Wie Kinderhaare waschen ohne Heulen ?

Hallo zusammen,

wir haben ein Problem. Unsere Tochter (2 1/2 Jahre) macht neuerdings einen Riesen-Aufstand beim Haarewaschen.
Entweder kommt Wasser in die Augen oder das Wasser läuft ihr in die Ohren.

Bisher haben wir immer „mit dem Kopf nach hinten“ gewaschen. Heute haben wir es mit „Kopf nach vorne über“ probiert - mit dem Erfolg dass das Geheule noch schlimmer war, weil das Wasser überall hinlief !

Wie macht Ihr das ? Gibt es irgendwelche Hilfsmittel zu kaufen ? Wir haben in einem Babykatalog mal eine Art Schirmmütze aus Gummi gesehen - aber hilft sowas wirklich ??

Danke und Gruß.
BS_BERT

Unsere Tochter hat das gleiche veranstaltet. Zuerst haben wir es ignoriert und nur aufgepasst dass wirklich keine Seife in die Augen kommt - leider hat sich ihr Problem dadurch nicht geklärt. Später haben wir sie dann in die Badewanne gesetzt und sie hat sich einen Waschlappen vor die Augen gehalten während wir ihr die Haare gewaschen haben. Das ging ganz gut :smile:

Viele Grüße

Das Problem hatten wir auch
Hallo Bert,

meine Tochter hatte genau die gleichen Probleme. Übrigens auch im gleichen Alter. Ich nehme einfach einmal an, dass dann die Wahrnehmung ausgereifter ist und Kinder plötzlich spüren, dass da etwas (im Ohr) ungewohntes passiert. Das macht einfach erst einmal misstrauisch bis ängstlich.

Ich habe dann einfach den Kopf nur im äußersten Notfall (mit manchmal wochenlangen Zwischenräumen) gewaschen. Egal, manchmal hat sie gerochen wie Hund. DAfür hatte sie aber zu dieser Zeit immer kurze Haare, so dass es auch reichte, wenn sie in der Wanne saß und so die Haare zumindest vom Badewasser nass wurden. Katzenwäsche okay, aber das hinterlässt keinen bleibenden Schaden :smile:

Wenn es dann aber so weit war, haben wir uns die Aufgaben geteilt: Sie musste dafür sorgen (mit ienem nassen Waschlappen) dass nichts in die Augen kommt und ich passte besoners auf die Ohren auf. Dazu habe ich jede Bewegung beim Waschen angekündigt, so dass sie wusste, was auf sie zukommt.

UND - was auch sehr hilft, ist das anschließende Lob für die großartige Leistung. Dabei habe ich natürlich auch recht übertrieben und gleichzeitig von meiner angeblich viel größeren Angst in ihrem Alter erzählt und dass ich das lange nicht so gut gemacht habe, wie sie. Klar, dass sie nach solch einem Abenteuer stolz auf ihre Leistung war. Das spornt an fürs nächste Mal! Danach haben wir obendrein dann immer Papa, Oma, Opa etc. riechen lassen, wie wunderbar sie duftete. Eitelkeit kann echt hilfreich sein :wink:

Als Erwachsener muss man aber auch bedenkten, dass das ja auch eine enorme Vertrauensvorleistung ist. Man hat selbst keinen Einfluss, wohin das Wasser jetzt läuft. Ähnlich ist das Gefühl beim Zahnarzt. Dort sind wir auch ziemlich ausgeliefert und das macht den größten Teil der Angst aus. ODer?

Jetzt ist sie sechs, wäscht sich gerne die Haare, hat sie sich auch lang wachsen lassen und wir können über das „Problem“ nur schmunzeln.

Wie heißt es so schön: Die Zeit heilt alle Wunden. Und hilft über vieles hinweg. Also Kopf hoch und aussitzen.

Viel Erfolg, claudia

Hallo zusammen,

Hallo Eltern,
ich kaufte mir von meinem Taschengeld so ein billiges Fruchtshampoo, das während des Waschens in die Nase gelangt und einen entsetzlichen Geschmack hinterlässt, der stundenlang anhält. Vorübergehend mache ich es daher so, dass ich nur wenig Wasser nehme und das Shampoo quasi auch als Gel verwende. Später im Regen werden die Haare zusätzlich gewaschen, wodurch ein herrlicher Duft entsteht.
Alles Gute zum Muttertag

Danke und Gruß.
BS_BERT

Duschen
Hallo,

wir haben mit unseren Kleinen (als sie noch klein waren)
oft geduscht. Dabei ging Haarewaschen ganz automatisch.
Wichtig: mit den Kindern gleichzeitig duschen.

Gruß
Elke

Hiho,

ja, wie die anderen: Wir auch in diesem Alter. :smile:

Wir haben dreierlei versucht:

  • Haarewaschen eben nur, wenn es nicht anders ging.
  • WENN es dann nicht anders ging, dann durfte unser Kleiner zuerst mir, dann dem Papa die Haare waschen - und DANN erst wir ihm. Das nimmt ein wenig die Angst, daß Wasser in den Augen schlimm wäre.
  • Und eklig duftendes Fruchtshampoo kann ich auch empfehlen - Joshua liebt es. :wink:

Liebe Grüße,
Nike

Hallo,

mein Sohn ist auch so ein Paniker :frowning:

Unser Trick:

Liegend (auf dem Rücken) auf der Küchenspüle, dort mit der Handbrause den Kopf waschen , da fühlte unser Junior sich einfach „sicherer“.

Viel Geduld und viel Erfolg wünscht

Inselchen

Hallo,

auch wir kennen dieses Problem mit unserer Tochter (2).

Ich mache das mit dem Haarewaschen immer so, dass ich sie beim normalen Waschen abends auf ihre Unterlage lege und mit einem klitschnassen Lappen die Haare wasche. Den Lappen mache ich auch durchaus mehrmals naß, so dass ich auch wiklich viel Wasser für die Haare zur Verfügung habe.
Ich kann so zwar kein Schampoo nutzen, aber im Waschwasser ist ja auch diese Waschlotion drin und das geht auch.
Ist besser als nix.

Meine Mama hat mir früher immer einen Waschlappen auf´s Gesicht gelegt. Ich glaub das hat funktioniert, ist schon ca. 20 Jahre her…

Moin zusammen,
wir haben unseren Sohnemann in die Dusche gelegt (!), dann zusätzlich einen Waschlappen über die Augen und mit einem „weichen Strahl“ (damit kann man besser zielen) die Haare ausgespült. Bei den ersten 2-3 Mal waren wir beim Ausspülen auch nicht ganz so sorgfältig. Dadurch hatten wir aber erreicht, dass es ohne Weinen abging. (Überschwängliches Lob ist natürlich Pflicht).
Wenn wir ins Schwimmbad gehen, wo man ja keine Schlauch-Brause hat, haben wir immer einen 1-Liter-Messbecher dabei. Das klappt bei uns hervorragend.

Viel Erfolg
Dirk

Hi!

Wie hier schon öfter erwähnt wurde hatte ich auch immer einen Waschlappen vor den Augen und der Nase :wink: Und so ein extrem duftendes Shampoo, welches nicht in den Augen brennt. Hat bei mir und meiner Schwester geholfen.

Tara

Hallo BS_BERT,
unsere Jungs hatten in etwa diesem Alter auch plötzlich Probleme mit de mHaarewaschen.
Es ließ sich umgehen, als sie ihre Taucherbrillen aufziehen durften und später, als sie schwimmen und tauchen konnten, haben sie ihre Haare durch tauchen naß gemacht und auch wieder so abgespült.

Gandalf

Hallo Bert,

alles Kokolores. Die Kinder gewöhnen sich sehr schnell daran, wenn man ein nicht-brennendes Shampoo verwendet und nicht so auf das Gezeter eingeht.

Viele Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,
wenn es nur Gezeter ist, gebe ich dir recht. Aber wenn man nur mit 2 Erwachsenen dem Kind die Haare waschen kann, weil es sich so wehrt, probiert man alles aus…
Das war bei uns auch nur für eine Übergangszeit. Mittlerweile können wir unserem Sohn die Haare auch auf die herkömmliche Art waschen :wink:

Viele Grüße
Dirk

Hallo Bert,

also das Problem gibt es wohl bei jedem :wink:

Wir haben es wie beim Friseur gehalten mit dem Rückwärtswaschen, anfangs mit Wasser aus nem Meßbecher später dann mit der Massagebrause (Die kann man auf einen ganz weichen Strahl einstellen) und ganz wichtig immer Waschlappen vor die Augen.
Der Vorteil man kann mit der Hand wie die Friseurin die Gesichts- und Ohrenpartie schützen, mit ein bißchen Übung wird da gar nichts mehr nass.
Und langsam angehen und alles was man tut erklären und nach jedem überstandenen Schritt loben (ausgiebig übertrieben :wink: natürlich) und ein Shampoo das sie sich selbst aussuchen darf tut auch Wunder.

Was auch geholfen hat sind regelmäßige Besuche im Schwimmbad gewesen, wieso keine Ahnung aber meine „Wasserratten“ haben es geliebt nur den Chlorgeruch den mochten sie nicht.

Viel Erfolg
Andrea

Hallo Andreas,

fällt dir auf, dass fast alle, die diese Probleme
kennen, von Kindern im selben Alter sprechen? (ungefähr
2 1/2).
Es hat nämlich sehr wenig mit nicht-in-den-Augen-
brennenden-Shampoos zu tun (1. versucht uns das die
Shampoo-Industrie weiß zumachen, 2. betrifft das eher
ältere Kinder), sondern mit Wasser,
dass übers Gesicht läuft. Es handelt sich um
eine sehr tiefsitzende Angst, die - für Kinder
nicht zu artikulieren - mit Ertrinken und Ersticken
zu tun hat.

Gruß
Elke

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Es handelt sich um
eine sehr tiefsitzende Angst, die - für Kinder
nicht zu artikulieren - mit Ertrinken und Ersticken
zu tun hat.

Hi Elke,

das ist für mich ein wirklich neuer Aspekt. Wusste ich nicht. Ist das tatsächlich erwiesen?

Viele Grüße,
Andreas

Hi Andreas,

das ist für mich ein wirklich neuer Aspekt. Wusste ich nicht.
Ist das tatsächlich erwiesen?

Ich habe die letzten Tage gesucht: ich finde meinen
„Ratgeber für Eltern“ oder wie das Teil heißt nicht
mehr (vielleicht sind meine inzwischen deshalb so unmöglich),
aber ich bin sicher , da stand es drin.

Im Netz suche ich vielleicht mit den falschen Suchbegriffen,
da kriege ich nur Shampoo-Reklame!!!

Gruß
Elke