Wie könnte die Welt ohne den ersten WK aussehen?

So ich stell mal eine interessante Frage in den Raum:
Wie könnte die Welt ohne den ersten WK aussehen?

Im Bezug auf die Großmächte,Imperialismus,neue mögliche Kriege,Abhänigkeit der kleineren Staaten von den Großmächten,Kolonialismus,Expansionen,Unabhänigkeitsbestrebungen etc.

Vielen Dank im Vorraus!

Hallo

So ich stell mal eine interessante Frage in den Raum:
Wie könnte die Welt ohne den ersten WK aussehen?

Im Bezug auf die Großmächte,Imperialismus,neue mögliche
Kriege,Abhänigkeit der kleineren Staaten von den
Großmächten,Kolonialismus,Expansionen,Unabhänigkeitsbestrebungen
etc.

vor zig Jahren hab ich dazu mal einen mehrere Seiten Artikel eines englichen Historikers in der „Welt“ dazu gelesen. Dessen Fazit sah so aus:
Hätte sich England nicht wegen der Neutralitätsgarantie Belgiens auf dem Festland in den Krieg eingemischt, hätte D gewonnen und die Vorherrschaft über Kontinentaleuropa gehabt. D suchte damals neue Absatzmärkte und dies ging damals nur über Krieg. Er meinte das D sowas wie den Vorläufer der EU im Sinn hatte. Auf alle Fälle wäre der Welt wohl das Kommunismusexperiment erspart geblieben und wohl auch A.H… Aber im Nachgang kann man wohl nur Spekulationen antellen, was wäre wenn…

Vielen Dank im Vorraus!

LG
Mikesch

vor zig Jahren hab ich dazu mal einen mehrere Seiten Artikel
eines englichen Historikers in der „Welt“ dazu gelesen. Dessen
Fazit sah so aus:
Hätte sich England nicht wegen der Neutralitätsgarantie
Belgiens auf dem Festland in den Krieg eingemischt, hätte D
gewonnen und die Vorherrschaft über Kontinentaleuropa gehabt.
D suchte damals neue Absatzmärkte und dies ging damals nur
über Krieg. Er meinte das D sowas wie den Vorläufer der EU im
Sinn hatte. Auf alle Fälle wäre der Welt wohl das
Kommunismusexperiment erspart geblieben und wohl auch A.H…
Aber im Nachgang kann man wohl nur Spekulationen antellen, was
wäre wenn…

LG
Mikesch

Existiert hierzu vileicht noch ein Onlineartikel bzw. gibt es zu diesen Thema überhaupt welche?(Es können auch englische Qullen sein)
Ich meinte eigentlich dass der Krieg als Folge des Attentas gar nicht erst ausgebrochen,wäre also nicht existiert hätte.
Kannst du mir über die Absatzschwierigkeiten erzählen,oder vieleicht andere Mitglieder?
Das es warscheinlich keinen Kommunismus gegeben hätte und A.H unbedeutend geblieben wäre scheint mir klar zu sein.
Am besten wenn ihr irgendwelche authentischeren Quellen wie von Historiker habt,wären die natürlich am interessantesten.
Eure persöhnlichen Meinung dazu würden mich auch dazu interessieren!

Hallo,
ich denke, unter Historikern ist es unbestritten, dass man im Irrealis nicht argumentieren kann: Was wäre, wenn …?
Denn wir kennen die Faktoren, die unter den angenommenen Umständen wirken würden, und ihre Stärke nicht.
Ein Beispiel: Was wäre aus Hitler geworden, wenn der Erste Weltkrieg nicht stattgefunden hätte? Kunstmaler? Anstreicher? Kaiser oder Diktator in Österreich-Ungarn? Wer kann - und will! - das denn wissen?
Das ist Kaffesatzleserei, und dafür sollte man zu Kartenlegerinnen und sonstigen Hellsehern und Wahrsagern gehen - und auch denen dann nicht glauben.
Schöne Grüße!
Hannes

Hallo

vor zig Jahren hab ich dazu mal einen mehrere Seiten Artikel
eines englichen Historikers in der „Welt“ dazu gelesen. Dessen
Fazit sah so aus:
Hätte sich England nicht wegen der Neutralitätsgarantie
Belgiens auf dem Festland in den Krieg eingemischt, hätte D
gewonnen und die Vorherrschaft über Kontinentaleuropa gehabt.
D suchte damals neue Absatzmärkte und dies ging damals nur
über Krieg. Er meinte das D sowas wie den Vorläufer der EU im
Sinn hatte. Auf alle Fälle wäre der Welt wohl das
Kommunismusexperiment erspart geblieben und wohl auch A.H…
Aber im Nachgang kann man wohl nur Spekulationen antellen, was
wäre wenn…

LG
Mikesch

Existiert hierzu vileicht noch ein Onlineartikel bzw. gibt es
zu diesen Thema überhaupt welche?(Es können auch englische
Qullen sein)

mit Sicherheit nicht, das ist bestimmt 7-8jahre her. Meine Empfehlung: Geh mal in den Keller und hole deine Glaskugel raus, ordentlich putzen, Datum 100 Jahre zurückstellen und dann abfragen:wink:

Ich meinte eigentlich dass der Krieg als Folge des Attentas
gar nicht erst ausgebrochen,wäre also nicht existiert hätte.
Kannst du mir über die Absatzschwierigkeiten erzählen,oder
vieleicht andere Mitglieder?
Das es warscheinlich keinen Kommunismus gegeben hätte und A.H
unbedeutend geblieben wäre scheint mir klar zu sein.
Am besten wenn ihr irgendwelche authentischeren Quellen wie
von Historiker habt,wären die natürlich am interessantesten.
Eure persöhnlichen Meinung dazu würden mich auch dazu
interessieren!

Der Kater

Hallo,

natürlich ist alles Kaffeesatzleserei.

Trotzdem gibt es mittlerweile zwei interessante Bücher mit dem Titel „Was wäre gewesen, wenn?“ (ISBN-Nummer und sowas hab ich leider nicht greifbar höchstens das hier: http://www.amazon.de/w%C3%A4re-gewesen-wenn-Wendepun…)
Vielleicht findest Du es ja nicht nur spannend, sondern auch eine Antwort auf Deine Frage.

Gruß
Jörg

Hallo Mikesch,

vor zig Jahren hab ich dazu mal einen mehrere Seiten Artikel
eines englichen Historikers in der „Welt“ dazu gelesen.

Offensichtlich die Kurzfassung dieses empfehlenswerten Buches:
http://www.amazon.de/falsche-Krieg-erste-Weltkrieg-J…

Das Buch beantwortet allerdings nicht die Ausgangsfrage dieses Postings, sondern die Frage, ob der Krieg so ausgehen musste, wie er es im Novmeber 1918 tat. Und das allerdings ist schon eine „erlaubte“ Frage im wissenschaftlichen Sinne, weil sie buchstäblich Erkenntniswert hat.

Derselbe Autor nimmt im Vorwort zum folgenden Buch ausführlich zur Frage Stellung, ob man „was wäre wenn“ fragen darf.

http://www.amazon.de/Virtuelle-Geschichte-Historisch…

Es besteht kein Zweifel, dass Ferguson der anregenste unter den jüngeren, angesehenen(!) Historikern Englands ist. Daher meine unbedingte Leseempfehlung. Es sind eben keine Romane a la Harris’ „Vaterland“ oder Ditfurths „Mauer“, sondern wissenschaftliche Abhandlungen.

Gruß,
Andreas

Hallo erstmal,

Zu

Auf alle Fälle wäre der Welt wohl das
Kommunismusexperiment erspart geblieben […]

möchte ich doch noch etwas anmerken:
In China herrschte bereits unter den Taiping und anderen aufständischen Rebellen eine Tendenz zu protokommunistischen Systemen vor. Eine Neigung zum Kommunismus war also auch ohne WK I bereits vorhanden.
Wer sagt, dass er sich nicht auch in anderen Ländern außer Russland durchgesetzt hätte und damit wiederum verschiedene Länder beeinflusst hätte?

Und jetzt sind wir wieder bei den Hypothesen, die ich ja eigentlich so gar nicht leiden kann. Es weiß einfach niemand.

Außerdem bin ich der Meinung, dass bei der Situation in Europa zu Anfang des 20. Jahrhunderts ein Krieg so oder so gekommen wäre. Dazu braucht man nur einen beliebigen Anlass. Das muss nicht unbedingt ein Attentat sein.

Grüße,

DaBenn

Ganz kleine USA.
Ganz große UdSSR.

Ganz kleine USA.
Ganz große UdSSR.

denn dadrauf??? Ohne WK1 nix Lenin in Russland = nix UDSSR = nix Weltrevultion = nix WKII = nix Supermacht für 45 Jahre

ein fragender Kater

ich kommste…
Ganz einfach :

Die USA waren bis zum 1.WK ein politisch und wirtschaftlich unbedeutendes Land. Durch ihr Eingreifen in den 1. WK und der daraufhin folgenden Rüstung, war die Isolation vergessen. Man rüstete nach dem 1. WK weiter auf und wurde wirtschaftlich sehr stark.

Lenin wurde nicht durch den 1.WK zum Revolutionär, sondern durch die Zustände in Rußland. Auch ohne 1.Wk hätte es seine Revolution gegeben und der Zar wäre gestürzt worden. So wichtig war seine Zugfahrt im plombierten Zug durch Deutschland nicht. Auch ohne den 1.WK wäre er irgendwie nach Rußland gekommen.

Und ohne eine starke USA wären die Kommunisten längst überall etabliert.

mfgConrad

Ganz einfach :

Die USA waren bis zum 1.WK ein politisch und wirtschaftlich
unbedeutendes Land. Durch ihr Eingreifen in den 1. WK und der
daraufhin folgenden Rüstung, war die Isolation vergessen. Man
rüstete nach dem 1. WK weiter auf und wurde wirtschaftlich
sehr stark.

dasmag stimmen

Lenin wurde nicht durch den 1.WK zum Revolutionär, sondern
durch die Zustände in Rußland. Auch ohne 1.Wk hätte es seine
Revolution gegeben und der Zar wäre gestürzt worden.

gehört wohl ins Reich der Hypothese,in Russland waren grad Reformen in Gang gesetzt worden, deren Durchsetzung gerade der Krieg verhinderte

So

wichtig war seine Zugfahrt im plombierten Zug durch
Deutschland nicht. Auch ohne den 1.WK wäre er irgendwie nach
Rußland gekommen.

sicherlich,auf der Durchfahrt nach Sibirien:wink:,aber dat hätte er sicherlich nicht freiwillig getan. Lenin wurde schliesslich zum 1.Massenmörder des 20.Jhd.

Und ohne eine starke USA wären die Kommunisten längst überall
etabliert.

So lange es den Proleten reletiv gut geht, braucht man nicht neuen Uropieen hinterher zu jagen, das hat sich ja wohl mit dem Sieg des Kapitalismus in den End 80ern des letzten Jhd.gezeigt

mfgConrad

Der Kater

Na, Du bist ja lustig !!!

In`s Reich der Hypothese gehören solche Schwätzchen immer.

falsche Annahmen zur Lenin und USA

Ganz einfach :

Hallo Conrad,

doch nicht so ganz einfach, weil Du von falschen Prämissen ausgehst.

Die USA waren bis zum 1.WK ein politisch und wirtschaftlich
unbedeutendes Land.

Politisch mag das noch stimmen, wirtschaftlich hatten die USA die großen europäischen Mächte schon ein- bzw. überholt. Auf Grund des starken Binnenmarktes hatte das nur niemand beachtet.

Durch ihr Eingreifen in den 1. WK und der
daraufhin folgenden Rüstung, war die Isolation vergessen. Man
rüstete nach dem 1. WK weiter auf und wurde wirtschaftlich
sehr stark.

Nach dem 1. WK rüsteten die USA fast genauso schnell wieder ab, wie sie vorher aufgerüstet hatten. Schau Dir mal an, was die USA am Beginn des 2.WK an Heerestruppen hatten: Quantité négligeable, wie 1917.

Lenin wurde nicht durch den 1.WK zum Revolutionär, sondern
durch die Zustände in Rußland. Auch ohne 1.Wk hätte es seine
Revolution gegeben und der Zar wäre gestürzt worden.

Auch im Rahmen des Spekulativen kann man das als höchst unwahrscheinlich ansehen. Lenin zwar schon vorher Revolutionär, Russland aber war seit 1900 eines der am stärksten wachsenden und sich modernisierenden Länder weltweit. Genau darin lag ja auch die Sorge des deutschen Generalstabes in der Julikrise 1914. Wenn ein Krieg unausweichlich schien, dann lieber sofort als später, um nicht in noch stärkeren Rüstungsrückstand zu geraten. Die Leistungsfähigkeit der russischen Industrie bewies sich denn auch darin, dass sie im Unterschied zu den West- und Mittelmächten zu jeder Zeit die Front mit ausreichend Munition versorgen konnte.

wichtig war seine Zugfahrt im plombierten Zug durch
Deutschland nicht. Auch ohne den 1.WK wäre er irgendwie nach
Rußland gekommen.

Aber dann wäre er völlig wirkungslos geblieben. Die Durchschlagskraft des bolschewikischen Putsches lag einzig darin, dass sie als einzige sofort und bedingslos Frieden versprachen.

Viele Grüße,
Andreas

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Die Leistungsfähigkeit der russischen Industrie bewies sich denn
auch darin, dass sie im Unterschied zu den West- und
Mittelmächten zu jeder Zeit die Front mit ausreichend Munition
versorgen konnte.

Das wäre mir neu. Rußland produzierte den größten Teil seiner Munition bei Kriegsausbruch in seinen westl. Provinzen. Als diese an die Mittelmächte verloren gingen kam es zur Munitionskrise, bei der die Russen sogar Munition aus GB, USA und Japan importieren mußten. Diese Krise wurde erst kurz vor dem russ. Zusammenbruch überwunden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ostfront_(Erster_Weltkr…

Gruß