Höhe wenden müsste falls ich die Fonds z.b. über Fondsdiscounter wie Fondssupermarkt.de kaufen würde.

Für euere Hilfe wäre ich sehr dankbar!

Viele Grüße

Kassian

Hallo Kassian,

Da auf eine Seite wie Fondssupermarkt.de auch in einer Ausgabe
des Magazins „Börse Online“ hingewiesen wird gehe ich davon
aus das diese seriös ist, dennoch wollte ich speziell fragen
ob es besser ist wenn ich mir einen Fonds hierüber kaufe oder
direkt an der Börse wo der Spread zu zahlen ist.

Persönlich kann ich über den Anbieter nichts berichten. Aber die dahinter stehende Frankfurter Fondsbank (FFB) ist in diesem Markt gut etabliert.
Du eröffnest über diesen Vermittler dort ein Depot. In diesem werden dann Deine Fondsanteile verwahrt. Die FFB führt Deine Käufe / Verkäufe durch. Selbst wenn der Vermittler unseriös sein sollte, kann Deinem Geld hier relativ wenig passieren.
Nach meinen Kenntnissen ist der Fondskauf über einen Anbieter wie die FFB einfacher vom Handling her (z.B. beim Kauf von Bruchstücken) und auch kostengünstiger, da hier keine Spreads oder Fees anfallen.
Beim Kauf über die Börse brauchst Du ja trotzdem ein Bankdepot für die Verwahrung der Anteile. Das erhöht nochmal den Aufwand.

Ich gehe davon aus das ich die üblichen Berichte über die
Wertentwicklung der Fonds direkt von den Fondsgesellschaften
bekomme, man korrigiere mich bitte falls ich da falsch liege.

Die Fondsgeselslchaft weiß nicht, dass Du ihre Fondsanteile besitzt, da die FFB diese Infos nicht an die Gesellschaft weiterleitet. Du musst Dir die gewünschten Infos also selbst, z.B. übers Internet, besorgen.
(Ist unabhängig davon, wie Du die Fonds kaufst und bei welcher Bank sie verwahrt werden)

Auch interessant wären z.b. ab wann ich bei einem Fonds einen
Freistellungsauftrag benötige bzw. an wen ich mich bzgl. der
Höhe wenden müsste falls ich die Fonds z.b. über
Fondsdiscounter wie Fondssupermarkt.de kaufen würde.

Einen Freistellungsauftrag (FSA) brauchst Du dann, wenn Du Deinen Freibetrag von 801,- Euro geltend machen möchtest. Für Gelder, die Du noch dieses Jahr anlegst, sind Zinseinnahmen und Dividenden steuerpflichtig. Kursgewinne nach 12 Monaten steuerfrei.
Füt ab 2009 gekaufte Fonds werden 25% Steuer auf alle Gewinne bezahlt, also auch auf Krusgewinne.
Es macht also auf jeden Fall Sinn, einen FSE zu erteilen, wenn man den Spielraum nicht schon anderweitig ausgeschöpft hat.
Da Du Deinen Vermittler nicht über den Ausgabeaufschlag bezahlen möchtest, wirst Du Dir die Infos über die nötige Höhe des FSA selbst zusammensuchen müssen. Der Rechenschaftsbericht des vergangenen Geschäftsjahres beinhaltet die entsprechenden Steuerinfos. Viel Spaß dabei :wink:.
Faustregel: Auf Basis der aktuellen Rechtslage würde ich ca. 5 % des Anlagebetrages in Renten und etwa 2,5 % des Anlagebtrages in Aktien freistellen. Es macht aber sicher Sinn sich mal anzuschauen, wie hoch die Aktiendividenden in den selektierten Fonds sind. Die Unterschiede sind teilweise eklatant.

Viele Grüße vom Money-Schorsch